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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Dringend! Brunnen versiegt - einzige Wasserquelle
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.08.2007

Hallo liebe Forumsgemeinde,
ich bin in einer echten Notlage. Ich habe mir vor ein paar Jahren eine alte Mühle gekauft. Diese liegt in alleinlage ohne öffentliche Wasserversorgung. Es gab einen alten Schachtbrunnen, der wurde früher als Trinkwasserquelle benutzt. Das Gesundheitsamt hat mir zur Auflage gemacht den Brunnen zu sanieren/erneuern. Also haben wir vor zwei Jahren von Hand den alten Brunnen freigelegt und mit Betonrohren neu ausgebaut. Der "Quellaustritt" war genau unten in Schachtmitte und der Brunnen hat den 2m Schacht nach dem Ausbau bis 1,80m höhe vollgemacht. Seit einem Jahr wurde das Wasser kontinuierlich weniger. Jetzt stehen von der Sohle ab noch ca. 50cm. Zu wenig um damit mein Trinkwasser zu gewinnen. Früher konnte man auch den Wasseraustritt richtig sprudeln sehen. Da sieht man jetzt nichts mehr. Bauliche maßnahmen wurden in der Umgebung meines Wissens keine durchgeführt. Kann man da noch irgendwas retten? ich wollte demnächst einziehen, aber ohne wasser gehts nicht. Einen Brunnen bohren zu lassen kann ich mir wohl nicht leisten. Also ich wäre über jede Idee echt dankbar.

Die Mühle war ein wirtschaftlicher Totalschaden (hat sich aber leider erst nach dem Kauf rausgestellt). Soll heissen, meine finanziellen Mittel sind ziemlich am Ende. Hat jemand eine Ahnung was es kosten würde einen Brunnen zu bohren? Ich bin hier im Westerwald (Nähe Montabaur, zw. Frankfurt u. Köln) vielleicht kennt jemand eine günstige Firma die da helfen kann.
Hab in einigen Foren gelesen, dass manchmal die freiwillige Feuerwehr auch einen neuen Brunnen für kleines Geld spült. Aber ob das bei mir geht? Bin mitten im Tontagebau. Boden ist lt. Ministerium für Bergbau eine Mischung aus Ton, Lehm, Schluff. Hab auch schon dran gedacht selbst einen neuen Schacht zu graben oder Gerät zu leihen und Brunnen. Hab aber absolut keine Ahnung von sowas? Wobei ich mich technisch als durchaus geschickt bezeichnen würde. Wäre auch zu Experimenten bereit. Darf halt kein Vermögen kosten. Ich will nicht jammern, aber ich hab alles was ich hatte in die 500 Jahre alte Mühle gesteckt. Hab alles ökologisch und authentisch aufgebaut und jetzt kurz vor Fertigstellung/Einzug sowas. Also jeder Tip und jede Hilfe ist willkommen.

Viele Grüße aus dem Westerwald
Andreas




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 28
Gast (Ursula Zehner)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.09.2007

Hallo Andreas,
war der Schacht vor der Sanierung anders gebaut? z.B. seitliche Öffnungen in der Wand, durch die das Wasser in den Schacht treten konnte.
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Andreas Göttler vom 15.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Andreas beim Tankauf unbedingt bestättigen lasenn dass dieser direkt eingegraben werden kann(ohne Betongrube) eine Feuerwehr hat einmal Niro gebrauchte Tanks gekauft und wollte deies direkt eingrabenn als man die Grube in der die Tanks waren verfüllenn wollte klappten diese einfach zusammen.
Kannst du beim beschriebenen Komntrollschacht  kontrollieren wieviel Liter Waser pro Min ankommen?
mfg sepp
PS denn anschlussann die Schachtringe würde ich aus Niro machen/ lassen .Keinn Loch stemmenn sondern  bohren. An der Austrittseite des Bohrers unbedingt ein Holzstück fest ankeilen/befestigen sonst kriegst du  ein riesiges Loch an dieser Seite!
Gast (Andreas Göttler)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.09.2007

Hallo,

offensichtlich scheint "Hochspeicher" die fachlich korrekte Bezeichnung zu sein. Über den Begriff bin ich auch gestolpert und habe beim Wasseramt nachgefragt. Ein Hochspeicher wird üblicherweise in der Erde vergraben so wurde mir mitgeteilt.

Bei den Speichern bin ich noch unsicher was besser ist. Beton oder PE? Oder was anderes. Bei Ebay gibts so Dinger mit 2 bis 5tsd liter ja für bezahlbares geld. Die Frage ist ob ich die für sowas nehmen könnte. Und dann wär da noch die Frage wegen Pumpe. Ich möchte einen möglichst konstanten Druck in den Wasserleitungen. Brauch ich da noch einen Druckwasserkessel oder geht das mit einer Brunnenpumpe oder einem Hauswasserwerk auch.

Am 27.9 ist Ortstermin mit der Ingenieurin vom Wasseramt mal sehen was die sagt. Wäre aber schon noch interssant wie Eure Meinung zu der Geschichte mit dem Erdtank ist. Weiss jemand wo man für Schachtringe eine vernünftige Durchführung für Rohre herbekommt?

Wenn ich das mit dem Erdtank mache, dann muss ich die Rohrverbindungen die jetzt durch die Schachtringe in den Schacht gehen (Entnahmeleitung, Überlaufleitung, beide eingemauert) neu machen. Dann könnte ich auch gleich noch etwas in der Quelle tiefer graben und die Ringe nachsacken lassen. Brauche dann aber eine neue Durchführung. Die letzte hab ich mit der Hand und Stemmhammer gemacht. War aber sehr aufwändig. Vielleicht gibts da ja was einfacheres.

Vielleicht hätte ja auch jemand eine Bezugsquelle wo man einen 5000-Liter-Erdtank für Trinkwasser herbekommen kann.

Schönes Wochenende
Andreas
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Andreas vom 14.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Andreas Hochspeicher ist da wohl nicht der rechte Ausdruck eher Tiefspeicher oder wie man so etwas auch nennen sol.(in einem Hochspeicher wird das Wasser normalerweise hinaufgepumpt!was ja bei Dir nicht der Fall ist, wen ich dich recht verstehe  .Als Grösse wäre etwa der Tagesverbrauch schon notwendig /empfehlenwert
Wenn der Höhenunterschied zwischen der"Zysterne " und der geplante Aufstellungsort Pumpe um  sicher zu gehen nicht gröser als 5 m ist brauchst du die Pumpe nicht direkt bei der Zysterne aufstellen
mfg sepp
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.09.2007

Hallo Sepp,

ich denke das ist die größte Unwägbarkeit bei der Angelegenheit, dass niemand die Schichtung im Untergrund genau kennt. Irgendwann kommt mit sicherheit Wasser. Die Frage ist nur in welcher tiefe.

Ich habe jetzt schon einiges mit der Damme vom "Wasseramt" gesprochen. Eine neue Idee ist entstanden.

Die Quelle liefert ja  noch Wasser. Ich muss mal sehen ob es noch die gleiche Menge ist wie vor einem Jahr. Da waren es ca. 2400l pro Stunde. Ich denke, wenn der Druck der Wassersäule im Schacht ansteigt, läuft das Wasser unten weg. Es stehen jetzt noch so ca. 50 bis 80cm auf der Sohle. Mann könnte in einiger Entfernung zum Schacht einen Hochspeicher aus HD-PE setzen und diesen als Zwischenspeicher benutzen, also erst von dort mittels Brunnenpumpe ins Hausnetz einspeisen. ggf. wäre auch einfach ein Überlauf von der Quelle in den den Speicher realisierbar. Die Frage wäre dann wie groß sollte so ein Speicher sein. Ich dachta an irgendwas zwischen 2000 und 5000 liter. Was halten die Spezialisten hier von so einer Lösung. Vorteil wäre, ich müsste die Quellfassung nicht neu machen. Mit graus erinnere ich mich an die 200 Stunden schweisstreibende Arbeit die da reingesteckt habe.

Viele Grüße
Andreas
Gast (sepp-s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.09.2007

Hallo Andreas das mit dem  feuchten Tonn ist richtig,ich errinnere mich an denn"Erd-Dammbau" für den  Badesee in meiner Nähe dort musste die Schüttung immer wieder  unterbrochen werdenn wen das Schüttmaterial wegen Regens zu feucht war.Auch Deine Argumente bez. bohren im Ton können durchaus richtig sein.Ein Bekannter hat mir erzählt dass man nahezu 100m tief bohrenn musste da der Ton kein Wasser "lieferte" (Ausläufer des emaliges Braunkohleabbaugebietes  mfg sepp
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.09.2007

Hallo Hydrogeotest und die anderen,

ich war jetzt einige Tage nicht in der Lage online zu gehen. Ich werde versuchen die nächsten Tage einige Details zu liefern. Soviel mal vorab. Die Quelle ist rechts neben dem kleinen Gebäude (Das ist die Garage, die wurde aber schon längst abgerissen. Wenn man auf das Satelitenfoto sieht, dann gibt es ein großes Haus (Wohnhaus und 90Grad versetzt die Scheune). WEnn das Bild so ist, dass das Wohnhaus mit der langen Seite senktrecht im Bild ist und links oberhalb die Scheune, dann ist ziemlich senkrecht, leicht links versetzt oben am Grundstück die Garage und daneben (ca sieben Meter) die Quelle. Von der alten Quelle müsste ich ein Bild haben, von der neuen muss ich mal sehen, aber da gibt es was.

Ich habe die letzten Tage mit den Leuten von Verbandsgemeinde gesprochen und auch einer Sachbarbeiterin von der oberen "Wasserbehörde". Alle sind der meinung, dass es vermutlich keinen Zusammenhang mit dem Tontagebau gibt, da dieser viel tiefer liegt und das bei mir austretende Wasser aus einem Sickerstrang einer Zwischenschicht kommt. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte eine undichte Sohle am ehesten in Frage kommen. Als der Schacht neu gemacht wurde, stieg das Wasser danach extrem hoch an. Erreichte nach einigen Stunden eine Höhe von fast 180cm in 200cm Rohr. So hoch stieg es aber nie wieder. Nach Anweisung des Heizungsbauers wurde innen die Sohle etwas tiefer gemacht um mehr wasser zu haben. Ich könnte mir vorstellen, dass es da unten undicht ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Tonpackung mit dem falschen Ton gemacht ist. Ich habe mir aus einem Tontagebau weissen, reinen Ton geholt. Der wurde beim einbauen durch das ständig vorhandene und nachfliesende wasser ziemlich dünn. Vielleicht haben wir da gar nie die Dichtigkeit herbekommen die notwendig wäre. Die Schicht wurde mit einem Stampfer gestampf, aber richtig fest wurde das alles nicht, da zu nass. Ist Quellton da deutlich anders? Die Vegetation um die Quellfassung hat sich nicht deutlich verändert. Wobei ich davon ausgehe, dass das Wasser was jetzt vielleicht unten austritt, sich einen Weg zu dem in nächster Nähe liegenden Bach (ca. drei bis vier Meter) gesucht hat und es deshalb gar nicht zu einer großartigen Feuchtigkeitsveränderung käme. Der Bach ist kein Bach im eigentlichen Sinne. Der tritt aus dem gleichen Hang aus an dem auch der Schacht liegt. Ich hatte schon darüber nachgedacht dieses Wasser als Trinkwasser über Filterstufen in eine Zisterne zu leiten und als Trinkwasser aufzubereiten. Das Wasservolumens des "Baches" hat sich nicht feststellbar verändert. Ich gehe auch davon aus, dass der Bach von der gleichen Stelle gespeist wird, wie meine Quelle. Ob es gespanntes Wasser sein könnte vermag ich nicht zu sagen. Ich weiss nur, dass das Wasser von unten ausgetreten ist und der "Druck" so stark war, dass er kleine Sandkörnchen verwirbelt hat. Ausserdem sind auch immer wieder Luftblasen mit raus gekommen. Vielleicht ist das ja irgendwie auch von Bedeutung. Sollte ich die Quelle neu machen, wäre es vielleicht zu überlegen gleich Ringe mit größerem Durchmesser (150cm oder 200cm) zu verwenden um einen größeren Speicher zu bekommen. Oder das Wasser aus dem jetzigen Schacht in einen 2000l Zisterne (unterirdisch, PE) zu pumpen und von dort ins hausnetz einzuspeisen. Bin aber immer noch unschlüssig was ich tun soll. Mittlerweile hab ich jetzt zwei Bohrfimen an der Hand. Der eine bohrt für 85€ pro Meter, der andere für 100€. Aber für die ist das nur interessant, wenns mindestens 20 bis 40m werden. Jetzt könnt ich mir natürlich vorstellen das folgendes passiert. Die  Bohren, nach wenigen Metern kommt wasser. Das gesetzte Preisziel ist aber nicht erreicht. Jetzt sagt man das Wasser ist schlecht oder zu wenig und man müsse tiefer bohren um genügend Wasser von "guter Qualität" zu bekommen. Der Grundwasserleiter wird jetzt durchbohrt, das wasser "läuft" weg. Jetzt kommt eine dicke Tonschicht und schwups bin ich anstatt bei 15m bei 50m. Und der Bohrer hat das erreicht was wichtig ist. Viel Meter damit die Kasse stimmt. So, das war es für heute Nacht.

Meine mailadresse agoettler@web.de

Viele Grüße
Andreas
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  05.09.2007

Hallo Andreas,

habe meine Mailadresse wieder sichtbar gemacht. Sende mir doch mal bitte, wenn möglich, Fotos von Deiner Quellfassung. Im alten Zustand, beim Umbau (wenn vorhanden) und von dem derzeitigem Zustand. Interessant sind noch Ansichten, aus denen man die Hangneigung zum Bach und zu der 2. Quelle sehen kann.

Vermutlich haben der Bach und die Quelle nur einen hydrologischen Zusammenhang und das ist der freie Gefälleabfluss ohne Fassung in den Bach.
Kannst Du eine zunehmende Vernässung unterhalb der Quelle feststellen? Oder auch veränderten Pflanzenbewuchs?
Entweder die Quellspeisung erfolgt von unten aus einem gespannten Grundwasserleiter, der an der Stelle eine Leckage des darüber liegenden Stauers (Ton, Schluff, usw.) hat. Dadurch tritt das Wasser nach oben aus. Hier könnte sich ein Druckabfall durch Tagebauabsenkung auswirken.
Oder das Wasser fließt auf einem Stauer entlang, welcher am Quellaustritt an die Oberfläche kommt, das sogenannte Ausstreichen einer Bodenschicht. Und fließt dadurch aus. Nach der Fertigstellung gab es einen höheren Wasserstand in der Fassung als vorher, d.h. auch mehr Druck nach unten. Es könnte also sein, das es zu einer Unterspülung der Tonabdichtung gekommen ist. Dadurch könnte das Wasser zum größtem Teil auch unterhalb abfließen, würde aber zu einer Vernässung unterhalb führen. Evtl. am Hang abwärts mal einen kleinen Suchgraben ziehen und mal genau schauen wann es nass wird, was für Bodenschichten und wann der Ton kommt, bzw. das Wasser fließt. Falls es unter der Fassung ausfließt, müsstest Du "nur" unterhalb (in Abflussrichtung) der Fassung eine Tondichtung auf die Stauerschicht aufbringen und so nach dem Prinzip einer Staumauer aufstauen.

Die 2. Quelle wird der selbe Typ sein wie die gefasste, auch da könnte man mal 1-2 Meter daneben schauen, was für Boden unter dem Abflussniveau ansteht.

Mit freundlichen Grüßen an den Mühlenrestaurator!

P.S. Gab es eine Erhebung seitens des Prof. bzgl. Tiefe des gespannten Aquifers? Bzw. wie tief müsste man Bohren?
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  05.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 05.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,

zu tief geraben ist eine Möglichkeit, aber wenn das Material (Ton, Lehm, u.ä.) nicht fest war, sondern schlammig, kann das eigentlich nicht die eigentliche Ursache sein. Das Wasser hätte ja dann schon vorher weiter unten zur Seite abfließen können, habe schon 2 Ursachen in Verdacht, aber bevor hier ewige Abhandlungen hinterlassen werden, will ich erst mal noch etwas die grauen Zellen bemühen und noch einige Details hinterfragen.
Mal sehen - ich denke man wird wohl die Ursache eingrenzen können.
MfG
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 04.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo  Hydrogeotest Möglicherweise hat er den Schacht zu tief gegraben so das kein Wasser mehr in den Schacht hineinfilesen da er ja das seitliche hineinfließen mit Ton abgedichtet hat .Oben Rollierschoter ist das schlimmste was man machen kann
wenn es um Trinkwasserqalität  geht   mfg sepp
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  04.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 04.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp - Quellfassung, nicht Brunnen!
Das Wasser soll in diesem Fall daran gehindert werden weiter talwärts zu fließen, oder sich flächenhaft auszubreiten, sonndern soll den Besitzer mit ausreichend kühlem Naß in der Fassung erquicken.

Bei Brunnen sollte man selbstverständlich den Ringraum im oberen Bereich abdichten - vorzugsweile Quellton.

;-) Das ist Ton der quillt und kein Geräusch aus einer Quelle.  ;-)
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Andreas vom 04.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Andreas ich teile deine Bedenken bezüglich der Tonpackung.Unten Ton und dann Rolierschotter ist ganz verkehrt, in jedem Brunnenratgeber steht dass der obere teil eines Brunnens unbedingt mit Lehm in deinem Fall wohl Ton gegen  das eindringen von  Oberflächenwasser eta 1,5 m tief abgesdichtet werden muss! mfg  sepp
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  04.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Andreas vom 04.09.2007!  Zum Bezugstext

...
>>>Von Euch kommt keiner zufällig aus erreichbarer Nähe und würde sich das gegen Kostenerstattung mal live ansehen?<<<

;-( .. etwas über 400 km ...



Habe leichte Probleme mit der Geländebeschreibung. Wenn ich die angegebene Adresse eingebe, liegt das Gelände westlich des markierten Punktes. Die Zufahrt ist NE-SW, nach 113m kommt ein Grünstreifen (Hecke, kl. Bäumchen), fahre ich dann in das Grundstück rein, kommt nach 15 ein kleiner Bau - der wäre aber im Sat. -bild dann rechts oben, oder hattest Du keine Nordrichtung eingestellt. Wenn ich von der Einfahrt komme, geht es auf die Stirnseite eines Gebäudes (20x10m) zu, kurz vor diesem Gebäude steht dann rechts ein weiteres (15x10m).
Habe mir das Satellitenfoto mir jetzt über Google Earth runtergeladen, Google Map mag mich nicht - beruht aber auf Gegenseitigkeit ...
Das Sat.-foto ist am frühen Morgen aufgenommen, wenn man es etwas entsprechend neigt, bekommt man anhand der langen Schatten einen leichten Eindruck vom Geländeverlauf.
Würde es Dir ja gerne mal per Mail senden, aber habe ich leider nicht und meine habe ich ausgeblendet, da zu viele direkte Anfragen ...
Schreib mir doch mal Zeiten wo Du sicher online bist, dann stelle ich kurzzeitig mal die Mailadresse ein und die wird dann mit Überarbeiten auch gleich wieder entfernt. Oder ich schaue mal, ob ich sie wieder einblenden kann.
Werde mir alle Fakten noch mal zusammen suchen und mich Mittwoch oder spätestens Donnerstag noch mal melden. Die Zeit ist im Moment sehr knapp.

Bis später - MfG

Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.09.2007

Quelltypisierung.

Hallo Hydrogeotest und auch einen Gruß an alle anderen Leser und "Berater".

Anhand des Quellentypenkatalogs schwanke ich zwischen einer feinmaterialgeprägten Tümpel oder Fliesquelle.

Da direkt hinter der Quelle der Hang ein paar Meter leicht ansteigt. Die Quelle liegt sozusagen auf halber Fusshöhe eines kleinen Plateaus. Wenn man das Satelitenbild ansieht, dann befindet sich links oben ein länglicher, erkennbarer Bau (ehemalige Garage). Ca. 15m rechts, etwas oberhalb ist die Quelle. Dahinter erhebt sich das angesprochene Plateau.

Da die Mühle über 500 Jahre alt ist und beim Erneuern der Quellfassung sehr alte Bestandteile gefunden wurden ist davon auszugehen, dass diese Quelle schon immer die Wasserversorgung war. Aufgrund der tiefe des Austritts im Verhältnis zum Geländeniveau ist m.E. eher davon auszugehen, dass es ursprünglich eine Tümpelquelle gewesen sein könnte. Sofern das irgendwie weiter hilft.

Es gibt ja im Grunde nur zwei Möglichkeiten.
A) es ist kein Wasser mehr da? Dann wäre aber die Frage warum der Bach noch wasser hat. Ich hab nochmal nachgedacht. Der Austritt des Bächleins ist ungefähr auf gleicher Höhe wie der Austritt der Quelle.

Und wenn noch genügend Wasser für den Bach da ist, müsste es auch für die Quelle sein. Von daher ist davon auszugehen, dass der Austritt "verlegt" wurde oder die Tonpackung, insbesondere nach der nachträglichen Vertiefung, verlegt wurde.

Klingt jetzt irgendwie danach als müsste man das alles neu machen. In der Fassung einfach nur tiefer graben wirds wohl nicht bringen können, oder?

Und dann wäre beim Neumachen noch die Frage was man anders machen müsste als beim letzen mal. Hat ja schließlich ein gutes Jahr gehalten.

Ich war jetzt auch ein bisserl am Nachdenken.

Ich habe beim Neumachen der Quelle auch neue HDPE-Leitungen "1" verlegt. Die Zuleitung von der Quelle zum Haus ist ca. 30 m lang. Diese geht aber nicht direkt ins Haus, sondern liegt in einem ca. 80cm tiefen, ebenfalls neuen Wartungsschacht (80er Betonringe). Wäre es nicht so, dass man den Schacht unten abdichtet. Die beiden Rohrenden in dem kleinen Schacht erst gar nicht verbindet, sondern das Wasser dauerhaft aus der oberen Quelle in den Wartungsschacht laufen lässt und von dort mit einem Hauswasserwerk in Druckwasserkessel pumpt? Dann wäre ich nicht mehr so darauf angewiesen, dass der Pegel in der Quelle besonders hoch steigt um ein großes Reservoir zu haben, sondern dann würde es genügen, wenn überhaupt Wasser kommt. Was halten die Spezialisten von so einer Überlegung. Das wäre dann sowas wie eine Zisterne als zwischenspeicher. Man müsste den Wartungsschacht eben nur entsprechend dicht bekommen, da in den Untersten Betonring einfach gegenüberliegend mit dem Stemmhammer eine großzügige Öffnung gemacht wurde um  das Rohr ein und wieder auszuführen. Gedacht war der Schacht um die Rohre mit einem Schieber zu verbinden um im Fall der Fälle von dort aus die Hauptversorgung des Wohnhauses absperren zu können. Tschuldigung wenn ich immer so viel schreibe, aber ohne Bilder ist das alles recht schwer zu erklären.

Von Euch kommt keiner zufällig aus erreichbarer Nähe und würde sich das gegen Kostenerstattung mal live ansehen?

Viele Grüße
Andreas
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 04.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Hydrogeotest :-)

Ich kann Dir gar nicht genau sagen kann was da entnommen wurde. Ich denke mal lehmig-toniges "Schlammgemisch".

Nochmals zur Quelle. Es sind 100er Schachtringe. Gesamte Höhe 2m, Oberkannte ca. 70cm über Niveau.

Quellfassung nur von unten offen. Wassereintritt ziemlich mittig ausschließlich von unten.

Das Dokument sehe ich mir gleich mal an.

Viele Grüße
Andreas
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  04.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Andreas vom 04.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Andreas,

es gibt viele Möglichkeiten, wie Deine Quelle versiegen kann.
Die Ursache kann aber eigentlich erst geklärt werden, wenn der Quelltyp bekannt ist.

Hier ein Link:

http://www.lfu.bayern.de/wasser/fachinformationen/trinkwassergewinnung/quellen/index.htm

ganz unten zum Download der Bayerische Quelltypenkatalog (dauert etwas – ziemlich groß)

Die Grafiken zu den einzelnen Typen sind etwas „übertrieben“ (stark überhöht) dargestellt.

Da kannst Du etwas lesen zum Thema.

Hier mal noch ein paar Fragen zum Eingrenzen der Ursachen:

1. Was wurde beim Vertiefen der Quellfassung für Boden entnommen?

2. Die Quelle sprudelt von unten, also der direkte Zutritt kommt auch von dort?


Dann bis später...


Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.09.2007

Hallo zusammen,
zunächst mal vielen Dank für die teils sehr ausführlichen Beiträge. Ich hab vor Jahren schon mal Kontakt mit einem Prof. vom geologischen Landesamt in Mainz. Von dem stammen ja die Vermutungen mit Tonschicht und gespanntem Wasser uns so weiter.

zu den Antworten. Ich denke, der "Quellaustritt" ist etwas tiefer als er vorher war. Wir haben die alte Quelle demontiert. Genau zentrisch über der Austrittsöffnung Schachtringe auf eine Tonpackung gestellt und die Schachtringe aussen rum mit ca. 1m hoch Ton abgedichtet und dann mit Drainageschotter aufgefüllt. Es war auch ein Jahr glasklares Wasser zu sehen und auch der "Sprudel" an der Sohle war zu sehen. Die Leistung lag bei ca. zwei bis drei m3 pro Stunden. Und dann wurde es plötzlich weniger. Der Heizungsbauer meinte dann, ob man in der Fassung noch etwas tiefer gehen könnte um mehr Reserver zu haben. Wir haben dann nochmal ca. 30 bis 50cm vorsichtig tiefer gegraben. Möglicherweise wurde dabei die Austrittsöffnung verlegt? Allerdings erklärt das immer noch nicht, warum das Wasser plötzlich weniger wurde. Wir haben am Anfang, als es schon nachgelassen hat mal ein 200er Rohr auf die Austrittsöffnung gestellt um zu prüfen, ob es im Rohr höher steigt als im Schacht. Damit wollten wir prüfen, ob der Schacht "undicht" ist. Wasserspiegel innen und aussen allerdings gleich. M.E. eher ein Indiz dafür, dass jetzt weniger Druck drauf ist als vorher. Als die Quelle nocht alt war, stand das wasser ca. 1m tief im Schacht. Als wir Sie neu gefasst hatten, stieg das Wasser bis auf 180 cm und hat sich dann bei ca. 140cm eingependelt. Und da blieb es ca. ein Jahr und wurde dann immer wenn ich nachgesehen habe weniger.

Die Erneuerung der Quellfassung hat wahnsinnig viel Arbeit gemacht. Wurde alles in Handarbeit gebudelt. Die Ablauf und Überlaufleitungen mit Kernbohrung eingebaut. Innen mit trinkwassergeeigneten Putz verputzt...

Muss ich das jetzt alles wieder abreissen?

Wenn man es neu macht, sollte man dann nicht gleich lieber 150cm oder 200cm Schachtringe verwenden? Und wie tief sollte man gehen? Gibt es gelochte Schachtringe zu kaufen? Aber wenn ich einen gelochten Ring habe und eine Tonpackung aussen drum, dann nützen mir die Löcher ja auch nichts.

Hat jemand einen Bauplan für einen Schachtbrunnen?

Oder doch lieber bohren?

Viele Grüße und vielen Dank

PS: Kennt denn niemand einen bezahlbare Bohrfirma, bevorzugt aus Westerwald oder Umgebung?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  03.09.2007

Beim Artheser habe ich aber gesagt das der Wasserleiter sehr gespannt sein muss um Probleme zu erzeugen. Und wenn man durch eine dicke Tonschicht durchbohrt ist das Wasser oft gespannt. Und das mit der Quelle habe ich bis vor 3min nicht richtig verstanden. SORRY.

Seine einzige möglichkeit besteht aber darin das er einen "richtigen" Brunnen bohren lässt.


Bei uns gibt es keine Quellbrunnen.

Aber warum sollte man in einer Quellfassung keinen Brunnen bohren können?
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  02.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 02.09.2007!  Zum Bezugstext

!!! @ Brunnenbohrmeister!!!

In einer Quellfassung eine Bohrung abteufen ??? Das kann ja wohl nicht Ernst gemeint sein...

... und der Rest ist auch nichtsagend und ohne Logik.

... wenn nach 3-4 Metern Ton kommen würde, hätte er unter seiner Quellfassung was bitte? - richtig - bis dahin wohl einen ergiebigen Auquifer. Es ist aber eine Quellfassung und kein Brunnen!

Sorry, aber hier noch mal an Deine Adresse, bitte fachlich fundierte Antworten und keine inhaltslosen, falschen oder das Thema verfehlende Beiträge.

Überlege doch bitte mal, wann z. B. bekommt man beim Ausbau mit der Kiesschüttung Probleme, doch nur wenn der Brunnen stark artesisch ist. Und wann hat man das mal? Sehr, sehr selten - stimmt es oder nicht?
Und warum das dann hier als Beitrag, völlig aus dem Zusammenhang - für Laien nur irreführend und verwirrend!

Bitte texte in Zukunft nicht mehr einfach drauf los, bzw. lies es doch noch mal aus Sicht eines Laien.

Trotzdem - einen schönen Sonntag noch!

P.S. Wenn der Admin am Montag deinen letzten und diesen Beitrag löschen könnte, soll es mir nur Recht sein.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  02.09.2007

Es ist möglich das wenn du deinen Schachtbrunnen tiefer bohren läßt, das nach 3-4m Ton kommt.und wenn man da durch bohrt hat man meistens Wasser. Aber da du in der nähe eines Tonabbaugebietes wohnst kann die Tonschicht 40m dick sein.(oder noch dicker)
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  02.09.2007

... hier mal noch einen Link:

www.hydrology.uni-kiel.de/lehre/seminar/ws05-06/salge_trinkwassergewinnung.pdf


... Seiten 14 + 15

Du zapfst die zweite Quelle an und leitest das Wasser in die bestehende Quellfassung.

Aber nicht vergessen: der Stauer unterhalb der wasserführenden Schicht darf nicht durchbrochen werden, sonst fließt das Wasser nach unten weg!

... ist eine Porosität an der Basis Deiner Quellfassung vielleicht die Ursache für den geringen Wasserstand?? Hast Du tiefer gegraben als es ursprünglich war??
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  02.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Andreas vom 02.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Andreas,

dein Anwesen liegt ja ca. 800 - 1000m von der Tongrube entfernt. Der Bach ist die Baumreihe entlang von Deinem Grundstück.  Richtig?
Aufgrund der Entfernung von der Tongrube, dem Umstand das Du nur oberflächennahes Wasser nutzt und der Tatsache, das nebenan die Quelle (Dein kleines Bächlein) noch sprudelt, gehe ich davon aus, das die Ursache vermutlich nicht die Absenkung des Tagebauwassers ist und wenn doch, wird es sich sehr schwer beweisen lassen.
Zumal der Tagebau ein eingetragenes Bergrecht hat. Du dagegen aber kein Wasserrecht. Bleibt zu prüfen unter welchen Auflagen der Tagebau betrieben werden darf. Da gibt es ja auch noch einiges an Wald. Frag mal den Revierförster, ob er in seinem "Reich" Quellaustritte hat und ob er diesbezüglich oder an der Vegetation Veränderungen / Schäden in letzter Zeit festgestellt hat.
Denk mal darüber nach, für Deine 2. Quelle eine richtige Fassung zu errichten. Das solltest Du mal bei den Ämtern ansprechen.
Es könnte auch sein, das bei der Erneuerung der Quellfassung Fehler gemacht wurden, indem der Zugang teilweise blockiert wurde und / oder, sich hinter den Betonröhren über die Zeit Feinbestandteile abgesetzt haben, welche den Zutritt in die Fassung erschweren.

Aus Ton, Schluff und aus diesen Bestandteilen besteht unter anderem ein Lehmboden, wirst Du kein Wasser bekommen, da diese aufgrund ihrer Eigenschaften (sehr geringer Porenraum) keinen Grundwasserleiter bilden können. Sie fungieren aber als Grundwasserstauer (Nichtleiter). Das kann sowohl unterhalb und/oder auch oberhalb des Grundwasserleiters (Kies, Sand, poröses oder klüftiges Felsgestein z.B.) sein.
Wenn also ein Nichtleiter sich oberhalb des Grundwasserleiters befindet und das Wasser in diesem Leiter unter Druck steht, spricht man von gespanntem Grundwasser. Ist es so stark gespannt, das es nach dem Erbohren selbständig aus der Bohrung kommt, nennt man das dann einen Arteser.
Auf jeden Fall bedeutet es, es steigt nach dem Antreffen im Bohrloch noch an, also weiter nach oben. Meist ist das auch einhergehend mit einer ausreichenden Fördermenge. Muss aber nicht sein, da es von der Mächtigkeit und Durchlässigkeit des Grundwasserleiters abhängt. Kraule den Mädels und Jungs vom Geologischem Landesamt mal unterm Kinn, oder locke sie mit Bier und Bratwurst mal an einem Freitag so gegen 10-11 Uhr zu einer Ortsbesichtigung (möglichst bei schönem Wetter - momentan schwierig). Dann können die vor Ort sich das mal ansehen, so eine Ferndiagnose ist immer schwer.
(Übrigens: Der Blick auf das Satellitenbild war aber schon sehr hilfreich ...Bilder sagen manchmal mehr ... usw.)
Mit deren Kenntnis über der Geologie vor Ort, können die Dir unter Umständen ohne weiteres die richtigen Tipps geben.

Halt uns doch mal auf dem Laufendem, wie es weitergeht, bzw. besser – hinterlasse doch mal irgendwann eine Erfolgsmeldung.

Bis demnächst – noch ein schönes restliches Wochenende!

P.S.: Wie tief sollte gebohrt werden?
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  02.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 02.09.2007!  Zum Bezugstext

Heisst das, wenn das Wasser genug Spannung hat, dann steigt es durch die Verrohrung nach oben? Ich meine, das wäre doch gut. Ich habe ja einen neuen Schachtbrunnen gebaut. Wenn man in dem bohren würde, dann könnte das Wasser doch ohne weiteres da rauslaufen. Überlauf, Drainage, etc alles schon vorhanden. Aber soweit sind wir - leider - noch nicht. Hab ja noch nicht mal ne Firma in Aussicht deren Bohrung ich auch nur annähernd bezahlen könnte.

Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  02.09.2007

Was? 10000€ für einen Brunnen? Also in Ton bohrt man eigentlich am besten wenn man spült. Der aufwand ist aber bei 0-25m Bohrungen zu groß. Also nimmt man eine Bohrschnecke(Bohrer).
Die Anlage um das Bachwasser zu reinigen ist auf jeden Fall teurer als ein neuer Brunnen.

Gespanntes Wasser ist nicht gut für die Brunnenbauer, denn der Filterkies wird nach oben gespült und man wird nass, sehr nass. Das passiert aber nur wenn das Wasser stark gespannt(athesisch) ist. Für dich kann es gut sein, muss aber nicht. Läuft es oben rüber ist es schlecht. Läuft es nicht rüber ist es gut.
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  02.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Andreas vom 02.09.2007!  Zum Bezugstext

Gespanntes Wasser

Ich hab noch was vergessen. Ich hab auch beim Kauf mit dem geologischen Landesamt gesprochen wg. Bohrung. Die meinten, es müsste mit gespanntem Wasser gerechnet werden. Was bedeutet das und wäre das gut oder schlecht für mich?

Danke
Andreas
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  02.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 01.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo,
danke schon mal für die Antworten. Ich kenne den Chef der Verbandsgemeindewerke. Dem hab ich schon mal eine Mail geschickt ob dem was bekannt ist wg. Absenkung Grundwasser. Wasserrechte hab ich leider keine mehr. Könnte ich zwar wieder bekommen, aber derzeit nicht. Und dann wird es wohl auch noch eine Frage des Beweises sein.

Wobei ich nochmals nachgedacht habe. Das Wasser in meinem Schachtbrunnen ist oberflächennahes Wasser. Die Brunnenfassung liegt an einem leichten Hang. "Quellaustrittspunkt" liegt so ca. vier bis fünf Meter unter Geländeniveau. Den Tontagebau gibts dort schon ewig. Die Sohle des Tagebaus liegt wohl bis zu 30 m tiefer als die Sohle meines Schachtes. Der Bach der an der Mühle vorbeifliest liegt wohl nochmals zwischen zwei und vier Meter tiefer als die Sohle des Brunnens. Da ich im Aussenbereich liege gibts auch keine sichtbaren baulichen Veränderungen. Was mich wundert: drei Meter neben der Quelle kommt etwas Oberhalb ein kleiner Bach (glasklares Wasser) aus dem "Hang". Dort hat sich die Menge nicht verändert. Wäre es vielleicht sinnvoll das Wasser mit einer entsprechenden Aufbereitung (Filterung / Entkeimung) zu nutzen. Aber am liebsten wäre mir natürlich schon das Brunnenwasser.

Ist eine Bohrung in Ton problematisch? Wer sich das mal per Satelitenfoto ansehen will braucht nur bei http://maps.google.de/ als Suchort 56414 Dammsmühle einzugeben. Dann landet er genau auf meiner Mühle.

Kennt jemand eine Firma die Brunnen bohrt aus der Gegend die Bezahlbar ist. Wobei aus der Gegend muss nicht sein, die Gesamtkosten sind ausschlaggebend.

Ich hatte mir beim Kauf des Anwesens mal einige Angebote für einen Brunnen eingeholt. Die lagen allesamt um die 10.000€ und das überschreitet meine Mittel leider deutlich. Zumal ich auch noch einem Betrüger aufgesessen bin und eine Solaranlage für 25.000€ auf dem Dach habe die ein einziges Desaster darstellt.

Aber wie gesagt. Ich bin für jede Tipp Dankbar.

PS mit welcher Technik "bohrt" man denn am besten in Lehm, Ton, Schluff?

Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.09.2007

Hallo Andreas Mit dem Rat vom  Brunnenbaumeister "könntest"Du durchaus Erfolg haben aber vorher erkundigungen über den Tontagbau einholen wie hoch/tief dort der Wasserstand  im wird Verhältnis zu deinen Brunnen abgepumpt wird, auf jeden Fall muss dein Brunnen tiefer gegraben werden als der Wasserstand im Tontagbau.( Das könnten sogar einige Meter sein) Vieleicht kannst du den Höhenunterschied in Erfahrung bringen.Eine weitere frage wäre noch zu klären  ob du im besitze eines  ein Wasserrechtes für Deinen Brunnen bist.Das Ganze hat allerdings nur einen Wert wenn wirklich der Tagbau für Deine Wassermisere  in Frage kommt. mfg sepp
Ps auch im altenn Brunnen könnte tiefer gebohrt werden.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  01.09.2007

Vieleicht hängt es ja mit dem Tonabbaugebiet zusammen, die Senken die Wasserspiegel wenn er zu hoch ist.

Am besten ist es wenn du den Schacht mit einer Söffelpumpe oder wie da Ding heißt das Wasser komplett abzusaugen. Sprudelt dann was?
Vieleicht mit Schaufel und Spaten versuchen tiefer zu graben. Dann eventuell ein Rohr hineinen Stellen(großer Durchmesser) und Kies hinein kippen.

Wenn das nicht hilft musst du einen Brunnen bohren lasen.Es gibt bei uns fiese billige Konkruenten. Die bohren 10m mit an und abfahrt für 600€inkl.MwSt..
Vieleicht gibt es bei euch ja auch solche unternehmen. Einfach mahere Angebote einholen.



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