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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Effektive kurzfristige Rohr-Entkalkung?
Tom Mutmann
taramogmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  07.02.2007

Hallo!
Kurz die Eckdaten:
- Einfam.haus, Bj. 1999
- Rohre im Wirtschaftsraum: Kupfer
- Verbindungen der Kupferrohre im Wirtschaftsraum: Rotguss
- Rohre in der Hausinstallation: Kunststoff
- Wasserverbrauch p.a.: 120cbm
- Gesamthärte des Trinkwassers: 39 GdH (kein Scherz!)
- Ich plane zur Entkalkung die Anschaffung eines Ionentauschers, obwohl ich wg. des höheren Salzgehaltes Bedenken habe

Problem:
Die Heißwasserversorgung droht langsam komplett zu versiegen, es kommt immer weniger aus (allen) Entnahmestellen.
Wie kann ich die offenkundig zugesetzten Rohre KURZFRISTIG wieder frei bekommen? Ist die Säure-Spülung die einzige Möglichkeit? Was würde so etwas ungefähr kosten, hat jemand Erfahrungen? Gibt es bestimmte Leitungen, die sich vorrangig zusetzen, wenn ja, welche? Kennt jemand Firmen, die im PLZ-Raum 370 mit Rohr-Entkalkung Erfahrungen haben? Gibt es zu allen Kupferrohren auch Alternativen aus Kunststoff (dachte evtl. an Austausch der Rohre im Wirtschaftsraum)?
Der Härtegrad ist kein Witz. Wir haben schon Löcher in den Armaturen gehabt, und zwar an den massiven Stellen; diverse Rotguss-Verbindungen im Wirtschaftraum mussten auch schon gewechselt werden.
Der Installateur hatte wg. der geringen Warmwassermenge ein festsitzendes Rückschlagventil (hoffe, das hieß wirklich so) in Verdacht: saß wirklich fest - rausgenommen - leider keine Besserung.
Bitte KEINE Infos zu Magnet-Entkalkern o.ä. - bin esoterisch nicht interessiert.  ;-)
Danke!!





Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Gast (walter wied)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.02.2007

Guten Morgen Tom!

Im Prinzip hat Rainer Kluth ja bereits die Antwort gegeben. Hier nur einige Ergänzungen.

Kunststoffleitungen können auch mit nicht inhibierten Säuren entkalkt werden. Bei Kupferleitungen wäre das schon etwas anderes. Wenn man die ganze Aktion in die Hände eines Fachbetriebes legt, verwenden diese normalerweise handelsübliche Entkalkungsprodukte. Und diese sind auf die Werkstoffe abgestimmt.

Entkalkung analytisch kontrollieren ist richtig. Ich würde allerdings an Stelle der pH-Wert-Messung die Härtebestimmung der Reinigungslösung vorziehen. Dies ist nach meiner Erfahrung der bessere Indikator, da man den Verlauf der Entkalkung sehr gut verfolgen kann. Aber pH-Kontrolle ist prinzipiell auch nicht falsch.

Gruß und vielErfolg
Walter
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  07.02.2007

Hallo Tom,

eine Entkalkung bei Kunststoffrohren sollte mit einer inhibierten Citronen- oder Sulfonsäure durchgeführt werden.
Die Entkalkung selbst sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Dabei ist vor allem der pH-Wert in Auge zu behalten da er ein Indikator für die Wirkung der Entkalkung ist. Grob gesagt kann man sagen, das solange der pH-Wert nicht konstant bleibt es zu einem Kalkabbau kommt. Das heisst, so lange nachschärfen bis der pH-Wert konstant bleibt. Hierbei sind natürlich die Sättigungsgrenzen zu beachten. Allso ggebenenfalls ausspülen und neu ansetzten.

Ein Ionentauscher ist für die Enthärtung sicher die richtige Wahl. Bei der hohen Härte wird allerdings der Salzgverbrauch recht hoch sein.

Gruß aus Bonn

Rainer Kluth  



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