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Kategorie: > Sonstiges
...kennt das noch wer in 20 Jahren?
Steffen Froeschle kinobauer.ch
kinobauerkinobauer.ch
(Mailadresse bestätigt)

  01.05.2017

In Stuttgart gefunden an den Haltestellen der SSB (Stuttgarter Strassenbahnen AG), soll zur Unterscheidung vom Streckentelefon sein (Streckentelefon nur einfacher Hörer)





Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Rolf
(Mailadresse bestätigt)

  25.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von andreas33647 vom 22.05.2017!  Zum Bezugstext

Hallo,
mit Geburtsjahr 1975 bin ich natürlich mit dem Nummernschalter am grauen 611er aufgewachsen. Dienstlich muß ich einmal im Jahr eine Woche Rufbereitschaft machen und der Dienstherr stellt dafür ein Smartphone bereit. Wer bei mir anruft, wird sich immer mal wundern, warum der Teilnehmer so lästerlich flucht: So unbeholfen vielleicht ein 12jähriger vor einem Nummernschalter steht, so unbeholfen bediene ich ein Telefon, bei dem die einzige mechanische Interaktion in irgendwelchen Wischbewegungen besteht und das auch keinerlei Rückmeldungen wie klicken gibt, wenn die Bedienung erfolgreich war. Das hört sich dann meist so an *Klingelton* (ich wische draufrum) "hallo? ist das verdammte Scheißding jetzt an oder was ist schon wieder? Oh, Verzeihung, hier Dienststelle xyz, die Bereitschaft..." Manchmal bin ich versucht, ne Rufumleitung auf mein Festnetz einzustellen, da fühle ich mich bedeutend wohler: Es klingelt, HA abnehmen, sprechen - herrlich!
Also kein Grund, sich über die Youngster lustig zu machen, jede Technik hat ihre Tücken...

Gruß,
Rolf
andreas33647
(Mailadresse bestätigt)

  22.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von besra vom 04.05.2017!  Zum Bezugstext

Zu den 'Was bleibt'-Themen 'Nummernschalter' bzw. 'Telefonzelle', aber auch 'analoges [chemisches] Fotografieren' und 'Brief' aus meiner Sicht bisher unübertroffen

Malte Pieper - Moderne Technik.

https://www.youtube.com/watch?v=n3_gp4ETvZk

Zum Fernsprechtischapparat (ab Minutenzahl 2:49):
"Bei meinen Großeltern war im eigenen Wohnzimmer, im eigenen Wohnzimmer(!) der Hörer am Telefon mit 'ner Schnur festgebunden."
[Und selbstverständlich mit einer solchen auch der Telefonapparat an der Wand.]
;-)

Zur Telefonzelle (ab Minutenzahl 3:20):
"Ey Alter, komma Neumarkt, da steht ein Smartphone zum drin Wohnen."

Schaut, hört und lacht selbst - Viel Spaß dabei!
RagnarB
texas.rangergmx.net
(Mailadresse bestätigt)

  22.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von besra vom 04.05.2017!  Zum Bezugstext

Den Text mit der Jugend von heute gibt es erstmals belegt glaube ich von ca. 2000 vor Christus von einem der antiken griechischen Philosophen :-D

Aber ich glaube hier geht es gar nicht um Jugend-Bashing, sondern um die unglaublichen technischen Veränderungen der letzten 30, 40 Jahre und das dadurch bedingte Verschwinden von Technik, die "gestern" noch absolut überall war. Einzelne werden sich immer für diese historische Technik interessieren, aber aus dem Alltag verschwindet sie.
besra
(Mailadresse bestätigt)

  04.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von TeleChris vom 03.05.2017!  Zum Bezugstext

Hallo Christian,

schön zu hören, dass Du Dich in Deinen jungen Jahren mit dieser alten Technik beschäftigst! So wird sie nicht so schnell in Vergessenheit geraten.
Pauschale Urteile über bestimmte Gruppen (hier: "Die Jugend") sind und waren halt noch nie zutreffend. Ich erinnere mich an Folgendes: Als ich in einem großen Automobilwerk ein Praktikum machte und dort anfangs in der Lehrlingswerkstatt war, fiel mir außen an einem Meisterbüro ein völlig deplatziert wirkender, goldener Rahmen ins Auge. Darin befand sich ein Text, der inhaltlich sinngemäß lautete: "Die Jugend von heute ist durch und durch verdorben und zu nichts zu gebrauchen usw. usw.". Es war ein längerer Text in schöner, alter Schrift. Unten drunter stand der Name des Autors und die Jahreszahl achtzehnhundertsoundso. Boah, mussten wir also alle - inkl. Meister - schlecht sein.

Aber wieder zum Thema: Natürlich wird so manches der Mehrheit in einigen Jahren nichts mehr sagen. Wer erinnert sich schon noch daran, dass Autos einen Vergaser hatten, dass man zum Starten die Starterklappe (Choke) betätigen musste (und möglichst nicht vergessen sollte, sie später wieder zu öffnen). So viele Dinge, die nur Wenige vermissen werden und deren Fehlbedienung nur diese Wenigen mit einem überlegenen Lächeln quittieren können. Auch das war sicher immer schon so. Und manchmal macht es schon richtig Spaß, zu einer derart ausgewählten Minderheit zu gehören.

Und zur Ursprungsfrage dieses Themas: Dazu fällt in 20 Jahren bestimmt kaum jemandem etwas ein. Genauso wenig wie zu Telefonzellen. Wozu sollten die wohl gut sein? Nur wenn der Akku mal leer ist? Und dann braucht man auch noch Münzen - wer weiß, wie lange es die noch gibt... Euer Geld waren Metallscheiben? Echt jetzt?

Herzliche Grüße
Bernd
TeleChris
fetap611web.de
(Mailadresse bestätigt)

  03.05.2017

Hallo zusammen,

dann will ich mich doch auch mal zu Wort melden, damit meine Generation nicht komplett in Verruf gerät, nicht fähig zu sein, einen Nummernschalter bedienen zu können.
Ich bin Jahrgang 2001 und baue mir seit 2014 Stück für Stück eine eigene Sammlung auf. Mittlerweile sind einige Apparate aus Ost und West zusammengekommen, angefangen beim W28 und endend beim Signo, sowie einige andere sehr schöne Dinge rund um das Thema Telefon.

Ich lebe im hier und jetzt mit Smartphone und Computer, aber als Ausgleich zum Alltag, der doch sehr von den sozialen Netzwerken und der Beschäftigung mit dem Handy geprägt ist, brauche ich mein Hobby, da es mir großen Spaß macht, die alte Technik zu erkunden und die Telefone nach so vielen Jahrzehnten in Betrieb wieder zu restaurieren und zu erhalten. :-) Auch halte ich Interessierte auf meiner Facebook-Seite Christians Telefonsammlung ( https://www.facebook.com/christians.telefone/ ) über die Neuigkeiten in meiner Sammlung auf dem Laufenden. Das schafft die optimale Verbindung zwischen Telekommunikation damals und Telekommunikation heute.

Mit den allerbesten Grüßen,
Christian

PS: Ich hänge Euch mal ein paar Bilder von meiner Sammlung an. Sind leider in schlechter Qualität, da ich hier nur Bilder hochladen kann, die ich mit einem alten Handy mache. Von den neueren Geräten klappt das nicht...


Felix52
(Mailadresse bestätigt)

  03.05.2017

Vor 14 Tagen hatte ich die zwei Jungen vom Nachbarn 12/13 zum Einrichten ihrer neuen Wischhandys hier.
Die konnten das Ding an der Wand (W19) nicht mal als richtiges Telefon identifizeren !
Nach vergeblichem Wischen und Drücken am blokierten NS sind  sie dann auch noch an dem schweren "Hängeteil" gescheitert.
Eine Vorführung hats dann, mit dem Hinweis doch mal Kraft anzuwenden, endlich gebracht.

mfg
RagnarB
texas.rangergmx.net
(Mailadresse bestätigt)

  02.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christoph Lauter vom 01.05.2017!  Zum Bezugstext

Ich bin 85er-Baujahr und hatte normalerweise als Kind auch nichts zu telefonieren, aber einmal haben mich meine Eltern aus irgendeinem Grund kurz alleine gelassen und waren ein paar Häuser weiter. Vorher wurde ich instruiert, wie ich sie dort telefonisch erreichen kann und das tat ich dann auch.

In der Schule musste ich alle heiligen Zeiten telefonieren, sei es von Freunden aus zu Hause anrufen, sei es Mitschüler wegen irgendwelchen organisatorischen Sachen anrufen. Deutlich mehr wurde das dann im Gymnasium, vor allem als Mädels interessant wurden :-D Da kann ich mich an Aktionen erinnern, wo lästige kleine Brüder den Apparat am Kabel unter der Zimmertür durchziehen wollten... (ich saß telefonierend im verriegelten Zimmer)
Christoph Lauter
(Mailadresse bestätigt)

  01.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von RagnarB vom 01.05.2017!  Zum Bezugstext

Hallo,

ich, Jahrgang 80, kenne Nummernschalter noch von daheim. Ich durfte normalerweise nicht telefonieren, kann mich aber noch ganz genau erinnern, wie ich, als ich ca. 7 war, von meiner Mutter beauftragt wurde, den Kinderarzt anzurufen, da meine Schwester einen Fieberkrampf hatte.

Als ich in den USA gelebt habe, hatte ich aber schon einen Praktikanten, ca. 20 (also ca 1990 geboren), der nicht mehr wusste, was der Hörton "tüt-tüt-tüt" (kurz) zu bedeuten hatte. Ein Handy zeigt "busy" am Display an und im Festnetz klopft man an oder der Anruf geht an die Mailbox. Da gibt es kein Besetztzeichen mehr.

Christoph
RagnarB
texas.rangergmx.net
(Mailadresse bestätigt)

  01.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 01.05.2017!  Zum Bezugstext

Meiner Freundin (Jg. 1986) musste ich die Bedienung eines Nummernschalters auch erst beibringen! Bis Jahrgang ca. 1990 ist es wohl Glückssache ob die betreffende Person im Elternhaus noch einen alten Postapparat hatte, in den 90ern gab es durchaus noch solche Haushalte. Aber ab Ende der 90er dann endgültig nur mehr bei Nostalgikern und alten Leuten (meine Großmutter hatte bis zu ihrem Tod 2011 einen W74 in der Küche, im Wohnschlafzimmer allerdings ab ca. 2000 einen TAP80K). Ich (Jahrgang 85) kannte als kleines Kind nicht wirklich was anderes, aber wie oft telefoniert man in dem Alter selbstständig? Ab 1992 hatten wir auch einen Tastwahlapparat. Aber an meinen ersten Kampf mit dem Nummernschalter im Alter von ca. 5 werde ich mich wohl bis an mein Lebensende erinnern! In der Wohnung einer Mitschülerin musste ich als es galt meine Eltern irgendetwas zu fragen auch noch deren sandfarbenen W80 (Viertelanschluss) bemühen. Schon schräg, wie da eine Technologie innerhalb von 10 Jahren fast spurlos verschwunden ist!

Auch sehr lustig war, als mein Bruder Ende der 90er einen Mitschüler (Jg. 91) zu Besuch hatte und der Knabe komplett verwirrt war, als irgendwann das Telefon ging - wir hatten einen der frühen TAP80K mit Wecker und der kannte nur Tonruf!
Detlef Genthe
posttelegenthe.de
(Mailadresse bestätigt)

  01.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 01.05.2017!  Zum Bezugstext

ist immer eine interessante Frage. letzens wieder an einem modernen SNOM-Telefon aufgefallen: das Symbol für Aufzeichnung oder Voicemail sind zwei Tonbandspulen.
Oder ein Diskettensymbol für "abspeichern", immer wieder gern genommen.
Oder moderne Laptops, an denen der externe Monitor mit "CRT" bezeichnet ist. Mal abgesehen davon, daß das i.a.R. auch schon LCD sind, der Begriff CRT (Cathode Ray Tube) ist so alt, da wusste man nicht mal, daß der Strahl aus Elektronen besteht, mann musste ihn also Hilfsweise nach der Elektrode benennen, aus der er austritt.
www.erel.de
erelerel.de
(gute Seele des Forums)

  01.05.2017

Warum nicht? Kaminuhren wird es sicher auch dann noch geben  (li)!


To be serious:

Interessant und nicht nur anekdotisch verbürgt ist, daß die jüngste Generation  bereits mit einem realen Nummernschalter ohne Anleitung (wie wohl unsere Urgroßväter vor gut 100 Jahren) nicht zurecht kommt:
"Nein, mit dem Finger auf die Ziffer zu drücken reicht nicht, man muß mit ihm die Scheibe bis zu Anschlag drehen und ihn dann 'rausziehen!"

PS: diese Frage wird sich sicher in vielerlei Hinsicht stellen lassen (siehe re.)





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