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Kategorie: > Technik > Abwasser/-aufbereitung
Wasserstoff Peroxid neutralisieren
Gast (Patrick Dembach)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.08.2007

Hallo Leute
es soll Peroxid neutralisiert werden welches bei der Desinfektion von Korken verwendet wird. Grundsätzliche Idee ist eine Kleinkläranlage zu verwenden und die Abwässer aus den Toiletten mit dem Prozesswasser zu mischen. Damit das im Waschwasser enthaltene Desinfektionsmittel meine Bakterien in der Kläranlage nicht abtötet möchte ich den Peroxid vorher neutralisieren. Was gibt es für Möglichkeiten für mein Problem ? Wer kann mir einen Tipp geben und auf was muß ich achten.

Vielen Dank

Patrick  



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 14
Gast (alex)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.10.2008

Wasserstoffperoxid wirdauchind erKontaktlinsen optik eingesetzt. Zum Neutralisieren gibt es 3 verschiedene systeme
1.Neutralisationstablette
2.Neutralisationsflüssigkeit
3. Platin

Also 2 und 3 wäre evtl was für dich. Neutalisationsflüssigkeit neutralisiert dasWassertsofperoxis (mischverhltnis aber > 1/1) kosten 350mlca 7euro (evtl kannman es von einem direktliveranten güpnstiger beziehen) und mäglichkeit 3.
PLATIN. Platin wirkt bei peroxid als neutralisationskatalysator. er bleibt erhalten (nützt sich also nicht ab) und neutralisiert 10ml inca 6 stunden. also mit viel Platin und evtl 1-2 tage kannst du eine ganze menge neutalisieren. Fragmalbei einem Optiker nach.
H2O
(gute Seele des Forums)

  20.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ulrich Pfeffer vom 19.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Ulrich,

leider muss ich Dir widersprechen. Wasserstoffperoxid ist nicht das Superoxidationsmittel das augenblicklich zerfällt wenn es auf (Schei..) trifft. Auch das Redoxpotential liegt deutlich unter Deiner Vermutung. Wasserstoffperoxid wird auch als Reduktionsmittel verwendet. Eine gängige Methode Wasserstoffperoxid zu beseitigen hatte ich schon erwähnt.

Gruß
H2O



Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  19.08.2007

hallo Patrick

die Idee mit der Mischung mit Abwasser ist wohl der Weg zum Ziel. H2O2 ist ja nur Wasser mit einem "O - xigen " zu viel, das aber nur sehr leicht angehängt ist, d h es reagiert sehr schnell mit allem Oxidierbaren, wessen es habhaft werden kann.
Mixt man H2O2 mit Abwasser, zerfällt es "augenblicklich" und der Sauerstoffradikal oxidiert die im Abwasserbefindliche Organik( Sch..)    
Um das ein wenig zu kontrollieren, empfehle ich die Messung des Redoxpotentiales (in Milivolt) mit einem kleinen Redoxmessgerät ( ab ca 100.-€ aufwärts)
"Sauberes" (Trink)Wasser hat ca +250 mV, H2O2 hat weit über 1000 mV H2O2 Redox ist in sofern  problematisch zu Messen da nur mit Spezialelektroden möglich )  
in der Mischung sollte der Redox sehr niedrig sein bzw unter 0 im Minusbereich, dann ist es überheupt kein Problem und auch mit einfachen Methoden möglich.  

Ausgehend von der Tatsache das Wasser für Bakterien problematisch (desinfizierend) wird, wenn der Redoxwert auf über + 400 mV ansteigt und es für Mikroorg. über + 700 mV lebensfeindlich wird kann man im Umkehrschluss sagen, ein Abwasser/ H2O2 Gemisch mit einem Redox unter 400 mV ist absolut unproblematisch einzuleiten.  

Genaueres kann ich aber auch nur unter Angabe der Mengen und Konzentrationen/ Schmutzfracht sagen.

Viele Grüße

Uli
Gast (brunnenotto)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Unbekannt! vom 13.08.2007!  Zum Bezugstext

das habe ich auch gemeint dass es durch den schnellen zefall und Verdünnung eventuell so an wirkung einbüßt dass es irrelevant wird.
Zudem veliert ja jedes Desinfektionsmittel durch organischen Dreck einen Großteil seiner Wirkung.
H202 reagiert gut mit allem was oxidiert werden kann.

Nur es ist ein quantitatives Problem. wenn dann praktisch die ganze Füllung der Kläranlage aus einer 10%igen H2o2 Lösung besteht könnten die Bakterien schon leiden. H2O2 zerfällt schnell.. aber wie schnell?

Ich würde mich da an die Uni wenden..

Gast (Unbekannt!)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.08.2007

Moin,
mal eine (bestimmt) irrige Idee :
Wenn die Waschlösung mit dem H2O2 entsorgt wird, kommt diese ja in einen drucklosen Bereich.
Weiterhin zerfällt H2O2 ja relativ schnell !
Was würde z.B.: passieren, wenn das Wasser einfach in offene Rieselbehälter eingeleitet (ähnlich wie beim Entsäuern)wird und dann seinen normalen Abwasser-Weg geht. Quasi beschleunigter Zerfall durch Einbringung von kinetischer Energie

Gruß
seita
Gast (Heiner F)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hartmut Schmitt vom 13.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Schmitt,

hier geht es doch nicht um die Einleitung in eine Kanalisation. Hier sollen 4000 l/d Peroxid-haltiges Waschwasser zusammen mit Toilettenabwasser in einer Kleinkläranlage behandelt werden. Da kann man sich eine Neutralisation sicher nicht ersparen. Wie Herr Dembach richtig erkannt hat, würde die Biologie in der Kleinkläranlage das nicht überleben.

Bei 4000 l/d kommen mir aber sowieso Zweifel, ob eine Kleinkläranlage damit fertig wird. Das ist immerhin eine Abwassermenge, wie sie von ca. 27 Einwohnern anfällt, rein hydraulisch gesehen. Wenn es sich nicht um eine sehr große Kleinkläranlage handelt, dürfte diese hydraulisch arg überbelastet werden, mit der Folge, dass die geforderte Reinigungsleistung stark abnimmt und der Ablauf nicht mehr in ein Gewääser eingeleitet werden darf. Also besser eine andere Lösung suchen.

Oder gibt es doch einen Anschluss an eine Kanalisation? Dann verstehe ich nicht, wozu überhaupt eine Kleinkläranlage gebraucht wird.

Grüße
Heiner F
Gast (Hartmut Schmitt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Patrick Dembach vom 13.08.2007!  Zum Bezugstext

Sehr geehrter Herr Dembach,

ich habe auch schon einmal eine Internetseite gesehen, auf der eine Firma über ihr Produkt, das mit Wasserstoffperoxid arbeitet, berichtet hat, dass man dieses bei Einhaltung bestimmter Konzentrationen vor einer Einleitung in die Kanalisation nicht neutralisieren müsste. Dabei ging es um die Desinfektion neuer Trinkwasserrohrleitungsabschnitte.

Ob diese Konzentrationen allerdings bei Ihnen die gewünschte Desinfektionswirkung erbringen würden, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht sollten Sie aber 'mal in dieser Richtung weiter recherchieren. Dann könnten Sie sich evtl. den Aufwand für eine Neutralisation ersparen.

Die Sicherheitsdatenblätter der verwendeten Produkte geben auch Hinweise auf deren evtl. Umweltgefährdung und Maßnahmen zur Handhabung und Entsorgung. Sind die Angaben noch nicht ausreichend für bestimmte Fragestellungen, dann sind dort in der Regel Kontaktadressen angegeben.

Wenn Sie das Wasserstoffperoxid mit Chemikalien neutralisieren, müssen Sie auch deren Sicherheitsdatenblätter berücksichtigen. Eine Überdosierung oder Verunreinigung der Neutralisationsmittel mit Schadstoffen können ebenfalls zu einer Beeinträchtigung der Umwelt führen. Also auch diesbezüglich die rechtlichen Vorschriften beachten.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schmitt
Gast (brunnenotto)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Patrick Dembach vom 13.08.2007!  Zum Bezugstext

Wieviel Abwasser aus den Toiletten fällt täglich an?
Interssant wäre woher das H2o2 kommt: Das gibts als Pulver zum beimischen (hatte mal so Tabletten die ich aber nicht mehr bekomme) oder ob die Lösung kaufst und da müßte ja was drauf stehen...

4m3 ist schon viel: Katalase ist ein Enzym das auch in den weißen Blutkörperchen vorkommt.. deswegen schäumt H2O2 wenns mit Eiter in Berührung kommt..
, habe H2O2 Problematik im Abwasser noch nie gehört. Ist als Substanz relativ ungefährlich sonst dürfte man das ja nicht für Korken verwenden
Gast (Patrick Dembach)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 12.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar

eine gute Idee die Abwasser durch einen Kat zu schicken. Ich habe ca. 4000 Liter täglich zu neutralisieren. Wie kann ich den Katalisator bestimmen und funktioniert es auch zuverlässig da das Abwasser zusätzlich mit Korkresten (Pulver) verschmutzt ist.

Gruß

Patrick
Gast (Patrick Dembach)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von brunnenotto vom 12.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo bunnenotto
danke für deine Antwort, leider weiß ich die genaue Zusammensetzung b.z.w. Verhältniss Wasser / Peroxid nicht aber es ist eine sehr wässrige Lösung. Glauben sie das eine neutralisation nicht vorher notwendig wird ? Ich habe täglich ca. 4000 Liter Waschwasser mit Peroxid.

Viele Grüße

Patrick
H2O
(gute Seele des Forums)

  13.08.2007

Hallo Patrick,

Ein anderer Weg ist die chemische Umsetzung durch Zudosierung eines Reduktionsmittels. Oft wird Natriumbisulfit verwendet, das dann unter Peroxidverbrauch zum Sulfat oxidiert wird.

Gruß
H2O
Gast (brunnenotto)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.08.2007

Wie hoch ist die H2O2 Konzentration?
Wie ist das Mengenverhhältnis H2O2-Lösung zu Abwasser?

H2O2 zerfällt eigentlich sehr schnell
Hier gibt es ja keine Rückstandsproblematik und bei Verdünnung mit Abwasser zerfällt es noch schneller.

Es kann sein, dass das auf die Bakterien der Kläranlage keinen relevanten Einfluss hat.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  12.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 12.08.2007!  Zum Bezugstext

Nachtrag:

das Enzym ist Katalase,  Kann aber dazu nichts näheres sagen. Aber kuck mal da: http://www.chemie.uni-ulm.de/experiment/edm0107.html

LG aus GR

Lothar
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  12.08.2007

Hallo,

um eine Neutralisierung vorzunehmen, gibt es die Möglichkeit Platin als metallischen Katalysaztor einzusetzen. Biologisch gibt es noch den Weg über ein Enzym, was mir aber nicht einfallen will. Es entsteht dabei reiner Sauerstoff und Wasser.

2 H2O2 => 2 H2O + O2

Zusammen mit Faulgasen aus der Kläranlage ein Gemisch, welches nicht ganz harmlos ist. Also wegen dem sonst zu erwartenden Lärm, die Lösung vorab neutralisieren.

Wenn die Mengen nicht zu gross sind, könnte man die Brühe vielleicht durch einen neuen PKW-Cat schicken ? Ansonsten gibt es da auch für den Laborbederf platinbeschichtete Glaswolle.

Ob das so erlaubt ist, müsste man vielleicht mal mit einem Spezialist für die Gefahrstoffverordnung abklären.

LG aus GR

Lothar



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