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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Wasser riecht sehr stark
Martin
(Mailadresse bestätigt)

  20.12.2005

Hallo euch allen erstmal,

im Sommer diesen Jahres bin ich umgezogen und hatte bis zum Einbruch des Winters auch keinerlei Probleme mit meinem Wasser.
Seit Mitte Oktober allerdings riecht mein Wasser sehr Stark. Leider kann ich den Geruch nicht definieren, allerdings ist er für mich so stark, dass ich heute morgen bereits beim Duschen starken Brechreiz hatte.
Ich habe vor einiger Zeit meinen Wasserversorger deswegen angerufen und die sagten mir, das käme vom Chloren des Wassers und wäre ganz normal.
Weil man dort freundlich ist, hat man mir einen Techniker vorbeigeschickt. Der hat dann seine Nase an den Wassserhahn gehalten und meinte "riecht alles normal, so riecht das Wasser hier immer...", "wahrscheinlich haben sie nur eine empfindliche Nase".
Er hat dann trotzdem mal alle Hydranten in der Strasse gespült(?) und siehe da, für einen Tag war auch der Geruch besser.
Das schlimme ist, jetzt ist er wieder da und wenn das Wasser erhitzt wird (Durchlauferhitzer) nimmt dieser, ich will mal sagen, Gasgeruch noch mehr zu.
Ich habe schon in vielen Städten in ganz Deutschland gewohnt, aber noch nie habe ich solch einen Geruch im Wasser gehabt.
Ich traue mich, die Plörre ('schulligung für den Ausdruck) schon gar nimmer zu trinken.
Hat, oder hatte vielleicht schon jemand ein ähnliches Problem? Oder weiss vielleicht jemand, was es damit auf sich hat?

Liebe Grüsse

Martin



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 10
Gast (robert danko)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.02.2006

hallo zusammen,

wenn dieser geruch nicht chlorig ist könnte es auch sein, das durch eine Überdosierung von kaliumpermanganat ein in etwa fauliger geruch entsteht der bei wärmeren wasser stärker durchschlägt als bei kühlem. sollte das wasser leicht rosa gefärbt sein ist das auch ein hinweis auf eine kaliumpermanganatüberdosierung (kmno4). kaliumpermanganat wird zur entfernung von mangan verwendet.
vielleicht hilfts..

lg

robert
Gast (D. H.)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.02.2006

Hallo Martin,

ich kenne Dein Problem sehr gut. Ich habe mit dem gleichen Problem zu kämpfen.

Ich will Dir Deine Hoffnung nicht nehmen, aber wir kämpfen mittlerweile seit gut 2 1/2 (!) Jahren mit dem Hauseigentümer, dem hiesigen Gesundheitsamt und dem Wasserversorger.

Der Geruch ist an manchen Tagen derart stark, das er die Augen reizt und Kratzen im Hals verursacht.
An Trinken des Wassers ist natürlich gar nicht zu denken.
Mit einem 4-jährigen Kind im Haus macht das Ganze dann noch mehr Spaß.

Jetzt gibt es ein Problem: Untersuchungen des Wassers kosten Geld. Geld will aber niemand ausgeben.

Folglich lässt man uns mit unserem Problem allein.
Schließlich ist ja nicht die ganze "Weltbevölkerung" sondern nur eine einzelne, dumme Verbraucherfamilie betroffen. Auf Einzelschicksale kann man offenbar keine Rücksicht nehmen.

Von den zuvor genannten Institutionen ist in der gesamten Zeit das Wasser ausschließlich auf Chlordioxid untersucht worden. Weiteren Analysen wurden nicht durchgeführt.

Bitte sei so nett und berichte mal, was es bei Dir Neues von der Wasserfront gibt. :-)

Gruß, Dirk


Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Gast (Carina)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.12.2005

Hallo,

sicher sind Spülungen nicht ganz ungewöhnlich doch werden sie auch nur gemacht wenn sie es für notwendig halten um Dinge zu vermeiden etc. und anscheinend spülen sie dann in dem Teilbereich ja nicht genug.

Mit der Trinkwasseranalyse gebe ich dir recht das das Werte vom Wasserwerksausgang sind die natürlich in Ordnung sein müssen und kaum bis keinen Aufschluß über die entsprechende Straße oder das entsprechende Haus geben.

Allerdings kann man sehr wohl schauen woher das kommt also ob aus der Hausinstallation oder aus dem Netz. Dazu ist die Vorlaufzeit bei der Probenahme entscheident. Bei solchen Problemen ist es vielleicht sinnvoll eine Probe nach Stagnation nehmen zu lassen, eine weitere nach etwa 1 Liter Ablöauf und ein dritte dann wenn das Wasser eiskalt ist. SO hat man mit der ersten die Amatur´, mit der zweiten die Leitung und mit der dritten eine Netzprobe und kann so vergleichen. Nur sollte man in dem Fall darauf beharren das der Wasserversorger das von sich aus macht da das ansonsten teuer werden kann.

Bei uns ist es so das wir sowieso eng mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Kontakt stehen und die dann auch von uns über entsprechende Dinge informiert werden. Als Erklärung ich arbeite in einem Wasserlabor in dem Trinkwasser geprüft wird und das für die Versorgungsunternehmen. Daher kommen solche Fälle schon mal öfter vor und es gibt da verschiedene Ursachen die mal Schuld des Versorgers aber manchmal auch Schuld des Entkunden sind. Das kann man im einzelnen natürlich nur entscheiden wenn man vor Ort ist und die entsprechende Probe hat. Aber ich denke mal das es in diesem Fall wohl eher am Versorger liegen kann.

Wie sieht es eigentlich aus wohnst du am Ende einer Straße oder etwas abseits , so dass die Leitung wirklich wenig Abnahme an Wasser hat ?

Liebe Grüße Carina
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  20.12.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carina vom 20.12.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Carina und Martin,

die Jahresdurchschnittsanalyse wird allerdings nicht sehr aufschlussreich sein, da sie an einem fest definierten Meßpunkt genommen wurde und sicher der TrinkWV entspricht, da ansonsten Kommune bzw. Gesundheitsamt schon Ärger gemacht hätten. Das WVU ist natürlich im Eigeninteresse an guter Qualität interessiert ;-)

Die Erklärung mit dem im Winter schlechter verdunstenden Chlor ist natürlich Murks, aber die Grundproblematik mit zu geringen Durchlaufmengen v.a. im Winter ist sehr plausibel für diverse Probleme - die (häufigen) Spülungen unterstützen dies.

@Carina: Sicher sind Spülungen normal. V.a. bei "zu großen" Rohren, wie sie "dank" des stark rückläufigen Wassergebrauchs schon fast die Regel sind, wird häufiger (auch) prophylaktisch gespült.

Das Problem dürfte dem Versorger bekannt sein - im schlimmsten Fall (nicht wahrscheinlich!) könnte sogar ein Rückbau notwendig sein.

Daher mein Rat an Dich Martin, lass Dich nicht mit einer Analyse abspeisen, die am Wasserwerksausgang oder an irgend einem Messpunkt im Netz gemessen wurde, der nicht auf dem Rohrweg zu Dir liegt.

Aufschluss gibt nur eine Analyse, die entweder an der Übergabestelle zu Deinem Hausanschluss oder zumindest in Deinem Strassenstrang genommen wurde. Optimal ist eine Analyse direkt an der Zapfstelle, die aber nicht klären würde, ob der Versorger oder Deine Hausinstallation schuld ist.

Mach Dich am besten (wie unten vorgeschlagen) zusätzlich bei Deinem zuständigen Gesundheitsamt klug, dies ist die zuständige Stelle für solche Dinge.

Gruss und ein schönes Fest mit geruchsarmen Wasser ;-)

JB
Gast (Carina)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.12.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Martin vom 20.12.2005!  Zum Bezugstext

Hallo,

es ist normal das die letzte Trinkwasseranalyse die sie dir geben von 2004 ist, da sich die Werte immer auf ein Jahr beziehen also Jahresmittelwerte sind.

Ich würde dir auch raten mit dem Wasserversorger bzw. direkt mit dem zuständigen Labor des Wasserversorgers Kontakt aufzunehmen das jemand raus kommt und sich das ansieht bzw. anriecht. Denn wenn du sagst das sie das letzte Mal die Hydranten gespült haben dann muß da ja was nicht ganz normal gewesen sein, denn das machen die nicht aus Spaß an der Freude.
Das einzige was du machen kannst ist das Wasser länger vorlaufen zu lassen und schauen ob es dann besser wird. In der Regel sollte man warten bis das Wasser eiskalt ist, da man dann davon ausgehen kann das es nicht das Wasser ist das in der Leitung gestanden hat.

Viel Glück mit den Stadtwerken

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

Carina
Martin
(Mailadresse bestätigt)

  20.12.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Reuter Wolfgang vom 20.12.2005!  Zum Bezugstext

Ich hab heute erstmal bei meinen Stadtwerken angerufen und das Gutachten von denen angefordert. Das letzte ist zwar von 2004, dass sie mir schicken können, aber ich warte das jetzt mal ab.
Das Auto ist gepackt und wir sind abfahrbereit. Nun gehts erst mal zum Weihnachten feiern nach Hause.
Schöne Tage wünsche ich euch allen, vielen Dank erst mal für eure liebe Hilfe und ich werde mich nach den Feiertagen wieder melden um euch auf dem Laufenden zu halten.

Liebe Grüsse und frohes Fest euch allen

Martin
Gast (Reuter Wolfgang)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.12.2005

Hallo Martin,
wenn das Trinkwasser gechlort wird und stark nach Chlor riecht, laß Dir von deinem Wasserversorger bzw. dem Landratsamt/Gesundheitsamt als Aufsichtbehörde den Chlorgehalt an Deinen Zapfstellen messen. Das Gesundheitsamt kann Dir die genaue Aufbereitung des Trinkwassers und auch die Werte für das zugegebene Chlor genau erklären.
mfg Wolfgang
Martin
(Mailadresse bestätigt)

  20.12.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carina vom 20.12.2005!  Zum Bezugstext

Also, das Wasser kommt aus einem Elektrodurchlauferhitzer. Es riecht auch bereits im kalten Zustand, aber besonders stark erst nach dem Erhitzen.
Mein Versorger ist der Meinung, das käme daher, weil im Winter weniger Wasser benötigt würde als im Sommer und das Chlor(oxyd?) nich so schnell verdunsten könne, wenn es draussen kälter ist.
Es ist auch kein Chlorgeruch, wie man ihn aus den Schwimmbädern kennt sondern mehr so ein Geruch, wie früher "Stadtgas" gerochen hat, falls Ihr wisst, was ich meine....
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  20.12.2005

Hallo Martin,

wenn der Geruch nach der Spülung weg war und das vielleicht ausser Dir noch ein anderes "feines Nässchen" bestätigen kann würde ich ein wenig Druck beim Versorger machen. Eine Wasserprobe an Deinem Hausanschluss sollte Licht ins Dunkel bringen ... und wenn der Versorger sich weigert dies umsonst zu tun - die Androhung eine selbst in Auftrag gegebene Analyse in den Lokalmedien publik zu machen könnte den Versorger dazu verleiten, es doch selbst in die Hand zu nehmen.

Gruss

JB
Gast (Carina)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.12.2005

Hallo,

um herauszufinden wo die Ursache ist, müßtest du den Geruch genauer definieren können. Wenn es ein chloriger Geruch ist kann es sein das es normal ist, wenn in deiner Stadt gechlort wird. Allerdings dürfte der Geruch dann nur minimal bis gar nicht vorhanden sein.

Laut TVO muß Trinkwasser geruchlos sein und wenn es das nicht ist dann muß sich der Wasserversorger damit beschäftigen.

Wenn du von Gasgeruch sprichst, bekommst du dein Heißes Wasser von einer Gastherme?
Und ist der Geruch nur im warmen oder auch im kalten Wasser?

Liebe Grüße Carina



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