Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6300 Themen und 30800 Antworten
Zurück zur Übersicht! Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Wissenschaft > Biologie / Gesundheit / Medizin
Warum ist es so?
Gast (Hanna)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.01.2005

Wieso ist es gefährlich wenn ein patient ausversehen destiliertes Wasser gespritzt bekommt?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (JayBee)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.01.2005

Hallo Hanna,

es ist gefährlich, weil durch Injektion einer hypotonen (bzw. hypoosmolaren) Flüssigkeit der osmotische Druck des Blutes sinkt. Dadurch gelangt (Stichwort: Osmose) Wasser in Gewebezellen (Ödembildung - kann tödlich sein). Ferner führt der gesenkte osmotische Druck zu einer Zerstörung (Hämolyse bzw. in diesem Fall Osmolyse) der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Dies führt in schlimmen Fällen zu hämolytischer Anämie.

Wie Lothar schon angemerkt hat, sollten Injektionen daher isoton sein, wie z.b. 0,9% Kochsalzlösung - aber keine Angst Pharmazeuten und andere ausgebildete "Pillendreher" wissen dies - nur bei einigen Kurpfuschern aus dem Bereich der Naturheilkunde sehe ich da so einige dunkle Wolken ;-)

Gruss JB
Gast (JayBee)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.01.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 17.01.2005!  Zum Bezugstext

Ergänzung tz Lothar ...

auch hochreines Wasser zu Injektionszwecken mit Arzneimittelzulassung wird hauptsächlich zur Verdünnung von Injektionslösungen eingesetzt.

Ich weiss ja nicht in welche Richtung die Frage zielen sollte. Auf jeden Fall als klarer Warnhinweis: Sowohl das o.g. Produkt als auch die von Lothar genannte Substanz sind ARZNEIMITTEL, die AUF KEINEN FALL selber eingesetzt werden dürfen sondern nur von dafür ausgebildeten Personal !!!
Gast (Lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.01.2005

Hallo Hanna,

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:

Wasser zur Injektion (hochreines destilliertes Wasser) darf aufgrund der fehlenden osmotisch wirksamen Substanzen (Hämolysegefahr) nicht allein injiziert werden.
Diese Art Wasser findet nur zur Herstellung von parenteral zu verabreichenden Medikamentationen Anwendung und niemals alleine.

Zur direkten Injektion, beziehungsweise zum verdünnen von Medikamenten geeignetes Wasser gibt es in der Apotheke als sogenanntes isotonisches mit 0,9 % Natriumchlorid in Ampullen und in PE - Behältern unterschiedlicher Grösse.

Gruss Lothar



Werbung (1/3)
Trinkwasser Schnelltests supergŁnstig bei http://shop.wasser.de


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas