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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Coliforme Keime im Brunen
Michael Fuchsberger
(Mailadresse bestätigt)

  04.11.2008

Hallo zusammen,

ich habe eine Tiefbrunnen mit 42m. Seit zwei Jahren habe ich immer wieder Coliforme Keime im Brunnen. Der Brunnen besteht seit 49 Jahren. In diesen zwei Jahren habe ich eine Filteranlage (Vorfilter und Feinfilter) und eine UV Anlage eingebaut. Im Frühjahr ist das Wasser sauber, im Herbst habe ich Coliforme. Ich weiß mir keinen Rat mehr. Kann mir jemand helfen? Danke im voraus.

Gruß
        Michael Fuchsberger
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Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 23
H2O
(gute Seele des Forums)

  17.01.2014
Dieser Text bezieht sich auf einen gelöschten Beitrag vom 17.01.2014!  Bezugstext gelöscht

Hallo Brown Lang und Merry Taylor,

da es sich bei Ihren "Beiträgen" vermutlich um nicht um von einer Person geschriebenen, sondern um "Bot"-Werbung handelt habe ich die Beiträge gelöscht.

- Werbung nicht erwünscht
- Mehrfachanmeldung unter mehreren Namen nicht erwünscht
- Spam nicht erwünscht

Gruß
H2O
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Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  13.01.2014
Dieser Text bezieht sich auf einen gelöschten Beitrag vom 13.01.2014!  Bezugstext gelöscht

Hi Merry,

da der gelöschte Beitrag nicht von ihnen gelesen werden kann, ist ihre Antwort völlig aus dem Zusammenhang gerissen und hat auch nach der langen Zeit hier keine Bedeutung.

LG Lothar
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vickory
(Mailadresse bestätigt)

  13.01.2014

Hallo Herr Appl
Soweit mir bekannt ist gibt es bis dato keine ÖVGW-geprüfte und freigegebene UV-Anlage in Österreich die im Trinkwasserbereich eingesetzt werden darf.
Sollte doch eine Anlage existieren bitte teilen sie uns dies mit entsprechenden Nachweis mit.
Gruß
Walter
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Wolf Dieter
(Mailadresse bestätigt)

  03.01.2014

Hallo, habe einen 32 tiefen Trinkwasser Bohrbrunnen, wir hatten nie Beanstandungen.
In den letzten 2 Jahren fing es an 1 oder 2 coliforme Keime dann 1 E coli  und nun  117 coliforme Keime im Wasser.
Die Probe wurde im November durchgeführt.
Im Umfeld ca. 200- 500m vom Brunnen entstand ein illegales Freizeitgebiet mit zahlreichen schwarz gebohrten Brunnen und Hobbytierhaltung kann dies die Ursache sein. Die Behörden kommen mit der 50 d Linie das wäre soweit entfernt und kommt als Ursache nicht in Frage. Was sagt Ihr dazu bin ratlos.
Gruß Peter
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Siegmund Appl
s.appln-e-t.at
(Mailadresse bestätigt)

  31.01.2009

Herr Fuchsberger,

bitte um Ihre Info, ob Ihre Frage noch aktuell ist oder ob es schon ein toter Thread ist.

Danke!

Herzlichen Gruß
Siegmund Appl

PS: @Hrn. Walter:
Es gibt weder in D noch in Ö eine behördlich zertifizierte UF-Anlage. Ich persönlich strenge jedoch seit 18 Monaten die Zulassung der Ultrafiltraton als alleinige Methode der Trinkwasserdesinfektion bei den zuständigen Stellen an. Wesentlich ist dabei, dass es nicht um die Ultrafiltrations an sich geht, sondern dies nur für Ultrafiltrationsanlagen zutreffen darf, die ein dermaßen hohes Konstruktionsniveau erfüllen als auch entsprechende Ultrafiltrations-Membranen verwenden, um diese Technik als sicher bezeichnen zu können/dürfen.
Womit beschäftigen Sie sich denn? Vielleicht können wir in diesem Bereich Interessen und Ressourcen bündeln. Melden Sie sich dazu bitte bei mir.
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Gast (Michel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.01.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gerd-Wilhelm Klaas vom 27.01.2009!  Zum Bezugstext

Hi,

das ist kein Medikament, ist eine Minerallösung.

Gesunde Grüße

Michael
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Gerd-Wilhelm Klaas
infowasser.de
(Administrator)

  27.01.2009

Hallo Michel,
Die Einnahme deines Beitrages haben wir gelöscht.
Hinterher kommt einer auf den Gedanken und macht das nach.
Für dieses "Medikament" wollen wir lieber keine Reklame machen.

Gruß Gerd
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Gast (Walter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.01.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Siegmund Appl vom 26.01.2009!  Zum Bezugstext

Entschuldigung Herr Appl, ich meinte natürlich Ultrafiltrationsanlage
UV-Anlagen gibt es natürlich genügend
Gruß
Walter
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Siegmund Appl
s.appln-e-t.at
(Mailadresse bestätigt)

  26.01.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 05.01.2009!  Zum Bezugstext

Sehr geehrter Herr Walter,

ich weiß nun nicht, wie ich mich verhalten soll. In einem anderen Beitrag wurde der von mir angeführte Firmenname mit "x" unkenntlich gemacht und nun soll ich hier einen Namen nennen.

Auf jeden Fall kann ich Ihnen mitteilen, dass es in Ö einen gemäß Lebensmittelkodex Kapitel B1, ÖVGW-zertifizierten UV-Anlagen-Bauer gibt. Wenn Sie näheres dazu wissen wollen, schreiben Sie mir an meine e-mail mit Ihrer Tel.-Nr. u. ich gebe Ihnen dazu Rückmeldung.

Meine Empfehlung geht aber im gegenständlichen Fall aus Gründen der Investitions- und Wartungs-/Folgekosten in Richtung Ultrafiltration, wobei ich hier differenziere u. nicht für die Ultrafiltration im Allgemeinen schreibe. Dies deshalb, da wir mit 2 deutschen Herstellern von Klein(st)anlagen sehr negative Erfahrungen in punkto Qualität gemacht haben, die auch ausschlaggebend waren, den Anlagenbau in Ö selbst zu beginnen (der ursprüngliche Ansatz war, das Rad nicht neu zu erfinden, wenn es was gibt, was andere schon gut machen; aber da die das nicht gut gemacht haben, es dabei aber um Gesundheit geht, mit der wir meinen, dass man nicht spaßt und Qualität ein wesentlicher Punkt ist, wurde das Rad dann quasi neu erfunden, wobei natürlich gemachte Erfahrungen eingeflossen sind).
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Gast (Walter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.01.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Siegmund Appl vom 04.01.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Appl
Soweit mir bekannt ist gibt es bis dato keine ÖVGW-geprüfte und freigegebene UV-Anlage in Österreich die im Trinkwasserbereich eingesetzt werden darf.
Sollte doch eine Anlage existieren bitte teilen sie uns dies mit entsprechenden Nachweis mit.
Gruß
Walter
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Siegmund Appl
s.appln-e-t.at
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2009

Sollte doch noch mal was auftreten, kann ich Ihnen eine Lösung anbieten. Dabei gibt es die Garantie, dass bei einem negativen Trinkwasserberfund die Aufbereitungsanlage sofort zurückgenommen werden würde.

Partner von mir arbeiten auf Basis Ultrafiltration und haben nach negativen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit anderen Anlagenbauern selbst begonnen, Ultrafiltrataionsanlagen für Kleinst- und Kleinanwender bis hin zu mittelgroßen kommunalen Anlagen zu entwickeln/zu bauen.
Dabei war ursprünglich mit den anderen (deutschen) Anlagenbauern eine reine Vertriebspartnerschaft das Thema, aber nachdem es zu sehr großen Problemen mit deren Anlagen und/oder deren Filtern kam, wurde die Lösung durch eine Modifikation der Anlagen herbeigeführt (dieser Schritt wurde gesetzt, da es um die Gesundheit der Kunden ging/geht und da die Anlagenbauer zu keinen Aktivitäten zu bewegen waren). Die Folge war, dass der Anlagenbau selbst begonnen wurde.
Heute sind diese Anlagen nach meinem persönlichen Wissen in diesem Aufbereitungssegment perfekt.

Da die Porengröße der Filter 10 bis 20 Nanometer beträgt, das Parvorius als kleinstes für den Menschen gefährliches Virus bereits 25 Nanometer misst, funktioniert das System. Wie Reverkeimung etc. ausgeschaltet werden (was die Fachleute hier interessieren und zu einer Diskussion anregen könnte), würde zu weit führen. Die Anlagen sind sicher, stabil und die Filter halten 6 bis 10 Jahre (nachdem die ersten Membranen vor nahezu 10 Jahren installiert wurden und noch immer hervorragend laufen, ist eine Haltbarkeit von möglicherweise 15 Jahren erwartbar).

Zwischenzeitig wurden über 130 Anlagen in Ö gebaut und installiert, von denen bei jeder einzelnen ein positiver Trinkwasserbefund die Folge war/ist.
Eine Installation in D ist äußerst einfach möglich, wie ein Projekt gezeigt hat: Über ein Hilfsprojekt haben "wir" in den letzten Wochen 6 Anlagen in die Ukraine geliefert, die dort vom lokalen "Installateur" einzig unter "kontrollierender Beobachtung" eines Mitarbeiters unseres Teams montiert, installiert und in Betrieb genommen wurden (2000 Kinder haben dort erstmals gesundes, keimfreis und sauberes Trinkwasser).
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Michael Fuchsberger
(Mailadresse bestätigt)

  26.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hartmut Schmitt vom 05.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Schmitt,

das ist ja schon sehr ausführlich. Ja, die UV-Anlage wurde wegen dieser Keime eingebaut. Die UV-Lampe wechsele ich alle 300 Tage. Die Vorfilter zweimal jährlich und den Hauptfilter einmal im Jahr. Ich bin gespannt was nächste Woche das Ergebnis sein wird. Ich habe letzte Woche alles gewechselt, Kessel gechlort und alle Leitungen gespült. Es dürfte eigentlich nichts mehr auftreten. Mal sehen. Aber vielen Dank für Ihre Hilfe. I´ll keep you updated.

Gruß
    Michael Fuchsberger
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Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hans Sperl vom 08.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Hans man hat früher / auch jetzt noch? bei Brunnenbohrungen das Aussenrohr einfach hinabgelassen ohne das man es abgdichtet hat, so dass an der Aussenwand des Rohres das Oberflächen als auch das Wasser der oberen Wasserleiter fast ungehindert hinunterließen konnte und sich so mit dem Wasser aus der Tiefe vermischte,  das führt  dazu dass das Wasser bei Trockenteit zwar kaum, aber  bei Regenzeiten sehr stark belastet wird.
  mfg sepp
PS Die als Hauptaufgabe der Verrohrung  sah man eigentlich nur darin dass der Brunnen nicht einstürzte  
mfg sepp
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Gast (Hans Sperl)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.11.2008

Hallo Michael!
Wir haben in unserer Wassergemeinschaft mit 23 Abnehmern einen Tiefbrunnen mit 95 Meter, welcher auch mit den gleichen Symptomen behaftet war. Der Brunnen besteht seit 1971 und wir hatten bis heuer im Frühjahr nie Probleme. Der Grund dafür waren einige undichte Stellen zwischen den Betonringen in einer Tiefe von ca 5 bis 8 Metern. Über längere Zeit ist dieses verunreinigte Wasser bis an den Grund hinuntergesickert und die Bescherung war komplett. Nach der Trockenlegung haben wir dem Brunnenwasser Chlorgranulat beigemengt (300 gramm in 20 Liter aufgelöst und langsam in den Brunnen geleert und anschließend die Leitungen durchgespült)Dieses "Experiment" ist uns von einem chemischen Labor vorgeschlagen worden und hat auch geholfen. Falls der Brunnen aber gebohrt ist, kann man aber keine Sichtprüfung vornehmen. Dann wäre es sinnvoll einen kompetenten Brunnenbauer zu beauftragen.
Viel Erfolg Hans    
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Hartmut Schmitt
hartmutschmitthartmutschmitt.de
(Mailadresse bestätigt)

  06.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Karl Reckmann vom 06.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Reckmann, hallo Herr Fuchsberger,

reden wir eigentlich vom selben Brunnen (unterschiedliche Namen, unterschiedliche Tiefen, evtl. unterschiedliche E-Mail-Adressen)? Wenn das nicht der Fall sein sollte, geraten auch alle Antworten und Empfehlungen durcheinander.

Viele Grüße

Hartmut Schmitt
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Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Karl Reckmann vom 06.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Karl ich vermute das die genannten Keinme durch den oberen Wasserleiter hereinkommen, als Schuld sind. 1 KM  freie Natur (aber doch landwirtschaftlich genutzt  wird  und auch welcher auch  mit Gülle,Jauche Festnmist  gedüngt wird ?) Wie sieht das ganze mit denhäuslichen  Abwässern aus öffentlicher Kanal eig. wirklich dichte Klärgrube?ist bis zum Anschlus an das Kanalnetz alles dicht? Viele Fragen aber irgend etwas muss die Ursache sein.
mfg sepp
Ps chloren hilft nur dann wen kein belastetes  Wasser  mehr in den Brunnen gelangt.
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Gast (Karl Reckmann)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hartmut Schmitt vom 05.11.2008!  Zum Bezugstext

Der Brunnen wurde 1950 mit Beton-Brunnenringe h 100
durchmesser 0,90 in einer tiefe von 12 m auf die oberste Wasserader abgesetzt,zwei m höher befindet sich eine weitere Ader,die inder unteren abfließt.Somit imer frisches Wasser. Umfeld 1KMfreie Natur. Die ring Reinigung hat zuletzt vor 8 Jahren stattgefunden.Nach angaben der Behörde soll ich alles mit Clorbleichlauge rinigen.Alle anderen Werte sind OK.bitte um Antwort.K.R.
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Gast (Walter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.11.2008

Hallo Michael
trotz einer UV - Anlage können Keime nachgewiesen werden wenn:
die Anlage nicht gewartet wird oder der Strahler nicht rechtzeitig getauscht wurde(ca. alle 8000 Betriebsstunden)
Wann wurde die Probe im Frühjahr genommen?
Meistens ist zu dieser Zeit kaum eine Oberflächenbelastung (Frost, Schneedecke, noch keine Düngung usw.)im gegensatz zum Herbst.
Wenn in früheren Jahren immer alles ok war könnte eine verlegte Drainage (die den Brunnen vor Oberflächenwasser schützen sollte)eine Ursache sein.Bei einem Schachtbrunnen braucht man nur bei einem Regenereignis hinein schauen und eventuellen Wasserzutritt in den oberen 5 bis 10 Meter beobachten. Dann ist eine Abdichtung unbedingt notwendig.
Bei einem Bohrbrunnen eine Ganglinie mit einem Lichtlot messen das heist bei verschiedenen Wettersituationen und Jahreszeiten den Wasserspiegel beobachten und notieren.
lg
Walter
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Hartmut Schmitt
hartmutschmitthartmutschmitt.de
(Mailadresse bestätigt)

  05.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Fuchsberger vom 04.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Fuchsberger,

vielen Dank für Ihre Infos. Eine Ferndiagnose ist mir zwar nicht möglich, aber ich will einige Eigenschaften der coliformen Keime nennen. Vielleicht können Sie daraus eine Idee für deren Vorkommen entwickeln.

Zu den coliformen Bakterien gehören außer der Gattung Escherichia vor allem die Gattungen Klebsiella, Enterobacter, Citrobacter und Serratia. Je nach angewendeter Nachweismethode werden die angesprochenen Gattungen mehr oder weniger vollständig erfasst. Außer diesen Gattungen gibt es noch einzelne andere Arten wie zum Beispiel Rhanella aquatilis, die je nach Nachweismethode ebenfalls nachgewiesen werden können. Von den genannten Gattungen ist nur die Gattung Escherichia eindeutig fäkalen Ursprungs. Die anderen Gattungen kommen auch sonst in der Umwelt vor, ohne einen Bezug zu einer fäkalen Verunreinigung zu besitzen.

Coliforme Bakterien sind damit nicht unbedingt als Indikatoren für eine fäkale Verunreinigung anzusehen. Sie können aber auf Mängel in der Aufbereitung oder im Verteilungsnetz hindeuten. Ein Wachstum coliformer Bakterien ist möglich, wenn genügend Nährstoffe vorhanden sind und die Wassertemperatur auf über 15 °C ansteigt. Bei Enterobacter konnte zum Beispiel ein Wachstum auf Schmierseife, die bei Reparaturarbeiten im Verteilungsnetz verwendet wurde, beobachtet werden. Coliforme Bakterien kommen auch in Biofilmen vor, wo sie vor Chlor und anderen Desinfektionsmitteln geschützt überleben können und dann sporadisch im freien Wasser wieder auftreten.

Das Auftreten von coliformen Bakterien ist damit nicht unbedingt mit einer Gesundheitsgefährdung für die Verbraucher verbunden. Ihr Auftreten sollte aber dennoch ernst genommen werden, da sie auch fäkalen Ursprungs sein können. Werden sie festgestellt, ist unbedingt zu prüfen, ob es Hinweise auf eine fäkale Verunreinigung gibt. In einem solchen Fall sind Maßnahmen wie beim Auftreten von Escherichia coli notwendig. Selbst bei einem Nichtvorhandensein von fäkalen Verunreinigungen sollten coliforme Bakterien auf Dauer nicht toleriert werden. Ihr Vorkommen deutet dann auf eine nicht effektiv funktionierende Aufbereitung oder auf Schwachpunkte im Verteilungssystem hin, die in der Folge ein Wachstum unerwünschter Bakterien oder gar gefährlicher Krankheitserreger mit sich bringen kann.

Allgemein gilt für coliforme Bakterien ein Grenzwert von 0 pro 100 ml. In Wasser, das zur Abfüllung in Flaschen oder sonstige Behältnisse zum Zwecke der Abgabe bestimmt ist, gilt ein verschärfter Grenzwert von 0 pro 250 ml.

Es würde mich aber noch interessieren, wann und aus welchem Grund die UV-Anlage installiert wurde. War der Nachweis der coliformen Keime vor oder nach der UV-Anlage (siehe auch Wulfs Frage)?

Viele Grüße

Hartmut Schmitt
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Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  04.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Fuchsberger vom 04.11.2008!  Zum Bezugstext

hallo Michael Fuchsberger,

wo werden die Proben entnommen?
wie verhält sich der Grundwasserstand übers Jahr?
gibt es irgendwelche Auffälligkeiten vor der Probenahme?: z. B. Starkregenereignisse?
auch wenn die Brunnenstube "abgeschlossen" ist, wie sieht der Brunnenkopf aus?
warum wurde die UV-Anlage eingebaut?

Gruß
Wulf
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Michael Fuchsberger
(Mailadresse bestätigt)

  04.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hartmut Schmitt vom 04.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Schmitt,

untersucht wird das Wasser seit 1960 zweimal im Jahr durch ein zugelassenes Institut. Die Keime treten jetzt das zweite Mal im Herbst auf. Der Brunnen hat eine abgeschlossene Brunnenstube. Die Filter- und UV-Anlage läuft jetzt auch das zweite Jahr. Kann es davon kommen?
Nun ist gute Rat teuer!

Gruß
       Michael Fuchsberger
Auf dieses Thema kann nicht mehr geantwortet werden!
Hartmut Schmitt
hartmutschmitthartmutschmitt.de
(Mailadresse bestätigt)

  04.11.2008

Hallo Herr Fuchsberger,

noch eine Verständnisfrage. Wie häufig wird der Brunnen untersucht und seit wann gibt es regelmäßige Untersuchungen? Finden die Untersuchungen einschließlich Probenahme durch ein nach der Trinkwasserverordnung zugelassenes Labor statt? Entschuldigen Sie bitte die für Sie vielleicht überflüssige Frage. Ich habe aber schon oft erlebt, dass schlechte mikrobiologische Untersuchungsergebnisse durch solche "Kleinigkeiten" hervorgerufen wurden, die dann teure unnötige Sanierungsmaßnahmen nach sich zogen.

Viele Grüße

Hartmut Schmitt
Auf dieses Thema kann nicht mehr geantwortet werden!
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.11.2008

Hallo Michael du scheibst von einem Tiefbtunen es geht aber nicht daraus hervor  ob es ein  Bohr oder Schachtbrunnen ist.Egal welcher Brunnentype vorhanden ist das wichtigste ist die Adichtung   gegen Oberflächenwasser weil dieses goßteils mit  Coliformen Keimen  belastet  ist.Grosse Gefahren stellen Düngerstätten Gülle/ Jauchegruben  / Schwemmentmistumngen bei all diesem ist  sehr oft eine undichtheit vorhanden,deshalb  besteht  ja in der Nähe von Brunnen ein düngevervot mit organischen Düngern.    
Auf dieses Thema kann nicht mehr geantwortet werden!



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