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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Fragen zur Wartung von Rückspülfilter und Druckminder
arya
(Mailadresse bestätigt)

  24.06.2017

Guten Tag.

Ich danke für ehrlichen und kompetenten Rat:

Seit dem Frühjahr 2017 fallen permanente und sehr störende Wasserdruck- und Fließgeräusche in den Heizungsrohren auf, unabhängig davon,
ob in einer der 18 Wohnungen des Hauses Wasser oder die Heizung läuft.

Zuvor ist über einen längeren Zeitraum hin aufgefallen,
dass merkwürdigerweise alle drei Wochen jeweils am gleichen Tag sich das am Boden des Wasserkochers festgesetzte Kalk scheinbar von alleine auflöst, als wenn sich im Wasser ein Kalklösemittel befinden würde.
Das Kalk blättert dann nicht, wie man es sonst kennt, in Schichten ab, sondern verwandelt sich in einen schmierigen Brei. Im Wasser selbst befinden sich dann vermehrt Kalkpartikelund es verursacht auch Bauchweh.

Die örtlichen Stadtwerke und das Gesundheitsamt rieten mir,von der Verwaltung der Genossenschaft zu erfragen,
ob das Haus an eine Wasseraufbereitungs- und Dosierungsanlage angeschlossen ist.

Dies habe ich mehrmals versucht, zusammen mit der Frage nach einem Protokoll der Wartung des halbautomatischen Rückspülfilters. Laut Gesetz ist die Verwaltung der Genossenschaft zu dieser Auskunft verpflichtet, verweigert jedoch bereits seit 10 Wochen jegliche Information diesbezüglich.

Nachdem ich dann vor ein paar Tagen in den Wasserhahnsieben diese Metall- und Grünpartikel fand,

> Bilder einfügen?

wand ich mich an die Herstellerfirma des Wasserfilters, deren Mitarbeiter mir mitteilte, dass der Eingangsdruck des Druckminderers mindestens 1 Bar höher sein muss als der Ausgangsdruck, sowie dass das Gerät alle 6 Monate gewartet und gereinigt werden muss.
Im Hauswartdienstleistungsverzeichnis ist der Rhythmus der Wartung sogar vierteljährlich angegeben.


Den Ein- und Ausgangsdruck habe ich unter Berücksichtigung der Fließrichtung von rechts nach lins geprüft und dabei festgestellt, dass der Eingangsdruck bei nicht laufendem Wasser etwa 0,5 Bar höher ist:

> Bild einfügen?


und bei laufendem Wasser
nahezu gleich mit dem Ausgangsdruck:

> Bild einfügen?

Laut Herstellerfirma ist ein verringerter Druckunterschied ein Indiz dafür,
dass das Gerät mangelhaft gewartet wurde.

Der Zeiger, der erkennen lässt, wann die nächste Wartung durchgeführt werden muss,
ist auf den Monat 5 eingestellt -
es ist jedoch bereits der Monat 6, fast 7.


Bitte teilt mir mit, was Euch zu all dem in den Sinn kommt.


Eine konkrete Frage ist, in welchem Zusammenhang eine nicht ordnungsgemäße Wartung mit den beiden eingangs erwähnten Auffälligkeiten steht und

wie wichtig die ordnungsgemäße Wartung für die Gewährleistung von Trinkwasserqualität
und für die Gewährleistung von Schallschutz?


Vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe!

arya



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 12
okidoki
(Mailadresse bestätigt)

  28.06.2017

Hallo,

da scheint ja von der Haustechnik einiges in die Jahre gekommen zu sein und nicht mehr ordnungsgemäß zu funktionieren.
Wenn die Bad-Heizungsanlage beim Nachbarn im ersten Stock permanent läuft (incl. Brenner oder nur Umwälzpumpe ?), obwohl keine Wärmeanforderung durch den Heizkörper vorliegt ist das Energieverschwendung und die Heizungsanlage überhitzt und geht in die Notabschaltung. Hier sollte mal der Wartungsdienst des Herstellers oder ein wirklich auf die Marke spezialisierter und fachkundiger Installateur die Anlage überprüfen.

Zum Schallschutz im Hochbau bitte folgende Infos im Netz suchen:
Merkblatt „Schallschutz nach DIN 4109“ der DGfM (zum herunterladen)
„Merkblatt und Fachinformation "Schallschutz"“ des ZVSHK (in Überarbeitung, zum Kauf)

Schallschutz nach DIN 4109 ist „allgemein anerkannte Regel der Technik“ und ist einzuhalten, was zum Zeitpunkt der Erstellung des Gebäudes galt und event. zusätzlich im Bauvertrag vereinbart wurde müsste herausgefunden werden.
Wird aber nicht ohne Rechtsbeistand und „Gutachterschlacht“ funktionieren.

Da die beanstandeten Geräusche nicht von Anfang an vorhanden waren sondern nur ab einem bestimmten Zeitpunkt sollte die Heizungsanlage bzw. Haustechnik entsprechend überprüft werden. Eventuell wurde eine größere Umwälzpumpe eingebaut oder die Steuerung an sich wurde verändert oder der hydraulische Abgleich der Heizkreise wurde verstellt….., wenn durch eine veränderte Heizungssteuerung Pumpen öfters laufen als vorher oder zu große Pumpen eingebaut wurden lässt sich das event. auch an einem gestiegenen Stromverbrauch der Heizungsanlage erkennen. Der Notabschalter schaltet event. nur die eigentliche Feuerungsanlage und nicht die Umwälzpumpen aus ?

Ablagerungen vor Wasserhahnsieben stammen, wenn ein (funktionierender) Wasserfilter direkt hinter dem Hausanschluss vorhanden ist, aus den Rohren bzw. Anlagen und Armaturen der Hausinstallation.
Ablagerungen nach den Wasserhahnsieben können auch von den Wasserhahnsieben selbst kommen, da sich in der Regel ein verchromtes Kupfergewebe darin befindet, das auch korrodieren kann.
Hier einfach neue Siebe einbauen und die Armaturen und vorgeschalteten Leitungen vor Einbau des neuen Siebes ohne Sieb spülen (Armatur soweit wie möglich öffnen). Die Spülzeit ist abhängig vom vorgeschalteten Leitungsvolumen, 5 Minuten sollten aber ausreichen oder mindestens so lange spülen bis das Wasser merklich kühler wird und sich eine gleichbleibende Temperatur einstellt, das ist dann frisches Wasser direkt vom Hausanschluss (ohne Standzeit).

Viele Grüße
arya
(Mailadresse bestätigt)

  27.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von okidoki vom 26.06.2017!  Zum Bezugstext

Hallo okidoki, ich danke Dir,
Deine Antwort hilft mir weiter.

In der Trinkwasserleitung habe ich keine Geräusche vernommen,
die führt auch nicht offen durch die Wohnung.

Durch deinen Hinweis kann ich jetzt die Fließgeräusche,
die durch die Nutzung der Gartenleitung in den Heizungsrohren entsteht,
dem zuordnen,
dass die Wasserleitung zum Garten eine von denen ist,
die ohne Dämmung durch die Wände gezogen wurde.

Auch sind die meisten Wasserrohre mit Metallbügeln an die Wand geschraubt,
was wahrscheinlich auch den Schall über die Wände überträgt.

Die Fließgeräusche, die seit Frühjahr 2017 zusätzlich auftreten,
sind permanent durch Tag und Nacht hinweg.
Ich vermute auch, dass es an einer Pumpe liegt.
Letztes Jahr im Frühjahr gab es ein ähliches permanentes Druckgeräusch,
nachdem die Wartungsfirma zur Routinewartung da gewesen war,
und einen defekten Metallring am Kessel/Brenner festgestellt und repariert hat.

Parallel zu dem Geräusch bei mir war aufgetreten,
dass bei einem Nachbarn im obersten Stockwerk die Badheizung permanent heizte,
obwohl er sie abgedreht hatte und es nicht am Ventil an seinem Heizköper lag.

Was 2016 an der Heizungsanlage gemacht wurde,
wurde vom Verwalter bisher auch nicht beantwortet -
aber beide Phänomene verschwanden mit Abschalten der Heizung im Sommer
und tauchten auch im Herbst beim Einschalten
nicht wieder auf -

das eine davon erst wieder im Frühjahr 2017,
wie ich es beschrieben habe.
Es kann natürlich auch sein,
dass die Heizungsanlage dieses Jahr noch nicht abgeschaltet wurde.

Deine Frage trifft es jedenfalls gut,
so wie ich das erkennen kann.

Auch der Notabschalter an der Tür zur Heizungsanlage funktioniert nicht.
Ich wollte testen, ob das Fließdruckgeräusch in den Heizungsrohren verschwindet,
wenn die Heizungsanlage abgeschaltet ist.
Laut Feuerschutzverordnung muss der Schalter funktionieren.

Auch müssen meiner Kenntnis nach bei seit 2002 eingebauten Anlagen
die Heizungsrohre durch die Wände isoliert sein -
die Heizungsanlage ist von 2002.

Daher auch meine Frage, wie verplichtend solche DINs oder Verordnungen sind?

Die Bilder zeigen die Metall- und Grünspan- oder Patina- Teilchen aus den Wasserhahnsieben.
Hat das was mit der fehlenden Wartung des Wasserfilters zu tun
oder kommt so was aus dem Zuleitungsrohr zwischen Wasserfilter und meiner Wohnung,
die sich im Erdgeschoss befindet?

Viele Grüße


okidoki
(Mailadresse bestätigt)

  26.06.2017

Hallo,

Versuch einer Ferndiagnose:
Mechanische Filter sind nach DIN 1988-200 zum Schutz der nachfolgenden Installation vorgesehen, die Inspektions-/Wartungsintervalle betragen nach DVGW TWIN 07/13 max. 6 Monate oder nach Herstellerangaben.
Bei nicht regelmäßiger Wartung können diese Filter verbacken und so den Wasserdurchfluss vermindern (erhöhter Druckverlust), für die Hygiene kann dies auch ungünstig sein.

Ein Druckminderer reduziert einen hohen Eingangsdruck auf einen geringeren Ausgangsdruck. Fließgeräusche in der Trinkwasserleitung sind auch Druckabhängig, da bei einem höheren Druck die Austrittsgeschwindigkeit des Wassers steigt. Das Vorhandensein eines Druckminderers ist ein Hinweis dafür, dass der Anlagenplaner den vorhandenen Versorgungsdruck reduzieren wollte.

Trinkwasseranlage und Heizungsanlage sind getrennte Systeme und dürfen nicht ohne eine geeignete Sicherungseinrichtung nach DIN EN 1717verbunden werden, wenn eine solche Verbindung besteht, z.B. automatische Nachfüllstation können darüber auch Fließgeräusche (Metalle sind sehr gute Schallleiter) übertragen werden. Oder es besteht ein simpler mechanischer Kontakt zwischen den Rohrleitungen.

Fließgeräusche in Heizungsanlagen können auch durch eine zu große ungeregelte Umwälzpumpe (keine Hocheffizienzpumpe), die gegen ein geschlossenes Heizungssystem fährt, verursacht werden, z.B. die Umwälzpumpe läuft im Sommer und alle Heizkörperthermostatventile sind geschlossen, durch geringe Undichtigkeiten fließt dennoch Heizungswasser oder der Pumpendruck hebt die Ventile sogar an.

Vielleicht besteht ja auch in einer der Wohnungen Kontakt zwischen einem Kühlschrank, Geschirrspüler, Aquariumspumpe etc. und der Heizungsanlage ?

Ein höherer Druck in der Trinkwasserinstallation als der gelieferte Versorgungsdruck wird in der Regel durch eine defekte Sicherungskombination an einem Trinkwassererwärmer verursacht, das Trinkwasser dehnt sich bei Erwärmung aus und erhöht somit den Druck in der Installation.

Für eine Fehlersuche vor Ort durch den Installateur ist ein Protokoll der Geräusche (Zeitpunkt und Dauer) durchaus hilfreich, da die Geräusche erst ab einem bestimmten Zeitpunkt auftraten kann dies auch durch Arbeiten an der Installation verursacht worden sein, was ist im Frühjahr an der Anlage geändert worden ?

Viele Grüße
arya
(Mailadresse bestätigt)

  26.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 25.06.2017!  Zum Bezugstext

In Ihrem vorigen Post fanden Sie es jedoch so ungewöhnlich, dass ich den Ausgangsdruck höher als dem EingangAusdruck vorgefunden habe, dass Sie dachten, ich hätte es verwechselt.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  25.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von arya vom 25.06.2017!  Zum Bezugstext

Die einfachen Manometer sind nicht immer genau. Des Weiteren ist der Eingangsdruck abhängig vom Verbrauch der Nachbarschaft und dem Druck im Wasserwerk. Der Ausgangsdruck ist Abhängig vom Verbrauch bei dir im Gebäude. Außerdem korrelieren beide Drücke am Druckminderer miteinander.
arya
(Mailadresse bestätigt)

  25.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 25.06.2017!  Zum Bezugstext

Die Flussrichtung ist von den Stadtwerken mit von rechts nach links angegeben, der rechte Manometer zeigt in Ruhe knapp 5 an, der linke Manometer heute Morgen etwa 5,4, jetzt 4,5.

Was stimmt da nicht?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  25.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von arya vom 25.06.2017!  Zum Bezugstext

Du meinst sicherlich anders herum. 5,4 Bar Eingang und 4,9 Bar Ausgang.

Die Frage ist jetzt, warum ist der Druckminderer verbaut? 5,4 Bar stellen kein Problem da.
Selbst wenn der Druckminderer ursprünglich auf z.B. 3 Bar eingestellt war und nun durch mangelnde Wartung knappe 5 Bar durch lässt, erklärt dies nicht die Geräusche.
Ohne Druckminderer ist auch der Filter unnötig.

Wenn die Geräusche eindeutig dem Heizungssystem zugeordnet werden können, ist das Trinkwassernetz sowieso aus dem Schneider.
Eventuell habt ihr Luft im System bzw. irgendwer macht ab und zu mal die Heizung an?
arya
(Mailadresse bestätigt)

  25.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 25.06.2017!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbaumeister, der Eingangsdruck
liegt dann bei etwa 4,9 bar und der Ausgangsdruck bei 5,4
bar.

Wasserbockhart
(Mailadresse bestätigt)

  25.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von arya vom 24.06.2017!  Zum Bezugstext

Hallo,
ich hab es gelesen, nur auf die Frage ob nur Du oder auch die anderen 18 Wohnungen diese Probleme haben hast du nicht Bezug genommen. Manche Leute Hören auch das Gras Wachsen. Solange die anderen keine Probleme Melden wird keine Hausverwaltung, Gesundheitsamt, Wasserwerk reagieren.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  25.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von arya vom 24.06.2017!  Zum Bezugstext

Kannst du denn konkret sagen wie hoch der Druck vor und nach dem Druckminderer in Ruhe ist?

Druckminderer und Filter haben selbst bei Fehlfunktion nichts mit Geräuschen zu tun. Ein nicht gewarteter Filter ist natürlich ein großer Keimherd.
arya
(Mailadresse bestätigt)

  24.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wasserbockhart vom 24.06.2017!  Zum Bezugstext

Im Zusammenhang mit dem Wasserfilter habe ich von Metall- und Grünteilchen in den Wasserhahnsiebchen geschrieben, das mit dem komischen Kalkbrei durch eine eventuelle Wasseraufbereitungs- und Dosieranlage  ist eine andere Frage.

Auch habe ich nicht von Trinkwasser in den Heizungsrohren geschrieben, sondern von dem hohen
Druckgeräusch in den Heizungsrohren, obwohl schon lange keiner mehr heizt, wenn jemand zum Beispiel im Garten über den Aussenhahn giesst, wird es noch lauter
in den Heizungsrohren.

Dass es ein Wasserfilter und Druckminderer ist, habe ich sogar schon im Betreff geschrieben. Ergänzend: Syr Drufi Max dfr.

Meine Frage ist nicht, ob eine Wartung ",leicht" ist.
Meine Frage bezieht sich auf die Wichtigkeit der regelmäßigen Wartung wegen dem tatsächlich festgestellten kaum unterschiedlichen Ein- und Ausgangsdruck.

Danke fürs sorgfältige Lesen vor dem Anworten.
Wasserbockhart
(Mailadresse bestätigt)

  24.06.2017

Hallo arya,
Heizungsrohre haben nichts mit dem Rückspülfilter zu tun. Heizung und Trinkwasser sind getrennte Systeme.
Zum Bauchweh; hast nur Du dies Problem oder die anderen 18 Wohnungen auch?? Zum Rückspülfilter ich Denke er ist Kombiniert auch als Druckminderer eingesetzt. Der Filter hat nichts mit Schallschutz zu tun. Er muss auch nicht großartig Gewartet werden nur alle 6 Monate Rückgespült/ entweder Manuell oder Automatisch. Bei den meisten Filtern ist eine Anleitung aufgedruckt. Der Filter hat die Aufgabe Schwebstoffe zurückzuhalten, keine Bakterien und keine Chemie.



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