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Kategorie: > Sonstiges > Historie
Helmut Kohls Telefone
Markus L.
(gute Seele des Forums)

  12.04.2010

Anfang des Monats lief auf ARD eine ausgesprochen sehenswerte (aber dafür auch etliche Stunden lange) Dokumentation über Bundeskanzler Helmut Kohl anlässlich seines 80. Geburtstages.
Sehr interessant war auch die Information, dass Helmut Kohl ein ausgesprochener Vieltelefonierer war. Das Telefon war demnach ein wesentliches Instrument seines Regierens. Die Partei und damit seine Machtbasis hielt er gerade bei der Stange, dass er alles und jeden anrief, zu Geburtstagen gratulierte etc. etc.

Dabei gabs natürlich auch was zu sehen in der Doku. Hier einige Bilder:
- Ehefrau Hannelore Kohl 1967 daheim mit einem W49
- Helmut Kohls Büro in Bonn, auf dem Schreibtisch etliche Telefone
- Franz Josef Strauß am Schreibtisch
- ein Sendestudio der ARD, 1986





Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 38
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  17.06.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Markus L. vom 16.06.2010!  Zum Bezugstext

ich denke, bei soetwas "banalem" wie ihren telefonen vertrauen selbst staatsmänner ihren haustechnikern ;-)

gestern fiel mir beim entrümpeln ein alter zeitungsausriß in die hände, in dem u.a. von der mühsal des damaligen außenministers kinkel zu lesen war, dem behördlichen beschaffungsapparat moderne "funktelefone" (der artikel war aus der einführungszeit der d-netze) zu entlocken. wenn ich mit beschaffungsbürokratie zu tun habe, muß ich unwillkürlich immer daran denken, das man zum "stillen örtchen" auch sagt, es sei der, wohin auch der kaiser zu fuß ginge ;-)
Markus L.
(gute Seele des Forums)

  16.06.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 16.06.2010!  Zum Bezugstext

> der siemens in der mitte (wohl derselbe wie später bei kohl)

Ja und nein..! Bei dem Schnappschuss, ich gebe es zu, kann man das nicht so gut erkennen, wie beim "bewegten Bild", aber der Apparat auf den LETZTEN beiden Bildern in der Mitte hat einen Nummernschalter. Auf den Bildern, wo Schmidt gerade spricht, sowie später bei Kohl hat der Apparat einen TWB.

Die Apparate in der Gesprächs-Szene könnten allerdings die gleichen/ selben sein wie bei Kohl, und sind auch schon so angeordnet.

Deshalb kann ich das letzte Bild nicht so recht einordnen. Evtl. ist es gestellt, denn es vermittelt ja so den Eindruck, als ob das Büro gerade geräumt wird (1982?). Bei Kohl hängt dann ja auch ein anderes Gemälde an der Wand und die Schmidtsche Schreibtischlampe ist nicht mehr da. Dagegen spricht jedoch, das die Apparate älter sind, als die mit denen Schmidt auf den anderen Bildern telefoniert.
Man kann ja wohl schlecht annehmen, dass Schmidt dem Kohl da alte Telefone hingestellt hat und Kohl sich dann die vorherigen wieder aus dem Keller geholt hat;-)
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  16.06.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Markus L. vom 14.06.2010!  Zum Bezugstext

ich würde mal spekulieren, daß die apparate auf den schmidt-bildern folgende zuordnungen haben: der telenorma rechts ein reihenapparat der vorzimmeranlage, der siemens in der mitte (wohl derselbe wie später bei kohl) als nebenstellenapparat zur w-anlage und links ein apparat mit eigenem anschluß / direkter leitung ("rotes telefon").
Markus L.
(gute Seele des Forums)

  14.06.2010

Nochmal ein kleines „Schmankerl“: In meiner kleinen Mediathek fand sich noch dieses in der Dokumentation „Helmut Schmidt – Der deutsche Kanzler 1974-1982“ (ZDF 2008).
Augenscheinlich der gleiche Schreibtisch in Bonn - natürlich hier ein paar Jahre früher - mit etwas anderen Apparaten. Ob letzeres Bild von 1982 stammt oder nachgestellt ist, weiß ich nicht, aber wir haben auffälligerweise wieder 3 Apparate auf dem Tisch. Wie man sieht, konnte offenbar mit einem zweiten Hörer  mitgehört werden.

Auch Schmidt wahr amtsbedingt Vieltelefonierer. Wie zu erfehren war, telefonierte er z.B. allein mehrmals pro Woche mit Valéry Giscard d’Estaing in Paris. In ältern Schwarzweiß-Aufnahmen war er in der Sendung auch mit W48 elfenbein zu sehen.



telenickel
mailtelenickel.net
(Mailadresse bestätigt)

  22.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 22.04.2010!  Zum Bezugstext

Die Vorwahl 01888 des IVBB ist inzwischen aber auch wieder vom Netz. Es gilt jetzt im ON Berlin die Nummerngasse 18 und im ON Bonn die Nummerngasse 99.

Vgl. http://www.teltarif.de/01888-ivbb-kosten-nummer-abgeschaltet/news/37358.html
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  22.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von wolfgang z vom 21.04.2010!  Zum Bezugstext

> entschuldige aber was ist denn IVBB?
der informationsverbund berlin-bonn, das alle bundesbehörden an den dienstorten berlin und bonn umspannende netz (01888)
Gast (wolfgang z)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 21.04.2010!  Zum Bezugstext

Hallo an alle, hier Thies
entschuldige aber was ist denn IVBB?
... Netze

das waren doch früher (<90ger Jahre) alles Leitungen der Bundespost, das war eine Standleitung der Post, ob die von dem Bunker nun nach Kohl ging, behaupte ich ja nicht, aber die hingen alle an solchen Leitungen, wenn es behördlich so sein mußte, da wurden doch keine Kosten gescheut. Und das die das heute nicht sagen würden ..., der kalte Krieg ist doch vorbei, da haben doch viele schon aus dem 'Nähkästchen' geplaudert, brauchst doch nur in diese 'lostplaces, Bunkerwelten, +,+ ' + wie sie alle genannt werden, reinsehen, da liest man doch manch erstaunliches, nur diese Leute, die das verkabelt haben, haben ja
- nix schriftliches +
- aus der Erinnerung das rauszuholen, kann man nicht erwarten
- aber die lesen hier ja nicht mit, das ist es doch, wenn sie denn noch leben.
Intressant wäre da schon manches, aber, aber ....
Naja, genau werden wir es nicht herauskriegen, es sei denn du fragst mal solchen K...-Referenten, ich hab da keinen Draht zu.
wolfgang
Rolf
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 21.04.2010!  Zum Bezugstext

Hallo,
das THW hat seinerzeit keine Einheiten des Fernmeldedienstes gestellt, es gab nur Bergungs- und Instandsetzungszüge; heute gibt es dort u.a. die Fachgruppe "Führung und Kommunikation", die über Fernmeldefähigkeiten verfügt. Soweit mir bekannt, gab es eigene Fernmeldezüge der Bundespost. Die hier in Rede stehenden Verbindungen könnten aber schon eigene Behördennetze sein, z.B. das Bonner Behördennetz als Vorläufer des IVBB. Schließlich war davon auszugehen, daß im atomaren Ernstfall die Vermittlungsstellen der Bundespost weitgehend zerstört sein würden. So konnte wenigstens ein Rumpfbetrieb zwischen den wichtigsten Stellen aufrechterhalten werden. Ein leichtes Gruseln befällt einen ja schon, wenn man das alles sieht.
Gruß,
Rolf
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von wolfgang z vom 21.04.2010!  Zum Bezugstext

über diesen aufkleber habe ich auch gestaunt. fragt sich, was hier mit "vermittlung" gemeint ist. den ivbb gab es noch nicht, und warum eine vermittlung innerhalb des bundeswehr-netzes nicht auch woanders hin hätte verbinden können sollen, erschließt sich mir nicht. zu dieser kombination von möglichen ziel-teilnehmern fällt mir keine netzebene ein. selbst wenn z.b. das thw (als dem sinn nach nächstgelegener denkbarer betreiber) regionale teilnetze unterhielte, warum sollte man dann in nachbar-bundesländer verbunden werden können, innerhalb des eigenen aber nicht in andere regierungsbezirke ? - ich vermute mal, daß ich mir dieses laut nachdenken an sich hätte sparen können (weil wer das weiß, wohl nicht darüber reden darf).
Gast (wolfgang z)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 21.04.2010!  Zum Bezugstext

...Ja, aber die Telefone waren bestimmt die gleichen, hi hi, der direkte Draht!!! vielleicht gingen sie auch an eine andere Stelle + wurden im 'Ernstfall' umgeschaltet, jedenfalls sehen die genauso aus + dadrauf standen 4 Möglichkeiten mit denen die Vermittlung!!! das Telefon verbinden konnte
.. ohne Wählscheibe, Hörer ab... Vermittlg meldet sich + fragt nach wunschverbindung
... Bund
... Land hessen
... Land Niedersachsen
... Regierungspräsident Det..? (vielleicht Detmold?)
das ist leider nur zu raten, mehr kann ich da nicht erkennen + kann doch sein, das Kohl's Tel genau so*n 'Ernstfall'-Tel war, darf man hier nicht mal vermuten, ich weiß manche mögen das nicht ( hab ich schon manchmal herausgelesen, aber mich stört das nicht, die brauchen sich da ja nicht dran halten, wenn sie nicht wollen)

wolfgang
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von wolfgang z vom 21.04.2010!  Zum Bezugstext

ein bunker in nrw mag für die dortige landesregierung vorgesehen gewesen sein. für den bundeskanzler war zu kohls zeiten ein anderer bunker "zuständig": der "ausweichsitz der verfassungsorgane der bundesrepublik deutschland ("dienststelle marienthal")" liegt im landkreis ahrweiler. nahe bonn, aber rheinland-pfalz. ein rest davon ist für museumsführungen erhalten.
Gast (wolfgang z)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.04.2010

....Das Bild mit den Telefonen...

Das Telefon ohne Wählscheibe hat wohl 'ein Gegenstück', direkter Draht zu (unter anderem) einem Bunker des 'Kalten Krieges' , z.B in NRW.
siehe hier

http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/nachkriegszeit/kalter_krieg/video.jsp

Wenn man sich dahin googelt, und das Bild mit einem Videozeichen anklickt 'Entdeckungsreise im Bunker', sieht man genau das gleiche Telefon, ohne Wählscheibe, hält man das Video an dem Punkt an, wo das Telefon gezeigt wird, kann man den Text lesen.
wolfgang
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  15.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heinz vom 15.04.2010!  Zum Bezugstext

> bei IF ist ein Apparat, noch mit Wählscheibe, abgebildet
meint "bei if" die design-sammlung des hauses industrieform in essen ?
in einem (ich glaube 83er) katalog des design centers stuttgart findet sich auch ein detewe-apparat, zu dem mir keine anlage bekannt ist und den ich auch nicht so recht einordnen kann, ob er an wähl- oder reihenanlagen betrieben worden sein mag.
Gast (Heinz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 14.04.2010!  Zum Bezugstext

das kann ich so nicht stehen lassen weil ich diese
Reihenanlagen noch selbst montiert und in Betrieb genommen habe. Die Anlagen 1R... waren schon neuere Fernmeldeordnung und elektronisch und mit einer 4 adrigen Anschlußschnur, das stimmt so wie Sie es beschrieben haben.Die Reihenanlage nach alter FO
war die 2/5 oder 4/10."Reihenanlage conline 4/10 G 537-1-X4-1" mal bei der großen Suchmaschine eingeben
und bei IF ist ein Apparat, noch mit Wählscheibe,
abgebildet. Später gab es die dann auch mit Tastwahl.
Der zugehörige Beikasten für die aufwändige Verkabelung
war in einem flachen Wandgehäuse, die Verbindungskabel
zwischen den Beikästen wurden mit einem Spezialwerkzeug
damals schon ohne die Adern ab zu isolieren aufgelegt.
Die Anlagen sind, nach meiner Erinnerung mitte der
70iger Jahre auf den Markt gekommen.
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  14.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heinz vom 14.04.2010!  Zum Bezugstext

zur zeit der apparate im contast- / conline-design waren reihenanlagen bereits "computergesteuert", d.h. die apparate nur noch vieradrig mit der anlage verbunden. die baustufen waren zu dieser zeit 1r4, 2r5 und 2r11 (in den modellbezeichnungen gerne auch 105, 306 und 612 genannt). die anschlußschnur in normaler dicke kommt hinten links aus dem apparat. was nach einer dickeren schnur aussieht, ist bis hinten rechts verfolgbar. da waren auslässe für zweithörer- und ähnliche anschlüsse. da könnte bei einem sonderapparat ein kabel zu einem türdisplay ("aufnahme - nicht stören") o.ä. herausgeführt haben. es kann aber ebensogut schlicht das stromkabel der schreibtischlampe sein und aus einem kabelkanal-auslaß unter dem telefon aus dem tisch kommen.
Gast (Heinz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 14.04.2010!  Zum Bezugstext

bei dem gelben DETEWE Modell vermute ich
auf Grund der dicken Anschlußschnur auf einen
Reihenapparat, wegen des linken kompl. bestückten
Tastenfeldes, 4/10
Gast (Fernmelder)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Robin vom 13.04.2010!  Zum Bezugstext

> sieht für mich aus, wie ein TN-Apparat (auf T4-Basis?!).

Richtig, man kann es nicht genau genug erkennen, aber es ist
entweder ein Chefapparat einer T4-Chef- / Sekretär-Anlage
oder T4-Reihenapparat,
die waren fast baugleich.
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  14.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Robin vom 13.04.2010!  Zum Bezugstext

da stimme ich dir voll zu. was das gelbe telefon im studio anbelangt: ja, es gab da einiges an varianten auf der basis contast und conline. in rundfunkstudios dürften allerdings auch häufig sonderapparate wie z.b. sogenannte mehrfachabfrageapparate von telba & konsorten verwendet worden sein, die gerne auf detewe- und sel-modelle aufsetzten.
Robin
(gute Seele des Forums)

  13.04.2010

Moin,
angesichts der Diskussion um W49 und dessen Handapparatschnüre sollten wir die anderen Telefone nicht zu kurz kommen lassen.
Der Apparat auf dem letzten Bild (Sendestudio) müßte ein DeTeWe Gerät sein, eine Sonderausführung auf Basis des "contast".
Das Ding auf dem vorletzten Bild, neben dem FeTAp 7xx sieht für mich aus, wie ein TN-Apparat (auf T4-Basis?!).
Das Telefon auf dem Bild des Kohl'schen Schreibtisches, neben dem FeTAp 612 ohne NS erinnert an den DFeAp 321 "Hamburg" von SEL. Dürfte also ein SEL-Gerät sein. Das Gerät daneben müßte ein "Büro-Telefon" von Siemens sein (ähnelt etwa diesem Gerät http://www.wasser.de/telefon-alt/forum/forum-bilder/100000000005448-00-1197832428-g.jpg ).

mfG
Robin
Stefan Roth
(Mailadresse bestätigt)

  13.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 13.04.2010!  Zum Bezugstext

"Es gibt (im Unterschied zum W38) keinen Wandapparat W48."

Doch, nur nicht als Postmodell. Siemens hat den Wandapparat W38 später (ca. Anfang der 50er) als "Wandapparat W48" (O-Ton Siemens, Ausgabe 9 Fg wdst 5b, Fg 54/5007) weitergebaut. Die Unterschiede waren marginal. Die Anschlussleiste wurde minimal verändert, ebenso die Isolationen der Spulenwicklungen ... und Kleinsachen wie z. B. etwas andere Schrauben, kein Hörnchen mehr als Mikro, etwas dünner geflochtene Hörerschnur etc. Der konstruktive Aufbau blieb gleich.

Du hast aber insofern recht, dass der Wandapparat W48 kein Postmodell war, nur ein Nebenstellengerät von Siemens. (Der später von anderen Firmen gebaute W51 hatte zwar das gleiche Gehäuse, aber eine anders aufgebaute Grundplatte.)
www.erel.de
erelerel.de
(gute Seele des Forums)

  13.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 13.04.2010!  Zum Bezugstext

...also nochmals (und hoffentlich hier abschließend):

Der W49 ist die (elektrisch identische) wahlweise als Tisch- oder Wandapparat konfigurierbare Ausführung des W48, m.W. nur von Hagenuk, Kiel hergestellt. Es handelt sich somit nur um eine andere Gehäuseausführung!

Es gibt (im Unterschied zum W38) keinen Wandapparat W48.

Außer den verschiedenen Ausführungen als A2-Apparat, mit Erdtaste und Schauzeichen gab es im  "W49-Gehäuse" noch eine Zwischenumschalter von Hagenuk, ebenfalls zwischen Tisch- und Wandapparat wandelbar.

R.
www.erel.de  
Stefan Roth
(Mailadresse bestätigt)

  13.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 13.04.2010!  Zum Bezugstext

Es gibt Spiralkabel für W48, die auch weit nach 1980 datiert sind. Ich habe neulich erst welche "NOS" bekommen, die bis 1990 datiert sind. Das ist relativ neu. Zeitraum nach meiner Einschätzung: ca. 1966 bis 1990. Bei privaten Anbietern waren diese Spiralkabel in damaligen Katalogen enthalten. Ob die Bundespost diese eingesetzt hat, weiß ich nicht.
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  13.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Markus L. vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

mit "ob w und tiwa identisch sind" meinte ich auch nicht, daß ich zwei modelle als baugleich vermuten würde - sondern, daß ich mir unsicher bin / war, ob es zwei modelle waren (es also evtl. auch einen reinen tischapparat ohne umsetzbare gabel gegeben haben würde) oder ob es zwei namen für ein identisches modell seien. es ist einfach nicht mein sammelgebiet, sodaß ich mich mit den unterschieden zwischen w28, 36 und ff. nicht so auskenne. ich meinte nur dem hier als tischapparat verwendeten angesehen zu haben, daß er zum wandapparat umbaubar ist. ob / daß dies für alle w49 gilt, war mir schlicht mangels spezialwissen nicht bekannt. ich sammle erst ab etwa baujahr 1970 bis 1990, fast nur brd-post- und nebenstellenapparate.
Endamt51
endamt51my-funhome.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Markus L. vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

>Ist das gesichert? Ich habe schon solche Schnüre verbaut. Sie haben meist an den Tüllen eine Jahreszahl-Prägung, z.B. „1970“. Ich hatte immer angenommen, sie gehörten zu den Ersatzteilen, die noch bis 1980 für die FZA produziert worden sein sollen (genauso wie die transparenten Lochscheiben etc.). Aber natürlich weiß ich das nicht, es war nur eine Vermutung<

Ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Aber ich habe in meiner
Lehrzeit bei der DBP 68/71 und in den Jahren danach beim Amtsbautrupp
nie was von einer Wendelschnur für den W48/49 gehört oder gesehen.
Ich kenne nur die dehnbare Stoffschnur.

Weiß es jemand genau?
Markus L.
(gute Seele des Forums)

  12.04.2010

> Der W 49 ist immer ein Tisch-/Wandapparat

Das war der Hintergrund meiner (Gegen)Frage, was denn der Unterschied sein sollte…

> Die gewendelte Handapparateschnur ist  jedoch nicht orginal DBP

Ist das gesichert? Ich habe schon solche Schnüre verbaut. Sie haben meist an den Tüllen eine Jahreszahl-Prägung, z.B. „1970“. Ich hatte immer angenommen, sie gehörten zu den Ersatzteilen, die noch bis 1980 für die FZA produziert worden sein sollen (genauso wie die transparenten Lochscheiben etc.). Aber natürlich weiß ich das nicht, es war nur eine Vermutung
Gast (www.erel.de)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

1. "Der W49 (Wählfernsprecher 49), auch TiWa49 (Tisch/Wandfernsprecher 49) genannt..."
hier siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/W49

2. Lt. Kabbat (2. Auflage, S. 200f):
"Tisch- und Wandapparat 49
...Der Apparat W 49 der Firma Hagenuk läßt sich durch Umsetzen der Handapparateunterlage (preßgehäuse) als Tisch- und Wandapparat herrichten..."

3. In den FTZ-Schaltbildern für Sprechstelleneinrichtungen (Ausg. 1956) werden unter A 100 die Pläne für den
"Tischapparat W48 (gilt auch für W 49)"
aufgeführt.

Also: Der W 49 ist immer ein Tisch-/Wandapparat, insofern ist diese Bezeichnung sowohl eindeutig als auch richtig!

Abschließend mein (obligatorischer) Link (hier auf die Auführung mit ET und Sz): http://erel.de/INH/14/1423492/index.htm
Endamt51
endamt51my-funhome.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Markus L. vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

Die Bezeichnung für den Apparat ist Tisch-Wandapparat W49.
Der auf dem Bild hat sogar eine Erdtaste. Die gewendelte Handapparateschnur ist
jedoch nicht orginal DBP. Den TiWa W49 gab es nur mit der einfachen- oder dehnbaren Stoffschnur.

Gruß Klaus
Markus L.
(gute Seele des Forums)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

> ob w49 und tiwa49 identisch sind, weiß ich nicht

Was wäre Deiner Meinung nach denn der Unterschied?  Ich habe auch schon "W49 TiWa" und "TiWa W49" gelesen. Leider kann ichs gerade nicht belegen und besitzen tue ich leider auch (noch) keinen.

@Alle:
Es freut mich, dass dieses Thema - ohne eigentliche Fragestellung - auf ein erfreulich reges Interesse stößt. Ich selbst achte seit vielen Jahren in Spielfilmen und Dokumentationen stets mit diebischer Freude darauf, was da jeweils so für Telefone "auf dem Tisch" stehen. Ist immer wieder sehr interessant, in Spielfilmen für den Kenner aber leider oft auch schmerzhaft falsch.
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010

bei den dunklen rechtecken des linken apparates denke ich auch an dymo-beschriftungen. der mittlere von sel scheint mir kein intermat-apparat zu sein, sondern eher zur wählanlage (die hießen glaube ich unimat) zu gehören. der lautsprecher ist wohl integriert (im linken bereich oben schaut es nach ausstanzungen aus) und das helle darunter wohl ein beschriftungsfeld, evtl. für einen 10er rufnummerngeber. der zur vorzimmeranlage gehörende von allen scheint mir der rechte eckige siemens zu sein. ob man sich das ganze wohl mal näher anschauen kann (könnte sein, daß das alte arbeitszimmer im haus der gechischte steht) ?

ob w49 und tiwa49 identisch sind, weiß ich nicht. mir sieht dieser tischapparat jedenfalls nach einem in einen wandapparat umbaubaren aus.
Endamt51
endamt51my-funhome.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christof Handke vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

Das mit der Beschriftung dachte ich mir auch.
Dass es ein 612er ist, muss auch nichts sagen, die hatten warscheinlich keinen
anderen App. zur Hand
Stefan Roth
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010

Ein sehr bekanntes Kohl-s/w-Foto fehlt hier noch; ich habe es auch leider nicht greifbar. Es zeigt Kohl mit dunklen Haaren, wie er mit Pfeife im Mund den eckigen Hörer eines Siemens H62 hält und die Spiralschnur lang zieht.
Christof Handke
christof.handkearcor.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Malte Cornelius vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext


Ich halte die beiden dunklen Rechtecke auf dem Bild schlicht für eine Beschriftung.
Bevor es den P-Touch/Dymo-Labelwriter für Beschriftungen gab, gab es doch diese Stanzer. Ihr wisst schon, mit denen man Buchstabe für Buchstabe dieselbigen erhaben in eine Klebestreifen stanzt.
Malte Cornelius
malte.corneliusgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Endamt51 vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

Hm.. an einen ZB-Apparat dachte ich auch, vermutlich zu einer Handvermittlung/Hauszentrale. Aber was könnte das „schwarze Rechteck“ oberhalb des Nummernschalters sonst sein? Einen Gebührenzähler halte ich nicht für sinnvoll...

Und die Taste, ergibt eine Erdtaste bei einem Apparat ohne Wählorgan überhaupt Sinn? Amtholung scheidet ja aus...
Endamt51
endamt51my-funhome.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Malte Cornelius vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

Einen 612er mit Gebührenzähler gab es meines wissens nicht. Der GbAnz war bei dem 611ern auch unter dem Nummernschalter.
Entweder war das ein Apparat für eine ZB-Vermittlung bzw. Standleitung oder eine nur ankommende Rufnummer. Ich habe so einen Apparat, der war als 021 bzw. 041 in einer DBP-KVST im einsatz.
Malte Cornelius
malte.corneliusgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010

Auf dem dritten Bild der linke Apparat ist in der Tat sehr interessant... FeTap 612 ohne Nummernschalter mit Gebührenzähler?!?
War der Sparkurs da schon im Bundeskanzleramt angekommen? Oder ist dies das berühmte „rote Telefon“ (in kieselgrau) nach Washington bzw Moskau?

Der mittlere Apparat ähnelt sehr meinem SEL Intermat (mit Lauthören/Freisprechen von 1987), allerdings hat Kohls apparat offenbar nicht den saparaten Lauthör-Lautsprecher, dafür aber links ein weißes „Feld“, das mein Azzarat nicht hat. Um was für einen Apparat handelt es sich bei dem mittleren genau?
Norbert A.
nobby.agmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thies Joachim Hoffmann vom 12.04.2010!  Zum Bezugstext

> ist dieser "w" 49 nicht ein tiwa ?

Hallo Thies,

der W49 wurde auch als "TiWa" bezeichnet. Oder stehe ich jetzt auf dem Schlauch? :-)

Gruß, Norbert
Gast (wolfgang z)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.04.2010

... 3.bild von links
1. tel, mit ohne wählscheibe?, ich meine   ohne
ist das richtig?
das für den pers. Referenten, oder der heiße Draht nach haus, hi hi

Naja, es gab wohl noch kein ISDN, dann brauchten die schon mehrere Telefone für rein + raus, vielleicht war bei Kohl auch eins von der CDU-Zentrale?
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2010

ist dieser "w" 49 nicht ein tiwa ?



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