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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Wasserqualität Dt. Städte
Gast (Philipp)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.04.2008

servus,
für ein schulprojekt müssen wir die trinkwasserqualität deutscher städte vergleichen.
ich habe jedoch schon viel gegooglet, leider ohne ergebniss :(
wäre toll wenn von euch einer irgend so etwas hätte bzw. weiss wo sich sowas findet.
danke,
mfg philipp



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Gast (Aquarius)
(Gast - Daten unbestätigt)

  29.04.2008

Hallo Philipp!

Die Trinkwasserqualität deutscher Städte zu vergleichen halte ich für schwierig. So ist es doch unrelevant, ob der Grenzwert für einen Inhaltsstoff zu 10 oder zu 60 Prozent ausgeschöpft wird. Wichtig ist, dass die Grenzwerte der TrinkwV ja in nahezu allen Wasserwerken eingehalten werden - und dann ist das Wasser auch lebenslang geniesbar, denn so sind die Grenzwerte ausgelegt.

Als relevante Unterscheidung kann also die Wasserhärte herhalten - dazu gibt es hier im Forum auch eine "Deutschlandkarte der Härtegrade". Denn bei der Härte hat die vorhandene Menge auch Folgen - auf den Geräteverschleiß und die Waschmittelmenge.

Des Weiteren kann nach der Herkunft des Wassers unterschieden werden. Dabei gilt Grundwasser als am qualitativ sichersten, es muss auch meistens nicht gechlort werden. Ein Wasserschutzgebiet vermindert deutlich antropogene Belastungen.

Als nächstbeste Rohwasserquelle wird Uferfiltrat angesehen. Durch die Bodenpassage werden viele Schadstoffe natürlich entfernt.

Die geringste Sicherheit und Qualität würde ich aufbereitetem Fluss- oder Talsperrenwasser zuschreiben. Die Qualität und Sicherheit hängt hier jedoch sehr von der Aufbereitungstechnik ab, so ist die antropogene Belastung (wie PFT) nahezu vollständig durch Membranfiltrationstechniken entfernbar. Meistens muss Flusswasser auch gechlort werden. Positiv ist bei diesen Wässern wiederum die niedrige Härte.

Eine schlechte Wasserqualität haben Hausbrunnen, da diese meist nicht professionell gebaut sind, deutlich seltener und auf verminderte Parameterzahl untersucht werden und kein Wasserschutzgebiet haben.

Zuletzt fällt mir noch die Unterscheidung nach der Korrosivität ein - in einigen Gebieten soll es ja Wässer geben, bei denen Kupferrohr nicht eingesetzt werden kann.

Gesundheitlich sehe ich bei den deutschen Trinkwässern keine ernstzunehmenden Unterschiede, da sowohl essentielle Nährstoffe als auch mögliche Schadstoffe zumeist in wesentlich höheren Mengen über die Nahrung aufgenommen werden, als durch das Wassertrinken.

Da das erstellen sinnvoller Qualitätskriterien eine jahrelange Beschäftigung mit dem Thema Trinkwasser erfordert, möchte ich gerne mal wissen, worauf der Lehrer mit seine Frage eigentlich hinaus will???

Gruß

Aquarius
Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  28.04.2008

Hallo Philipp,

unter http://suche.wasser.de/ kannst Du nach Wasserversorgern suchen. Diese haben in der Regel auf Ihren Internetseiten Analysenergebnisse aufgeführt.
Vergleichen würde ich die Ergebnisse dann mit den Parametern der Trinkwasserverordnung. Diese findest Du z. b. in den Anlagen 2 und 3 unter http://www.wasser.de/weitere-inhalte/richt-vero/trinkwasserverordnung2003/index.htm

viel Erfolg
Wulf



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