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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Verzinkte und kupferne Hausinstallation?
Gast (Stephan Munzke)
(Gast - Daten unbestätigt)

  16.12.2003

Wir haben gerade neu gebaut und unser Installateur hat vom Wasserzähler bis zum Wasserfilter verzinktes Stahlrohr eingebaut. Nach dem Filter wechselt er auf Kupferrohr. Ich habe mal gehört, dass man verzinkte Stahlleitung und Kupfer nicht in einer Rohrleitung verbinden solle (elektrochemische Reaktion o.ä.). Er teilte mir, auf meine Bedenken hin mit diese Legeart sei Standart. Ich will aber keinen Standart sondern Sicherheit. Wer kann mir Infos geben? Ist dieser Einbau überhaupt Standart? Birgt er Risiken, welche?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 1
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  16.12.2003

Hallo,

es kommt entscheidend darauf an, ob die Rohre elektrisch leitend miteinander verbunden sind. Wenn der Wasserfilter dazwischen z.B. aus Kunststoff besteht, dann gäbe es zumindes hierüber keine Verbindung. Es könnte jedoch sein, dass es anderweitige Verbindungen gibt. Die "elektrisch leitende" Verbindung über das Wasser spielt in diesem Fall keine Rolle.

Sind beide Rohre elektrisch miteinander verbunden, dann tritt elektrochemische Korrosion ein, bei der das unedlere Metall korrodiert wird und z.T. auch in Lösung geht. In diesem Fall wäre es das Zink. Zink ist zum Glück in kleinen Mengen nicht schädlich. Wenn das Zink wegkorrodiert ist, folgt das Eisen, auch nicht gerade ein Supergift. Eher könnte es sein, dass ein Rohr durchrostet.

Zum Thema Standard: Wenn eine Installation Standard ist, dann bedeutet das (in der Regel): Man hat bislang (normalerweise) keine schlechten Erfahrungen damit gemacht und verwendet das Ganze folglich immer dann, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Alternativmethoden kann man natürlich verlangen, muss dafür evtl. einen höheren Preis zahlen und handelt sich womöglich auch andere Nachteile ein.

Einen Hinweis auf eine elektrisch leitende Verbindung könnte eine einfache Messung mit einem Ohmmeter geben. Unter 1 Ohm = direkte Verbindung, bis einige kOhm dürfte eine Verbindung über Widerstände (z.B. oxidierte Berührungsstellen) vorliegen, darüber wird das Wasser selbst für den Messwert verantwortlich sein.

Gruß Heiner



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