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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Kies-Sand-Schicht im Trockenbohrverfahren stabilisieren?
Gast (Michel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.09.2008

Hallo Brunnenbaugemeinde,

ist es eigentlich möglich, durch einen Spülmittelzusatz wie Bentonit oder Antisol beim Trockenbohren eine Bohrung durch ein Kies-Sand-Gemisch so zu stützen, dass es nicht immer wieder in sich zusammenfällt?
Es geht um eine nicht-wasserführende relativ trockene Schicht, die letztlich ein Einbringen eines teuren Stützrohres erforderlich macht, was aber durch die Größe der Kiesel erschwert wird.
Wenn so was möglich ist, wie geht man vor einfach immer wieder was reinschütten, einziehen lassen, bohren, wieder was reinschütten?

Danke für die Hinweise der Profis und auch der Laien.

Gruß Michael



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Gast (Michel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.09.2008

Ich will kein Rohr, erstens aus Kostengründen und zweitens weil ich neben meinem Brunnenrohr ja sowieso noch ein Bohrrohr wegen der Kiesschüttung brauche.
Da dies 280mm Innendurchmesser haben soll (Wickelfalzrohr) bräuchte ich Bohrerausmaße, die die handbohrtechnischen Möglichkeiten übersteigen.

Ich möchte schon einen Bohrer mit mindestens 300mm Durchmesser verwenden, wird mit der Hand sowieso echt ein Spaß. Also will ich, wenn ich es gestützt kriege mit dem gleichen Bohrer auch noch durch die Tonschicht (2,40m) kommen, dann das 280er-Rohr 1,20m einplunschen, Rohreinstellen (zentriert) Kiesschüttung reinhauen, Wickelfalzrohr ziehen, Brunnen anpumpen, alles mit Tonpellets schön abdichten, zumachen und Brunnen endlich fertig...

Ein langer Weg, ich weiß es...

Zusatzfrage: um wieviel cm würde das Tonloch in einem Zeitraum von 1-2 Tagen zuquellen bei 300mm???

Gruß Michael
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  08.09.2008

Ich habe noch nie eine Trockenbohrung mit Spülungszusätzen gemacht. Wenn das Loch bis oben hin voll ist mit Wasser und Spülungsmittel könnte es funktionieren. Es muss aber immer was nachgefüllt werden, denn man bohrt ja tiefer und ein Teil versickert am Anfang. Ob man da noch was auf der Bohrschnecke hat bezweifele ich allerdings.

Warum nimmst du keine Rohre? Wenn es ein Brunnen werden soll, brauchst du diese sowieso.
Gast (Michel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.09.2008

Achso und die Antwort habe ich in einem anderen Forum bekommen:

Hallo michel,
Bentonit und Antisol sind >> Spülungszusätze<<, macht beim Trockenbohren keinen Sinn, da die stützende Wirkung der Wassersäule im Bohrloch fehlt.

Was meinst  Du dazu?

Michel
Gast (Michel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.09.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 05.09.2008!  Zum Bezugstext

Aber das Bentonit-Gemisch läuft weg, das ist Dir klar, ja?
Und ich bohre ja erst dann, wenn ich den Kram reingeschüttet habe, meinst Du, dass es die Kiesel dann noch in der Wandung hält?
Das ist entscheidend, wahrscheinlich kann ich nur langsam vorgehen, ich weiß es nicht...

Kannst Du mir das bestätigen?

Gruß Michael
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  05.09.2008

Du müsstest das Betonit mit Wasser vermischen (am beststen mit einer Pumpe im Kreis pumpen) und es dann in dein Bohrloch gießen. Nach einiger Zeit ist das Bohrloch dann stabil.



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