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Kategorie: > sonstiges > Infos / Tips / Links
Robinien in Quellenschutzgebieten
Gast (robert brimer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  30.06.2006

Waldgebiete innerhalb Trinkwasserschutzzonen sind keine Gewähr für nitratarmes Trinkwasser. Scheinbar steigt der Nitratgehalt des Grundwasser in Abhängigkeit der sich zersetzenden Totholzmengen. Bei Robinienbepflanzungen mit hoher Stickstoffbindung stellt sich die Frage nach einer höheren Grundwasserbelastung durch absterbende Robinienwurzeln und Robinientotholz. Wer kann da weiterhelfen? Vielen Dank.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  12.02.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Robert Brimer vom 11.02.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Robert,

Rettiche und Sonnenblumen ! Ja es gibt da eine Menge Möglichkeiten. Google doch mal nach "stickstoffzehrende Fruchtfolge" oder Pflanzen. Dabei geht es natürlich dann eher um eine Bewirtschaftung der Flächen. Aber um ein Trinkwassergebiet zu schützen, sollte das nur recht und billig sein, selbst wenn kein Gewinn erzielt wird.

LG aus GR

Lothar
Gast (Robert Brimer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.02.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 18.01.2008!  Zum Bezugstext

Vielen Dank Lothar für die Ausführung; das bringt mich schon etwas weiter.
Prinzipiell würde ich gerne hören welche Sträucher und Bäume die bessere Bepflanzung in Quellschutzgebieten sind. Grasnarben ohne Weidevieh scheinen noch geeigneter zu sein als Hecken und Wald,aber wer kann mir das bestätigen ?
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  18.01.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Robert Brimer vom 18.01.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Robert,

Die Robinien haben im Wurzelbereich eine Symbiose mit den  Bakterien der Gattung Rhizobium eingegangen, welche man durch die dort entstehenden Knöllchen auch Knöllchenbakterien nennt.
Diese sind in der Lage, den Stickstoff aus der Luft in Nitrat und oder Ammonium umzuwandeln, welches die einzige direkt verwertbare Stickstoff-Nahrungsform für die Pflanze darstellt. Es gibt mehrere Bodenbakterien, welche dieser Aufgabe nachgehen. Nur ist aber die Kombination Robinia pseudoacacia und Rhizobium eine aussergewöhnlich effiziente Kombination, welche sich daher besonders eignet in nährstoffarmen Böden mit ihrem erzeugten Stickstoffüberschuss für eine Art Gründüngung zu sorgen.

Meines rudimentären Wissens nach ist die Belastung mit solch natürlich erzeugten Ammonium nicht mit künstlich eingebrachtem vergleichbar und wird wohl, was nachzuprüfen wäre, um das 10 fache höher sein dürfen.

Zum Funktionsablauf im Detail habe ich mal etwas für Schmetterlingsblütler typisches herausgesucht:

http://www3.lanuv.nrw.de/static/infosysteme/naturerlebnisfuehrer/portraits/knoellchenbakterie.htm

Wie weit nun solche Stickstoffanreicherung im Trinkwasserbereich relevant ist und beachtet werden sollte, entzieht sich meiner Kenntnis.

Viel Spass dabei, hoffe geholfen zu haben.

LG aus GR

Lothar
Gast (Robert Brimer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.01.2008

Die Anmerkung der Redaktion; die Frage betr. "Robinien in Quellenschutzgebieten ...", sei schon sehr alt, sollte nicht darüber hinwegtäuschen dass es bisher noch keine Antwort auf diese Frage gab. Also, falls jemand sich auskennt, möchte ich gerne etwas hören oder lesen. In Erwartung, herzlichen Dank.



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