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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Ultrafiltration - wo gibt es eine Produktübersicht
Alex Monthy
(Mailadresse bestätigt)

  14.07.2009

Für unsere häusliche Brunnenwasseraufbereitung hat uns das Gesundheitsamt eine Ultrafiltrationsanlage vorgeschrieben, da seit zwei Jahren Keime im Wasser sind und alle anderen Maßnahmen nichts gefruchtet haben.
Wer stellt derartige Anlagen für Kleinverbraucher her? Gibt es irgendwo eine Marktübersicht? Und Erfahrungsberichte?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 20
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  24.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von KIM ALEXANDER vom 24.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Kim Alexander,

wenn ich das hier zitieren darf:
TVO §11:
"...Der Einsatz von Ionenaustauschern, Membranen und anderen Filtermaterialien (...) zur Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch kann auch weiterhin nach den allgemein anerkannten Regeln der
Technik und nachgewiesener Wirksamkeit erfolgen. Dabei ist sicherzustellen, dass keine Verunreinigungen aus Membranen, Ionenaustauschern oder anderen Filtermaterialien in das aufbereitete Wasser übergehen, die eine  vermeidbare oder unvertretbare Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt haben."
...

Wo steht jetzt, dass MF-Anlagen das nicht schaffen und UF-Anlagen das garantieren?
Ergo muss also auch für UF-Anlagen der Nachweis erfolgen, oder wie?

Und der Wirksamkeitsnachweis ist doch wohl ein Witz, oder? Probennahme vor und hinter der Aufbereitung, dann hast Du Deinen Nachweis!


Jetzt kommt das, was ich eigentlich nicht schreiben wollte:
Ich habe in den letzten zwei Jahren mehrere MF-Anlagen für kleinere Aussiedlergehöfte und Wochenendhäuser mit eigener Wassergewinnung in Absprache und Kontrolle durch div. Gesundheitsämter geplant und betreut.
Die MF-Anlagen wurden alle als zwei- oder dreistufige Systeme installiert (je nach Durchfluss und Wasserqualität etc., mit Grob-, Vor- und Feinfilter (Sterilfilter 0,45 bzw. 0,25 mü)
Die Filterelemente etc. besitzen eine FDA-Zulassung etc.
Alle Anlagen laufen seit Beginn völlig Problemlos, die Reinwasseruntersuchungen waren bisher IMMER einwandfrei, die Wechselintervalle der Filterelemente liegen zwischen einem und eineinhalb Jahren, die Folgekosten somit minimal.

Ich selbst besitze eine solche zweistufige MF-Anlage, (Feinfilter 0,45 mü) seit zwei Jahren.
Meine Frau, meine Kinder (2 1/2 und 5 1/2 Jahre), unsere Gäste etc. trinken ausschließlich Leitungswasser, krank war noch nie jemand.
Ich nehme alles halbe Jahr eine Wasserprobe, Roh- und Reinwasser, bisher war das Reinwasser immer i.O.

Jetzt nenne mir einen Grund, warum das 1. nicht funktionieren sollte und ich mir 2. eine UF-Anlage kaufen soll?!

Gruß Carsten
Gast (KIM ALEXANDER)
(Gast - Daten unbestätigt)

  24.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 23.07.2009!  Zum Bezugstext


"aber ich weiß nicht, worauf Du hinaus willst..."

Hallo Carsten, weißt Du das wirklich nicht?

Die Trinkwasserverordnung fordert die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik (§§ 4, 5 Abs. 4 usw.)

Die § 11-Liste verlangt u.a. Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik und WIRKSAMKEITSNACHWEIS


Was meinst Du, warum das Gesundheitsamt eine Ultrafiltrations- und nicht eine Mikrofiltrationsanlage angeordnet? hat.



KIM ALEXANDER
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  23.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von KIM ALEXANDER vom 23.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Kim,

was meinst Du? Was soll die TVO wozu sagen?
Unter §11 fällt eine solche Anlage jedenfalls nicht, aber ich weiß nicht, worauf Du hinaus willst...

MfG Carsten
Gast (KIM ALEXANDER)
(Gast - Daten unbestätigt)

  23.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 23.07.2009!  Zum Bezugstext


Hallo Carsten,

was sagt denn die Trinkwasserverordnung dazu?
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  23.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 22.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

das war ja auch nur ein Vorschlag zur Aufbereitung.
Eine UV-Anlage muss nicht zwingend hinter eine MF geschaltet werden, weiterhin bezweifle ich sehr, dass ein UV-Anlage im Kleinbereich wirtschaftlicher und kostengünstiger arbeitet!

Die UV-Anlage muss 24 h am Tag laufen, um eine sichere Desinfektion zu gewährleisten (oder wie willst Du sicherstellen, dass jederzeit an jeder Zapfstelle desinfiziertes Trinkwasser entnommen werden kann?

Ich denke bei den Anschaffungskosten ist die UV teurer, der Wechsel der Röhren vs. Wechsel der Filter bleibt kostenmäßig relativ gleich; die MF benötigt keine Energie zum Betrieb, nur die Brunnenpumpe muss den Druck hergeben.

Wassertrübheit hin oder her, die MF kann auch "nur" zur Keimentfernung genutzt werden, ein weiteres Plus.

Alles andere, ob das Amt etwas vorschreibt, oder nur ein Vorschlag war, oder was auch immer ist reine wortspielerei, hat mit dem Thema aber so garnix zu tun und muss nicht breitgetreten werden.

Gruß Carsten

Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  22.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 22.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Carsten,

"dass Alex eine UF-Anlage vom Gesundheitsamt vorgeschrieben bekam..."

was ich sehr bezweifele, denn dass ein Gesundheitsamt eine bestimmte Technologie zwingend vorschreibt wäre doch sehr ungewöhnlich und rechtlich sicher anzufechten. UF kann da bestenfalls ein Vorschlag gewesen sein.

Aber selbst wenn, dann wäre doch Dein Vorschlag MF plus UVC doch auch eine Abweichung ;-))

Das Gesundheitsamt fordert keimfreies Wasser, mit welcher Technologie auch immer. Und da ist die UVC-Entkeimung meist die günstigste (zugelassene) Lösung - wenn keine Wassertrübheit vorliegt.

Beste Grüße
Wilfried
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  22.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 22.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

was spricht gegen die Installation einer Mikrofiltration im Hinblick auf die Keimproblematik?
Es ging doch darum, dass Alex eine UF-Anlage vom Gesundheitsamt vorgeschrieben bekam...
Eine MF-Anlage ist in der Anschaffung relativ kostengünstig gegenüber einer UF-Anlage; der Wechselintervall des / der Filterkerzen hängt halt von der Wasserqualität ab; wenn keine oder wenig Trübung vorliegt, wäre das eine kostengünstige Lösung.
Bei vielen dieser "häuslichen Kleinbrunnen" gibt es zudem Probleme mit Trübungen; mit einer MF-Anlage können die Trübung reduziert und die Keime entfernt werden; warum also nicht???

MfG Carsten
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  22.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 20.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Carsten,

eine Mikrofiltration ist doch nur dann erforderlich, wenn das Brunnenwasser eine bestimmte Trübung < 1 FNU überschreitet, sonst werden da unnötige Betriebskosten installiert.
Eine Festlegung des Wertes gibt es nicht, jedoch  sind Werte von 0,1 - 0,2 FNU anzustreben - über 0,3 FNU Einzelfallprüfung gemäß Gelbdruck 294/1.

Beste Grüße
Wilfried

Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  20.07.2009

Hallo Alex,

DVGW hin, DVGW her, das bringt Dich hier wohl nicht weiter...

Frag doch mal dein Gesundheitsamt, ob Du nicht eine Mikrofiltrationsanlage einsetzen kannst?! Hier kann dann auch eine UV-Entkeimung nachgeschaltet werden.

Soweit ich weiß bietet die Firma Grünbeck solche kleinen Komplett-Anlagen an, wobei wahrscheinlich auch nicht ganz billig...

Eine zwei- oder dreistufige MF-Anlage (je nach den Analysewerten) mit entsprechenden Filterelementen sollte in Deinem Fall auch Abhilfe schaffen...

MfG Carsten
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  20.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 20.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Walter,

wäre das nicht eher so, dass ein kleiner Teil unfiltriert zufließt ? Das Keimkonzentrat aus einer einzigen Faser würde ich noch nicht als solches bezeichnen wollen. Aber eben dieser Gedankengang hat mich bisher daran gehindert, mich mehr mit der Ultrafiltration zu beschäftigen.
Gruß Lothar

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Gast (Walter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 20.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried auch beim ÖVGW (Österreich)gibt es keine zertifizierte UF Anlage, da keiner der Anlagenbauer für die Messung des Druckverlustes bei einem Haarriss eine Lösung hat, wo das Keimkonzentrat dann in das filtrierte Wasser gelangt.
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  20.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Alex Monthy vom 18.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Alex,

über den DVGW und seine Geschichte wissen Sie offenbar herzlich wenig. Seine Hauptleistung genießen fast alle Deutschen und immer mehr Europäer, nämlich gesundes Trinkwasser aus einem öffentlichen Versorgungsnetz. Wohl wenige Lobbyisten arbeiten derart gemeinnützig.

Und zu diesem Forum möchte ich Ihnen erklären, dass es gemäß der Forenregeln keine Produktberatung leistet und schon gar keine Werbeplatform ist. Aber erwünscht sind Nettikette und Fachdiskussionen. So interessiert mich - und sicher viele andere auch - warum Sie Ultrafiltration gegenüber UVC-Entkeimung bevorzugen wollen.

Beste Grüße
Wilfried
Alex Monthy
(Mailadresse bestätigt)

  18.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 16.07.2009!  Zum Bezugstext

>> ... und Wilfried fragt sich, ob Alex hier nur ein Spielchen gegen die Ultrafiltration und gegen den DVGW betreiben möchte. Wieso sonst wurde mein doch recht freundlicher Hinweis einfach ignoriert?

Über die Ultrafiltration weiss ich noch nicht genug, um ernsthaft dagegen zu sein. Das Verfahren ist mir allerdings vom Grundsatz sympathischer als die UVC-Entkeimung.
Der DVGW kommt mir allerdings vor wie einer der vielen überflüssigen Branchen- und Lobbyverbände, die die Bürokratie füttern und uns das Leben sauer machen.

>> "Die Anforderungen an Verfahren zur Partikelabtrennung aus mikrobiell nicht ständig einwandfreien Wässern sind generell von der Aufgabenstellung im Einzelfall abhängig. Das gilt auch für die Membrantrennverfahren Ultrafiltration und Mikrofiltration."
Dieses Zitat stammt aus einem Text mit dem Titel "Hygienische Sicherheit von Ultrafiltrations- und Mikrofiltrationsanlagen". Weder dieses Thema noch das obige Zitat bringen mich allerdings weiter auf der Suche nach entsprechenden Herstellern - und das war der eigentliche Zweck meiner Anfrage.
Das zuständige Gesundheitsamt war da schon hilfreicher als hier dieses Forum.
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  16.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Alex Monthy vom 16.07.2009!  Zum Bezugstext

... und Wilfried fragt sich, ob Alex hier nur ein Spielchen gegen die Ultrafiltration und gegen den DVGW betreiben möchte. Wieso sonst wurde mein doch recht freundlicher Hinweis einfach ignoriert? Wieso keine UVC-Entkeimung?

Übrigens: Ultrafiltration ist ein Spezialgebiet im Apparatebau und wird kaum "von der Stange" angeboten. Deshalb werden solche Anlagen einzeln geprüft und nicht als Serienprodukt zertifiziert.
Das hätte Alex durch googeln aber auch selbst heraus finden können:
"Die Anforderungen an Verfahren zur Partikelabtrennung aus mikrobiell nicht ständig einwandfreien Wässern sind generell von der Aufgabenstellung im Einzelfall abhängig. Das gilt auch für die Membrantrennverfahren Ultrafiltration und Mikrofiltration."
http://www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/wasser/aufbereitung/info_wasseraufbereitungsverfahren.pdf

Beste Grüße
Wilfried
Alex Monthy
(Mailadresse bestätigt)

  16.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von tröpfchen vom 14.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Tröpfchen,
zur Ultrafiltration gibt es offenbar gar keine vom DVGW "zugelassenen" bzw. zertifizierten Produkte.
Heisst das, dass das Verfahren nichts taugt? Oder dass die Hersteller kein Interesse an diesem Verein und seinen Zertifizierungen haben? Und was sagt mir das im letzteren Fall über den Verein?
- fragt sich: Alex
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  16.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Alex Monthy vom 16.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Alex,

wenn das Brunnenwasser ansonsten klar ist, wäre eine UVC-Entkeimung wahrscheinlich günstiger als Ultrafiltration.

Und zur Ehrenrettung der Wasseraufbereiter möchte ich noch anmerken, dass Wasseraufbereitung ein sehr komplexes Thema ist und ausgebildete Wassermeister kaum eigene Webseiten pflegen (als Angestellte der Versorgungsunternehmen).
Der DVGW hingegen versteht sich als technisch-wissenschaftlicher Verein und nicht als Informationsquelle für Privatleute. Für Mitglieder schon und diese haben Zugriff auf einen internen Bereich.

Aber ich denke, hier in unserem Fachforum sind Sie schon richtig.

Beste Grüße
Wilfried
Alex Monthy
(Mailadresse bestätigt)

  16.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von tröpfchen vom 14.07.2009!  Zum Bezugstext

Danke für den Hinweis. Ich habe auch nicht vor, das Teil selbst einzubauen. Aber mein Installateur ist in dieser Sache noch dümmer als ich.
Auf den DVGW-Seiten habe ich mich gerade umgesehen. Die mangelnde Qualität von Internetauftritten scheint ja geradezu ein Markenzeichen der Wasserbranche zu sein. Je nun, solange der Rest fliesst...
Alex Monthy
(Mailadresse bestätigt)

  16.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 15.07.2009!  Zum Bezugstext

Massnahmen:
Ausbau, Reinigung und Einbau der Brunnenpumpe, Chlorieren des Brunnens und der Hausleitungen nach Vorgaben des hiesigen Wasserwerks.
Montage einer Zapfstelle direkt am Brunnenkopf. Hier zeigen sich dieselben Belastungen wie an hausinternen Zapfstellen.
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  15.07.2009

Hallo Alex,

da interessiert mich aber doch, welche (fachgerechten?) Maßnahmen da bisher nicht geholfen haben.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (tröpfchen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.07.2009

Hallo Alex,

das ist etwas für den Fachmann. Wende dich daher an einen Sanitärbetrieb in deiner Nähe, lasse dich beraten und dir nur ein vom DVGW zugelassens Gerät einbauen.

Du kannst dich auch beim DVGW erkundigen. Details kann man ergoogeln.

Gruß aus der Pfalz
Tröpfchen



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