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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Schachtbrunnen abdichten
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.06.2008

Hallo, ich habe vor einiger Zeit wegen meines "undichten" Schachtbrunnens schon mal geschrieben. Mittlerweile hab ich den Brunnen (besteht derzeit aus vier Schachtringen (DN1000)an einer Seite wieder bis zur Sohle freigelegt.

Also ich bin mir jetzt sicher, dass das Wasser zwischen Sohle und Schachtring austritt.

Ich habe jetzt vor den Brunnen ringsrum bis zur Sohle wieder aufzugraben und von Aussen mit BentonitGranulat abzudichten.

Hat jemand sowas schon mal gemacht? Gibts da zur Vorgehensweise irgendwo was nachzulesen oder hat jemand Tips?

Ich hab mir gedacht, ich ziehe so eine Art Graben an der Stelle wo der Schachtring auf dem Quellgrund aufsitzt und verfülle den mit Bentonitgranulat in der Hoffnung, dass das bei Feuchtigkeitsaufnahme so stark aufquillt dass es dicht macht. Das ist schn das zweite mal dass ich den Brunnen "saniere". Es ist leider die einzige Trinkwasserversorgung die ich habe.

Nochmals kurz zur Historie. Auf meinem Grundstück gibt es seit "vielen hundert Jahren" einen Oberflächennahen Schachbrunnen. Das Grundstück selbst hat leichte Hanglage und der Brunnen steht auch am Hang. Die wasserführende Schicht auf dem die Schachtringe über der/den Austrittsöffnungen stehen mussten wg. Forderungen des Gesundheitsamtes ersetzt werden. Vor drei Jahren habe ich die alten Ringe entfernt und genau über der Quelle die neuen gesetzt. Ich bin folgenderweise vorgegangen. Um die Quelle hab ich einen Trichter gebaggert, hab dann die alten Ringe gezogen. Die Sohle wurde von altem Schlickt gereinigt. Um die drei Hauptaustrittsöffnungen (da kommt das Wasser mit etwas druck raus. Kann man sehen wenn das Wasser klar ist) hab ich aus weissem Ton (wird hier in der Gegen abgebaut) so eine Art "Rettungsring / Wulst) im Durchmesser der Ringe gezogen und darauf die Ringe gesetzt. Den Raum um die Schachtringe hab ich ebenfalls mit weissem Ton aufgefüllt und verdichtet. Danach stieg das Wasser bis kurz unter den Rand (also fast 1,80m) hoch. Mit der Zeit scheint aber durch den Druck der Wassersäule das Fundament undicht geworden zu sein und ich hatte das Gefühl dass das Wasser unten an der Sohle weg läuft.

Und jetzt ist die Frage was ich am besten mache. Zum Bohren fehlt mir das Geld. Wasser kommt genug (ca. 10 bis 20 m3) in 24 Stunden. Qualität ist Trinkbar. Nitrat ist Grenzwertig.

So und deshalb dachte ich, ich mache nochmal auf und dichte mit Bentonit ab. Ist aber nicht billig. Die Tonne kostet mich ungefähr 250€.

Die Frage wäre auch, ob man das nur von aussen Abdichtet, oder auch von Innen. So quasi an der Ringinnenseite anböschen und dann mit Rheinkies (1-2cm) beschweeren.

So, hoffe das war nicht allzu verwirrend.

Würde mich über jede Idee freuen.

Falls es jemanden vor Ort interessiert... ich wohne zwischen Limburg und Montabaur, also mitten im Tonabbaugebiet.

Falls jemand weiss wo es hier in der Gegen Dichtungston in Form von Granulat / Pellets gibt wär ich sehr dankbar für eine Info.

Viele Grüße
Andreas



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.06.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Andreas vom 10.06.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Andreas auch ich verstehe dich nicht ganz :wozu bebnötigt du das Wasser? wen ständig welches verbraucht wird ist eine Umwälzung kaum nötig, früher als bei uns noch "Widder" häufig im Gebrauch waren hatte man auch  grosse Betonzisternen ohne Umwälzung in  welchen der Wochenbdarf Platz hatte.
Der folgende Satz scheint schlecht gelungen zu sein: Das Wasser aus der Quelle müsste nach einmal ansaugen aufgrund der Schwerkraft von selbst da reinlaufen.

Sollte es nicht heissen
Das Wasser aus der Quelle müsste ich nicht einmal ansaugen  und auf grund der Schwerkraft würde dieses von selbst da reinlaufen?
Ich habe gemeint auf dem  bestehenden  Brunnen insgesamt  3 Schachtringe draufsetzen und unten weiter  graben so das diese hinunzterrutschen,daduch entstünde ein grösser pumpbarer  Wasserstand  im  Brunnen um den es dir ja geht  oder? wie hoch ist dieser derzeit?  
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.06.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 09.06.2008!  Zum Bezugstext

Hallo,
hm so ganz folgen kann ich Deinen Ausführungen jetzt noch nicht. In der alten Quellefassung (auch Schachtring aus Beton stand das Wasser ebenfalls deutlich höher. Und nach der Sanierung war für ein Jahr der Wasserspiegel sehr viel höher, ist aber mit der Zeit immer mehr gesunken. Ich hab an einer Stelle aussen mal freigelegt und da sieht man wie das Wasser "wegläuft".

Auf die Idee mit der Zisterne kam ich auch schon. Aber ist ja alles auch eine Geldfrage und das ist bei mir leider sehr knapp. Was für eine Zisterne baut man da ein (muss ja für Trinkwasser OK sein), also welches Material? Wo kriegt man sowas günstig her.

Heute hab ich mit einem Mitarbeiter von einer Firma gesprochen die Bentonit verkaufen. Der meinte Abdichtung von Aussen würde gar nichts bringen. Wenn dann das Bentonit von Innen anböschen und dann 30cm kiesschicht rein.

Einen Versuch wärs wert. Das Bentonit gibts wohl hier um die Ecke und mehr als nichts bringen kann es nicht.

Nochmals zum Thema Zisterne. Ich könnte jetzt unterhalb des Schachtbrunnens, also zwischen Brunnen und Haus ein ziemlich tiefes Loch graben und dort sowas wie einen PE-Regenwasserspeicher eingraben. Das Wasser aus der Quelle müsste nach einmal ansaugen aufgrund der Schwerkraft von selbst da reinlaufen. Aber wie krieg ich das mit dem Wasseraustausch hin. Das soll ja da drin nicht stehen und schimmeln, sondern umgewälzt werden. Vielleicht einen Abgang für eine Pumpe legen und alle zwei Tage Nachts mal leer Pumpen. Sowas wie ein Überlauf funktioniert wegen des Nivaus nicht.

Viele Grüße
Andreas
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.06.2008

Hallo Andreas du willst deinen Schachtbrunnen abdichten damit das Wasser höher steigt und damit eine grössere  Reseve erreichen .Ich finde das dies nicht gerade sinnvol ist.Bei Schachtbrunen wird nur gegen das eindringen von  Oberflächenwasser abgedichtet  aber niemals um einen höheren Wasserstand zu erreichen so etwas funktioniert kaum, das Wasserr findet immer einen Weg dorthin  wo es nicht hinfliesen sol .Lösung :entweder du errichtest eine tieferliegende Zistene ober du gräbst deinen Brunnen noch tiefer dann entsteht auch eine Reseve.Mitels 3 Schachtringen bekomst du mehr als 1000 Liter pumpbare Reserve .
mfg sepp
Ps egal wie du abdichtest dann fließt das Wasser eben > < 10 m  daneben aus dem Hang steigt aber nicht auf Dauer im Brunnnen hoch, hast du ja schon erlebt,



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