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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Brunnenrohr einspülen Eine Sache verstehe ich nicht!!!
Gast (Markus Bruns)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.06.2008

Ich möchte ein PE-Rohr 1 1/4 Zoll mit Kunststofffilter ca. 1,20m lang (blau, auch 1 1/4 Zoll) ca. 9 Meter tief einspülen. Ich habe mich in diversen Internetseiten informiert. Nur bei einem Problem komme ich nicht weiter, und zwar:
Ich kann doch keinesfalls das "fertige" PE-Rohr mit angeschlossenem Filter einspülen, also stelle ich es mir so vor: Ich brauche eine mindestens 1 1/4 Zoll oder 2 Zoll dicke Eisenstange (idealerweise mit Spülkopf oder Spitze, aus der das Wasser kommt). An der Stange (z. B. 2m lang) verbinde ich den Schlauch einer Schmutzwassermotorpumpe (leistungsstark!), die Wasser aus einem, in meinem Fall 2000 Liter Behälter pumpt. Ich treibe somit die Stange in den Boden, habe vorher die Bohrstelle mit dem Spaten 50 cm tief ausgegraben. Wenn die Stange fast versenkt ist, schraube ich eine weitere Stange zwischen "versenkter" Stange und Schlauch, wieder z. B. 2m lang, dies wiederhole ich, bis ich auf ca. 7m bin. Jetzt kommts: Ziehe ich jetzt die dann 8m lange Stange (ich habe ja 3x verlängert) schnell raus und sofort das PE-Rohr mit Filter wieder rein??? Fällt mir das Loch nicht in der Zwischenzeit zusammen? Oder setze ich die Pumpe wieder auf das Ende des PE-Rohrs, so dass das Wasser aus dem Filter austritt und spüle somit den Filter auf die mind. 7m tief ein??? Keine Ahnung!
Vielleicht könnt ihr mir das kurz erklären, auch, welche Spitze ich für die erste Stange brauche (möglichst etwas günstiges, was man vielleicht sogar selbst bauen kann, oder auch nur, die Stange am Ende im Schraubstock zu einer Spitze formen?? Vielen vielen Dank!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  22.06.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Markus Bruns vom 21.06.2008!  Zum Bezugstext

Wenn du die Schicht erreichst, die Wasser führt, dann wir diese dir zusammen fallen sobald du dein Spülgestänge draußen hast. Das ist wie, wenn du z.B. an der Ostsee ein Loch gräbst. Der erste halbe Meter geht einfach, doch dann wird der Sand naß. Nun kannst du sehen, dass du wenn du mehr Sand rausgräbst nicht tiefer kommst, sondern an den Seiten der feuchte Sand einbricht. Um das zu verhindern benutzt man ein Spülungmittel. Dieses ist wie Tapezierleim. Er stabilisiert die Erdschichten. Aber 2000l sind glaube ich zu wenig. Du hast ja keine Spülgrube.

Ich würde dir solche Spülfilter empfehlen. Ich habe mir auch schon mal 2 davon besorgt. wie sie funktionieren kann ich dir nicht erklären. Unten ist irgendwie eine Kugel drin, die lässt das Wasser beim spülen raus, aber wenn der Brunnen fertig ist geht sie nach oben und verschließt das Rohr damit kein Sand hinein kommt. Vieleicht gibt es ja bei google irgendwo Anleitungen wie diese funktionieren. Da kannst du dir es mal anschauen.
Gast (Markus Bruns)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.06.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenknecht vom 21.06.2008!  Zum Bezugstext

Ist es denn falsch, wenn das verzinkte Eisenrohr, mit dem ich das Loch spüle, auch "nur" 1 1/4 Zoll hat oder muss es unbedingt größer sein damit ich noch eine Kiesschüttung einbringen kann?
Aber, auch wenn das Rohr größer ist, z. B. 2 Zoll (das wäre noch zu besorgen), so denke ich, dass wenn ich das Eisenrohr rausziehe, dann den Filter mit PE-Rohr rein, dass dann wiederum das Bohrloch zumindest unten soweit wieder zugefallen ist, dass oben eingeschüttetes Filterkies oder Quarzsand niemals mehr bis zum Filter kommen wird.
Und, brauche ich unbedingt einen Spülkopf am Eisenrohr oder reicht evtl. auch, wenn ich das Rohrende z. B. in der Schraubzwinge so quetsche, dass eine leichte Spitze entsteht? Bodenverhältnisse: leichter Sand, fast kein Gestein, kein Lehm, Norddeutschland. Danke für eure Tipps!
Gast (Brunnenknecht)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.06.2008

Beim rausziehen musst du einfach drauf achten dass du immer Wasser bis Oberkante stehen hast Betonit oder Antisol brauchst du nur beim spülen wenn leichter Kies mit nach oben gefördert werden soll.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  21.06.2008

die Idee ist schon richtig. Dein Loch sollte einen Durchmesser von 60mm haben. Also musst du einen Spülmeißel zusammenschweißen der diesen Durchmesser bohrt. Kannst dir ja mal bei google ein Paar anschauen. Bevor du dies aber machst, musst du dir Spülungsmittel besorgen (z.b. Betonit oder Antisol). Dieses mischst du ins Wasser und pumpst es mit runter. Dadurch fällt dir das Loch nicht sofort zusammen. Am Ende am besten noch etwas Filterkies reinkippen (darum auch 60mm).



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