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Kategorie: > Technik > Wasserverbrauch / Zhler / Rohrbruch
Kalibrierung einer Durchflussmenge Wasser
Gast (Randolf Keller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  23.03.2001

Ich habe gerade ein Problem hier, das ich als E-Techniker nicht so recht in den Griffe bekomme.
Wie kann ich denn die Menge Wasser bestimmen (kalibrieren), die in einem bestimmten Zeitraum fliesst?

Beispiel:

Ich muss ermitteln (kalibrieren) dass 100 Liter/Minute Wasser geflossen sind.
Das Naechstliegende denke ich waere eine Gewichtsbestimmung mit kalibrierter Waage, aber ich bin mir nicht sicher ob bei z.B. 25C das Wasser das gleiche Gewicht hat wie bei 4C  (1cm3 == 1g)

Wie aendert sich das Gewicht von Wasser ueber die Temperatur?

Welches Gewicht (in gramm) is messbar fuer 1 Liter Wasser bei 25C?

Welche anderen Faktoren gibt es die das "Standard" Gewicht beeinflussen koennten (z.B. Minerale?)?

Danke fuer euren Input!
/Randolf



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Gast (Randolf Keller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.04.2001
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilm T. Klaas vom 25.03.2001!  Zum Bezugstext

Vielen Dank,

das war sehr hilfreich!
Eine sehr gute Einrichtung, diese Forum.

/Randolf Keller
Gast (Wilm T. Klaas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.03.2001

Sehr geehrter Herr Keller,

mit steigender Temperatur vergrößert sich das Volumen des Wassers, abgesehen zwischen 0C und 4C (Anomalie des Wassers). Also wird die Dichte kleiner.

Der mittlere Ausdehnungskoeffizient
für Wasser zwischen 20C und 25C ist
k = 23 * 10^(-5) / K
______________

k = 1/V * dV/dT

also

dV = k * V * dT

Beispiel:
Betrachtetes Volumen = 1 Liter
Temperaturunterschied = 1C = 1K

dV = k  * V * dT

dV = 23 * 10^(-5) 1/K * 1Liter * 1K

dV = 0,00023 Liter

Also ein Liter Wasser, hat nach der Erwärmung um 1C ein Volumen von 1,00023 Liter. Vorausgesetzt ist eine Betrachtung im Temperaturbereich zwischen 20C und 25C.


Aus der Literatur:
Die Dichte für Wasser bei 20C ist 0,9982 g/mL
Die Dichte für Wasser bei 25C ist 0,9970 g/mL

Zur überprüfung der Werte:

k = 1/V * dV/dT

k = |(Dichte(bei T2) - Dichte(bei T1))| / (T2 - T1)

k = |(0,9970 g/mL - 0,9982 g/mL)| / (25C - 20C)

k = |-0,0012| / 5K

k = 0,0012 / 5K

k = 0,00024 1/K

k = 24 * 10^(-5) 1/K
_________________________________

In unserer Überprüfung der Werte, kommen wir auf einen abweichenden Wert. Dieses ist zurückzuführen auf die teilweise erhebliche Widersprüchlichkeit der Angaben in der Literatur.

Mit freundlichen Grüßen
Wilm T. Klaas
Gast (Randolf Keller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.03.2001
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gerd-Wilhelm Klaas vom 23.03.2001!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Klaas,

vielen Dank fuer die schnelle Antwort,
das Problem mit der Wasseruhrloesung waere wahrscheinlich deren Kalibrierung hier in Japan und die erforderliche Rueckfuehrbarkeit auf den Nationalen Standard.
Ich wollte deswegen eine Methode anwenden, bei der ich die Wassermenge mit unseren kalibrierten "Hausmitteln", sprich Waage und Uhr messen koennte.

Mit freundlichen Gruessen,
/Randolf Keller
Gast (Gerd-Wilhelm Klaas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  23.03.2001

Sehr geehrter Herr Keller,

eine Menge von 100l Wasser/Minute mißt man am einfachsten mit einer Wasseruhr.
Als Einstellung benutzen sie eine veränderbare Lochplatte.
Die Genauigkeit beträgt etwa 1%.

Oder kommt es auf eine größere Genauigkeit an.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd-Wilhelm Klaas



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