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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Süßlich riechendes Warmwasser
Gast (Michael)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.06.2007

Hallo,

das Warmwasser riecht süßlich, ich weiß nicht woran es liegt - ist manchmal sehr auffällig und störend, weiß nicht ob Zähneputzen o.Ä. jetzt gesundheitsschädlich ist...

Zur Installation: Haus Baujahr 1952, Rohre=PE-HD (Kunststoff).
Bad: Komplett neu renoviert im März 2007 (seitdem wohne ich auch drin - Mietwohnung).
Wohnung im 1. OG, Warmwasseraufbereitung (Gas) im Keller. Keine Warmwasserboiler in der Wohnung.

Wäre toll, wenn mir jemand Tipps geben kann. Danke!
Michael



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 17
Gast (Eva Reindl)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.10.2010

Hallo Michael, und alle anderen,

ich weiß, die Frage ist eine Zeitlang her, aber genau darum würde ich gerne wissen, ob das Geruchsproblem immer noch besteht, oder wie es gelöst wurde.
Wir haben nämlich auch nach neu verlegter Wasserinstallation ein Gerunchs- und Geschmacksproblem, ähnlich wie es Michael beschreibt, mit Leitungen von Gerberit.
Hat sich das Problem "gelöst" oder habt ihr was unternommen?

Viele Grüße,
Eva
Gast (Hartmut Schmitt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  23.08.2007

Hallo Michael,

ich bin erst durch Deinen letzten Beitrag auf Dein Problem aufmerksam geworden. Nach dem Lesen aller bisherigen Beiträge zum Thema habe ich den Verdacht, dasss hier die Grenzwerte für den Geruchsschwellenwert nach der Trinkwasserverordnung überschritten sein könnten. Nach § 16 der Trinkwasserverordnung hätte dann der Betreiber der Hausinstallation (vermutlich Dein Vermieter)unverzüglich das Gesundheitsamt informieren, Maßnahmen zur Aufklärung und Maßnahmen zur Abhilfe in die Wege leiten müssen. Die Prüfung, ob nur Deine Wohnung, das ganze Haus oder sogar benachbarte Häuser davon betroffen sind, wäre dann mit Sicherheit vom Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit dem Wasserwerk durchgeführt worden. Denn es gibt auch Geruchsbelästigungen, die von außerhalb kommen können.

Weiterhin besteht bei mir der Verdacht, dass möglicherweise bei der Renovierung der Trinkwasserleitungen nicht ganz nach den rechtlichen Bestimmungen verfahren wurde. Bei Deiner privaten Ursachenforschung hast Du Teile der Installation entfernt und wieder angeklebt. Hattest Du hierzu die Erlaubnis Deines Vermieters? Wenn nicht, könnte man das als Sachbeschädigung interpretieren.

Entschuldige bitte, dass ich diese Punkte so hart anspreche. Du selbst wirst das Wasser wohl nicht mehr trinken, wenn Du einen entsprechenden Ekel davor empfindest. Was ist aber mit Deinen Nachbarn, die möglicherweise gar nichts von einer Gesundheitsgefährdung wissen? Vielleicht ist das Problem zwischenzeitlich auch behoben. Dann betrachte die vorherigen Worte bitte als irrelevant. Wenn nicht, stehen die erforderlichen Maßnahmen noch aus.

Übrigens habe ich schon davon gehört, dass die Fa. GEBERIT als seriöse Firma Untersuchungen auf eigene Kosten hat durchführen lassen, wenn ein begründeter Verdacht bestand, dass durch ihre ordnungsgemäß verlegten und betriebenen Rohre Geruchsbelästigungen im Trinkwasser auftraten. Vielleicht kannst Du über Deinen Vermieter prüfen lassen, ob diese Voraussetzungen evtl. auch für Dich gegeben wären.

Eine ordnungsgemäße Vorgehensweise ist vor allem auch deshalb wichtig, weil derartige ungelöste Probleme immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen im Hinblick auf Mietkürzungen und Schadenersatzforderungen führen.

Vielleicht kannst Du mit dieser Ergänzung zu den bisherigen Beiträgen etwas anfangen.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schmitt
Gast (Michael)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Weiß manchmal auch was vom 02.07.2007!  Zum Bezugstext

Hallo,

sorry wegen der langen Funkstille, aber man hat ja noch andere Dinge zu tun...

Eine weitere wichtige Erkenntnis ist inzwischen:

Nicht nur das Warmwasser riecht!

Das Kaltwasser riecht genauso, aber nur dann, wenn man es entsprechend erhitzt, z.B. im Kochtopf oder im Warmwasserkocher.
Andererseits riecht das Warmwasser nicht mehr süßlich, nachdem es abgekühlt ist!

Mit anderen Worten: Das über Kalt- und Warmwasserleitungen entnommene Wasser hat die gleichen "Geruchseigenschaften": Es riecht (nach meinem Empfinden, nicht nach dem meines Vermieters) deutlich süßlich, wenn man es auf eine Temperatur von ca. 50-60 Grad erhitzt (auch bei vorherigem Aufkochen). Sobald es auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, ist der Geruch nicht mehr wahrnehmbar (vermutlich wegen der fehlenden Dampfentwicklung und somit deutlich geringeren Stimulierung der Geruchsrezeptoren in der Nase).

Wenn ich das gleiche Experiment mit stillem Mineralwasser aus dem Supermarkt durchführe ("alwa", "Evian", ...), dann ist kein Geruch festzustellen.

Damit ist der Warmwasseraufbereiter meiner Wohnung aus dem Verdachtskreis draußen.

Als nächstes werde ich wohl mal Leitungswasserproben aus den Nachbarwohnungen dieses Hauses sowie aus Nachbarhäusern einsammeln, und auch aus einem ganz anderen Stadtteil, und all diese Proben ebenso geruchsmäßig mit meinem Warmwasserkocher analysieren - dann wird sich herausstellen, ob das Phänomen
- wohnungsspezifisch oder
- haus-spezifisches ist,
- oder gar spezifisch für einen größeren Abschnitt des Versorgungsbereiches...

Habt ihr weitere Ideen?

Gruß, Michael
Weiß manchmal auch was
schlaumeier54web.de
(Mailadresse bestätigt)

  02.07.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael vom 01.07.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Michael,

bevor du deine Installation weiter zerlegst.  Erstmal Danke, aber die Bilder genügen. In diesem Fall ist das Rohrmaterial vom SVGW zertifiziert, was praktisch gleichbedeutend mit der Zertifizierung durch den DVGW ist, da die Prüfgrundlagen und –anforderungen vergleichbar und in etwa identisch sind. Damit ist, wie Wilfried ja auch schon geschrieben hat, der Werkstoff bzw. das Rohr für den TW-Einsatz generell geeignet. Aber wie auch schon erwähnt und durch deine Bilder (Kennzeichnung) belegt, handelt es sich beim Innenrohr nicht um PE-HD sondern um vernetztes Polyethylen (PE-Xb). Das nur der Vollständigkeit wegen.

Ich will das Material wirklich nicht schlecht reden, aber trotzdem wiederhole ich noch mal, auch wenn es relativ unwahrscheinlich ist, dass der süßliche Geruch im Warmwasser trotzdem von den Rohren kommen kann. Aber auch andere Möglichkeiten wie WW-Bereiter, Ausdehnungsgefäß, Beschichtung,  etc. sind als Ursache denkbar und sollten abgeklärt werden. Sollte das Problem weiterhin bestehen, dann muß da u.U. eben doch ein Fachmann vor Ort kommen.

Teile uns doch gelegentlich die weiteren Erkenntnisse mit.

Viele Grüße
Wmaw
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  02.07.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael vom 01.07.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Michael,

auch wenn da nicht DVGW drauf steht, handelt es sich eindeutig um Mehrschicht-Verbundrohre des Herstellers Geberit, eine Marke die wohl über jeden Zweifel erhaben ist:
Mepla-Metallverbundrohr
1 Innenrohr aus vernetztem Polyethylen (PE-Xb)
2 Aluminiumrohr
3 Schutzschicht aus PE-HD
Ich denke Dein Problem hat mit den Rohrleitungen nichts zu tun.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Michael)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.07.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Weiß manchmal auch was vom 23.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo zusammen,

ich habe jetzt mal die Wärme-Isolierung abgemacht um zu sehen, was auf dem Rohr/den Rohren genau drauf steht!

Leider konnte ich immer nur Rohr-Segemente begrenzter Länge freilegen, so dass ich die gesamte Aufschrift wohl nicht erfasst habe. Ich habe alles aufgeschrieben, was ich sehen konnte, und auch ein paar Fotos gemacht.

Es gibt direkt am Warmwasser-Aufbereiter ein dickeres Rohr, dann einen Übergang zu einem dünneren Rohr.

Bitte schaut euch die genaue Beschriftung hier an:

http://members.fortunecity.de/loggel/wasserleitungen/


Kurzfassung:

* Auf dem dicken Rohr steht unter anderem PE-Xb/AL/PE-HD 10 bar, also scheint es wohl Trinkwasser- und Warmwassergeeigent sein (laut "twin09_02trinkwasserdvgw_werkstoffe.pdf"), wenn ich das richtig verstehe.

* Auf dem dünnen Rohr (GEBERIT) steht sowas nicht drauf (zumindest nicht auf dem ca. 80cm-Abschnitt, den ich angeschaut habe), und auch "DVGW" finde ich dort nicht. Stattdessen stehen dort jede Menge andere (für mich kryptisches) Sachen (teilweise auch französisch) z.B. "061027183655E-4-PB", oder "ECFS", "Classe 0", "Classe-2", "ATEC" etc. Aber seht selbst im obigen Link - ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen!

Ich kann ja auch nochmal versuchen, ein anderes Rohrsegment freizulegen, um zu sehen, was da noch alles draufsteht...

Bis demnächst!

Viele Grüße
Michael
Weiß manchmal auch was
schlaumeier54web.de
(Mailadresse bestätigt)

  23.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klaus J. Nick vom 23.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Klaus,

ich habe schon befürchtet, dass ich etwas zu rüde war und ihr deshalb nicht reagiert. Hoffe, dass ich Loddar nicht auch verärgert habe. Schätze ihn und seine Antworten eigentlich sehr. Hatte wohl einen schlechten Tag. Wahrscheinlich war ich vorher in dem anderen Forum und hatte mich dort angesteckt. Sorry.

.. wollte das Kunststoffrohr ja auch nicht generell schlechtreden. Das sind aber so meine Erfahrungen der letzten 15-20 Jahre mit den Rohren. Und gelegentlich gibt es eben solche Probleme. Und meistens sind sie produktionsbedingt.

Für GC-MS reichen 100 Euro nach meiner Erfahrung meist nicht und für ein Screening sind leicht mal 1000 Euro für eine Probe weg. Mit Analytik bin ich eben selten weiter gekommen. Manchmal muß man das Problem wirklich "aushocken".

Noch'n schönen Sonntag und extra Grüsse ins bestimmt warme und sonnige GR.

Wmaw
Klaus J. Nick
nickwasser-agentur.de
(Mailadresse bestätigt)

  23.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Weiß manchmal auch was vom 15.06.2007!  Zum Bezugstext

Lieber Wmaw,

keinesfalls wollte ich Dich "anschießen", ich wollte nur vermeiden, daß ein falscher Eindruck entsteht, Kunststoffe / Polymere würden generell organischen Kohlenstoff freisetzen.

Wie auch immer - ich finde auch, daß eine schnelle, nicht alle Aspekte berücksichtigende Rückmeldung besser ist, als eine wohlausgewogene, die dann schon kalter Kaffee geworden ist. Z.B. habe ich an eine Beschränkung  der Verwendung von Kunststoff auf Kaltwasser bei meiner Antwort gar nicht gedacht, aber Du hast's ja dann gebracht..

Ansonsten auch keine Einwände: Eine empfindliche Nase gepaart mit Erfahrung und Kenntnis über chemische Stoffe ist allemal effektiver und billiger, als Analytik. Wenn man aber schon mal weiß, in welche Richtung man suchen muß, wird eine mit Gaschromatografie-Massenspektrometrie untersuchte Probe  - nach einem Ortstermin - auch nicht die Welt kosten, vielleicht 100 Euro und kann sehr empfindlich und hilfreich sein. Sobald aber der Begriff "Screening" fällt, wird's teurer.

"...und hebe mein Fähnchen weiterhin hoch, auf dem steht “Weiß manchmal auch was”, wenn auch nicht alles."

Da bitte ich Dich ausdrücklich drum!

Viele Grüße

Klaus
Gast (Michael)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Weiß manchmal auch was vom 15.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wmaw,

vielen Dank and deine Antwort und die der restlichen Forumsteilnehmer.

Leider hatte der Vermieter die Rohre noch am Tag meines Umzugs schnell durchgehend mit Isoliermaterial umklebt (so graue schaumstoffartige Dämmung, wie auf diesem Bild links: "").

Die Aufschrift "PE-HD" jedenfalls habe ich trotzdem am einen Rand eines der Rohre entdecken können und habe es deshalb hier dem Forum mitgeteilt. Ob es noch sonstige Aufschriften auf dem Rohr gibt weiß ich nicht - dazu müsste ich die Dämmung entfernen und danach wieder befestigen. Das habe ich aber vor zu tun, sobald ich mir einen entspr. Kleber besorgt habe, der diese schaumstoffartige graue Isolierung verkleben kann. Dann werde ich mal gucken, was da draufsteht, und es hier mitteilen, wird aber noch etwas dauern, frühestens nächste Woche. Aber ich bleibe natürlich dran, im eigenen Interesse, und natürlich werde ich das Forum hier informieren, denn schließlich ist dies auch eine wichtige Informationsquelle für mich!

> [...] dass in der Hausinstallation im Warmwasser
> keine PE-HD-Rohre eingesetzt werden. Es sei denn,
> es war ein DIY-ler am Werk. [...]

Das ist durchaus möglich - mein Vermieter *ist* ein Do-It-Yourself'ler! Er hat die halbe Wohnung selbst renoviert und sich auch einige andere "Schnitzer" erlaubt, z.B. das Bad nur halb gefliest (die Wand am Handtuchhalter-Heizkörper hat er nicht mitgefliest), die Wand im WC hat er nur bis zum Boden tapeziert und nicht gefliest, und dort wo er die Wand gefliest hat, hat er Bodenfliesen verwendet. U.v.a.m....

Sobald ich die volle Aufschrift habe, melde ich mich hier wieder!

Viele Grüße
Michael
Weiß manchmal auch was
schlaumeier54web.de
(Mailadresse bestätigt)

  15.06.2007

Leider komme ich erst jetzt dazu auf diesen Beitrag, zu antworten.

@Michael:

Hallo Michael,

hat sich bei Dir eigentlich wegen des Geruchs im Warmwasser schon etwas neues ergeben? Das würde mich doch sehr interessieren - und die anderen wohl auch.

Du schreibst, dass die verlegten Rohre aus PE-HD sind. Ich will ja hier nicht “Krümelpickserei” anfangen. Aber meine Kollegen hätten da schon mit ihrer herrausragenden Fachkenntnis reagieren können (anstatt mich “anzuschießen”) und darauf hinweisen, dass in der Hausinstallation im Warmwasser keine PE-HD-Rohre eingesetzt werden. Es sei denn, es war ein DIY-ler am Werk.  PE-HD ist üblicherweise das schwarze Rohr, das von den Wasserversorgern in der Straße vergraben und z.B. auch für Hausanschlüsse verwendet wird. Und nur im Kaltwasser! In der Sanitärinstallation und spez. im Warmwasser wird u.a. PE-X-Rohr eingesetzt. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem bei dir verbauten Rohr um PE-X-Rohr. Das gibt es in allen möglichen Variationen, daher auch meine Frage nach einer Kennzeichnung und der Hinweis auf die falsche Verwendung von Heizungsrohr für die Trinkwasserinstallation. Ich weiß auch ein bißchen, wovon ich rede, auch ohne akademischen Grad.

@Klaus:

Es war nicht meine Absicht, Dir zu unterstellen, Du hättest behauptet, dass die organischen Stoffe (und nur von diesen reden wir) unbedingt aus dem Rohrmaterial stammen müssen. Hätte ich ja auch nichts davon. Vielleicht habe ich mich etwas oberflächlich ausgedrückt und etwas verstanden, was du gar nicht gesagt hast. Natürlich können auch andere Ursachen der Grund für die Geruchsbelastung (und Geschmack-??) des Warmwassers sein. Natürlich ist auch ein Leck im Primärkreislauf denkbar. Und ich stimme dir voll und ganz zu, wenn du stark erhöhte TOC-Werte misst (>10 mg/L), dann stammen die üblicherweise nicht vom Wasser und schon gar nicht vom Kunststoffrohr. Denn mir ist darüber noch nie ein Nachweis bei durch Rohre verursachten Geruchsproblemen in der Trinkwasserinstallation gelungen. Ich habe mich bei meiner Antwort auf meine praktischen Erfahrungen bezogen und versucht, Michael eine Hilfestellung zu geben, wie ihr auch. Mehr nicht.

Was die Analytik anbelangt, bleibe ich bei meiner Aussage, dass es oft sehr schwierig ist, trotz Geruch etwas vernünftiges zu messen. Und sei ehrlich, auch mit deiner CLSA-Methode (die im übrigen nicht unbedingt sehr gesundheitsförderlich ist) kannst Du auch nicht alles was riecht identifizieren. Ob es dem “armen” Kunden dann wirklich immer was bringt, wenn eine hochgezüchtete Analytik (grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden) dann 2,4-Di-tert-butylphenol oder Methyl-3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)-propionat (habe ich aus dem Text des unten stehenden Links geklaut!) im Wasser nachweist. Es gibt auch viele unbewertete Stoffe, was machen wir dann?? Übrigens, bezahlt werden muss die meist nicht ganz billige Analytik ja schließlich auch noch. Du bzw. die Labore bzw. die dort arbeitenden Menschen müssen ja auch von was leben. Oder arbeitest du immer umsonst?

Für dich eher uninteressant (ich habe ein bißchen in deiner Vita gestöbert :-) und kann dich nun fachlich auch besser einordnen) nur ein Link auf eine Seite (es gibt wesentlich mehr dazu zu finden, wenn man nach “PE-Rohre Geruch im Wasser” googelt).

http://www.laborpraxis.de/fachartikel/druck/lp_fachartikel_druck_5333491.html

Also, ich sehe da meine Aussagen durch Herrn Dr. Andreas Koch eigentlich vollauf bestätigt. Oder nicht? Und ein Ortstermin sagt trotzdem manchmal mehr als tausend Worte.

@Lothar:

Hallo Lothar, mit Pferden habe ich es nicht so - schon eher mal mit einer schnellen Antwort. Was ich oben geschrieben habe, bezieht sich auch auf deine Antwort, mit der ich mich schon fast ein bißchen angegriffen fühlte. Ich habe nicht vor, das PE-Rohr schlecht zu reden. Wozu auch.
Und es ist mir eigentlich egal, wenn Du schreibst
“Wenn ein PE-Rohr Gerüche abgibt, dann bestenfalls von organischen Stoffen, welche sich in Poren des Rohres angelagert haben ( Sorption.)”
Ich habe ja auch nicht behauptet, dass das PE in Lösung geht. Aber ich hätte schon erwartet, dass ein altgedienter Praktiker wie Du  weiß, dass geruchliche Probleme schon vom PE-Granulat herrühren können oder spätestens bei falscher Extruderfahrweise bei der Rohrherstellung entstehen können. Und es sind in der Regel diese Probleme und die dabei sich bildenden Stoffe, die sich dann später beim Kunden in der Installation durch eine geruchliche Veränderung des Trinkwassers darstellen.

Ich jedenfalls bleibe bei meinen Aussagen zu dem Thema und hebe mein Fähnchen weiterhin hoch, auf dem steht “Weiß manchmal auch was”, wenn auch nicht alles.

Wünsche Euch und dem Rest der Welt trotzdem für das kommende Wochenende schönes Wetter.
Καλή νύχτα στην Ελλάδα (auch geklaut).

Wmaw
Klaus J. Nick
nickwasser-agentur.de
(Mailadresse bestätigt)

  10.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Weiß manchmal auch was vom 10.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wmaw,

daß ich vermute, die organischen Stoffe kämen aus den PE-Rohren, habe ich wohl nicht gesagt. Da das Problem im Warmwassersystem auftritt, sollte man nach typischen Fehlerquellen dort suchen. Tritt das Problem in verstärktem Maße auf, wie z.B. im Zusammenhang mit Lecks aus Primärkreisläufen, z.B. bei Solarkollektoren, tritt eine erhebliche Verkeimung auf, und ein hoher meßbarer TOC-Wert im Bereich von 10 - 100 mg/l. Das hatten wir tatsächlich hier im Forum bereits, wie Lothar erwähnte.

Was das Screening nach Geruchsstoffen betrifft: Natürlich geht das und bringt auch Ergebnisse, auch empfindlicher als die menschliche Nase, wenn man nicht nach Schema-F vorgeht. Es gibt eine wunderbare Methode dafür (CLSA - Closed Loop Stripping Analysis), leider machen das nur ein paar Labore.
Oft kommt man aber so schon zum Ziel, die Ursache zu finden - da ist aber Grips und Improvisation gefragt und keine perfekte Labororganisation, die Schemen abarbeitet..

Auch hier kann man schon mal - kostenfrei und gerne - "geholfen werden".

Manchmal - und da gebe ich Dir Recht - ist jedoch ein Ortstermin nicht vermeidbar.

Grüße

Klaus
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  10.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Weiß manchmal auch was vom 10.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo,

jetzt aber mal langsam mit den Pferden !

Wenn ein PE-Rohr Gerüche abgibt, dann bestenfalls von organischen Stoffen, welche sich in Poren des Rohres angelagert haben ( Sorption ).

Ausgerechnet PE und PP sind aber diejenigen Werkstoffe, welche am wenigsten durch Sorption Ärger machen und werden daher auch für Grundwasserprobenbehälter bevorzugt, um so wenig wie möglich Fremdeinflüsse hineinzubekommen. Vom Material her können diese ja  als innert bezeichnet werden und gehen also auch nicht ein bischen mit Wasser in Lösung.

Sucht bitte nach undichtem Wärmetauscher oder einer gammligen Dichtung desselben.

Ein ähnliches Problem wurde hier vor einiger Zeit im Zusammenhang mit Solarkollektoren abgehandelt.

Also nicht gleich alles schlecht reden.

Sonntagsgrüsse aus Griechenland

Lothar
Weiß manchmal auch was
schlaumeier54web.de
(Mailadresse bestätigt)

  10.06.2007

Hallo Michael,

wie Klaus und Wulf schon erwähnt haben, scheint es mir sehr wahrscheinlich, dass der Geruch vom PE-Rohr herrühren könnte. Evtl. könnte auch der Warmwasserbereiter (Beschichtung?) eine Rolle spielen.

Neue PE- Rohre für die Trinkwasserinstallation (auch andere dafür vorgesehene Kunststoffrohre) sollten eigentlich das Wasser nicht geruchlich oder geschmacklich beeinflussen. Es kommt aber leider immer wieder vor. Die Rohre mit DVGW-Zulassung werden sehr streng kontrolliert, sowohl das Ausgangsgranulat als auch die daraus gefertigten Rohre. Das Problem entsteht i.d.R. erst bei der Herstellung und wird nicht immer bei der Überwachungsprüfung festgestellt. Auf die ganzen Zusammenhänge möchte ich hier nicht näher eingehen.

Schau mal nach, ob auf den Rohren eine Kennzeichnung steht, die u.a. die Identifizierung des Herstellers ermöglicht. Daneben stehen noch zig weitere Dinge darauf, z.B. die Abmessung, DVGW-Nummer, KIWA, PE-... usw. Falls Du etwas findest, kannst du es hier mitteilen. Es gab auch schon Fälle, wo man Rohre für die Heizung (nur dafür waren sie laut Hersteller vorgesehen!) auch für die TW-Installation verwendet hatte.

Wie Wulf schon erwähnt hat, ist die Nase des Menschen (von der Hundenase will ich gar nicht sprechen), oftmals um Potenzen besser, als unsere Analytik. D.h., wenn wir im Wasser etwas riechen (was auch immer), dann bedeutet das noch lange nicht, dass wir mit unserer hochempfindlichen Analytik auch etwas nachweisen können. Das sind bislang jedenfalls meine Erfahrungen der letzten 20 Jahre zum Thema Geruch im Trinkwasser. Deshalb wird auch das Screening (auf unbekannte Substanzen) meist nicht viel bringen (außer hohen Kosten).

Was deine Frage "..gesundheitsschädlich -oder nicht..," anbelangt, kann man die so wegen Unkenntnis eigentlich nicht beantworten. Wahrscheinlich ist in deiner Zahnpasta mehr ungesundes "Zeug" drin, als derzeit in deinem Wasser. Das Zahnputzwasser schluckt man in der Regel ja auch nicht. Die Frage stellt sich u.U. natürlich schon im Zusammenhang mit Trinkwasser und Wasser zum Kochen etc.

In den meisten Fällen "löst" sich das Problem mit der Zeit durch intensive Nutzung (und Spülung) im wahrsten Sinn des Wortes. Wenn nämlich die löslichen Stoffe (was immer das erst mal sein mag), die zu dem Geruch führen, aus dem Rohrmaterial herausgelöst sind, dann ist "Ruhe". Wie lange das dauert, kann man allerdings auch nicht so ohne weiteres exakt vorhersagen. Das kann schon mal mehrere Monate dauern; hängt u.a. von der Wassertemperatur und der Anzahl der Wasserwechsel ab.

Abschließend muss ich mal wieder darauf hinweisen, dass man sich bei derartigen (und anderen) Problemen eigentlich der entsprechenden Fachleute bedienen sollte um qualifizierte Hilfe zu bekommen. Die sind zwar zum überwiegenden Teil hier im Forum vertreten, aber vieles lässt sich eben nicht via Bildschirm erledigen, sondern bedarf eines Ortstermins und gfls. eben auch entsprechender Untersuchungen. Es müssen ja nicht unbedingt die Rohre sein; es scheint allerdings wie erwähnt, wahrscheinlich.

Halt uns auf dem Laufenden.
Gruß
Wmaw



Klaus J. Nick
nickwasser-agentur.de
(Mailadresse bestätigt)

  07.06.2007

Hallo Michael,

habe leider derzeit sehr wenig Muße, mich hier im Forum zu äußern - daher meine bisherige Zurückhaltung zu diesem Thema.

Auf jeden Fall handelt es sich bei solchen Gerüchen um kohlenstoffhaltige bzw. organische Verbindungen - z.B. aus Kunststoffen.
Mit einer Analyse (z.B. TOC) lassen die sich nicht unbedingt fassen, da die Konzentration wohl eher dafür zu niedrig ist - wie Wulf bereits schrieb.

Gibt es einen Primärkreislauf für das aufgeheizte Wasser, der ggf. Glykol enthält, das über einen defekten Wärmetauscher in das Warmwassersystem gelangt?

Ist das Warmwasser trübe, bzw. verkeimt?

Falls das nicht der Fall ist, kann ein Labor versuchen,
die Geruchsstoffe aus der Wasserprobe zu extrahieren und mit Gaschromatographie-Massenspektrometrie der Sache auf die Spur kommen. Die sollten wissen, was ich damit meine.

Ich guck' morgen hier nochmal rein,

Grüße

Klaus
Gast (Michael)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 06.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wulf,

die Wasserleitungen sind PE-HD (Kuststoff), wie oben erwähnt. Sind noch relativ neu, wie neu genau weiß ich nicht, möglicherweise aber erst wenige Monate alt.
Der Warmwasserbereiter (das selbe Gerät (im Keller) bereitet Trinkwasser und Heizungswasser) ist relativ neu, ob da letztens was dran gemacht wurde weiß ich nicht.

...Mehrere Kubikmeter (=mehrere tausen Liter) ablassen - das ist teuer und dauert... ist es nur von dir geraten, dass das vielleicht was nützen könnte, oder hast du konkrete Gründe/Erfahrungswerte um zu vermuten, dass das was nützen kann? Muss man dann alle paar Tage oder Wochen erneut "mehrere Kubikmeter" ablassen, oder wäre das eine einmalige Sache? Was kann der Grund für den Geruch sein, den man durch solch eine "Wasser-Ablass-Aktion" beseitigt?

Gruß
Michael
Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  06.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael vom 04.06.2007!  Zum Bezugstext

hallo Michael,

wurden auch die Leitungen in der Wohnung erneuert?
wenn ja, welches Material wurde verwendet?
Wurde evtl. irgendwas am Warmwasserbereiter gemacht?

Bei Kunststoffleitungen kann es vorkommen, dass nach einer Neuverlegung das Wasser riecht. Das soll es aber natürlich nicht.

Ob eine Wasseranalyse weiterhilft weiss ich nicht: in der Regel ist die Nase besser als die Messtechnik.
Frag doch mal bei deinem Wasserversorger oder Gesundheitsamt nach zugelassenen Trinkwasserlaboren.
Vielleicht können die mal ein Screening machen. Ich befürchte aber, dass da nichts bei raus kommt.

In der Regel hilft spülen: Dreh mal das Wasser auf und lass ein paar Kubikmeter durchlaufen. Wahrscheinlich musst Du zwischendurch ein paar Pausen machen, damit sich das Wasser wieder erwärmt.

Ansprechpartner ist in erster Linie dein Vermieter. Der ist verpflichtet dir eine einwandfreie Wasserqualität zur Verfügung zu stellen.
Gegebenenfalls muss der sich dann mit dem Installateur auseinandersetzen.

Gruß
Wulf
Gast (Michael)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.06.2007

Hallo zusammen,
ich konkretisiere nochmal meine Frage:
Weiß vielleicht jemand,
- woran das liegen kann?
- wie ich herasufinden kann, woran das liegt
 (Wasserwerk? Laboranalysen? Gesundheitsamt? Wo
 bekomme ich am günstigsten kompetente Hilfe?)
...ich bin wirklich etwas ratlos, vielleicht kann mir das Forum hier helfen!
Dank vorab - Michael



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