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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Fäkalstreptokokken
Helmut Heim
helmut.heimhoehr-grenzhausen.de
(Mailadresse bestätigt)

  31.08.2005

Entstehen in stehenden Stichleitungen im Haus über 3 Jahre Fäkalstreptokokken oder ist dies unwahrscheinlich?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  01.09.2005

Hallo Helmut,

Deine Frage ist pauschal nicht mit ja oder nein zu beantworten - aber Deine gewünschte Bewertung ist mit "eher unwahrscheinlich" einzuordnen.

Fäkalstr. sind ein sog. Indikatorparamter für fäkale Verunreinigungen. Was bei Oberflächengewässern durchaus die Regel ist, sollte im Trinkwasser definitv nicht vorhanden sein. Fäkalstr. stammen aus der Darmflora von Mensch und Tier können sich aber in organischer Umgebung auch ausserhalb o.g. Organsimen vermehren. Bei einer Trinkwasserinstallation stellt sich also die Frage: Wie sollten diese Bakterien ins Wasser gelangen ?
Gründe könnten sein: Rohrbruch, Eintreten von Abwasser ins Trinkwassersystem, Risse im Rohrsystem, fehlerhafte Inbetriebnahme oder nicht fachmännische Installation von Rohrsystemen.
Wenn einer der o.g. Faktoren gegeben ist, ist eine Kolonienbildung nicht 100% auszuschliessen und somit auch ein Vorhandensein in Stichleitungen.
Ist keiner der o.g. Faktoren gegeben - was ja der Normalfall sein sollte - , ist das Vorhandensein fäkaler Str. unwahrscheinlich.

Gruss

JB
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  01.09.2005

Hallo Herr Heim,

wenn da ein Befall nachgewiesen wurde, kommen die nicht aus den Stichleitungen oder besser ausgedrückt, können die dort nicht entststanden sein und sich vermehrt haben. Viel eher steht in den Stichleitungen eine stark metallhaltige Brühe, welche sich bis zu einem bestimmten Grad sättigt und eher streptokokkenfeindlich sein sollte.

Es soll zwar Bakterien geben, welche sich von metallischen Verbindung ernähren und das Metall in sich anreichern; doch die Streptokokken gehören da wohl nicht dazu.
Die Gefahr diese Fäkal-Streptokokken im Trinkwasser vorzufinden ist vor allen Dingen in Einzelwasserversorgungen grösser als in Zentralwasserversorgungen.

Man ermittelt nach E-coli als "Indikatorkeim", welche in fäkalen Verunreinigungen besonders häufig sind und kann sich damm die Arbeit sparen, nach den vielen anderen Keimen zu fanden, wenn E-coli abwesend ist.

So lag bei 555 Messungen in Einzelwasserversorgungen aus Südbayern im Jahre 2000 der E-coli Befund bei 24,7 Prozent. Aber 4040 Proben aus zentralen Versorgungen brachten es gerade mal auf 1,6 Prozent. Die Zahlen habe ich bei FLUGS gefunden,und stammen vom GSF.

Wenn solche Verkeimungen gefunden werden, bedeutet das, dass die Zisternen, Brunnstuben oder Reservoire Undichtigkeiten zum Erdreich hin aufweisen und besser abgedichtet werden müssen. Hier möchte ich nicht zuletzt auch auf die Gefahr bei Hochwasser mit Überschwemmung von Teilen der Wasserversorgung hinweisen.
Wäre interessant wenn sie ein wenig mehr von ihrem Problem erzählen würden.

Grüsse aus Griechenland

Lothar



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