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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Entfernung von Antimon aus dem Trinkwasser
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  30.06.2005

Liebes Forum,

betr. der Auslegung, speziell Kosten einer UO-Anlage habe ich folgende Messwerte bzw. Daten:

Tagesbedarf an TW: ca. 45 m
Förderleistung der Pumpe: 1,5 l/s, 12,0 m/h

Rohwasserdaten:
Wassertemp: 9C
Leifähigkeit 20C: 593 us/cm
pH-Wert: 7,29
Säurekapazität PH 4.3: 5.63 mmol/l
Karbonathärte: 15,8
Gesamthärte: 18,5
Calcitlösekapazität: -7,5 mg/l
Trübung (FNU): 0,1
Coliforme Keime: 3 MPN/100 ml
Natrium: 8,9 mg/l
Kalium: 1,5 mg/l
Calcium: 93 mg/l
Magnesium: 24 mg/l
Eisen gesamt: <0.01 mg/l
Mangan gesamt: <0.002 mg/l
Ammonium: <0,03 mg/l
Chlorid: 8,0 mg/l
Fluorid: ,011 mg/l
Nitrit: <0,01 mg/l
Nitrat: 2,1 mg/l
Sulfat: 70,8 mg/l
Arsen: 0,016 mg/l (!!!)
Antimon: 0,016 mg/l (!!!)
Selen:0,0048  mg/l
Chrom: <0,001 mg/l
Blei: 0,0002 mg/l
Kupfer: 0,0027 mg/l
Nickel: 0,012 mg/l
Zink: 0,035  mg/l

Die Grenzwerte laut TVO von Antimon und Arsen sind überschritten, das Rohwasser muss also behandelt werden.

Welche Möglichkeiten gibt es zur Aufbereitung, speziell in Hinsicht auf Umkehrosmose? Was kostet so eine Anlage, wie sieht es mit den Betriebskosten aus, Energiekosten, Wartung, Filterwechsel (ca. wie oft, Kosten Filter), wie zuverlässig arbeitet ein solches System? Auf welche Werte können Antimon- und Arsengehalt gesenkt werden?
Bitte keine Werbung für Produkte, nur Infos und Kosten. Sind andere Arten der Aufbereitung möglich? Versuche mit granuliertem Eisenhydroxyd bringen nur sehr kurzfristigen Erfolg...

Wieviel Wasser wird benötigt, um z.B. 1.000 Liter aufbereitetes Wasser "herzustellen", gibt es da Differenzen bzw. "Verluste"?

Vielen Dank für eure Bemühungen!

MfG Carsten



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  01.07.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mike vom 01.07.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Mike,

eine kurze Anmerkung zu Deinem Beitrag.
Das Verhältnis von Permeat zu Retentat beträgt bei industriellen Anlagen 3 zu 1 (Ausbeute 75 - 80%).
Du meintest sicherlich die Untertischgeräte die mit Leitungsdruck arbeiten.

Ansonsten stimme ic Dir zu, das insbesondere die Aufkonzentrierung von Arsen und Antimon ein Problem ist.

Gruß aus Bonn

Rainer Kluth
Gast (Mike)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.07.2005

Hallo,

setzen Sie sich mal mit den Stadtwerken in 67098 Bad Dürkheim in Verbindung.
Dort sind die am stärksten mit Arsen belastetsten Brunnen Europas. Dort hat man sehr viel Erfahrung mit Entarsenierungsanlagen.
Aus meiner Sicht ist die Umkehrosmose hier nicht angezeigt.
Die Energiekosten für die benötigten Hochdruckpumpen sind sehr hoch. Das Permeat / Retentatverhältnis ist sehr stark Druckabhängig.
Bestenfalls haben Sie ein Verhältnis von 1:3. Dann wiederum müssten Sie prüfen, was mit dem Konzentrat passiert, weil dieses ja dann sehr hoch mit Arsen angereichert ist.



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