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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Alte Quellfassungen?
britta buch
(Mailadresse bestätigt)

  27.08.2008

Ich habe mal wieder eine Frage.
Eine unserer Quellen - deren Wasser von der Pumpstation zum Hochbehälter gepumpt wird - bringt derzeit sehr wenig Wasser.

Die Quelle liegt in einem Waldstück (ca. 2500m≤) - unterirdisch - der Baumbestand darauf ist über 50 Jahre.(wurde nach dem Orkan 1948 neu aufgeforstet)

WO genau die Quelle ist, weiß kein Mensch.

Eine Kameranuntersuchung von der Pumpstation aus endete an einem Gitter nach nur 7.50m.

Eine uralte Karte lässt die Quelle ab Pumpenhaus bei 22-25m vermuten. Genau dort gibt es auch einen relativ ebenen "Platz" mitten im Wald, der anscheinend nie bepflanzt wurde (keine Baumstümpfe) und einen Durchmesser von ca. 15-20m hat.

Die Quelle war schon vor 80-100 Jahren genutzt und wahrscheinlich auch gefasst. Da noch lebende Zeitzeugen sich nicht an Bauarbeiten in dem GEbiet erinnern, gehe ich davon aus, dass niemals wieder jemand daran etwas verändert hat.

So, jetzt die Frage: Wenn wir vorsichtig anfangen zu graben, "was" erwartet uns vermutlich? Woran merken wir, dass wir nah dran sind, um nichts zu zerstören. Wie könnte diese Quelle vor vermutlich 80-100 Jahren gefasst und abgedeckt worden sein.

Den Rest muss dann natürlich eine Fachfirma machen, aber dazu müssen wir die Fassung ja erstmal finden.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  03.09.2008

Was ich noch vergessen habe, unsereiner ist von Natur aus neugierig und auch an den Ergebnissen interessiert.
Wäre daher nett, wenn man noch ein mal was hört.

LG aus GR

Lothar
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  28.08.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von britta buch vom 28.08.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Britta,

das mit dem Metallsuchgerät würde ich mal so sehen wollen, dass man das erstens in der Empfindlichkeit zurückdrehen kann und zweitens sollte von einem Deckel ein stetigeres Signal kommen als von einer Wasserleitung.
Mit etwas Übung lernt man auch sehr schnell kurze kräftige Signale Kronenkorken und anderem Schrott zuzuordnen. Der Deckel müsste im Vergleich dazu ein der Fläche entsprechendes Signal abliefern.

Zur Grösse der Brunnenstube würde ich in so einem Fall auf etwa einen Meter im Quadrat schätzen wollen. Man macht die durchaus grösser, wenn man frei bauen kann.

Den Lehm hat man in erster Linie zum Dichten genommen.

LG aus GR und schönen Abend

Lothar
britta buch
(Mailadresse bestätigt)

  28.08.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 27.08.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

das mit dem Metallsuchgerät hatten wir auch schon überlegt. Problem ist dieser 80 jährige Schacht in unmittelbarer Nähe. Dort gehen 3 alte Rohre weg. Überall sind Entwässerungsrohre ...es würde wahrscheinlich ständig "anzeigen".

Aber nochmal zur Quelle.
Wie groß könnte so eine Brunnenstube sein?
Wie etwa sieht so etwas aus?
Gibt es irgendwo im Netz Bilder, Darstellungen und Beschreibung, wie das früher gemacht wurde? Habe nämlich nix gefunden.
Dann hat mir jemand von "Lehmfassungen" erzählt, was mir jetzt Sorgen macht, dort mit einem einzigen Spatenstich irgend etwas zu zerstören.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  27.08.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von britta buch vom 27.08.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Britta,

Wenn ich nicht so weit weg wäre, würde ich euch mein Metallsuchgerät leihen oder damit vorbei kommen Vielleicht kennt ihr jemanden, der sich als "Schatzsucher" betätigt.
Der Deckel falls aus Eisen, müsste ganz leicht zu finden sein. Und selbst ein Betondeckel ist normalerweise mit Eisen verstärkt,oder aus einer Winkeleisenkonstruktion zusammengesetzt und leicht zu orten. Ansonst müsst ihr halt mal in Verlängerung der bekannten Leitung einen schaufelbreiten Graben ziehen und den immer wieder vertiefen, bis ihr auf die Konstruktion stossen tut. Ich gehe zumindest mal davon aus, dass man da eine "Brunnenstube" gebaut hat um die Quelle zu fassen.

LG aus GR

Lothar
britta buch
(Mailadresse bestätigt)

  27.08.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 27.08.2008!  Zum Bezugstext

Ja, der Grundwasserspiegel ist lt. Biosphärenreservat allgemein gesunken.

Problem mit dem Gitter: Es sitzt bereits nach 7,5m und die Quelle vermute ich nach 20-25m.

Es gibt einen 80jährigen Schacht....ist also gut möglich, dass da später mal was an den Zuleitungen gemacht wurde - geändert wurde - und deshalb das Gitter?

Erst wollten wir nach dem Gitter graben - um von dort aus mit der Kamera fort zu fahren , wenn es aber eine Leitung ist, dann könnte die bei gut 2m Tiefe liegen.

So richtig weiß ich grad nicht, wo wir "ansetzen" sollen.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  27.08.2008

Hallo Britta,

zunächst würde ich mal quer durch besagtes Waldstück mit einer dünnen Stahlstange stochern ( sondieren) und versuchen, festzustellen, ob da in einer Tiefe von etwa 15 bis 30 cm eine harte Fläche ( Betonplatte oder Kanaldeckel) auffindbar ist. Wenn der Boden nicht zu sehr ausgetrocknet ist, sollte das leicht und ohne Gewaltanwendung möglich sein.
Falls das ohne Ergebnis bleibt, könnt ihr mitten durch aufgraben. Hier würde ich versuchen schichtweise immer tiefer zu gehen. Das bei 7,5 m vorgefundene Gitter kann natürlich in der Wand der Brunnenstube sitzen. Also versuchen, diesen Punkt mit einzubeziehen oder gleich dort graben.

Normalerweise sollte der Zugang nur knapp unter dem Boden liegen und wurde in der langen Zeit allmählich durch Humusbildung und vielleicht dort abgeladene Abfälle verdeckt. Als Abdeckung kommen sowohl Beton, als auch stählerne Kanaldeckel in Frage.

Die Frage, welche sich mir stellt, ist noch die: ist in eurer Gegend allgemein ein Rückgang des Grundwasserspiegels zu verzeichnen ? Klagen andere auch über Wasserknappheit ? Wenn ja, wäre eventuell  ein Vertiefen der Quellfassung notwendig.

Zunächst wünsche ich euch Glück, dass ihr erst mal fündig werdet und seht, was da unten ist.

LG aus GR

Lothar



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