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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Bohrbrunnen mit Feinsand - erfolgreich sandfrei
Gast (Heiko Rettig)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.07.2009

Hallo zusammen,

ich habe mir im letzten Jahr von einer "Fachfirma" einen Brunnen bohren lassen. Er ist ca. 17m tief und führt Dank einer Wasserader in einer 7-9 m Kiessschicht ohne Ende Wasser. Da ist man ja erst einmal happy, oder? Durch den Wintereinbruch habe ich den Brunnen aber noch nicht nutzen können. Hauptsächlich sollte der Brunnen zur Betrieb einer Beregnungsanlage genutzt werden. Im Frühjahr gings dann los, Beregnung verlegt, Anlage in Betrieb genommen und Brunnen gespült. Bei mir kam eine Grundfos SQ 3-40 zum Einsatz. Vorausschauend hatte ich bereits zum Schutz meiner Beregnungsdüsen einen Vrfilter eingebaut. Jetzt der Schock, nach 5 min. Betrieb Vorfilter verstopft und Sand in den Düsen.

Tja jetzt weiss ich das die eingesetzten Filterrohre auf das Bohrgut anzupassen sind. Leider wurden bei mir nur pauschal 1mm Rohre eingestzt, welche bei dem Feinsand natürlch schlecht sind. Es gibt natürlich zusätzlich die Möglichkeit die Filterrohr zusätzlich mit Filterstrümpfen zu versehen, was den Sand erfolgreich zurückhält, aber die sitzen ja jetzt ungeschützt in ca. 14m Tiefe :(
Jetzt fing die Bastelei an:
- Filter ausgetauscht
 Scheibenfilter gegen Hauswasserfilter)
- Pumpe höher gesetzt
- Pumpe mit Filtergage (Fliegengitter)umwickelt
- neuer Vorfilter
- Rückfragen beim Brunnenbauer
=> Nach dieser Odyssee war leider kein Erfolg sichtbar bzw. noch satt Sand vorhanden.

Jetzt habe ich die Filter nochmals verändert:
Gardena Vorfilter  - der ist echt toll weil er grobe Bestandteile rausfiltert und sich einfach auswaschen lässt ohne jedesmal ne Filterkerze bestellen zu müssen. Tja und den Einsatz im Hauswasserfilter habe ich von 100 mu auf 200 mu erweitert.

Diese Kombination läuft zwar erfolgreich, aber die die Grunfos Pumpe förderte immer noch zu viel Sand. Somit war mir klar, das ich dies nur im Brunnen lösen kann. Die momentan eingesetzte Gage führte ja offensichtlich nicht zum Erfolg.

Der nächste Versuch war ein paar typische Filterstrümfe zu bestellen und auf die Pumpe aufzuziehen. Ich habe dann einen "Filterstrumpf für Brunnenfilter 60 mm 2 Zoll - 1 lfdm" bei www.lotze-wassertechnik.de für ca. 8 € mit Versand bestellt.

Dieser wurde zerschnitten und in 3 Lagen auf die Pumpe gezogen und mit Kabelbindern befestigt.

Ergebnis besser, aber zur Beregnung noch zu viel Sand, Seufz..., wenn man bedenkt das der Filterstrumpf auf dem Filterrohr durch den Brunnenbauer nur ca. 20 Eus gekostet hätte!

Nun das Problem ist die an der Pumpe bestigte Kabelführung, welche einen genaue bzw. dichte Umwicklung fast unmöglich macht.

Verzweifelt habe ich dann weiter recherchiert und bin zum Schluss gekommen, das eine Lösung nur durch eine Individualanfertigung möglich ist.
Jetzt ging es dran einen Hersteller zu finden.

Nach ainigen Recherchen habe dann auch einen gefunden, welcher mir einen Filterstrumpf nach meinen Vorgaben fertigt. An dieser Stelle noch ein Lob an Winkler Filtertechnik für die tolle Unterstützung. Mir wurde ein 8 x 80 cm Filterstrumpf, welcher unten zugenäht ist für ca. € 60 geliefert. www.winkler-filtertechnik.de Dadurch konnte ich mein Pumpe komplett einhängen und oben den Strumpf mit einem Kabelbinder verschließen.

Ja und jetzt bin ich ein glücklicher und sandfreier Brunnennutzer!!!

Vielleicht können Euch meine Tips helfen.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 9
Furi
(Mailadresse bestätigt)

  08.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepps vom 26.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo,
nochmal zur Frage der verwendeten Filterstrümpfe und deren Qualität. Nachdem wir über Jahre die unterschiedlichsten Anbieter ausprobiert haben, verwenden wir seit cirka 5 Jahren nur noch das Material der Firma Wetzel die man auch im Internet findet unter www.technische-netze.de
Auf diesem Weg mal ein Dank an Herrn Wetzel und seine Mannschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Karl Heinz F.
Gast (Robert Tenyer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.04.2011

Hallo
habe mit Igroßem Intresse deinen Bericht gelesen.ich habe ähnliche Probleme mit meinem Brunnen.Kammst du mit noch sagen was für ein Filterstrumpf du benutzt.Vielleicht können wir mal telefonoeren.
vielen Dank im voraus
Robert
Gast (manfred Stricker)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.03.2010

danke
Gast (sepps )
(Gast - Daten unbestätigt)

  29.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von zusel vom 29.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo zusel"die solche  Beschreibung habe ich leider irgendwie erwartet.
Da es durchaus möglich ist dass die genannte Lösung auch Probleme /Verstopfen der Filterstrümpfe bringen kann,  die Frage könnte ein Rohr eingebaut werden damit die Pumpe nicht so nahe am Filter saugt.Dies  wäre dann zu überlegen wen wieder deinem erwarten Probleme auftreten.
mfg sepp
zusel
(Mailadresse bestätigt)

  29.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepps vom 26.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Sepps,

um es zu präzisieren, der Brunnen ist 17,20m tief und das Wasser steht bis zu einer Höhe von 4,70. (Oberkannte Wasser bei 12,50m). Laut Brunnenbauer wurden 3m Filterrohre mit 1mm Durchlass verbaut. Das Filterrohr beginnt 1m über der Bodensohle, also bis 4m. Die Pumpe hängt mit der Ansaugöffnung ca. 50 cm unter der Wasseroberkannte. Somit habe ich schon das maximal möglich erreicht und die Pumpe hängt somit bei 12,70. Das heisst ca. 20cm über dem Filterrohr.

Damit waren meine technischen Möglichkeiten erschöpft, denn in der Tiefe lässt sich ja schlecht was richten. Für denn Brunnenbauer wäre es ja kein Thema gewesen nur 2m Filterohr zu verwenden um den Spielraum zu erweitern. (und das sehr prewiswert !!!) Weiterhin ein Filterohr mit kleinerer Korngröße, entsprechender Ummantellung mit Filterkies und Schutz mit Filterstrumpf.

Tja dies weiss ich heute und leider war die Ausführung nicht entsprechend, daher für alle unglücklichen, meine alternativen Lösungsansätze.

Gruß Heiko
zusel
(Mailadresse bestätigt)

  29.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 26.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

ich gehe selbstverständlich mit Ihrer Beschreibung konform - wasserführende Kiesschicht - !

Eine Wasserader ist wohl eher umgangsspprachlich und daher irreführend. Also Danke für den Hinweis.

Gruß Heiko
Gast (sepps )
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.07.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 26.07.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar da hast du vollkommen recht wen es nur Wasseradern gäbe dann wäre es wohl kaum so dass etwa in einer Ortschaft welche auf gleicher Höhe liegen auch die gleiche Brunnentiefe haben,also Wasserführende Schichten!Dies ist nicht nur bei Kies der Fall sondern  wie bei uns   auch bei Mergel /Schlier der Fall   mfg sepp
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  26.07.2009

Hallo Heiko,

schönen Dank für den Bericht. Das ist sicherlich für all diejenigen zukünftigen Brunnenplaner interessant, so denn man sich vorab informiert.

Mit der Wasserader bin ich nicht ganz einverstanden. Denk mal nach, wenn du eine Sand-Kies-Schicht hast. Wieso sollte da das Wasser sich auf eine Ader beschränken. Das Wasser fließt im Kies auseinander und bildet eine wasserführende Schicht.
Der Begriff Wasserader stammt vermutlich aus der Welt der Rutengänger?

Gruß Lothat
Gast (sepps )
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.07.2009

HALLO Heiko die Beschreibung deines Brunnens ist etwas dürftig.Wie lang ist die Filterstrecke?  Zum anderen hängt die Pumpe im Bereich von dieser? bzw wie weit oberhalb von dieser?  Ist hoch ist der Wasserstand im  Brunnen.
Daher folgendeAussage aus dem Internet:
An der Ansaugöffnung der Unterwasserpumpe entstehen die höchsten Strömungsgeschwindigkeiten. Liegen die Ansaugöffnungen im Filterrohrbereich, so werden diese Geschwindigkeiten zum Teil auf das umgebende Korngerüst übertragen. Es kommt zu einer erhöhten Sandförderung.    



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