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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Brunnen verschluckt Wasser?
Hausbauer1965
(Mailadresse bestätigt)

  24.02.2017

Hallo zusammen,

ich bin einigermassen Ratlos:
- letztes Jahr Anfang Sommer einen Rammbrunnen gebaut:
- Dreibein aufgestellt, Bohrschnecke mit Motor obendran
- Nach 2 Metern Sand, nach ca. 9 Metern Kies
- Weiter bis auf ca. 10 Meter
- Rammfilter rein, Stahlrohr(1/4Zoll obendrauf
- an Gok einen Winkel dran, Saugpumpe montiert

Das ganze mit ein paar Gieskannen angegossen, Wasser im Überfluss im Sommer. Jeden Tag gewässert bis zum Anschlag, auch im Hochsommer bei zig Wochen ohne Regen ist immer konstant Wasser da gewesen.

Vor ner Woche denk ich mir ich montier die Pumpe mal wieder(nach der Winterpause), giesse das ganz an, schalte die Pumpe an: kein Wasser.

Ich merke dass ich kubikmeterweise Wasser ins Rohr laufen lassen kann(zwecks angiessen), aber das Wasser sofort wie verschluckt wird. Es läuft einfach weg, d.h. ich bekomme keine Wassersäule hin. Das letzte mal hab ich einen halben Tag das Wasser aus meiner Zisterne in das Brunnenrohr geleitet, ohne erfolg. Es verschwindet im Rohr. Wenn ich dann zwischendurch die Pumpe anschalte, kommt nix. Die Pumpe läuft aber gut, das hab ich mit einer Regentonne voll Wasser ausprobiert.

Ich oben ein V-Stück dran, so dass ich angiessen kann und die Pumpe nicht jedesmal abmontieren muss. Selbst wenn ich einen zuführ-Schlauch direkt an das V-Stück anschliesse und Luftdicht montiere verschwindet das Wasser einfach so unten im Rohr.

Achso: wir sind im hessichen Ried, zuverlässig Wasser gibts seit Jahrzehnten normalerweise so ab 8-9 Metern. Hab Landwirtschaft in der Familie und gerade nochmal nachgefragt. http://www.grundwasser-online.de/gwo_temp/12407660153722.png

Frage:
- macht es überhaupt Sinn weiterhin zu versuchen das Rohr anzugiessen? Bei "nur" 10 Metern sollte das Wasser ja eigentlich ohnehin bei unter 8 Metern im Rohr stehen und die Pumpe sollte saugen können.
- da das angiess-Wasser einfach verschwindet: muss man davon ausgehen dass sich der Grundwasserspiegel abgesenkt hat?
- Pumpe defekt schliesse ich aus, da Leistung scheinbar da ist und es wohl eher so ist dass kein Wasser im Brunnenrohr steht
- wenn ja, wie schätzt Ihr die Chancen ein dass sich das im laufe eines regnerischen Frühjahrs wieder gibt(jetzt ist Februar)?

Wie gesagt, seit Jahrzehnten gibts bei 8-9 Metern Wasser: aber seit Ende letzten Jahres gibts ca. 500 Meter von hier ein mini-Neubaugebiet(15 Häuser). Die haben natürlich auch Keller. Ich hab jetzt nicht gesehen dass die die Baugruben im grossen Stil leerpumpen, aber vielleicht könnte das eine Ursache sein?

Danke für Eure Einschätzung, euer Hausbauer...



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Jan
(Mailadresse bestätigt)

  27.02.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hausbauer1965 vom 24.02.2017!  Zum Bezugstext

Hallo Hausbauer 1965,

vermutlich ist der Grundwasserspiegel gefallen.
Eine Überprüfung des Pegels ist auf jeden fall sinnvoll.
Der Herbst und der Winter waren (zumindest bei uns in Süd Niederasachsen) extrem Trocken.
Da fällt der Grundwasserspielge (leider) ab.
Wir messen auch teilweise 1-2 m mehr Absenkung beim Ruhepegel.

Gruß Jan
Hausbauer1965
(Mailadresse bestätigt)

  24.02.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 24.02.2017!  Zum Bezugstext

Danke! d.h. einfach Schnur rein und schauen ob ich überhaupt Wasser unten stehen habe? Werd ich morgen machen...

Danke nochmal!
Claus
(Mailadresse bestätigt)

  24.02.2017

Du solltest zuerst mit Hilfe eines Gewichts und einer Schnur feststellen, in welcher Tiefe JETZT der Grundwasserspiegel liegt.
Dass Dein Brunnen Wasser aufnimmt, wenn Du welches hineingiesst, ist normal und gehört bei nicht ordentlich arbeitenden Schlagbrunnen zur Funktionsüberprüfung.



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