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Kategorie: > Telefone 1930 bis 1967
Was ist das genau für ein Telefon?
HD-FXSTS
joachim.saladint-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  06.05.2017

Hallo,

ich hab heute über ebay-Kleinanzeigen ein Telefon in meiner Nähe abgeholt, das als W48 eingestellt wurde.
Bei der Abholung sah ich, dass das Telefon eine abgewinkelte Einsprachmuschel hat und ging davon aus, dass es halt ein W38 war. Da das Gehäuse keine Risse oder Abplatzer hatte und sonst alles noch original und unverbastelt aussah, habe ich das Teil kurzerhand für 15 mitgenommen.
Zuhause hab ich das Telefon mal aufgeschraubt und war ein bisschen ratlos als ich das sogenannte Klemmbrett sah. Ich wollte zum Test erst mal meine 2adrige TAE-Schnur anschließen, um zu testen, ob das Teil überhaupt noch funktioniert. Die original 4 adrige Anschlussschnur mit diesem runden Stecker war noch dran. Am Klemmbrett fand ich jedoch keine Bezeichnungen, wie a, b, E oder W. Kurzerhand löste ich die 4 Kabelschuhe und versuchte durch Ausprobieren meine 2adrige TAE-Schnur anzuschließen, was letztendlich auch gelang, nachdem ich im Hörer den Amtston hatte.
Anrufen funktoniert, d.h. es klingelt wirklich wunderbar mit einem völlig langen Nachhall, was ich bis jetzt eigentlich so noch nie registriert hatte.
Die Gesprächsannahme funktioniert auch, ich kann also meinen Gesprächspartner hören und er mich auch. Nur das Rauswählen klappt nicht, obwohl mein Router und auch meine Auerswald-Telefonanlage das Impulswahlverfahren verstehen. Ich krieg also während dem Ablauf erstens keine Impulswähltöne zu hören und zweitens höre ich danach wieder den Amtston als hätte ich überhaupt noch gar nicht gewählt.
Muss man vielleicht bei dieser Anschlussleiste irgendeine Brücke setzen, damit dies funktoniert?
Ich hab euch mal ein paar Bilder davon eingestellt.





Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
HD-FXSTS
joachim.saladint-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  07.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Uwe Knoblauch vom 07.05.2017!  Zum Bezugstext

Der Handapparat hat keine Sprechtaste. Es ist, wie auf den Bildern zu sehen, nur eine Blende aus Metall drauf.
Was mich auch wundert, dass die Glocken nicht aus Glas, sondern aus Metall sind, wo doch gegen Ende des Krieges Metall absolute Mangelware war.
Malte Cornelius
malte.corneliusgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  07.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Uwe Knoblauch vom 07.05.2017!  Zum Bezugstext

Der Handapparat ist in der Tat seltsam - eine Sprechtaste ist aber nicht vorhanden, es fehlt der Rahmen und die "Taste" sieht nicht beweglich aus.

Der Kondensator ist von 02/1945 - der ganze Apparat also offenbar von nach 02/1945 - also entweder kurz vor Kriegsende oder kurz danach. Da herrschte bereits erheblicher Mangel. Möglicherweise waren "normale" 38er Handapparatkörper nicht verfügbar, also wurde ein Körper für Handapparate mit Taste verwendet, bei dem dann ie Öffnung verschlossen wurde. So gesehen ein interessantes Objekt. Dennoch würde ich die Verkabelumg des Handapparates vom Klemmenbrett bis zu den Kapselkontakten prüfen - vielleicht stimmt da auch etwas nicht...

Gruß,
Malte
Uwe Knoblauch
u_knoblauchhotmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  07.05.2017

Der Handapparat ist mit Mikrofontaste ? Er sieht aus, wie vom W28. Da scheint er von irgendeinem Prüfschrank oder OB- Klappenschrank zu stammen.
Uwe Knoblauch
u_knoblauchhotmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  07.05.2017

Vielleicht wird gegen Erde gewählt, wie im W28- Schaltplan aus angegebener Quelle ?
HD-FXSTS
joachim.saladint-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  07.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Jack vom 07.05.2017!  Zum Bezugstext

Hallo Jack,

ups, da habe ich mich wohl zu früh gefreut!
Tja, wer Schaltplan lesen kann, der ist wohl im Vorteil ;-)
Hab mal einen überholten Nummerschalter von einem W48 drangehängt, es ist dann immer noch das gleiche Problem. Nach Rücklauf der Wählscheibe bzw. Öffnen des Nsa kommt wieder der Amtston, also keine Anwahl möglich.
Somit scheidet als Ursache auch der Nummernschalter aus.
Jack
(Mailadresse bestätigt)

  07.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von HD-FXSTS vom 07.05.2017!  Zum Bezugstext

Verrenn dich da mal nicht!
Daß an den beiden unteren Klemmen keine interne Verdrahtung angelötet ist, ist richtig so und geht auch aus dem Verdrahtungsplan hervor. Diese sind mit einer Kontaktbrücke (Metallstreifen) mit den darüber liegenden Kontakten verbunden und von dort aus extern (3=>W2,1=>a)und intern (3-gn=>GU,1-ws=>C1F) verdrahtet.

Auch da ist für mich erst einmal kein Fehler erkennbar. Ich tippe aufgrund des unverbastelt wirkenden Zustandes deines Modell 28 auf einen Drahtbruch im Kabelbaum bzw. in der Zuleitung zum NSR bzw. einen Fehler im NSR
telefonmann3401
(Mailadresse bestätigt)

  07.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Steffen Froeschle kinobauer.ch vom 06.05.2017!  Zum Bezugstext

Vielen Dank Steffen, wieder was dazugelernt! Das Vertauschen von a und W sollte also an allen Apparaten, bei denen der GU die W-Ader nicht komplett abschaltet, funktionieren. Gesagt getan: Ich hab an einem 61er im apparateseitigen Stecker die Kontakte getauscht und konnte nicht mehr rauswählen. Super!
HD-FXSTS
joachim.saladint-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  07.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Steffen Froeschle kinobauer.ch vom 06.05.2017!  Zum Bezugstext

Heute Morgen hatte ich mal das Klemmbrett losgeschraubt und vorsichtig druntergeguckt und siehe da, die beiden Lötösen an denen der Nsi angeschraubt ist, sind gar nicht belegt.
Kein Wunder, dass das Wählen nichts bewirkt.
Laut Schaltplan habe ich nun den Nsi mit der Ader a vom TAE-Kabel und mit einem Kontakt des Gabelumschalters verbunden, doch leider tut sich hier auch nichts. Hab zwar ein bisschen mit dem Messgerät rumgestochert und am Gabelumschalter den Anschluss genommen, der auch mit W2 verbunden ist.
Das Bild zeigt das hochgeklappte Klemmbrett. Die beiden freien Kontakte, an denen die Kabelschuhe des Nsi angeschraubt sind, sind in der unteren Reihe links zu sehen.
Zu meiner Schande muss ich jedoch gestehen, dass mir das Schaltplan lesen relativ schwer fällt.


Steffen Froeschle kinobauer.ch
kinobauerkinobauer.ch
(Mailadresse bestätigt)

  06.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Jack vom 06.05.2017!  Zum Bezugstext

Hallo,

hört sich an, ob da a und W2 vertauscht wurden. Liegt La direkt an W2 und nicht an a, ist der nsi wirkungslos und man kann nicht wählen. Wurde auch so verwendet um eine abgehende Wahl zu verhindern in verbindung mit Gebührenanzeigern. Einfach mal umklemmen.
Jack
(Mailadresse bestätigt)

  06.05.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von HD-FXSTS vom 06.05.2017!  Zum Bezugstext

Da hast du ein Siemens Modell 36 erstanden.
Im Gegensatz zu seinem "Nachfolger" W38 war das Modell 36 ausschließlich für den Nebenstelleneinsatz gedacht und hatte keine Reichspost-Zulassung.

Meines Wissens wurde das Modell 36 parallel zum W38 bis zum Ende der 40er Jahre weitergebaut und für Nebenstellenanlagen verwendet.

Einen Schaltplan findest du unter anderem hier http://www.fernsprecher.de/museum/schaltplan.htm . Da kannst du auch die Belegung des Klemmbrettes nachvollziehen.

Ich glaube nicht, daß da eine Brücke am Klemmbrett fehlt. Nur beim Einsatz ohne NSR wurde eine zusätzliche Brücke eingebaut.

Einfach mal die Kontakte reinigen und einmal durchklingeln, dann wirst du den Fehler sicher finden
HD-FXSTS
joachim.saladint-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  06.05.2017

sorry, ich hatte noch was vergessen. Auf der Rückseite, unterhalb der Gabelbrücke ist der Name Siemens u. das Logo zu erkennen.



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