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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Gasbildung bei gechlortem Trinkwasser?
Gast (Katrin Sommerer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  19.09.2008

Hallo!

Unser Wasserversorger hat uns gestern mitgeteilt, dass unser Trinkwasser auf Grund "bakteriologischer Verunreinigungen" gechlort werden muss.

Heute habe ich Kartoffeln unterm Wasserhahn abgewaschen, an denen noch ein wenig Gartenerde hing. Das Wasser war relativ heiß (wird über Solar erhitzt und heute scheint die Sonne, können also zwischen 60 und 80 Grad gewesen sein - hab mir ein bisschen die Finger dabei verbrannt).

Auf jeden Fall haben sich während des Waschens irgendwelche Dämpfe gebildet (es roch scharf - und eben nach feuchter Erde) und ich hab einen Reizhusten bekommen, danach war meine Zunge pelzig und die Lunge hat ein bisschen gestochen. Jetzt (2 Stunden später) hab ich nur noch ein bisschen Kopfschmerzen.

Kann das Wasser irgendwie mit den Kartoffeln oder der daran haftenden Erde reagiert haben? Was ist da passiert?

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Viele Grüße,
Katrin



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  24.09.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Katrin Sommerer vom 24.09.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Katrin wenm an an die Clordüfte in Hallenbädern denkt. Viele alkalische Reiniger enthaltem Chlor  plus Ätznatron,wie zum  Beispiel Melkmaschinenreiniger.Fast überall im Lebensmittelbereich  wo es um keimfreiheit geht, wird in alkalischen Reinigern Chlor und Ätznatron zu abtötung von Keimen  eingesetzt.Mit Neutralreinigern (zB Abwaschilfen) kann man kaum Keime abtöten, ausser man nimmt zusätzlich sehr heissses Wasser/Dampf
mfg sepp
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  24.09.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Katrin Sommerer vom 24.09.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Kathrin
man sollte die Sache relativ gelassen betrachten!
In vielen Ländern, insbesondere auch in den USA, gilt Chlorgeschmack im Wasser als Zeichen von Keimfreiheit und Qualität. "Wenn es nicht nach Chlor stinkt kann es nicht gesund sein".
Es wird auch in wenigen Ländern so hysterisch auf den Chlorgehalt im Wasser geachtet wie in Deutschland. Selbst in vielen anderen Ländern der EU wird ein leichter Chlorgeschmack als Nachweis der guten Wasserbehandlung empfunden auch wenn es anders im Gesetz steht.
Frag doch einfach mal telefonisch bei deinem Wasserversorger nach, wie lange die Behandlung noch anhält. Vielleicht ist auch deine Zuleitung einfach besonders lang  und es müsste mal gründlich gespült werden.

Allemal besser ein paar Tage mit Chlor zu leben als ein paar Tage mit Fäkalkeimen im Wasser.

Grüße

Uli
PS: An die Verfechter des Minimierunsgebotes: Ich will hier nicht zum Angriff auf die Chlorhöchstmengen blasen, lediglich der Sache etwas an "Dramatik" nehmen.  
Gast (Katrin Sommerer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  24.09.2008

Hallo Ulrich, hallo Hartmut,

vielen Dank für die aufschlussreichen Antworten!
Wir trinken immer noch kein Leitungswasser und kochen auch nicht damit weil es noch nach Chlor schmeckt und wir ein Kleinkind zu Hause haben, zum Waschen verwenden wir nur noch lauwarmes Wasser - wie lange kann das eigentlich dauern?
Auf dem Hinweiszettel stand nur, dass die Chlorung eine gängige Maßnahme bei bakteriologischer Trinkwasserverunreinigung ist und als Nutzungseinschränkung, dass Aquariumsbesitzer das Wasser nicht ungefiltert verwenden sollten.

Viele Grüße
Katrin
Hartmut Schmitt
hartmutschmitthartmutschmitt.de
(Mailadresse bestätigt)

  20.09.2008

Hallo Katrin,

wenn die Mitteilung erst kürzlich kam, dass wegen bakteriologischer Verunreinigungen das Wasser gechlort werden muss, dann könnte es auch eine sogenannte "Stoßchlorung" gewesen sein. Bei einer solcherart durchgeführten Chlorung werden in der Praxis oft die Trinkwassergrenzwerte nicht so genau eingehalten. Da wird der Desinfektion gern der Vorrang vor allem anderen gegeben. Beim Erwärmen des Wassers entweicht das fiüchtige Chlor umso leichter, je höher die Wassertemperatur liegt. Und das Chlor wirkt nun mal auf alle Schleimhäute ätzend. Waren in der Mitteilung des Wasserwerks eigentlich irgendwelche Hinweise zu Nutzungseinschränkungen?

Viele Grüße

Hartmut Schmitt
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  19.09.2008

Hallo Katrin

es ist, je nach verwendetem Chlorprodukt,durchaus möglich dass sich freies Chlorgas durch Hitzeeinwirkung gebildet hat. Durch die Wärme wird Chlordioxid zersetzt in Chlor und Sauerstoff ( ab circa 60°). Das Chlorgas wird durch die Wärme ausgetrieben. Danach kommt es zu einigen weiteren Reaktionen zwischen dem Chlor und dem Chlordioxid ( falls dieses verwendet wurde)

Es wundert mich aber schon,Damit man einen Reizhusten bekommt muss es eine ganz schöne Menge gewesen sein.
Da hat es wohl jemand mit der Menge etwas zu gut gemeint

Der Zweck, Leitungen zu desinfizieren dürfte erfüllt sein.
Geh eine Weile an die frische Luft, dann geht es von alleine weg, lass das Warme Wasser weglaufen, solange es so stark stinkt.  
Grüße

Uli



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