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Kategorie: > Wissenschaft > Physik / Chemie
Quecksilber in Pendeluhren
Gast (Dietmar Brauner)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.11.2004

im letzten Jahrhundert wurde bei der Herstellung von
Präzisionspendeluhren häufig Quecksilber verwandt.
Die Pendellinsen am unteren Ende des Pendels, die aus
einem Glaszylinder bestanden, wurden mit ca. 3 Kilogramm Quecksilber gefüllt, um dadurch die Ausdehnung des Pendels bei Temperaturschwankungen zu kompensieren und damit den genauen Gang der Uhr zu stabilisieren.
Die Glaszylinder wurden zum Teil vakuum verschlossen,
zum Teil waren sie aber offen und nur mit einem losen Deckel versehen.
Frage:
Kann bei der Aufstellung einer solchen Uhr in einer
Wohnung mit Fussbodenheizung giftiger Quecksilberdampf freigesetzt werden und können dadurch für den Menschen
gesundheitsschädigende Wirkungen eintreten?
Gibt es ein einfaches probates Mittel den Austritt
der Verdampfung bei nicht versiegeltem Zylinder zu
vermeiden oder einzuschränken, damit gesundh. Gefahren
vernachlässigt werden können?




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.11.2004

Hallo Dietmar,

das Problem ist, dass ein nachträglich angebrachter Verschluss den Schwerpunkt des Pendels verlagert und damit die Uhr schneller gehen wird. Hierfür ist entweder ein Ausgleichsgewicht anzubringen oder der Verschluss muss sehr leicht sein. Ein Stück Klebeband obendrauf z.B.

Im Übrigen wird die Gefahr durch Verdunstung von Quecksilber in der Regel weit überschätzt. Normale Menschen lüften ab und zu ihre Wohnung, so dass die Hg-Konzentration in der Luft weit unter den zulässigen Werten (Grenzwerte gibt es nur für den Arbeitsplatz) bleiben dürfte. Man kann jedenfalls berechnen, dass bei normaler Lüftung einige Tropfen Q. aus einem zerbrochenen Thermometer, die im Teppich vergessen wurden, keine ernsthafte Gefahr darstellen.

Im Übrigen sind solche Uhren ganz sicher nichts für furchtsame Naturen. Für diese gibt es ganz normale Q.freie Pendeluhren. ;-)

Gruß Heiner


http://www.wissenschaft-technik-ethik.de

Gast (Lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.11.2004

Hallo,

das Wörtchen häufig möchte ich doch etwas in Frage stellen, was solche Uhren anbelangt.

Aber zum Problem selbst; wie schon erwähnt etwas Öl auf die Säule hilft allemal. Wichtiger wäre mir allerdings, den worste case Fall durchzudenken um dann zu dem Schluss zu kommen, unten in der Uhr einen dichten Blechbehälter einzubauen und dort vielleicht als Aufprallminderung eine Polysriorolschaumplatte reinzulegen. Dann kann der Pendel abstürzen ohne ein Riesenproblem zu schaffen.

Aber wo fängt man an und wo hört man auf. Vielleicht noch einen kleinen schriftlichen Hinweis auf diese Besonderheit anbringen, damit auch die Erben noch lange Freude an der Uhr haben.

Gruss aus GR
Gast (H2O)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.11.2004

Eine etwas ungewöhnliche Frage fürs Wasserforum. Ich hätte etwas Angst die nicht versiegelten Quecksilber-Pendel im Wohnbereich zu haben.
Wenn sie googeln finden Sie eine Vielzahl von Seiten die auch schon bei Raumtemperatur eine Verdunstung von Quecksilber in gesundheitsgefährlichen Konzentrationen aufzeigen.
Denkbar ist eventuell eine Überschichtung des Quecksilbers mit einer schwerflüchtigen Flüssigkeit z.B. Öl um eine Dampfsperre zu erreichen. Ob das ausreicht weiss ich allerdings nicht.

mfG
H2O



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