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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Wasser als Tee
Gast (Ute Eiselt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.04.2005

Im Winter trinke ich lieber Tee, als kaltes Leitungswasser, ist der Mineralstoffgehalt nach dem Kochen noch genauso gut, wie vorher?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 16
Dieter
orchidee2freenet.de
(Mailadresse bestätigt)

  09.06.2005

Kochen verändert nichts an der Qualität des Wassers. Lediglich der Sauerstoff wird ausgegast, was meiner Meinung nach nachteilig ist. Die Restmenge nach dem Kochen und Verdampfen hat meist eine schlechtere Qualität, das weniger Wasser vorhanden ist, jedoch die gleichen Stoffe. Tee sollte nur ergänzend zum Tägliche Wasserbedarf getrunken werden, aber nicht anstatt Wasser. Siehe auch Wasser-Praxisbuch.
Gast (Hans Nefzger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  29.04.2005

Hallo Leute,

ich find´s ja sehr interessant, dass endlich mal das
Thema "Wasser u. Tee" diskutiert wird. Leider hab´ich
grad nicht so viel Zeit, schade.
Und vielleicht erklärt das einigen von Euch, warum ich
mich hier immer wieder an Diskussionen beteilige, denn
das ganze "Tee-trinken", v.a. "Kräutertee-Trinken" bringt nicht allzuviel, wenn die Wasserqualität nicht
stimmt.
Ich habe hier auch meine Versuche angestellt und stelle
sie vielleicht nächstes mal ins Netz. Bei Blindversuchen machte ich übrigens auch überraschende
Beobachtungen.
Aber bloß mal kurz: Kräuertees schmecken mir mit weichem und sauberen Wasser einfach besser, das Aroma,
v.a. auch die Ätherischen Öle kommen besser zur Geltung. Und interessant ist bei diesem Thema auch der Ansatz über das "Sieben-Minuten-Kochwasser": Der pH-Wert steigt und der Leitwert sinkt ! Der eine oder
andere kann ja mal versuchen, mit diesem "Sieben-Minuten-Kochwasser" seinen Kräutertee zuzubereiten.

Viele Grüße


Hans Nefzger
www.kraeuteroase.de
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  28.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner Grimm vom 28.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner,

ich habe Dich dann wohl missverstanden, ich dachte Dein Einwand so etwas durch Blindstudien wahrscheinlich widerlegen zu können, hätte sich auf meine Bemerkung, weiches Wasser wäre für die Teezubereitung besser als hartes Wasser, beogen. Bei nochmaligen Durchlesen des Threads sehe auch ich, das Du es anders gemeint hast.

Die Anspielung auf die RSC war auch mehr ironisch gemeint, da ich es irgendwie typisch englisch schrullig finde, dass die angesehendste engl. Wissenschaftsvereinigung eine ausgiebige Studie über das engl. Nationalgetränk durchführt. Das währe so, als würde das Max-Plank-Institut für Physik in München mehrere Jahre Forschungsarbeit für die Beantwortung der Frage, wie lange ein gezapftes Bier brauchen muss, investieren würde. Schrullig halt ;-)

> Und da darf man ruhig mal einen Blindversuch
> empfehlen, zumal die Mittel dazu in jedem halbwegs
> ordentlichen Teetrinkerhaushalt vorhanden sind.
> Merke: Versuch macht klug.

"Leider" habe ich nur weiches Wasser (3°dH) zur Verfügung und kein Laboratorium mit dem ich dieses Wasser enthärten könnte - und für einen solchen Test in die Apotheke zu gehen und mir Aqua.dest für viel Geld zu holen ist mir irgendwie auch zu blöde, zumal ich ziemlich sicher bin, dass Du recht hast und in einer Blindverkostung kein Unterschied festzustellen ist ;-)

Schoenen Gruss in den Oberharz

JB
Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  28.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 25.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JayBee,

"Wenn Du mir nicht glaubst, so kann ich das verstehen, aber willst Du ernsthaft *g* der altehrenwürdigen britischen Royal Society of Chemistry widersprechen, die stolze drei Monate mit Forschungsarbeiten über die optimale Teezubereitung verbracht hat *g* ?"

Ich hätte weder Probleme damit, Dir etwas zu glauben, noch damit, der altehrenwürdigen britischen Royal Society of Chemistry etwas nicht zu glauben. Die Geschichte der Wissenschaften wimmelt nur so von jahrelangen intensiven internationalen Forschungen, die zuerst zu tollen Erfolgsmeldungen und -veröffentlichungen führten und dann am Ende mit einem verschämten "War wohl doch nichts dran" sang- und klanglos beiseite gelegt wurden (Einige davon werden u.A. hier im Forum gelegentlich wieder aufgewärmt). Es gibt durchaus gute Gründe, etwas für wahr zu erachten, die bloße einhellige Meinung irgendwelcher, auch als hochseriös angesehener, Gruppierungen gehört leider nicht dazu, was die Glaubensfragen nicht einfacher macht. Aber das nur am Rande.

"Deine Blindstudien in allen Ehren - die Tatsache, dass Tee mit weichem Wasser besser schmeckt ist allerdings keine empirische Feststellung meinerseits sondern hat etwas mit chemischen Vorgängen zu tun (afaik liegt es an der Affinität der Tee-Polyphenole zur Komplexbildung)."

Dass Tee aus hartem Wasser nicht so gut schmeckt und auch noch besch... aussieht, habe ich ja gar nicht bestritten. Laut Frage geht es auch nicht um den Vergleich hartes-weiches, sondern weiches-"zu weiches" (also gaaanz weiches?) Wasser. Und da darf man ruhig mal einen Blindversuch empfehlen, zumal die Mittel dazu in jedem halbwegs ordentlichen Teetrinkerhaushalt vorhanden sind. Merke: Versuch macht klug.

Zuvor wäre aber ggfs. noch zu klären, von welchem Härtebereich wir hier eigentlich reden.

Grüße Heiner
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  27.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 27.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried Wüstenfuchs,

wenn Du auf Sri Lanka bist frag doch mal jemand Sachkundigen inwieweit Salze für den Geschmack des Tees verantwortlich sind. Selbst die RSC spricht ja von weichem Wasser und nicht von Reinwasser - also müsste ja ein geringer Salzgehalt positive Auswirkungen auf den Geschmack haben. Ich halte dies auch für sehr plausibel, da Salze ja als Geschmacksverstärker fungieren. Vielleicht hat auch H2O recht und die Salze reagieren mit Teeinhaltsstoffen, obgleich ich dafür keine Anhaltspunkte sehe. Wahrscheinlich ist die goldene Mitte zwischen Geschmacksverstärkung und Bindung der Polyphenole das Optimum ... und nach dem was ich in Erfahrung gebracht habe liegt dieses Optimum im °dH Bereich von 0-7, bloss wo, das ist die Frage ;-)

Gruss

JB
H2O
(gute Seele des Forums)

  27.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 26.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

das mit der Prise Salz habe ich schon oft im Zusammenhang mit Kaffee gehöhrt. Eventuell werden ja irgendwelche Geschackstoffe in Tee oder Kaffee duch das Salz (Chlorid ?)aufgeschlossen ?

Gruß
H2O
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  27.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 26.04.2005!  Zum Bezugstext

habe auch noch einen Nachtrag: :-))

Rustikale Teekultur erlebte ich im März bei Beduinen in der Sahara. Voran ging eine langwierige Suche nach Brennmaterial - kaum Holz, viel Dornensträucher und anderes Gestrüpp. Nachdem das recht große Feuer fast niedergebrannt war, wurde ein klitzekleiner Teekessel in die Glut gestellt. Der war früher sicher sehr schön emailliert, nun aber dick verrußt. Nach 10 Min. gab es dann einen original Beduinentee in klitzekleinen Gläsern, die offenbar nie abgewaschen werden. Mit etwa 10 Mann teilten wir uns dann ca. 0,5 Liter Tee, mehr ein Konzentrat, aber Original Liptons, wie sich später herausstellte :-))
Und der Leitwert des Teewassers betrug weit über 3000 µS/cm, war jedenfalls außerhalb des Meßbereichs meines Meßgeräts.

Beste Grüße
Wilfried Wüstenfuchs
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  26.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 25.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JayBee,

die Sache mit dem Aromaverlust durch zu weiches (destilliertes) Wasser ist meine eigene Erfahrung. Sicherheitshalber betone ich nochmals, daß ich destilliertes Wasser nicht aus Überzeugung und auch nicht immer trinke. Über einen Zeitraum von 3 Jahren trank ich es jedoch ausschließlich, eine Art Selbstversuch.
In dieser Zeit habe ich dann beim Tee ein wenig geschummelt, wie gesagt mit dem Salzstreuer nachgeholfen.

Ich denke die Aromastoffe brauchen ein gewisses Quantum an Mineralien, als Träger bzw. Ankerplätze, an die sie sich koppeln können.

Aber auch ich halte mineralarmes Wasser für die Teebereitung geeigneter als hartes, aber eben nicht als fast mineralfreies.

Beste Grüße
Wilfried
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  26.04.2005

noch ein Nachtrag - das Thema lässt mich nicht los ;-)

Ziat aus Wikipedia "Tee": ...Wasserqualität ist beim Tee entscheidend für den Geschmack. Ein Auftritt des Wilhelmshavener Teehändlers Bakker bei der Fernsehshow Wetten dass..? am 10. Dezember 1983 blieb der Fernsehnation unvergessen. Bakker konnte seine Wette nicht gewinnen, da ihm sein Wasser im Zug gestohlen worden war, dies wurde zu Unrecht als Ausrede gesehen. In Regionen mit sehr kalkreichem Wasser bildet sich auf Tee ein Film und der Geschmack ist minderwertig. Dies gilt vor allem für die weniger gerbsäurehaltige Teesorten wie den Darjeeling, während beispielsweise Assam sehr viel weniger empfindlich auf hartes Wasser reagiert.

@all: wer weiss, welche chemischen Zusammenhänge zwischen Wasserhärte und dem Geschmack von Tee bestehen ?

Gruss

JB
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  25.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner Grimm vom 25.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner,

kleiner Nachtrag: Die Pressemitteilung der Royal Society of Chemistry:

http://www.rsc.org/pdf/pressoffice/2003/tea.pdf

Die Studie in voller Länge finde ich leider nur in kostenpflichtigen Archiven - schade, würde mich schon interessieren ;-)

Zitat: "Avoid “hard” water as the minerals it contains gives rise to unpleasant tea scum. If you live in hard water area use softened (filtered) water. For the same reason do not use bottled mineral water."

Gruss

JB
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  25.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner Grimm vom 25.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner,

Deine Blindstudien in allen Ehren - die Tatsache, dass Tee mit weichem Wasser besser schmeckt ist allerdings keine empirische Feststellung meinerseits sondern hat etwas mit chemischen Vorgängen zu tun (afaik liegt es an der Affinität der Tee-Polyphenole zur Komplexbildung).

Wenn Du mir nicht glaubst, so kann ich das verstehen, aber willst Du ernsthaft *g* der altehrenwürdigen britischen Royal Society of Chemistry widersprechen, die stolze drei Monate mit Forschungsarbeiten über die optimale Teezubereitung verbracht hat *g* ?

Ich habe mal kurz gegooglet, kann aber leider die Studie weder in voller Länge noch in Abstacts finden, aber folgende Links sind ganz aufschlussreich:

Zitat: "Dr Stapley said it was essential to use soft water, warm the pot rigorously before filling and allow your tea to brew for three minutes"

http://www.bbc.co.uk/radio4/today/reports/misc/tea_20030624.shtml
http://www.netcharles.com/orwell/articles/col-milkfirst.htm
http://www.teatalk.com/science/chemistry.htm

Da ich kein Chemiker bin, verstehe ich vom untersten Link leider nur die Hälfte, vielleicht kannst Du Dir das ja mal anschauen und nach einer Erklärung suchen, ob ich mit meinem og. Tip richtig liege ;-)

Gruss in den Oberharz

JB

Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  25.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 25.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JayBee,

Beobachtungen der Art "XY1 schmeckt besser als XY2" werden massenhaft gemacht und stellen sich fast immer als Selbsttäuschung heraus, sobald man das Ganze mal blind verkostet. Wir haben schon mehrfach selbst Blindverkostungen durchgeführt (Kekse mit Butter oder Margarine gebacken, verschiedene Negerkuss-Sorten, Kakaosorten etc.), bei denen wir unser blaues Wunder erlebt haben: Obwohl wir vorher sicher waren, sie schmeckten unterschiedlich, waren wir blind nicht in der Lage, sie anhand ihres Geschmacks zu unterscheiden.

Zu den Mineralstoffen im Tee: Das Ganze hat 2 Seiten: Einerseits können Ca und Mg als Carbonate ausfallen und damit in ihrer Konzentration vermindert werden. Ich bezweifle, dass dies besonders lange dauert, so dass m.E. innerhalb der 3 Minuten durchaus eine erhebliche Abnahme stattfinden kann. Andererseits enthält Tee selbst Mineralstoffe (insbesondere Kalium), die während des Ziehens in Lösung gehen und den Mineralstoffgehalt des Getränks "aufpeppen".

Die Crux ist hier wieder mal, wie man sieht, dass nicht "Mineralstoffe" als solche zu betrachten sind, sondern eben mehrere Vertreter dieser Stoffgattung.

Dazu kommt noch, wie schon 100 mal "gepredigt", dass das Ganze für die Mineralstoffversorgung des Körpers eine eher untergeordnete Rolle spielt und somit keinerlei Anlass zur Sorge besteht.

Grüße Heiner



http://www.wissenschaft-technik-ethik.de
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  25.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 23.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

die Sache mit dem Aromaverlust durch "zu" weiches Wasser interessiert mich - sind das rein empirische Betrachtungen oder hast Du eine Erklärung für dieses Phänomen ?

Dies würde ja heissen, dass die Aromastoffe und/oder andere geschmacksbildende Stoffe in sehr salzarmen Wasser zerfallen oder zu geschmacksärmeren Substanzen reagieren würden.
 
Eigentlich gilt als Regel für die Teezubereitung: Je feiner der Tee, desto wichtiger ist weiches Wasser für die Geschmacksentwicklung (nicht nur für die Optik). Verschiedene Quellen nennen dabei Wasser unter 7°dH optimal - von einer Untergrenze habe ich bis dato noch nie was gehört; was nicht heissen soll, dass ich so etwas für auseschlossen halte ;-)

Gruss

JB
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  23.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 23.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JayBee,

wenn das Wasser aber zu weich wird, hält es die Tee-Aromastoffe weniger gut - jedenfalls meine Erahrungen mit destilliertem Wasser. Aber da helfen schon ein paar Salzkristalle aus dem Salzstreuer.
Tee aus weichem Wasser (kalkarm) sieht nicht nur in der Tasse viel besser aus (wegen fehlender Gamschicht) sondern verschont aus das Geschirr vor schwerlöslichen Rändern.

Beste Grüße
Wilfried

Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  23.04.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer Kluth vom 22.04.2005!  Zum Bezugstext

Hallo,

in der kurzen Kochzeit etwa 3 bis 5% der Mineralien, wenn nicht weniger.

Gruss Lothar
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  22.04.2005

Hallo Frau Eiselt,

durch das Kochen setzen sich vorwiegend Härtebildner (Kalk) im Wasserkocher ab.
Der Mineralstoffinhalt veringert sich also lediglich um die Menge die als Härte ausfällt.

Gruß aus Bonn

Rainer Kluth



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