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Kategorie: > Technik > Wasserkraft
Regenwasser als Trinkwasser nutzen
Gast (Max Meier)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.08.2004

Hallo,

ich möchte gesammeltes Regenwasser als Trink- und Brauchwasser nutzen. Der Vorteil wäre, dass bestimmte Problemstoffe (Kalk, Pestizide, Medikamente, etc.) darin nicht enthalten sind. Reicht es aus einen guten Wasserfilter zu benutzen, um den "sauren Regen" geniessbar zu machen. Wenn ja, welcher ist billig und gut?

Gruß




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 13
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  09.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von dschoni vom 08.03.2012!  Zum Bezugstext

Hallo dschoni
stimmt nicht ganz, zum Beispiel bei uns im Land  Salzburg sind noch ca. 15000 Haushalte nicht an das öffentliche TW Netz angeschlossen und bekommen sogar öffentliche Förderung (nichtrückzahlbare Gelder) bei Sanierung oder Errichtung von Trinkwasseranlagen inkl. Leitungsbau.
TW muss nur regelmäßig untersucht werden wenn es an Dritte, Lebensmittelverarbeiter-Erzeuger, Landwirtschaftliche Betriebe nach der Milchhygieneverordnung Gastgewerbe (auch Almen)usw.in Verkehr gebracht wird.(entspr. der TW-Verordnung und ev. umfangreichere Behördenvorschreibung)
D.h. wenn ich auf meinem Grundstück eine Quelle oder Brunnen habe kann ich das für Eigenbedarf (Natürlich mit Zählereinbau für das Abwasser) ohne weiters verwenden ausser es gibt einen behördlichen Anschlusszwang für die öffentliche TW Versorgung.
lg
Walter

dschoni
(Mailadresse bestätigt)

  08.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 23.02.2012!  Zum Bezugstext

Es gibt da wohl eine Trinkwasserlobby, die etwas dagegen hat, wenn man ihr Wasser nicht mehr konsumiert. Da wird dann gesetzlich erreicht, dass ansonsten Wasser aus anderen Quellen als den eigenen nicht mehr konsumiert werden darf, auch wenn es von der Qualität her sogar besser wäre. Schliesslich muss es ja auch noch fluoriert, chloriert und/oder jodiert werden - warum auch immer - was man bei einer herkömmlichen Quelle ja nicht hat.
Dürfte man anderes Wasser verwenden, würden viele Trinkwasseranbieter ihre Kunden wohl verlieren, je nachdem, in welcher Gegend sie sich befinden.
Gast (Walter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  23.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von E. Regulator vom 22.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo E.R.
Das Ganze unterliegt sehr wohl der Trinkwasserverordnung (EU-Verordnung)da das Wasser an Dritte als Gastgewerbebetrieb unter Verrechnung weitergegeben wird. Bei Vergehen wird das nach dem Strafrecht (entsprechend der Lebensmittelverordnung)und nicht nach Verwaltungsrecht abgehandelt.
lg
Walter
Gast (E. Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 22.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo, alter,

Was Du beschreibst ist eine außergewöhnliche Ausnahme, die dazu noch in Österreich liegt, also der Trinkwasserverordnung nicht unterliegt. Dass es dort, wo es keinen Zugang zur kommunalen Trinkwasserverordnung gibt, Sonderlösungen geben muss, ist sicher auch klar.

Einen Widerspruch kann ich daher gar nicht erkennen.

E. Regulator
Gast (Walter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ernster Regulator vom 10.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo E.R.
kann dem mit der TW-Verordnung nicht ganz zustimmen.Es gibt zum Beispiel auf dem Matrashaus am Hochkönig (A)auf ca. 3000m keine andere TW - Gewinnung als Regenwasser das natürlich entsprechend Filtriert und dann über eine UV Anlage entkeimt wird. Dort oben gibt es nix anderes und das ist auch behördlich genehmigt.
Ist natürlich nicht nur ein großer Aufwand sondern kostet auch entsprechend.
lg
Walter
Gast (Harald Prantl)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.02.2012

Hallo Michel,

wende dich doch mal an http://www.sfcu.at/
Die beschäftigen sich zwar mit großen Kläranlagen, haben aber auch eine Innovation, die sogenannte C-Membran, die deinem Wunsch eventuell sehr nahe kommt. Wende dich an Gunnar Demoulin.

LG
Harald
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  10.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von michel müller vom 09.02.2012!  Zum Bezugstext

Ja lieber Michel,

da hat man in Zentraleuropa nun mal einen anderen Stand der Technik als auf den Bahamas.

Noch viel Freude an der Sonne. Hier hat es minus 15 Grad und es schneit.

Gruß Lothar
Gast (Ernster Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von michel müller vom 09.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo, Michael,

Die Regelungen in Europa sind dazu gedacht, das Wasser als wichtigstes Lebensmittel in möglichst einwandfreier Qualität zur Verfügung zu stellen. Dass, was Du da als Qualität für ein Regenwasser beschreibst, ist nicht realistisch, besonders ist das Regenwasser meist nicht frei von Verunreinigungen und Keimen, zudem ist die Überprüfung der tatsächlichen Qualität so einfach nicht.

Aus diesem Grund ist die Nutzung von Regenwasser als Trinkwasser in der Trinkwasserverordnung ausgeschlossen, mit Einschränkungen kann man in eigener Verantwortung die Wäsche damit waschen. Trinken, Zubereitung von Lebensmitteln und Körperreinigung ist aber explizit nicht erlaubt.

Man sollte die Verhältnisse auf den Bahamas nicht mit den Gegebenheiten hier in Europa vergleichen.

E. Regulator
Gast (michel müller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von jörg vom 29.08.2004!  Zum Bezugstext

Regenwasser als Trinkwasser - kann ich mein ganzes haus damit "betreiben"?

FRAGE: Ich lese überall, dass es nicht gesetzlich erlaubt ist, regenwasser anders als als brauchwasser (garten, waschmaschiene etc.) zu verwenden. Ich sehe hierfür überhaupt keinen grund.
Ich weile zzt. bei Freunden auf den Bahamas. Hier ist es gang und gebe, gesammeltes und gefiltertes Regenwasser für den gesamten Haushalt zu verwenden. Das zum Trinken bestimmte Wasser wird über den Kühlschrank noch zusätzlich gefiltert - and thats it.
Kein Kalk - keine Verunreinigung - keine Geschmackseinbussen - keine Keime –
dafür super weiches Wasser beim Duschen (gut bei trockener Haut) –und  keine Rechnung !
Das muss doch bei uns in Europa machbar sein ?
Gast (jörg)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.09.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner Grimm vom 29.08.2004!  Zum Bezugstext

hallo herr grimm,
natürlich wer möchte kann es tun. und bei den tieren bin ich der meinung, das die ein magen haben der es vertägt.
im weitesten sinne ist unser trinkwasser auch regenwasser.
so gibt es wasserwerke die das uferfiltrat nutzen um es sehr kostenaufwendig in trinkwasser umzuwandeln. auch trinkwassertalsperren gehören dazu. bei dem "reinen" felsquellwasser muß ich aber auch lächeln, da das regenwasser "nur" durch die felsen fließt.regenwasser das in der erde versickert, wird der eine odere andere "schadstoff" ausgefiltert. trotzdem müssen die versorger  die wasserqulität ständig überprüfen. egal woraus wir unser trinkwasser fördern  es ist trinkwasser und enspricht der trinkwasserverordnung. in einigen regionen in deutschland wird das trinkwasser so wie es aus der erde kommt dem kunden zugeführt. leider nicht überall
so eine gute wasserqualität.
viele grüße
jörg gössel
Gast (Michael Schmidt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  02.09.2004

Hallo,
zu dem Thema habe ich mich heute schon unter der Anfrage von Herrn Dipl.- Ing. Ulrich Menter auf Seite 1 der Übersicht ausgelassen. Siehe dort.

 
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  29.08.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von jörg vom 29.08.2004!  Zum Bezugstext

Hallo,

ganz so schlimm ist es ja nun auch wieder nicht. Mit einer halbwegs stabilen Gesundheit kann man durchaus regelmäßig Regenwasser trinken (Millionen pfützenschlabbernde Wauwis werden nicht krank davon), vor Allem, wenn man daraus z.B. Kaffee kocht, das hält selbst Taubensch... nicht aus (bzw. die darin enthaltenen Bazillen).

Außerdem gibt es ein einfaches Mittel, das Wasser zumindest am Gammeln zu hindern. Man muss es halt ständig belüften. Im Übrigen saufen wir alle mehr oder weniger Regenwasser. Bach-, Fluss- und Grundwasser ist nichts als Regenwasser, das durch ein bisschen Erdreich gesickert ist und dabei noch mehr Stoffe gelöst hat (Mineralstoffe z.B.). Freilich wird das Ganze im Wasserwerk mit relativ einfachen Verfahren aufbereitet.

Mir persönlich wäre der ganze Aufwand aber zu groß, es gibt einfachere und billigere Mittel, wenn man schmackhaften Tee zubereiten will. Ansonsten kann man den Kalk auch im Wasser belassen.

Nicht zuletzt müssen laut Gesetz Regenwassersammelanlagen ein eigenes Wassernetz im Haus bekommen, das besonders gekennzeichnet sein muss und nur als Brauchwasser z.B. an Klospülung und Waschmaschine angeschlossen werden darf. Wer sich von all dem nicht abschrecken lässt, kann es meinethalben tun.

Gruß Heiner


http://www.wissenschaft-technik-ethik.de
Gast (jörg)
(Gast - Daten unbestätigt)

  29.08.2004

hallo max,
mir haben sich gerade meine haare aufgestellt,"regenwasser als trinkwasser".
ich gehe davon aus, das du eine zisterne im garten hast oder bauen willst. das wasser wird von einem dach in die zisterne geleitet und nimmt so jeden schmutz den es unterwegs vorfindet mit. das fängt schon mit vogelkot, z.b. taubenkot, an, geht über schadstoffe die sich in der luft befinden, ruß von kaminen, bis hin zu "deinem" sauren regen.
ich weiß nicht ob es verfahren gibt, die regenwasser in trinkwasser umwandeln, und wenn dann sind sie bestimmt sehr teuer.
viele grüße
jörg gössel



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