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Kategorie: > Umwelt > Wasserverschmutzung
Zu Hoher Eisenwert?
Gast (Anton Eisen aus Just)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.12.2006

Hallo lieber Leser,

Ich wohne seit einiger Wochen in einer Wg. Uns ist aufgefallen, das dass Wasser immer einen Roten Rückstand hinterlässt, in der Wanne, Toilette oder Waschbecken. Außerdem ist dermaßen getrübt das wir uns mitlerweile schon eckeln. Die Pflanzen gehen ein usw. Jedoch meint unsere Mieterin seit dem Einzug ( 15.7) das das die Rohre sind die durchgespüllt werden müssen, was ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen kann, da ich in einer 5 Wg wohne und da müssten die Rohre nach so einer langen Zeit schon durchgespüllt sein. Außerdem hat sie uns beim Einzug verschwiegen das wir das Wasser aus einem brunnen beziehen! Jetzt meine Frage: Ist es möglich das wasser mit einem indikator zu prüfen? Und wenn wo kann ich diesen kaufen? Außerdem frage ich mich wie es mit dem Mietverhältnis aussieht?
Wäre nett wenn ihr mir antworten würdet

Anton

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 7
Gast (tröpfchen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.09.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Sabine Schmidt vom 07.09.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Sabine,

die von dir geschilderten Symptome deuten darauf hin, dass eure verzinkten Stahlleitungen korrodieren und gegebenenfalls auch mikrobiologisch besiedelt sind.

Die Korrosionsprodukte (Zink- und Eisenverbindungen = "Rost & Co") sind nicht toxisch, allerdings unästhetisch und gehören somit in erhöhten Konzentrationen nicht ins Trinkwasser.

Anders sehe ich den unangenehmen Geruch, der auf eine mikrobiolosche Belastung des Wassers hindeutet. Wie hoch die Verkeimung ist und inwieweit es sich dabei um harmlose oder gesundheitsrelevante "Tierchen" handelt, kann nur eine mikrobiologische Untersuchung zeigen. Diese ist ja offensichtlich vorgesehen, hoffentlich bei einem zertifizierten Labor. Ansonsten sind die Ergebnisse strittig.

Als Sofortmaßnahme empfehle ich, speziell nach längeren Stagnationszeiten - beispielsweise morgens - vor einer Verwendung des Wassers dieses mehrere Minuten bei vollem Strahl ablaufen zu lassen. So wird das Wasser, das sich während seiner längeren Standzeit mit Korrosionsprodukten und/oder Mikroorganismen angereichert haben kann, ausgespült. Alle weiteren Maßnahmen ergeben sich aus dem Resultat der Wasseruntersuchung.

Gruß aus der Pfalz
Tröpfchen

Gast (Sabine Schmidt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.09.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 15.12.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Wolfgang,

ich habe gerade deinen Beitrag gelesen auch wenn er schon länger zurück liegt möchte ich gerne einen Rat! Vielleicht kannst du mir helfen.

Ich wohne in einem 6 Familienhaus das 16 Jahre alt ist. Seit über einem Jahr haben wir Probleme mit dem Wasser. Seit ca. 4 Wochen hat es sich so verstärkt das wir aus allen Wasserhähnen ob Bad, WC, Dusche, Küche, Toilettenspülung eine Rostbraune Farbe heraus bekommen. Es ist nicht täglich und andauernd aber alle paar Tage trübt sich das Wasser und es stinkt so das man sich morgens bei dem Zähneputzen eckelt.

Wir hatten dieses Problem schon mehrmals bei unserer Hausverwaltung angegeben und sie haben jetzt endlich nach 1 Jahr einen Test machen lassen (ich vermute einen Schnelltest) der hat ergeben das das Eisengehalt 16-fach erhöht sei. Die Aussagen sind: es würde in unserer Wohnanlage zu wenig Wasser durch die Leitungen gespült werden und der Wert sei nicht erheblich und bedenklich. Eine Mitbewohnerin hat nicht locker gelassen und hat sich an das zuständige Gesundheitsamt gewendet. Deren Aussage ist das dies nicht der Wasserverordnung entsprechen würde und Gesundheitsbedenklich sei wenn das Wasser einen eckligen Geruch erzeugen würde. Das entsteht wenn Moos sich an den Leitungen absetzt und Bakterien und Keime erzeugt werden. Sie machen aber leider keine Untersuchungen sondern das müssten wir veranlassen und würde sehr teuer sein. Das Gesundheitsamt hat aber gemeint wir sollten uns nochmal melden wenn die Hausverwaltung diesbezüglich nichts unternimmt. Tatsächlich kommt jetzt nächste Woche jemand die Wasserproben nehmen und die untersucht werden.

Meine Frage ist nun. Ist es wirklich Gesundheitsgefährdend bezüglich was auch Kinder angeht. Ich habe mittlerweile Angst überhaupt mit diesem Wasser zu kochen.  

Am Sonntag hatte ich mir Teewasser gekocht und nicht darauf geachtet und den Tee abgebrüht. Als die Teemischung giftgrün statt hellbraun rauskam bin ich total erschrocken und habe ihn weggeschüttet und ein neues Wasser gekocht. Nach dem 2 mal war der Tee wieder so wie er sein sollte. Kann sowas sein ????

Es wäre sehr nett wenn du mir hier ein paar Tips und Anmerkungen zu meinen Fragen und Problemen antworten könntest.

Vielen Dank im vorraus

liebe Grüße
Sabine
Gast (H2O)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.12.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Anton Eisen aus Just vom 15.12.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Anton,

vorrausgesetzt Dein Schnelltest lässt eine solche genaue Bestimmung zu (zweifle ich an), stammt das Eisen vermutlich aus Korrosionsvorgängen in der Verrohrung, weil ansonsten der gleich Wert zu erwarten gewesen wäre (Küche/Küche?? Bad/Küche??).
Eventuell ist das Wasser bezüglich Korrosion als aggressiv einzustufen, das kriegt man aber nur mit einer entsprechenden Analyse raus.
Teile dem Gesundheitsamt Doch mal die Ergebnisse Deiner Untersuchung mit und höre Dir mal deren Einschätzungen zum Handlungsbedarf an.

Gruß
H2O
Gast (Anton Eisen aus Just)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.12.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wolfgang Reuter vom 15.12.2006!  Zum Bezugstext

So wir waren nun vorhin los und haben einen Schnelltest gemacht. Es ist rausgekommen das die Küche 0,4mg/l enthält und die Küche 0,29mg/l. Was meint ihr wie kann man nun weiter vorgehen?

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Gast (Wolfgang Reuter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.12.2006

Hallo Anton,
wendet Euch wegen der Wasserqualität an das zuständige Landratsamt/Gesundheitsamt. Dort muß bekannt sein ob das Wasser untersucht wird. Sollte es nicht regelmäßig untersucht werden, kann von Amtswegen eine entsprechende Untersuchung angeordnet werden und für Euch entstehen keine Kosten.
mfg Reuter
Gast (walter wied)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.12.2006

Hallo Anton!

Wie Wilfried schon richtig gesagt hat, steht dir Wasser zu, dass die Vorgaben der TrinkwVO erfüllt. Wenn ihr über einen eigenen Brunnen versorgt werdet, muss diese Eigenwasserversorgung gemeldet und auch die Wasserqualität überprüft sein. Lass dir doch die Analyse mal zeigen.

Gruß und ein schönes Wochenende
Walter
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  15.12.2006

Hallo Anton,

der Vermieter muß auf jeden Fall ein Wasser liefern welches der Trinkwasserverordnung entspricht. Dort ist der Eisengehalt auf 0,2 mg/l begrenzt und auch eine sichtbare Wassertrübung wird ausgeschlossen.

Eine genaue Analyse ist nur einem Labor möglich, einen groben Überblick erhält man mit Schnelltests, wie sie z.B. im Aquarienhandel zu bekommen sind.

Beste Grüße
Wilfried



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