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Kategorie: > Technik > Wasserkraft
Koennen Staurohre unsere Energieprobleme lösen?
Roller
(Mailadresse bestätigt)

  25.02.2007

Hallo,alle zusammen!
Gerade bin ich freigeschaltet worden und bin gespannt ob hier vielleicht jemand ist, der mir meine Idee ausreden kann.
Ich habe mir verschiedene Projekte ausgedacht, die ausser Energie Erzeugung nebenbei auch noch andere Probleme ,wie Trinkwasserversorgung und Hochwasservermeidung beinhalten.
Um Deutschland effektiv mit Elektrizität aus Wasserkraft zu versorgen, möchte ich erstmal alle Stauseen mit einem Rohr bis auf Meereshoehe fuehren.
Nehmen wir mal die Isartalsperre, die auf ca. 800m Hoehe liegt.
Das Wasser stuerzt vielleicht 200m in die Tiefe und die restliche Energie fliesst ungenutzt den Bach herunter.Da wird 75% des möglichen Ertrages verschenkt.
Verbinden wir alle Staudaemme mit diesem Rohr , steigert der Ertrag aus Wasserkraft um ein Vielfaches.
Oder man baut parallel zum Rhein  ein Rohr mit 3m Durchmesser,welches bei Hochwasser  ca. 500m3/s abfuehren koennte und nebenbei noch 2000MW elektrischen Strom erzeugen koennte.
Gruss
Roller




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  26.02.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Roel van der Meer vom 26.02.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Roller,

ohne näher auf Ihre Berechnungen einzugehen - warum ignorieren Sie, dass bei Ihrem Plan einige Millionen Menschen in Deutschland kein Trinkwasser mehr bekommen?

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Roel van der Meer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.02.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilm T. Klaas vom 25.02.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wim,

"rein rechnerisch ist da ne menge dran."
und das muss reichen.Vielleicht war es auch schon etwas zuviel Fuersprache, die jetzt wieder zunichte gemacht werden muss.

" Bringt aber leider auch Bautechnische,"
Sie haben Recht! Auch wenn man schon zigtausende von Kilometer Erdoelleitungen verlegt hat, bleibt jeder neue Auftrag eine Herausforderung.
" Umwelttechnische und Klimatechnische Probleme mit sich."
Es werden nicht mehr tausende Tonnen Treibstoff mit einem Wirkungsgrad von nur 40% verbrannt, sondern es wird nur noch reine Sonnenenergie in Form von Wasserkraft eingesetzt.
"1. Es gilt nicht nur einen Höhenunterschied zu nutzen, sondern auch eine enorme Distanz bis zum Mehr zu überwinden, auf dieser Länge entstehen enorme Reibungsverluste. Und es Bleibt diese Energie in der Energiebilanz abzuziehen."
P ges = P rohr + P düse = I≤ X (R rohr +R düse)
P = U x I = I≤x R
U = I X R  

Machen wir den Widerstand der Düse ( R düse) 40 mal so gross wie R rohr, so faelt an R rohr auch nur 1/40 der Spannung ab und damit fallen auch nur 2,5% Verluste an.
"2. Das Wasser was durch die Pipeline fließt, ist nicht in den Flüssen, also trocknen die Flüsse womöglich aus oder der Pegel sinkt und die Flora und Fauner ändert sich."
Wenn wir so weitermachen wird sich noch so einiges mehr aendern.
Wir haben schon so tief in die Natur eingegriffen, dass die Flusstaeler wegen Überschwemmungen bald unbewohnbar werden.
"3. Das Wasser in dem Rohr kann nicht mehr verdunsten und so wird das Klima trockener und viel schlimmer wäre, dass Flüsse Auch Energiespeicher genauer gesagt Wärmespeicher sind und einen stabilisierenden Einfluss aufs lokale Klima haben."
Das sollen jetzt Argumente dagegen sein?
Dann lieber ein AKW bauen?
Dann wird der Fluss nebenbei noch schoen warm und die Fische schoen gross.

"4. Als letztes stellt sich noch die Frage nach der großen Energiebilanz, mit anderen Worten gesagt, wieviel Energie müsste man in das Projekt reinstecken z.B. in die nötigen Erdarbeiten zur Verlegung der Pipeline, wie lange würde diese halten und wie viel Energie würde man in dieser Zeit "gewinnen"."
Nehmen wir ein 3m dickes Rohr vom Bodensee bis zur Nordsee mit ca. 600km Laenge.Baukosten 2-3 Miliarden Euro.
Rein theoretisch koennten ca. 626 m≥/s durch das Rohr fliessen, wenn es unten ganz offen ist.
Aber wenn man den Strom durch die Düse begrenzt, bleiben die Verluste im Rohr gering und man koennte ca. 2000MW gewinnen, wenn 500m≥/s durch das Rohr fliessen.
Aber fast verlustfrei (2,5%)koennten ca. 160m≥/s durch das Rohr fliessen und dabei ca. 650MW verlustfrei mit einem Wirkungsgrad von > 80% erzeugen.
Gruss
Roller



 
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  25.02.2007

Hallo Roller,

wie Wilm schon sagte, würden die Pegel sinken und zwar nicht nur in den Flüssen, sondern im gesamten Grundwasser Deutschlands, wonach die gewohnte Trinkwasserversorgung unmöglich wird.

Beste Grüße
Wilfried
Wilm T. Klaas
wilmwasser.de
(Administrator)

  25.02.2007

Hi Roller,

rein rechnerisch ist da ne menge dran. Bringt aber leider auch Bautechnische, Umwelttechnische und Klimatechnische Probleme mit sich.

1. Es gilt nicht nur einen Höhenunterschied zu nutzen, sondern auch eine enorme Distanz bis zum Mehr zu überwinden, auf dieser Länge entstehen enorme Reibungsverluste. Und es Bleibt diese Energie in der Energiebilanz abzuziehen.

2. Das Wasser was durch die Pipeline fließt, ist nicht in den Flüssen, also trocknen die Flüsse womöglich aus oder der Pegel sinkt und die Flora und Fauner ändert sich.

3. Das Wasser in dem Rohr kann nicht mehr verdunsten und so wird das Klima trockener und viel schlimmer wäre, dass Flüsse Auch Energiespeicher genauer gesagt Wärmespeicher sind und einen stabilisierenden Einfluss aufs lokale Klima haben.

4. Als letztes stellt sich noch die Frage nach der großen Energiebilanz, mit anderen Worten gesagt, wieviel Energie müsste man in das Projekt reinstecken z.B. in die nötigen Erdarbeiten zur Verlegung der Pipeline, wie lange würde diese halten und wie viel Energie würde man in dieser Zeit "gewinnen".

Gruß Wilm T. Klaas



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