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Kategorie: > Telefone bis 1930
Kaiserreich Telefon mit Reichsadlern OB 05
Nachlader
(Mailadresse bestätigt)

  11.03.2017

Hallo Telefonfreunde :-) .

Ich habe Gestern ein altes Telefon aus dem Kaiserreich bekommen , auf beiden Seiten ist ein Reichsadler zu sehen . Meine Recherche ergab es ist ein Fernsprecher OB 05 .

Für jede Information zu dem Stück wäre ich dankbar , für mich ein neues aber sehr spannendes Thema :-) .

Handelt es sich hier um ein Originalstück , wie könnte ich ihn aussen und Innen schonen Reinigen ? .

Kann auf Wunsch natürlich weitere Bilder einstellen .

Grüße
Michael







Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
Claus. S.
(Mailadresse bestätigt)

  16.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Nachlader vom 15.03.2017!  Zum Bezugstext

Hallo!
Die RTV Handapparate ohne Lauthörtaste für den OB Betrieb mit 2 mal 100 Ohm Spulenwiderstand wurde bis Anfang der 20-iger hergestellt. Wann der Tausch erfolgte ist wohl nicht mehr zu sagen.
Grüße
Nachlader
(Mailadresse bestätigt)

  15.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus. S. vom 13.03.2017!  Zum Bezugstext

Vielen Dank für Eure Kommetare , sehr interessante Informationen , es ist für mich komplett neues aber sehr spannendes Thema :-) .

Kann man zeitlich eingrenzen wann der Hörer getauscht wurde ? .

Habe bis jetzt das Innenleben mit Pinsel leicht abgestaubt , Aussen leicht mit Wasser abgewischt . Die 4 Hauptschrauben geölt damit er beim nächsten mal leichter aufgeht .

Weitere Schritte möchte ich im Moment nicht machen , da ich nicht weiß ob das Aparat seinen Charme nicht verliert . So gefällt er mir ganz gut :-) .

Werde Eure Tipps aber aufschreiben , und vielleicht (bei mehr Erfahrung) Anwenden .

Grüße
Michael
Claus. S.
(Mailadresse bestätigt)

  13.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Nachlader vom 12.03.2017!  Zum Bezugstext

Hallo!
Der Apparat stammt aus einer relativ späten Bauzeit, M.E um 1910. Früher war das Holz unter den Kontakten schwarz lackiert. Der Apparat ist innen weder von der Post noch privat umgebaut sondern mit dieser großen Holzspule und der vorhandenen Verdrahtung original. Der Handapparat ist mal zeitnah getauscht worden. Eigentlich gehört einer drauf mit einer Lauthörtaste im Griff. Dazu paßte die 5 adrige Schnur. Ist aber sicher postamtlich geschehen.
Vom Zustand her empfehle ich: Wecker abschrauben, Trägerplatte abschrauben und Induktor abschrauben. Geht alles bei vorsichtiger Arbeit ohne die Schraubenschlitze zu ruinieren.(Die Drähte sind beim wieder anschrauben kaum zu verwechseln.)
Staub und Dreck entfernen. Bei den Metallteilen mit Kriechölspray auf Lappen oder Wattetupfer. Den Induktor leicht ölen. Die Trägerplatte des Weckers und die Glocken kann man mit
0000 Stahlwolle säubern ohne daß Kratzer zu sehen sind.
Innenrost ebenfalls.
Sollte die Verdrahtung schmutzig sein mit Pinsel und Feuerzeugbenzin oder auch Spiritus abtupfen und ein Papiertaschentuch dabei dahinterhalten.
Das Holz ist mit Spirituslack gestrichen. Wenn man den Rahmen unten mit einem getränkten Spirituslappen abreibt gibt es keine Lacksplitter mehr und sieht einfach gefälliger aus. Ob der Oberdeckel damit besser wird muß man an einer kleinen Stelle testen.
Roststellen am Gehäuse evtl. mit Rostumwandler aus dem Autoladen stoppen. Ob man die nackten Stellen mit ewas Mattlack austupft ist Geschmackssache.
Die sonstige Nickelteile kann man mit einem Silberputztuch etwas verdeln. Neuvernickeln geht, ist aber teuer.
Aus Spaß kann man den Wecker so schalten, daß er auf den Induktor anspricht. Zum Telefonieren müßte man den Apparat kaputt machen.
Restaurieren ist natürlich wie Religion, jedem die seine, aber vielleicht hilft es etwas.
Beste Grüße
Rene Wenzel
rene.weweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Nachlader vom 12.03.2017!  Zum Bezugstext

Hallo, das ist doch der, der mich auch interessiert hatte im großen Auktionshaus:-)Ich habe einen in ähnlichem Zustand.

Was ich machen würde? Innen außer entstauben ( abpinseln) gar nichts und außen das Gehäuse mit richtigem Hartwachs OHNE Schleifpartikel versiegeln. Die vernickelten Teile besser auch nicht beschleifen (das Tubenzeug), sondern auch eher mit Chromspray behandeln, was auch keinerlei Schleifmittel beinhaltet. Mal so gesagt, OB05 gibts wie Sand am Meer, das Gerät ist weder besonders spannend, noch selten. Nur in dem ORIGINALzustand gibts sehr wenige, was sich auch immer im Preis bemerkbar macht. Normalerweise wurden die von vor 1918 später samt Adler übergepinselt, denn der Adler war dann ja nicht mehr "in". Restaurierte sind oft zu finden, sehr oft mit neuen Abziehbildern versehen, gerade auch wieder einer. Deshalb, außer versiegeln würde zumindest ich da nichts, auch wenn fehlende Farbpartikel am Boden nicht "schön aussehen".
Nachlader
(Mailadresse bestätigt)

  12.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Felix52 vom 12.03.2017!  Zum Bezugstext

Hallo

Danke für den Tipp mit Wattestäbchen und dest. Wasser .

Hier noch Bilder von Innnen für Technikinteressierte .



Felix52
(Mailadresse bestätigt)

  12.03.2017

Also den würde ich nur mit dest. Wasser und Wattestäbchen anfassen !  ... und jeden Schritt vorher 3x überlegen.
Jede "Restaurierung" währe ein Vergehen an kulturhistorischem Erbe.
Betriebsfähig machen ergibt sowieso keinen Sinn. Gabel richten und Abbau von Teilen zwecks Reinigung nur wenn Du sicher bist wie das geht.

mfg




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