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Kategorie: > sonstiges
Wasseraufnahme der Borat-Ester
Gast (Alexander Scholz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.06.2004

Hallo Zusammen,

ich schreibe zur Zeit an meiner Diplomarbeit und hänge Momentan an einem Problem, an dem ich nicht weiterkommen. Mein Themas umfasst die Überwachung des Zustandes bzw. der Alterung der Bremsflüssigkeit in KFZ zum bedarfsorientiertem Tausch. D.h. es soll die Bremsflüssigkeit hinsichtlich ihrer Restverfügbarkeit überwacht werden, so dass diese dann auch nur getauscht werden muss, wenn es nötig ist.

Ein Austauschkriterium ist der Wassergehalt.
Da die Bremsflüssigkeit im Betrieb im KFZ in Bremschläuchen und -leitungen vorhanden ist, interessiert es mich, was die Wasseruaufnahme begünstigt(Temperatur, Luftfeuchtigkeit)?

Ich weiß, es ist merkwürdig, dass ich mich in dieses Forum wende, aber vieleicht liest das hier jemand der mir weiterhelfen kann.

Vielen Dank schon mal!!!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.06.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Alexander Scholz vom 15.06.2004!  Zum Bezugstext

Hallo,

"sie steigt, soviel ist klar" ???

Das wäre mir gar nicht klar. So lange keine Dampfblasen im Bremssystem (die sind natürlich sehr kompressibel) sind, kann die Kompressibilität "nasser" Bremsflüssigkeit sogar geringer sein. Da helfen nur Messungen, wenn darüber keine Literatur existiert.

Gruß Heiner
Gast (Alexander Scholz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.06.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 14.06.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Lothar Gutjahr,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Sie hat das bestärkt, was ich mir schon überlegt hatte, dass die Wasseraufnahme in erster Linie vom Wasserangebot, sprich der Luftfeuchtigkeit, anhängt. Also auch von der Güte der Bauteile des Bremssystems, wie gut sie das Wasser von der Bremsflüssigkeit isolieren.
Was die Temperatur macht, weiß ich noch nicht. Ich bin aber dran es rauszufinden.

Was ich aber noch nicht weiß ist, in wie weit sich die physikalischen Eigenschaften, insbesondere die Kompressibilität der Bremsflüssigkeit, mit steigendem Wassergehalt verhält. Sie steigt, soviel ist klar, aber steigt sie linear, oder exponentiell? Aber wie so vieles in der Natur eher exponentiel.

Vielleicht hätten Sie diesbezüglich eine Idee.

MFG,

Alexander Scholz
Gast (Lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.06.2004

Hallo Herr Scholz,

ich weiss lediglich, dass die einfacheren Bremsflüssigkeiten sehr hygroskopisch sind wegen der darin befindlichen "alkoholähnlichen" (Glycerol / Glykol u.a.) Flüssigkeit.
Das heisst ihr Problem betrifft in erster Linie die Luftfeuchtigkeit und die Aufnahme derselben in aller erster Linie durch die Flüssigkeit.
Ziel ist es den Siedepunkt so hoch wie möglich zu halten um Dampfblasen im Bremssystem zu vermeiden. Bei einem "offenen" Bremssystem kann aber ein gewisser Luftaustausch mit dem Flüssigkeitsbehälter stattfinden und so kommt allmählich ( auch bei jedem Nachschauen) Luftfeuchtigkeit an die Bremsflüssigkeit, welche diese fleisig akumuliert und damit den Siedepunkt allmählich senkt.
Bei einer zügigen Bergfahrt, vor jeder Kurve bremsend ist es dann schnell soweit, dass der Bremsfuss ins Leere tritt. Man soll daher alle zwei Jahre die Bremsflüssigkeit wechseln. Nur ist einem die tatsächliche Tragweite ja nicht bewusst, bis so etwas passiert.
Ich habe vor Jahren das Erlebnis einer kochenden Bremse mit Schrecken erlebt.

Ihre Frage zielt also eindeutig auf die Luftfeuchtigkeit ! Je trockener die Umgebungsluft um so länger dauert es einen gefährlichen Punkt zu erreichen.

Die Abhängigkeit der Feuchtigkeitsaufnahme von der Temperatur müssten sie für die jeweilige Substanz beim Hersteller erfragen. Oder vielleicht im Roempp nachlesen.

Idee: das offene System mit einem abgedichteten Deckel verschliessen, welcher einen Druckausgleich erlaubt. Zum Beispiel so eine Art Faltenbalg. ?

Wie weit sich der Wassergehalt mit einer Leitfähigkeitsmessung bestimmen lässt müssten sie mal experimentell erproben. Denke aber das müsste gehen.

Auch machen sich in einer solchen Arbeit Messreihen   ganz gut, wenn sie zum Beispiel die Wasserzunahme über Zeit ermitteln und dann den Kochpunkt zu verschiedenen Konzentrationen darstellen.

Dann viel Spass bei der Arbeit und Grüsse aus GR

Lothar Gutjahr



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