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Kategorie: > Verordnungen / Richtlinien / Satzungen
Kryptosporidien im Trinkwasser
Gast (Hans Peter Füchslin)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.07.2003

Wie wird die Problematik von Kryptosporidien im Trinkwasser in Deutschland behandelt?
Gibt es in Deutschland für Kryptosporidien einen Grenzwert im Trinkwasser und wenn ja, wird dabei berücksichtigt ob die Oozysten noch lebend sind (life dead staining) und ob sie vom Menschen oder von Rindern (weniger infektiös für den Menschen) stammen?
Bin dankbar für jede Antwort.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Gast (F.R.)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.10.2003

Clostridien (einschließlich Sporen) gelten als ebenso widerstansdfähig gegenüber Inaktivierungsverfahren wie Parasitendauerformen (Cryptos, Giardien) und wurden aus diesem Grund als Indikatorparameter in die neue Trinkwassserverordnung aufgenommen. Das Umweltbundesamt hat zur Abwägung, ob Aufbereitungsmaßnahmen gemäß TVO erforderlich sind, Empfehlungen zur Vermeidung von Kontaminationen des Trinkwassers mit Parasiten herausgegeben.

MfG Reng
Gast (Elisabeth Hoffmann)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.09.2003
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Robert Neubig vom 08.09.2003!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Füchslein,
ich habe mich mit dem Problem der Trinkwasserverunreinigung ebenfalls beschäftigt in unserem Wasser treibt sich so einiges herum was wir nicht benötigen. Die Grenzwerte von Schadstoffen sind meist recht hoch angesetzt und werden häufig auch überschritten. Ein Thema was mich auch beunruhigt sind Medikamentenrückstände im Trinkwasser. Ich bin der Ansicht,dass man selber nach Möglichkeiten suchen muß Trinkwasser sein Trinkwasser zu reinigen. Schauen Sie doch einmal unter "Umkehrosmose" nach. Vielleicht hilft Ihnen das weiter
Herzliche Grüße
E. Hoffmann
Gast (Hans Peter Füchslin)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.09.2003
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Robert Neubig vom 08.09.2003!  Zum Bezugstext

Sehr geehrter Herr Neubig und  Herr Kulzer

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Beiträge. Auch ich habe gewisse Recherchen durchgeführt und sie im unteren Abschnitt versucht zusammenzufassen.
Die Frage bleibt nach meinem Kenntnisstand offen, welche Minimalkonzentrationen an Kryptosporidienoocysten akzeptiert werden können und welche nicht. Auch gilt zu beachten, dass Minimalkonzentrationen von Kryptosporidien, welche zwar gesunden erwachsenen Menschen nichts anhaben können. Sehr wohl aber ein Gesundheitsrisiko für ältere Menschen, Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem darstellen können. Es ist allgemein schwierig ein Restrisiko für Trinkwasserkonsumenten zu formulieren.

Zusammenfassung meiner Recherchen
In der Schweiz gibt es keine gesetzlichen Grenzwerte bezüglich Kryptosporidien im Trinkwasser. Es müssen deshalb Risikoabschätzungen von Experten und Bestimmungen aus dem Ausland zu Rate gezogen werden.
Gemäss den Berechnungen von Prof. Metzler darf das Trinkwasser im Jahresmittel nicht eine höhere Konzentration von 3.27*10hoch-5 Oozysten/l aufweisen (ein sehr tiefer Wert!), um das jährliche Erkrankungsrisiko von 10hoch-4 nicht zu überschreiten. Dies heisst bei 10000 Personen darf es pro Jahr zu einer Erkrankung aufgrund des Trinkwasserkonsum kommen. Dabei wird von einer täglichen Aufnahme von 2 l pro Tag und Person ausgegangen. Dieses 10hoch-4 Risiko wird in den Vereinigten Staaten als Restrisiko für Trinkwasser akzeptiert. In Grossbritannien gibt es ein Grenzwert für Kryptosporidien, welcher besagt dass in Trinkwasser in 10 Liter keine Oozysten nachgewiesen werden dürfen. Bereits bei einer Oozystenkonzentration von 0.1 bis 0.3 /l und einem angenommenen Konsum von 2 l / Tag muss gemäss Literaturangaben mit dem Auftreten epidemischer Krankheitsfälle gerechnet werden.
In der Schweiz werden bei Durchfallerkrankungen bei Kindern, die deswegen hospitalisiert werden, in knapp 8% Kryptosporidien nachgewiesen.

Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz

Hans Peter Füchslin
Gast (Jürgen Kulzer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.09.2003

Hallo Herr Füchslin,

Sie finden Informationen zu Kryptosporadien unter:

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=2518

Es gibt noch Dukumente unter

http://www.dr-antonius.de/  und hier im Suchfeld einfach Kryptosporidien Trinkwasser eingeben und es werden etliche Dokumente zum Thema gefunden.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Kulzer
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http://www.verentsorger.de
Die Internetplattform für Ver- und Entsorger
Gast (Robert Neubig)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.09.2003

Falls Sie Informationen über diese Frage erhalten, diese würden mich auch interessieren.
MfG R. Neubig



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