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Kategorie: > Telefone 1930 bis 1967
Gehörschutzgleichrichter messtechnisch überprüfen?
HD-FXSTS
joachim.saladint-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  16.03.2017

Hallo Forengemeinde,

ich hatte gestern einen W48, der beim loslassen und runterdrücken der Gabel (der Hörer ist bereits am Ohr) ein lautes u. unangenehmes Knacken von sich gibt. Der selbe Effekt tritt auch auf, wenn man die Wählscheibe aufzieht bzw. diese wieder kurz vor ihrer Grundstellung ist. Ich nehme an, dass dies das Schließen u. Öffnen des NSA u. NSR ist. Die Impulse des NSI sind erträglich.
Nachdem ich den Gehörschutzgleichrichter ausgetauscht habe, war alles im grünen Bereich.
Nun wollte ich Euch fragen, ob ich dieses Bauteil auch messtechnisch überprüfen kann.
Gibt es Erfahrungswerte, z.B. Widerstandswerte, die man mit einem normalen Digi-Messgerät zu Rate ziehen könnte? Bei meinem "Knaller" wird mir in beiden Richtungen etwa 1500 Ohm angezeigt, beim jetzt verbauten etwa 300.
Wie ich gelesen habe, hat dieser Gehörschutzgleichrichter die Aufgabe, Spannungen über 400 mV zu eliminieren, das bedeutet, dass über diesen Wert sich die Dioden wie eine Kurzschlussbrücke verhalten, oder?
Hab das Ding mal an mein kleines Labornetzgerät (kurzschlusssicher) geklemmt und die Spannung langsam von 0 bis 1 Volt hochgefahren, da tat sich aber nichts. Die Digi-Anzeige vom Strom blieb immer noch auf 0.
Auswechseln ist zwar auch eine Lösung aber ich würde halt gerne wissen, wie man dieses Bauteil im Vorfeld schon mal überprüfen könnte.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 8
HD-FXSTS
joachim.saladint-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  19.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Jack vom 18.03.2017!  Zum Bezugstext

Ich wollte hier auch keine wissenschaftliche Abhandlung betreiben. Mir ging es halt wie bereits erwähnt, nur darum, eine möglichst unkomplizierte Messmethode zu finden, um einen Gehörschutzgleichrichter zu prüfen. Natürlich könnte man, wie ich bereits getan, einfach einen anderen einbauen, wenn es im Hörer "knallt" und basta. Da wir hier wohl alle mit diesen alten Telefonen nur unserem Hobby nachgehen und kein Geld damit verdienen müssen, ist es eigentlich egal, wie viel Zeit und Aufwand wir in ein Problemchen investieren und wer ist nicht schon stundenlang bis in die späte Nacht an dem einen oder anderen Apparätchen hängengeblieben?
Letztendlich freuen wir uns doch riesig, wenn wir es dann doch wieder zum Laufen gekriegt haben oder nicht?
Jack
(Mailadresse bestätigt)

  19.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Thomas Göbel vom 19.03.2017!  Zum Bezugstext

Gut, das war mir jetzt neu.
Ich hatte diese Probleme bisher nicht. Meine Gehörschutzgleichrichter ließen sich immer problemlos durchmessen. Auch die beiden, die ich eben noch herausgekramt und durchgemessen habe, ließen sich mittels Multimeter problemlos durchmessen; Durchlaßspannung 0,4-0,6V. Könnten laut Kennlinie also Selen-Dioden sein.

Aber man lernt nie aus. Danke für den Hinweis.

Zum Thema Reihenschaltung mehrerer Dioden habe ich gerade mal 4 Dioden (1N4007) in Reihe geschalten und versucht, durchzumessen. Mit meinem Multimeter sind 2 Dioden kein Problem (Durchlaßspannung ca. 1,3V). Ab der dritten streikt das Meßgerät, weil wohl die interne Prüfspannung zu klein wird.
Thomas Göbel
thomas.goebelpriteg.de
(Mailadresse bestätigt)

  19.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Johann Hartl vom 18.03.2017!  Zum Bezugstext

Überdies sind die "alten" Gehörschutzgleichrichter oftmals als Selen-Gleichrichter ausgeführt. Selen-Halbleiterübergänge haben eine flache Kennlinie, die bei Messung mit dem Diodenprüfer keine saubere Anzeige liefert. Dann hilft nur das Vermessen der Kennlinie, wie hier bereits vorgeschlagen, um die Funktionstüchtigkeit nachzuweisen.
Johann Hartl
jhjh9.de
(Mailadresse bestätigt)

  18.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Jack vom 18.03.2017!  Zum Bezugstext

Das funktioniert nicht immer weil im Gehörschutzgleichrichter öfters mehrere Dioden hintereinandergeschaltet sind der Spannungsabfall auch gerne bei 2 V liegen kann.

Jack
(Mailadresse bestätigt)

  18.03.2017

das einfachste wird wohl sein, einfach die Dioden-Prüffunktion deines Multimeters zu verwenden. Das ist meist die Funktion, mit der man auch auf Durchgang "durchpiepsen" kann.

So ein Gehörschutzgleichrichter besteht ja auch nur aus zwei parallelen, gegenpolig betriebenen Dioden.

Das Meßgerät sollte in beide Richtungen einen Wert zw. 300 und 600mV liefern, ideal wären 500-600mV. Dann ist der Gleichrichter noch in Ordnung.

Das ist schnell gemacht und erfordert keinen wie auch immer gearteten Versuchsaufbau mit externer Spannungsquelle und Widerständen.

Ich bau mir doch schließlich auch nicht jedesmal eine Wheatstonesche Meßbrücke um den Wert von Widerständen zu ermitteln ;)

Johann Hartl
jhjh9.de
(Mailadresse bestätigt)

  18.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von HD-FXSTS vom 18.03.2017!  Zum Bezugstext

Hy

nimm einfach einen Wiederstand von ca. 100 Ohm in Reihe mit dem Gehörschutz Gleichrichter, schließe es am Netzgerät drehe die Spannung auf 10 Volt hoch.

Geht auch mit 200 Ohm und 20 Volt

Messe mit einem extra Voltmeter die Spannung direkt am Gehörschutzgleichrichter, es sollten dann nicht mehr als 2 Volt messbar sein auch nicht weniger als 0,5 Volt, dann am Netzteil plus und minus umdrehen und die andere Richtung messen. Sollte in etwas der gleiche wert herauskommen.

Wenn die Spannung wesentlich mehr als 2 Volt ist oder genau so hoch wie am Netzteil, dann ist das Teil abgeraucht.

Beste Grüße
JH
HD-FXSTS
joachim.saladint-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  18.03.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Johann Hartl vom 17.03.2017!  Zum Bezugstext

Hallo Johann,

danke für den Link!
An meinem Netzgerät lassen sich die 100 mA Strombegrenzung nur sehr grob einstellen, da auch die Digitalanzeige nicht die genaueste ist.
Da klemm ich doch lieber einen Widerstand in Reihe, der den Stromfluss begrenzt, so dass mir der Gleichrichter nicht abraucht, wenn dieser plötzlich auf Durchgang schaltet.
Nehmen wir mal an, dass ein Selengleichrichter im Durchschnitt so bei 0,6 Volt voll durchschaltet, so müsste ich laut Ohmschen Gesetz (R=U/I) einen Widerstand von ca. 6 Ohm verwenden, damit ein max. Strom von 100 mA nicht überschritten wird.
Johann Hartl
jhjh9.de
(Mailadresse bestätigt)

  17.03.2017

Mit einem Ohm Meter können keine sinnvollen Werter gemessen werden.

Der Ansatz mit dem Netzgerät und der Strombegrenzung ist schon gut.

Strombegrenzung möglichst klein einstellen z. B. 0,1 A
dann die Spannung hochdrehen bis ein Strom fliest.
Der Wert der Spannung kann auch bei 2 Volt liegen.

Siehe:
http://www.bayern-online.com/v2261/artikel.cfm?DID=203&Product_ID=26610

Beste Grüße
JH



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