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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Trinkwasser mit akzeptabler Qualität herstellen
Gast (Sebastian Jurk)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.09.2005

Hallo,

ich überlege im Moment wie man bei einer längeren Reise per Wohnwagen möglichst kostenlos Trinkwasser erhalten kann ohne es zu kaufen.
Rüdiger Nehberg würde vielleicht aus dem nächsten Fluß trinken, weiß ich nicht aber ein bißchen sauberer sollte es schon sein.
Mal angenommen man baut sich ein kleines (Wohnwagen klein) Gerät, mit welchem man Wasser erhitzen kann (Solarstrom vorhanden, eventuell auch aus Windkraft) und damit destilliertes Wasser erhält. Dann wäre a) das Wasser abgekocht, b) es wäre in den anderen Aggregatzustand übergegangen und es wäre nur noch reines Wasser und c) könnte man das Wasser in einem Kupferkessel auffangen damit es rein bleibt.
Was denkt ihr, ist das erhaltene Wasser noch gefährlich? Oder kann man damit wirklich unabhängig sein?

Grüße!
Sebastian



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 9
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  20.10.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von depping vom 20.10.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Depping,

erst lesen, dann antworten.

Solar = Sonnen... !!!

Also nix Strom ! Sonne machen Wasser heiss - Wasser verdampfen ! Capito ?

Destiliertes Wasser gefährlich wegen des osmotischen Drucks ?

Blanker Unfug - gehört ins Reich der Märchen.

JB
Gast (depping)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.10.2005

Tja, wenn das soo einfach wäre. Erstens mal benötigt man da jede Menge Strom, um das Wasser so zu reinigen (die Verdampfungswärme ist einfach riesig!) und das Wasser würde nicht gut bekommen, weil es demineralisiert ist. Da ist man nach 3 Tagen tot: Der Osmotische Druck lässt im Magen die Zellen platzen...
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  20.10.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Sebastian Jurk vom 30.09.2005!  Zum Bezugstext

Hallo, Sebastian und JB,

melde mich aus dem Urlaub zurück und wie das in den ersten Tagen immer so ist, knapp an Zeit. Daher im Moment nur ganz kurz:
Solare Destillation ist für mobilen Einsatz nicht ratsam. Stationär ist sie - für Bedarf < 10 m/d - in sonnenreichen Regionen wirtschaftlicher als Umkehrosmose. Beides macht nur Sinn, wenn auch Meer- oder Brackwasser aufbereitet werden soll.

Kontaminationen von Süßwasser können besser mit einer Filterkombination abgefangen werden: Vorfilter (rückspülbar), Feinfilter, Aktivkohle.

UVC-Entkeimung im Trinkwasser-Lagertank (mit einem gefluteten Strahler) ist sehr empfehlenswert  und/oder eine UVC-Durchflußentkeimung. Beides ist mit einem Solarpanel von nur ca. 10 Wp zu betreiben.


Beste Grüße
Wilfried

Hallo Sebastian, ich korrigiere das "und/oder", weil das Eine keine Alternative des Anderen sein kann - jedenfalls nicht beim Anspruch höchster Keimfreiheit am Zapfhahn. Natürlich ist ein keimfreier Tank schon die halbe Miete und für das Rohrsystem und Amarturen gibt es Desinfektionsmittel. Auch die Durchflußentkeimung ist, kurz vor der Zapfstelle installiert, eine gute Sache. Die absolut perfekte Lösung würde dann - für mobile Systeme - aber sehr aufwändig.
Gruß
Wilfried

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Gast (Sebastian Jurk)
(Gast - Daten unbestätigt)

  30.09.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 29.09.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JB,

>Wenn das mal so einfach wäre ;-)
>Du kannst Dir ja mal Wilfrieds Seite anschauen:
>http://www.rsd-solar.com/index.php?L=1&id=69
>Die Gerätschaften sind sicher nicht von Slumbewohnern ohne >technische Hilfe und Bereitstellung von Materialien zu bauen. >Ausserdem wären die Kosten exorbitant, wenn Du bedenkst wie >gering die Menge ist, die man pro m Kollektorfläche so erzeugen >kann.

Ja, das stimmt schon. Ich dachte dabei daran, daß ein Slumbewohner, ich nehme mal irgendeinem in einem Mülldorf um sich herum doch viel "Wohlstandsmüll" hat. Wasser zu destillieren braucht ja, nur für die Funktion, einen Behälter in dem man Wasser erhitzen kann. Einen Behälter in diese Richtung gibt es überall. Naja, obwohl das mancherorts auch anders sein könnte.
Dann braucht es eine Hitzequelle. Feuer? Ist genug Brennmateriel da? In einem Mülldorf gibt es sicher brennbaren Müll, fraglich ob in der nötigen Menge. Und wenn nicht braucht es die Sonne. Im Prinzip könnte man mit einer spiegelnden Oberfläche Sonnenstrahlen auf einen Punkt konzentrieren. Ob man da nun den Deckel von einem großen Faß nimmt und das zu einem Hohlspiegel umbaut und die Sonnenstrahlen in einem Punkt möglichst genau zentriert oder sonst etwas Ähnliches sollte eigentlich kein Problem darstellen. Je besser der Handwerker, desto stärker die Hitze. Und sicher kann das ausreichen um etwas zu erhitzen.  Man muß nur noch darauf achten daß der Topf damit klarkommt.
Und dann, wenn das funktionieren sollte könnte man den Rauch in einen Schlauch leiten. Danach braucht es ja im Prinzip nur noch etwas woran Wasser kondensiert. Das kann man sich sicherlich auch bauen (natürlich muß man wegen Rost aufpassen). Und von der Theorie her sollte man damit schon sauberes Wasser herstellen können. Wie viel weiß ich nicht aber vermutlich wäre auch wenig Wasser schon ein Fortschritt der lohnt.
In der Art dachte ich. Ich kann mich natürlich auch irren und da gibt es Probleme. :-)

>Das mit dem Kessel (sofern er 100% dicht ist) ist prinzipiell schon >ok - das mit dem Kupferstück lass mal lieber bleiben, ich sehe >keinen Vorteil, nur den Nachteil, dass Du den Kupfergehalt >Deines Wassers unnötig in die Höhe treibst.
>Wenn Du das Wasser wirklich destillierst, so würde ich prinzipiell >von Kupfer abraten, da Reinwasser aggresiver und korrosiver ist >und Du so nur unnötig Kupfer löst. Warum kein Kunststoff ?

Aha. Wußte ich nicht. Kunststoff ist sicher ok wenn man Leute im australischen Busch im TV sieht, welche mit ihren Jeeps durch das Outback fahren, die bewahren ihr Wasser ja auch in Kunststoffkanistern auf.

>Hmmm, unabhängig bist Du auch mit einer Basisaustattung aus >Filter und UV-Lampe. Du musst ja kein Schmutzwasser >verwenden oder das verunreinigte Flusswasser aus meinem >Beispiel. Halbwegs saubere Wasservorkommen gibt es >(ausserhalb arider Gebiete) ja eigentlich genug.

Ich überleg mir das mal. Ich meine, selbst in Deutschland, wenn man nicht gerade im Bergland unterwegs ist und Quellen zur Verfügung hat, dürfte das frei verfügbare Wasser nicht wirklich so gut sein. Weshalb ich mir vorstellen könnte daß da durchaus öfters erst mal nur "schlechtes" Wasser  verfügbar ist.
Ich könnte ja mal schauen wie teuer so eine UV-Lampe ist, denn schaden kann es sicher nicht wenn man vielleicht sogar doppelt sich absichert.

>Eine UV-Lampe erhitzt das Wasser nicht. Die Wellenlänge der >UV-C Strahlung zerstört die DNA von Keimen.

Aha. Ich werd mir auf jeden Fall mal die Wirkweise anschauen. Und die Kosten in Anschaffung und Strom. Und wie weitreichend welche Leistung einer solchen Lampe ist.

>Schau Dir doch mal folgende Seiten an:
>https://www.generalecology.com/DockSide.htm
>https://www.generalecology.com/RVTrav.htm
>http://www.katadyn.ch/dl/1_Fact_sheet_Siphon_D.pdf
>http://www.katadyn.ch/dl/5_Fact_sheet_Drip_D.pdf
>http://shop.wasser.de/index.pl?tin=-830803799982281-431697222261818-1127873620-66.249.64.27-&kategorie=1-2

>Da hast Du eine Auswahl aus geeigneten Filtern in >unterschiedlichen Preiskategorien. Wenn Du eine Bevorratung >verzichtest brauchst Du damit auch keine UV-Lampe.
>Ich halte das für die günstigste und einfachste Lösung.

Hm. Ja, vielleicht. Den Vorteil den ich bei einer Destillation im Moment noch sehe ist, daß theoretisch gar keine Kosten mehr auftreten, wenn der Strom praktisch kostenlos erzeugt wird.
Und, daß vermutlich auch wirklich nur das reine Wasser noch da ist und nichts den Weg durch die Filter geschafft hat weil nur das reine Wasser den Weg antritt.
Mal sehen was Wilfried sagt. :-)

>Wenn Du nicht "nur" in den Süden willst, wirst Du die solare >Destilation eh knicken können (die btw. in der Anschaffung oder >Herstellung sicher wesentlich teurer ist), und fossile Brennstoffe für >die Destilation zu verwenden halte ich für zu umständlich und zu >teuer (und irgendwie oversized ;-)).

Ja, fossile Brennstoff wären sicher zu viel.
Solare Destillation, damit meinst du sicher, daß das Wasser per Spiegel und der Sonne aufgeheizt wird. Allerdings dürften gute Photovoltaikanlagen trotz Allem Strom liefern mit welchem man Wasser erhitzen könnte. Es wird ja auch in einer Batterie gespeichert.

>> Mit UMTS könnte ich sogar mobil Internet haben.
>> Sogar mit Flatrate

>Na Du bist mir ja ein Aussteiger *lol*

*lach*
Naja, mir gehts nicht darum der Zivilisation den Rücken zu kehren. Das ist eher etwas bedauerlich dabei. Mir gehts darum da sein zu können wo ich glaube daß ich etwas lernen kann. Im Moment ist man (ich) doch sehr gebunden. Man hat eine Wohnung gemietet, die ist fest. Man steckt in Verträgen. Man ist gebunden an Arbeitsort usw usf.
Das ist mir alles zu starr. Obwohl es natürlich auch Vorzüge hat wie Bequemlichkeit usw.
Mir gehts auch nicht nur darum daß mir das zu starr ist sondern daß ich lieber effizienter sein will und schneller das lernen will was mich interessiert. Und da ist es besser dahin zu gehen wo man etwas finden könnte was einen dabei weiterbringt anstatt zu warten bis es zu einem selbst kommt.
So ähnlich jedenfalls.

>Erstens das und zweitens kann der Körper nur immun (oder >abwehrstark) sein gegen Dinge, die er kennt. Fpr die Indianer >waren im 16 Jhd. unsere Kinderkrankheiten Pandemien.

Stimmt.

>Ich habe Wilfried diesen Thread ins Postfach gesteckt, der kann >Die da sicher weiterhelfen.

Danke!
Sebastian
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  29.09.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Sebastian Jurk vom 28.09.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Sebastian,

> Ich finde es auch irgendwie faszinierend daß man
> theoretisch aus schlechtem Wasser einfach so gutes
> Wasser erzeugen kann. Einfach weil man sich dann
> fragt warum es dann noch so viele Leute gibt die
> aufgrund schlechten Wassers leiden. Rein theoretisch
> bräuchte man doch nur einen Bauplan entwerfen den
> man mit einfachen Mitteln nachbauen kann. Die
> Energieversorung könnte man der Sonne überlassen
> oder Alternativen finden. Und wenn man es schafft
> könnte man die Pläne herumreichen und diejenigen die
> sauberes Wasser wollen, in irgendwelchen Slums zB,
> können es sich selbst bauen. Das sollte theoretisch
> möglich sein denke ich.

Wenn das mal so einfach wäre ;-)
Du kannst Dir ja mal Wilfrieds Seite anschauen:
http://www.rsd-solar.com/index.php?L=1&id=69
Die Gerätschaften sind sicher nicht von Slumbewohnern ohne technische Hilfe und Bereitstellung von Materialien zu bauen. Ausserdem wären die Kosten exorbitant, wenn Du bedenkst wie gering die Menge ist, die man pro m Kollektorfläche so erzeugen kann.

> Deswegen dachte ich auch an einen Kupferkessel zur
> Aufbewahrung. Oder zumindest ein Kupferstück im
> Wasser.

Das mit dem Kessel (sofern er 100% dicht ist) ist prinzipiell schon ok - das mit dem Kupferstück lass mal lieber bleiben, ich sehe keinen Vorteil, nur den Nachteil, dass Du den Kupfergehalt Deines Wassers unnötig in die Höhe treibst.
Wenn Du das Wasser wirklich destillierst, so würde ich prinzipiell von Kupfer abraten, da Reinwasser aggresiver und korrosiver ist und Du so nur unnötig Kupfer löst. Warum kein Kunststoff ?

> Naja. Sollte schon überall möglich sein. Theoretisch
> kann man ja in "der Zivilisation" Trinkwasser
> bekommen aber möglichst unabhängig sein fänd ich
> schon besser.

Hmmm, unabhängig bist Du auch mit einer Basisaustattung aus Filter und UV-Lampe. Du musst ja kein Schmutzwasser verwenden oder das verunreinigte Flusswasser aus meinem Beispiel. Halbwegs saubere Wasservorkommen gibt es (ausserhalb arider Gebiete) ja eigentlich genug.

>> Wieviel Strom so eine Lampe genau verbraucht - also
>> ob ein Solarpanel ausreicht - kann ich Dir auch
>> nicht sagen, auf jeden Fall muss sich nicht dauernd
>> laufen sondern nur in einem gewissen Abstand ein
>> paar Stunden.
> Ja. Ich frage mich auch ob es vielleicht zu
> beschleunigen ist wenn man nur sehr wenig Wasser
> erhitzt und immer neues dazugibt anstatt lange Zeit
> viel Wasser auf hoher Temperatur zu halten.
> Vielleicht weiß Wilfried da mehr.

Eine UV-Lampe erhitzt das Wasser nicht. Die Wellenlänge der UV-C Strahlung zerstört die DNA von Keimen.

> Ja, stimmt. Vielleicht hab ich nur die falschen
> Modelle gesehen.

Schau Dir doch mal folgende Seiten an:
https://www.generalecology.com/DockSide.htm
https://www.generalecology.com/RVTrav.htm
http://www.katadyn.ch/dl/1_Fact_sheet_Siphon_D.pdf
http://www.katadyn.ch/dl/5_Fact_sheet_Drip_D.pdf
http://shop.wasser.de/index.pl?tin=-830803799982281-431697222261818-1127873620-66.249.64.27-&kategorie=1-2

Da hast Du eine Auswahl aus geeigneten Filtern in unterschiedlichen Preiskategorien. Wenn Du eine Bevorratung verzichtest brauchst Du damit auch keine UV-Lampe.
Ich halte das für die günstigste und einfachste Lösung.
Wenn Du nicht "nur" in den Süden willst, wirst Du die solare Destilation eh knicken können (die btw. in der Anschaffung oder Herstellung sicher wesentlich teurer ist), und fossile Brennstoffe für die Destilation zu verwenden halte ich für zu umständlich und zu teuer (und irgendwie oversized ;-)).

> Mit UMTS könnte ich sogar mobil Internet haben.
> Sogar mit Flatrate

Na Du bist mir ja ein Aussteiger *lol*

> Das mit den Abwehrkräften stimmt. Und es gibt ja
> auch genug Leute die glauben daß die Welle der
> Sensibilitäten und Unverträglichkeiten hier eben auf
> unsere sterile Lebenswelt zurückzuführen ist und das
> Immunsystem einfach nicht so stark wird.

Erstens das und zweitens kann der Körper nur immun (oder abwehrstark) sein gegen Dinge, die er kennt. Fpr die Indianer waren im 16 Jhd. unsere Kinderkrankheiten Pandemien.

> Bei der Destillation sollte ja theoretisch wirklich
> nur das Wasser verdunsten, weshalb ich mir da schon
> sicherer wäre.

Ich habe Wilfried diesen Thread ins Postfach gesteckt, der kann Die da sicher weiterhelfen.

Gruss

JB


Gast (Sebastian Jurk)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.09.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 28.09.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JB,

ja, das ist mir schon ernst. Ich finde es auch irgendwie faszinierend daß man theoretisch aus schlechtem Wasser einfach so gutes Wasser erzeugen kann. Einfach weil man sich dann fragt warum es dann noch so viele Leute gibt die aufgrund schlechten Wassers leiden. Rein theoretisch bräuchte man doch nur einen Bauplan entwerfen den man mit einfachen Mitteln nachbauen kann. Die Energieversorung könnte man der Sonne überlassen oder Alternativen finden. Und wenn man es schafft könnte man die Pläne herumreichen und diejenigen die sauberes Wasser wollen, in irgendwelchen Slums zB, können es sich selbst bauen. Das sollte theoretisch möglich sein denke ich.

>wenn es Dir mit der Destiallation ernst ist, so kann ich Dir empfehlen noch eine Woche zu warten, dann ist Wilfried, unser Foren-Destilationsspezialist, aus dem Urlaub zurück, der kann Dir sicher nützliche Tips zur Realisation geben - va. was solare Destilation angeht, aber das klappt meines Wissens nur in Gegenden mit ausreichender Sonnenkraft, aber wie gesagt, da kennt Wilfried sich besser aus.

Naja. Ich hab auch schon an Sonnenkraft gedacht. Nur braucht man da vermutlich einen großen Durchmesser für das Gerät. Oder es gibt einen Spiegel oder Ähnliches das man einfach zusammenfalten kann.

Vielleicht antwortet er ja noch.

>> Wäre dann halt nur heiß oder ist das dann schon kalt?

>Das kommt darauf an, wie lang Du wartest *g*
>Nein nein, natürlich kannst Du es abkühlen lassen, die von mir beschriebene Verkeimung braucht wesentlich länger ... dies kann 1 Woche sein, aber auch länger, dass kann man pauschal nicht sagen.

Also das ist  schon passabel. Man braucht ja schon ein paar Liter Trinkwasser am Tag denke ich. Und für eine Woche Trinkwasser bevorraten würde vermutlich auch einigen Platz brauchen.

>Wenn man sauber arbeitet und gewisse Regeln einhält liesse es sich auch minimieren, aber ich denke da sollte man lieber Vorsicht walten lassen, va wenn man weit weg von der Zivilisation ist, da kann eine bakterielle Infektion schnell gefährlich werden.

Ja. Eine entsprechende Apotheke sollte man vermutlich schon dabeihaben immer. Ein entsprechender Lehrgang in den schlimmsten Sachen ist bestimmt auch praktisch.

>> Wie ist das mit der Verkeimung? Also ich würde mal
>> sagen ein, zwei Tage sollte Wasser schon aufbewahrt
>> werden können. Wie macht man das am Besten?

>Zwei Tage sind kein Problem. Grundsätzlich ist nicht das Material wichtig, sondern die Hygiene. Kunststoff und Glas wären auch kein Problem ... ich denke am besten wäre Quartzglas, da dies UV-Strahlen durchlässt, die Keime abtöten. Da dies aber sicher viel zu teuer wäre, kannst Du eigentlich jedes Material nehmen, das 100% dicht ist. Wenn nichts von draussen reinkommt, was vorher nicht drinnen war, kann bei diesem Zeitraum nicht viel passieren.

Luftdicht wäre dann wohl richtig. Die Wasserflaschen der Beduinen sind es ja auch und so kann auch nichts reinfliegen.

>> Die Befehlshaber tranken aus Silberbechern

>Silberionen haben eine keimtötende Wirkung, obgleich dies sicher bei normalen trinkgefässen kaum eine Rolle spielt, da sich (zum Glück) viel zu wenig Feststoffe lösen.

Oh. Dann hab ich das wohl irgendwie falsch verstanden. Obwohl ich von Kupfer, glaube ich, gehört habe daß es auch keimtötend ist. Deswegen dachte ich auch an einen Kupferkessel zur Aufbewahrung. Oder zumindest ein Kupferstück im Wasser.

>> Luftdicht? Oder muß es atmen?

>Luftdicht ! Sonst können Keime und Verunreinigungen reinkommen.

OK

> -> UV-Tauchlampen:
> Diese Lösung kostet schon mal einiges und vermutlich
> auch Strom dauerhaft. Destillieren müßte man wohl
> trotzdem.

Nein eigentlich nicht, UV-Strahlen zerstören die DNA von Keimen, neutralisiern diese also. Blieben nur noch Feststoffe. Bei Bergbächen ist dies problemlos, aus der unteren Wolga würde ich nicht trinken ;-)

Naja. Sollte schon überall möglich sein. Theoretisch kann man ja in "der Zivilisation" Trinkwasser bekommen aber möglichst unabhängig sein fänd ich schon besser. Ich hab jetzt nicht vor gleich in den Busch zu fahren aber auf lange Sicht sind da sicher auch Leute die ich mal sehen will. Und das Trinkwasser im Ausland ist ja auch nicht unbedingt vom deutschen Standard.

>Wieviel Strom so eine Lampe genau verbraucht - also ob ein Solarpanel ausreicht - kann ich Dir auch nicht sagen, auf jeden Fall muss sich nicht dauernd laufen sondern nur in einem gewissen Abstand ein paar Stunden.

Ja. Ich frage mich auch ob es vielleicht zu beschleunigen ist wenn man nur sehr wenig Wasser erhitzt und immer neues dazugibt anstatt lange Zeit viel Wasser auf hoher Temperatur zu halten. Vielleicht weiß Wilfried da mehr.

> -> Standfilter
> Ja, die Filter sind glaube ich teuer. Ich hatte mich
> mal darüber informiert. Da meinte ich, das würde sich
> nicht wirklich lohnen wenn man die Filterkosten ins
> Verhältnis zu dem gefilterten Wasser setzt.

>Nun ja, das ist relativ. Ich schätze mal so mit einem Filter für ca. 50 Euro kann man 5000 Liter filtern.
>Macht 1 Cent pro Liter. Bei 3 Liter pro Person pro Tag ist das doch überschaubar.

Ja, stimmt. Vielleicht hab ich nur die falschen Modelle gesehen.

>  Also du meinst die Destillierung ist schon mal
> praktikabel. Welches Gerät, auch Selbstbau, wäre da
> am Besten und Günstigsten. Kann auch ganz einfach
> selbstgebaut sein. Zumindest braucht es wohl eine
> Wärmequelle zum Heizen also Verbrauch an Strom oder
> Brennmittel.

Es ist praktikabel, für Details warte lieber auf Wilfried.
Als Wärmequelle kannst Du wie gesagt auch die Sonne nehmen, die ist umsonst. Wo soll es denn hingehen ? Im Süden ist dies durchaus praktikabel.

Erstmal nicht in den Süden. Im Moment teste ich auch nur erst einmal theoretisch die Machbarkeit aus. Also wie ist das mit den Wohnwagen usw. Ich hab in einem Wagendorf-Forum schon viele Fragen gestellt. Denn immerhin könnte es ja passieren daß man irgendwann sagt, ne, das hab ich mir anders vorgestellt. Oder daß da doch Kosten sind die man nicht bedacht hat usw.
Mir geht es dabei darum nicht so an einen Ort gebunden zu sein. Mit dem niedrigeren Lebensstandard könnte ich wohl klarkommen. Das ist mir nicht so wichtig. (Sag ich jetzt... :-)) Mit UMTS könnte ich sogar mobil Internet haben. Sogar mit Flatrate. Und damit zB arbeiten. Theoretisch ist das schon möglich. Und wenn man wirklich arbeiten könnte wo man gerade will, was mit dem Internet ja immer mehr möglich ist, könnte man auch in Deutschland herumfahren. Leute ansehen die man interessant findet mit ihrer Weltsicht usw. Und sicherlich würd ich auch irgendwann mal nach Brasilien oder Indien oder so fahren. Im Moment hätte ich aber Sorge um die Sicherheit. *lach* Theoretisch könnte ich ja vorher Rüdiger Nehberg besuchen und ihn fragen. *lach*
Du siehst, es sind erstmal nur Gedanken. Hat halt ein paar reizvolle Punkte.
Naja, aber wenn es funktionieren sollte wäre schon nett. :-)

>> Mir fällt ein daß es doch auch Gegenden gibt in denen
>> es wichtig ist Trinkwasser lange zu lagern. Einfach
>> weil es sonst keines gibt. Wüstenregionen usw. Ob die
>> das Wasser einfach nur so benutzen oder behandeln?

>Problematischer Punkt. Erstens ist nicht alles sinnvoll, was in bestimmten Regionen gemacht wird; in Algerien kräht halt nur kein Hahn danach, wenn ein 30jähriger an einer Infektion stirbt und niemand weiss, wo er sich diese eingefangen hat. Zweitens haben die Einwohner solcher Regionen meisst auch ganz andere Abwehrkräfte und bestimmte Bakterien und Keime, die für Mitteleuropäer gefährlich sind, sind z.B. für Nordafrikaner ungefährlich. Vieleicht sagt Dir ja Montezumas Rache etwas ;-)

Ja. Das mit den Abwehrkräften stimmt. Und es gibt ja auch genug Leute die glauben daß die Welle der Sensibilitäten und Unverträglichkeiten hier eben auf unsere sterile Lebenswelt zurückzuführen ist und das Immunsystem einfach nicht so stark wird.

>>  Es braucht ja (vermutlich) nicht so viel
>> Trinkwasser. Wasser für die Körperpflege usw braucht
>> ja nicht diese hohe Qualität haben. Andernfalls
>> dürfte man ja nicht an den Baggersee fahren zum
>> Baden.

>Absolut richtig. Nur das Wasser zu Ernährungszwecken muss den >höchsten Ansprüchen genügen - dies meine ausdrücklich nur für >Deinen Zweck und nicht für Hausinstallationen ;-)

:-)

>Google doch mal nach dem SODIS-Verfahren, ich denke das
>könnte was für Dich sein - sofern es gen Süden geht.

Hm. Da wär ich unsicher was ich da trinke. Es scheint ja auch auf die Hitze anzukommen. Schwarzer Hintergrund usw. Da wäre ich mir nie sicher was ich da trinke.
Bei der Destillation sollte ja theoretisch wirklich nur das Wasser verdunsten, weshalb ich mir da schon sicherer wäre.

Grüße!
Sebastian
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  28.09.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Sebastian Jurk vom 28.09.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Sebastian,

wenn es Dir mit der Destiallation ernst ist, so kann ich Dir empfehlen noch eine Woche zu warten, dann ist Wilfried, unser Foren-Destilationsspezialist, aus dem Urlaub zurück, der kann Dir sicher nützliche Tips zur Realisation geben - va. was solare Destilation angeht, aber das klappt meines Wissens nur in Gegenden mit ausreichender Sonnenkraft, aber wie gesagt, da kennt Wilfried sich besser aus.

> Wäre dann halt nur heiß oder ist das dann schon kalt?

Das kommt darauf an, wie lang Du wartest *g*
Nein nein, natürlich kannst Du es abkühlen lassen, die von mir beschriebene Verkeimung braucht wesentlich länger ... dies kann 1 Woche sein, aber auch länger, dass kann man pauschal nicht sagen. Wenn man sauber arbeitet und gewisse Regeln einhält liesse es sich auch minimieren, aber ich denke da sollte man lieber Vorsicht walten lassen, va wenn man weit weg von der Zivilisation ist, da kann eine bakterielle Infektion schnell gefährlich werden.

> Wie ist das mit der Verkeimung? Also ich würde mal
> sagen ein, zwei Tage sollte Wasser schon aufbewahrt
> werden können. Wie macht man das am Besten?

Zwei Tage sind kein Problem. Grundsätzlich ist nicht das Material wichtig, sondern die Hygiene. Kunststoff und Glas wären auch kein Problem ... ich denke am besten wäre Quartzglas, da dies UV-Strahlen durchlässt, die Keime abtöten. Da dies aber sicher viel zu teuer wäre, kannst Du eigentlich jedes Material nehmen, das 100% dicht ist. Wenn nichts von draussen reinkommt, was vorher nicht drinnen war, kann bei diesem Zeitraum nicht viel passieren.

> Die Befehlshaber tranken aus Silberbechern

Silberionen haben eine keimtötende Wirkung, obgleich dies sicher bei normalen trinkgefässen kaum eine Rolle spielt, da sich (zum Glück) viel zu wenig Feststoffe lösen.

> Luftdicht? Oder muß es atmen?

Luftdicht ! Sonst können Keime und Verunreinigungen reinkommen.

> -> UV-Tauchlampen:
> Diese Lösung kostet schon mal einiges und vermutlich
> auch Strom dauerhaft. Destillieren müßte man wohl
> trotzdem.

Nein eigentlich nicht, UV-Strahlen zerstören die DNA von Keimen, neutralisiern diese also. Blieben nur noch Feststoffe. Bei Bergbächen ist dies problemlos, aus der unteren Wolga würde ich nicht trinken ;-)
Wieviel Strom so eine Lampe genau verbraucht - also ob ein Solarpanel ausreicht - kann ich Dir auch nicht sagen, auf jeden Fall muss sich nicht dauernd laufen sondern nur in einem gewissen Abstand ein paar Stunden.

> -> Standfilter
> Ja, die Filter sind glaube ich teuer. Ich hatte mich
> mal darüber informiert. Da meinte ich, das würde sich
> nicht wirklich lohnen wenn man die Filterkosten ins
> Verhältnis zu dem gefilterten Wasser setzt.

Nun ja, das ist relativ. Ich schätze mal so mit einem Filter für ca. 50 Euro kann man 5000 Liter filtern.
Macht 1 Cent pro Liter. Bei 3 Liter pro Person pro Tag ist das doch überschaubar.

>  Also du meinst die Destillierung ist schon mal
> praktikabel. Welches Gerät, auch Selbstbau, wäre da
> am Besten und Günstigsten. Kann auch ganz einfach
> selbstgebaut sein. Zumindest braucht es wohl eine
> Wärmequelle zum Heizen also Verbrauch an Strom oder
> Brennmittel.

Es ist praktikabel, für Details warte lieber auf Wilfried.
Als Wärmequelle kannst Du wie gesagt auch die Sonne nehmen, die ist umsonst. Wo soll es denn hingehen ? Im Süden ist dies durchaus praktikabel.

> Mir fällt ein daß es doch auch Gegenden gibt in denen
> es wichtig ist Trinkwasser lange zu lagern. Einfach
> weil es sonst keines gibt. Wüstenregionen usw. Ob die
> das Wasser einfach nur so benutzen oder behandeln?

Problematischer Punkt. Erstens ist nicht alles sinnvoll, was in bestimmten Regionen gemacht wird; in Algerien kräht halt nur kein Hahn danach, wenn ein 30jähriger an einer Infektion stirbt und niemand weiss, wo er sich diese eingefangen hat. Zweitens haben die Einwohner solcher Regionen meisst auch ganz andere Abwehrkräfte und bestimmte Bakterien und Keime, die für Mitteleuropäer gefährlich sind, sind z.B. für Nordafrikaner ungefährlich. Vieleicht sagt Dir ja Montezumas Rache etwas ;-)

>  Es braucht ja (vermutlich) nicht so viel
> Trinkwasser. Wasser für die Körperpflege usw braucht
> ja nicht diese hohe Qualität haben. Andernfalls
> dürfte man ja nicht an den Baggersee fahren zum
> Baden.

Absolut richtig. Nur das Wasser zu Ernährungszwecken muss den höchsten Ansprüchen genügen - dies meine ausdrücklich nur für Deinen Zweck und nicht für Hausinstallationen ;-)

Google doch mal nach dem SODIS-Verfahren, ich denke das könnte was für Dich sein - sofern es gen Süden geht.

Gruss

JB


Gast (Sebastian Jurk)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.09.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 28.09.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JB,

danke für die Antwort. Es geht mir dabei hauptsächlich um Unabhängigkeit. Wie unabhängig kann man theoretisch leben. Usw.
Also sauber würde ich da schon arbeiten. Am Besten sofort verwenden. OK. Für das Trinkwasser braucht man ja nicht so sehr viel Wasser. Wäre dann halt nur heiß oder ist das dann schon kalt?

Wie ist das mit der Verkeimung? Also ich würde mal sagen ein, zwei Tage sollte Wasser schon aufbewahrt werden können. Wie macht man das am Besten? Ich habe gehört Kupfer selbst kann schon einigen Schutz anbieten. Beispiel mit der Armee der Römer deren Befehlshaber starben weil alle Wasser aus einem giftigen Ort nahmen. Die Befehlshaber tranken aus Silberbechern, die Soldaten aus Kupferbechern. Kann aber auch sein daß es nur eine Geschichte ist.
Wie könnte man es lagern? Natürlich kostenlos also ohne laufende Kosten. Luftdicht? Oder muß es atmen?
Ich nehme nur an, daß man in der Praxis nicht Lust hat jeden Tag sich hinzusetzen und ein paar Liter Wasser für den Tag destillieren will. Könnte ich mir zumindest vorstellen.

> Du musst den Stein der Weisen übrigens nicht neu erfinden, Systeme für Deine Anforderungen gibt es zu genüge - ich stelle mal sie mal kurz vor:

Das ist gut. Gibt es einfache und kleine Bausätze für eine Destilliermaschine? Wie gesagt soll es klein sein und billig. Oder müßte ich mir da erst etwas ausdenken?

-> UV-Tauchlampen:
+ Töten Bakterien und Keime zuverlässig ab
+ Einsatz im Wasserbehälter möglich
+ Gibt es für ca. 250 auch in 12V-Versionen
+ Chemiefreier Einsatz
- Trübes Wasser muss vorfiltriert werden
- Die chem. Zusammensetzung des Wassers ändert sich nicht/kein Schutz vor Schadstoffen

Diese Lösung kostet schon mal einiges und vermutlich auch Strom dauerhaft. Destillieren müßte man wohl trotzdem.

-> Standfilter
+ Entfernen Trübung und Bakterien/Keime/Viren
+ Einfache Montage am Wasserhahn
+ kein Stromverbrauch
+ Relativ Preiswert - ca. 150
- Filter ist Verbrauchsmaterial/Folgekosten
- unkomfortabel

Ja, die Filter sind glaube ich teuer. Ich hatte mich mal darüber informiert. Da meinte ich, das würde sich nicht wirklich lohnen wenn man die Filterkosten ins Verhältnis zu dem gefilterten Wasser setzt.

-> Unkehrosmose
+ Mit Abstand beste Filtrationsleistung
- Teuer (ab 1000 )
- hoher Stromverbrauch
- Filter ist Verbrauchsmaterial/Folgekosten
- Gefahr der Filterverkeimung
- Wasserverluste

Ja, teuer. :-)

-> chemische Mittelchen (z.B. auf Silberionenbasis)
+ Sehr preiswert und flexibel
- Bei längerer Anwendung oder falscher Dosierung bestehen signifikante Gesundheitsgefahren !
- Die chem. Zusammensetzung des Wassers ändert sich nicht/kein Schutz vor Schadstoffen

Keine Chemie wenn möglich.

-> solare UV-Entkeimung (SODIS-Verfahren)
+ Extrem preiswert und flexibel
- geringe Mengenausbeute
- Benötigt stärkere UV-Strahlen (klappt also nicht im skandinavischen Winter ;-))
- Die chem. Zusammensetzung des Wassers ändert sich nicht/kein Schutz vor Schadstoffen

Solltest Du weitere Fragen haben - nur zu !

Hab ich. :-)

Also du meinst die Destillierung ist schon mal praktikabel. Welches Gerät, auch Selbstbau, wäre da am Besten und Günstigsten. Kann auch ganz einfach selbstgebaut sein. Zumindest braucht es wohl eine Wärmequelle zum Heizen also Verbrauch an Strom oder Brennmittel.

Dann die Lagerung. Ich würde mal sagen, ein paar Tage Lagerung sollte reichen. Wie lagert man Wasser am Besten?
Übrigens. Mir fällt ein daß es doch auch Gegenden gibt in denen es wichtig ist Trinkwasser lange zu lagern. Einfach weil es sonst keines gibt. Wüstenregionen usw. Ob die das Wasser einfach nur so benutzen oder behandeln?

Es braucht ja (vermutlich) nicht so viel Trinkwasser. Wasser für die Körperpflege usw braucht ja nicht diese hohe Qualität haben. Andernfalls dürfte man ja nicht an den Baggersee fahren zum Baden.

Grüße!
Sebastian
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  28.09.2005

Hallo Sebastian,

sicher würde Dein System funktionieren - vorausgesetzt Du schlampst nicht bei der Verarbeitung ;-)

Nur sollte Dir klar sein, dass das so erzeugte Destilat am besten sofort verwendet werden sollte - ansonsten besteht die Gefahr der Verkeimung.

Du musst den Stein der Weisen übrigens nicht neu erfinden, Systeme für Deine Anforderungen gibt es zu genüge - ich stelle mal sie mal kurz vor:

-> UV-Tauchlampen:
+ Töten Bakterien und Keime zuverlässig ab
+ Einsatz im Wasserbehälter möglich
+ Gibt es für ca. 250 auch in 12V-Versionen
+ Chemiefreier Einsatz
- Trübes Wasser muss vorfiltriert werden
- Die chem. Zusammensetzung des Wassers ändert sich nicht/kein Schutz vor Schadstoffen

-> Standfilter
+ Entfernen Trübung und Bakterien/Keime/Viren
+ Einfache Montage am Wasserhahn
+ kein Stromverbrauch
+ Relativ Preiswert - ca. 150
- Filter ist Verbrauchsmaterial/Folgekosten
- unkomfortabel

-> Unkehrosmose
+ Mit Abstand beste Filtrationsleistung
- Teuer (ab 1000 )
- hoher Stromverbrauch
- Filter ist Verbrauchsmaterial/Folgekosten
- Gefahr der Filterverkeimung
- Wasserverluste

-> chemische Mittelchen (z.B. auf Silberionenbasis)
+ Sehr preiswert und flexibel
- Bei längerer Anwendung oder falscher Dosierung bestehen signifikante Gesundheitsgefahren !
- Die chem. Zusammensetzung des Wassers ändert sich nicht/kein Schutz vor Schadstoffen

-> solare UV-Entkeimung (SODIS-Verfahren)
+ Extrem preiswert und flexibel
- geringe Mengenausbeute
- Benötigt stärkere UV-Strahlen (klappt also nicht im skandinavischen Winter ;-))
- Die chem. Zusammensetzung des Wassers ändert sich nicht/kein Schutz vor Schadstoffen

Solltest Du weitere Fragen haben - nur zu !

Gruss

JB




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