Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6300 Themen und 30800 Antworten
Zurück zur Übersicht! Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Tiefbrunnenpumpe mit Hindernissen
Marcus Waldeck
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2009

Hallo, ich habe mehrere Probleme:

In meinem Brunnen (blaues Rohr, 100mm Durchmesser) ist eine Baumarktpumpe herabgelassen. Sie befindet sich an einem Fangseil und dem Kabel.
Die Pumpe hängt an einem Übergang in 9 Metern Tiefe und kann selbst mit einem Vorderladertrecker nicht am Seil hochgezogen werden (wahrscheinlich etwas verkantet, habe alles probiert, ein Brunnenbauer aus dem Ort weiß auch keinen Rat mehr).
Die von mir installierte PE Leitung an der Pumpe ist bereits komplett hochgezogen worden.

Mit einem Lotgewicht kann die Pumpe weiter nach unten befördert werden.
Da ich den Brunnen damals übernommen habe, kann ich keine weiteren Infos liefern.
Grundwasser beginnt bei ca. 11 Metern.
Die Pumpe hing immer in ca. 13-14 Metern Tiefe.
Gesamttiefe des Brunnens ist unbekannt.
Das Wasser ist klar und in einem Schutzgebiet, dennoch leicht eisenhaltig, weswegen ich die Pumpe öfter reinigen musste.

Ich habe vor, die Pumpe abzunabeln und sie mitsamt der restlichen Kabel komplett zu versenken.
Anschließend will ich in den Brunnen eine neue leistungsstarke Pumpe einsetzen.
Die Pumpe soll ein 1 Zoll PE Rohr mit 3-4 Abnahmestellen zur Gartenbewässerung (ca. 50 Meter Länge) versorgen können.
Inbetriebnahme erfolgt nur in den Sommermonaten.

Jetzt meine Fragen

1. Wird der Brunnen bei am Boden aufliegender Pumpe noch mit Wasser versorgt, so dass die neue Pumpe fördern kann?

2. Welche Pumpe würdet ihr empfehlen? Habe 2 Angebote jenseits der 1500,- € erhalten, einmal eine Grundfos SQ mit Wasserversorgungspaket für schlappe 1900,- €
Ich weiß das man bei billigen Käufen oft doppelt bedient wird, doch auch mein Geldbeutel ist begrenzt...

3. Brauche ich überhaupt ein Versorgungspaket? Was sind die Vorteile?


Vielen Dank schonmal im Voraus an euch!!!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepps vom 17.08.2009!  Zum Bezugstext

Ich finde ja auch, dass man keine 4" Pumpen in einen DN 100 Brunnen installieren sollte. Wenn es geht nehme ich lieber DN115 oder DN125, aber es soll ja immer alles billig sein.


Sicherlich ist ein Stahlrohr besser als PE und Seil, aber das Ein- und Ausbauen dauert zu lange und ist kompilizierter. Außerdem ist es teurer. Und die warscheinlichkeit, das sich die Pumpe verkantet ist sehr gering.

Wenn man das PE-Rohr mit einer Messing Quetschverbindung anschraubt, hält das auch schon extremste Belastungen.

Gast (sepps )
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.08.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepps vom 17.08.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Marcus Nachtrag ob du nach dem versenken der alten Pumpe  und  dem  Einbau der neuen die Wasserförderung noch klappt kommt darauf an ,wo die Filterstrecke ist,wird diese verschlossen oder stark eingeschränkt, dann wird es  mit einer neuen nicht  funktionieren .Das kann zwar einige Zeit funktionieren aber infolge des geringen Abstandes zwischen Pumpe und Rohr das vorhandene Eisen  im Wasser wie du schreibst zumachen.
mfg sepp
Gast (sepps )
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.08.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Marcus Waldeck vom 17.08.2009!  Zum Bezugstext

Hallo  Marcus wen du in der Hütte einen Balken befestigen kannst dann könnte man dort einen Kettenzug senkrecht nach oben ziehen.Bei Baumeistern Stahlbaufirmen könnest du fündig werden.Ob das Kabel  allerdings einen höheren Zug aushält bezweifle ich sehr

Hallo  Brunnenbaumeister  bei Verwendung eines Stahlrohres hat man mehrere Möglichkeiten als nur am Seil zu ziehen wie /drehen (aber kaum  nach links)   rütteln  drücken. mfgsepp

Ps eigentlich sollte man nicht auf den Gedanken kommen in ein 100mm Rohr eine wie Marcus glaubt 98 mm Pumpe einzubauen,.schließlich tut sich die Pumpe da schon extrem schwer überhaupt Wasser anzusaugen.
Marcus Waldeck
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2009

Am Kabel habe ich ja gezogen und das hat bei einer Zugkraft von ca. 500kg gehalten, lediglich die Pumpe hat sich an der Stelle nicht gerührt.
Beim Ablassen der Pumpe mit dem Lot merkt man schon, dass es schleift, doch die besagte Stelle scheint das brühmte Nadelohr zu sein durch das ich einen Elefanten bugsieren muss.

Donnerstag bekomme ich das Lot wieder und die Pumpe wird versenkt. Bis dahin werde ich noch probieren, so viel wie möglich an Kabeln hochzuziehen/abzureißen.


@Lothar: Habe mir schon den Kopf zerbrochen, aber weiß beim besten Willen nicht, welchen und wo ich den Hebel ansetzen soll bzw. wie du dir das vorstellst.
Am einfachsten erscheint es mir, den Vorderlader reinzufahren und dann senkrecht ohne Kraftverlust nach oben wegzuziehen. Andere Hebel müsste mit einer Umlenkung erfolgen, das ist dann aber in dem Raum nicht realisierbar.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  17.08.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Marcus Waldeck vom 17.08.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Marcus,

der Brunnen liegt im Gartenhäuschen. Das wäre dann die Variante mit dem Hebelarm, der draussen vor der Tür hochzuheben wäre. Versuch wert oder? Stück Schiene von der Schmalspurbahn; oder kleiner Doppeltträger. Ein dickerer Balken täte es auch.

Gruß Lothar
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Marcus Waldeck vom 17.08.2009!  Zum Bezugstext

Die SQ kannst du aber ruhig an 32er PE und Edelstahlseil hängen. Stahl ist viel teurer und schwerer einzubauen.

Außerdem stimmt das nicht, dass man Seil heutzutage nicht mehr nimmt. Wenn man das richtige Seil zur Pumpe auswählt, in deinem Fall 3mm Durchmesser und dieses mit ordentlichen Seilklemmen befestigt, gibt es keine Probleme. Wenn das Seil doch mal reißt, ist die max. Last sowieso erreicht. Wenn du an einem 1" Rohr mit einem Kran mit 2t ziehst, bricht meistens irgendwas und dann ist der Brunnen kaputt. Und wenn eine Stahl-leitung dran hängt, kann man die Pumpe auch nicht bis zum Boden runterdrücken. Man kann es schon, aber Dann stört beim Neueinbau einer Pumpe das Rohr. Und wenn man es abdrehen will, löst sich das Gewinde logischerweise nicht am Pumpenstutzen, denn Gott will uns ja ärgern.


Rohre werden standartmäßig nur in tiefen Brunnen oder Brunnen mit großen Pumpen eingebaut. Aber natürlich gibt es auch da schwarze Schafe.



In deinem Fall würde ich erstmal am Kabel ziehen. Eventuell hat es sich verkanten und blockiert die Pumpe. Und mit viel Glück bekommst du die Pumpe am Seil herausgezogen.
Marcus Waldeck
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2009

Erstmal vielen Dank für die raschen und vielen Antworten

@Brunnenbaumeister: will vermeiden einen neuen Brunnen zu bohren, mir wurde gesagt dies koste ca. 80,- pro Meter und an die 18 müsste ich rechnen

Eine 3" soll es auch werden, die alte Pumpe lief aber ohne Zusatzmaterial, hab es in einen 1000 Liter Tank gepumpt und von dort aus mit einer normalen pumpe in die Leitungen befördert, das will ich dieses mal aber nicht, soll schon anständig werden

@sepps: ich glaube die pumpe hatte einen Durchmesser von 96mm, ist also schonmal knautscheng. es muss sich nur das haltekabel oder die stromleitung verkantet habe und an der engstelle (evtl. eine muffe eines überganges?) verkantet haben.
das man kein seil mehr benutzt, weiß ich jetzt auch, leider zu spät

@Lothar Gutjahr: Leichter gesagt als getan, der Brunnen liegt in meinem Gartenhäuschen :-(

Ich werde nachberichten, wie es verlaufen ist, wenn noch jemand eine gute Idee hat, ich hab immer ein offenes Ohr!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepps vom 17.08.2009!  Zum Bezugstext

Wenn man das Brunnenrohr mit raus zieht, ist der Brunnen kaputt. Da hilft dann nur neu bohren.
Gast (sepps )
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.08.2009

Hallo ich habe schon des öfteren geschrieben dass man bei uns die Pumpe nicht ein Niro Seil hängt sondern die Pumpe meist  an ein 5/4 Zoll Rohr angeschlossen wird ,welches bis nach oben geführt wird.Dadurch kann man besser rütteln um  diePumpe wieder herauszukriegen oder tiefer zu "versenken" ohne dass etwas abreißt. Wen ich dich recht verstehe dann wurde schon der Schlauch aus der Pumpe herausgezogen,oder ?
Das Rohr hat einelichte Weite von 100mm und die Pumpe etwa auch? oder doch  75 mm wen die Pumpe nur 75 mm  hat an muss unten doch einiges im argen liegen .Ein Mann hat einmal berichtet dass er die Pumpe mitsamt dem Rohr  erfolgreich hochgezogen  hat.Da unten etwas "los"   ist wird es dir mit einer neuen Pumpe ebenso ergehen wie mit der alten.Das Rohr müsste deshalb sowieso bis zur Pumpe herausgezogen werden .Ob dann das Bohrloch einstürzt ist schwer zu sagen kommt nebender Bodenbeschaffenheit aber auch darauf an wielang das Rohr noch unterhalb der Pumpe ist. Viel Erfolg wünscht dir mit freundlichen   Grüßen sepp der mit Borkenkäfern im Wald Probleme hat.  
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2009

also ich würde dir, wenn alles funktioniert hat, eine 3" Unterwasserpumpe empfehlen. Diese hat dann nur einen Durchmesser von 76mm und sollte somit ganz locker im Rohr hängen. Da kann sich dann eigentlich nichts mehr verklemmen.


Du brauchst die Pumpe, einen Kessel und ein Presscontrol bzw. einen Druckschalter. Wenn du noch einige Sachen von der alten Pumpe hast, brauchst du natürlich keine neuen.

Ich würde dir die SQ 3-55 empfehlen.

http://www.pumpendiscounter.de/ReigaGbR-p685h43s176-Grundfos-SQ-3-55-Bru.html



Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  17.08.2009

Hallo Marcus,

angesichts dieser blöden Situation würde ich alleine schon um mit etwas Glück wenigstens das Seil  ziemlich weit unten ab zu reißen mit mehr Gewalt herangehen.
So könnte man zunächst den Arm des Frontladesystems am Trecker ganz nah am Lagerpunkt anhängen um auf kurzem Weg deutlich mehr Kraft aufzubringen. Oder man könnte auch einen kleinen Doppel-T-Träger so anordnen, dass dieser als Hebelarm bei kürzerem Weg die Kraft vervielfacht.Kuck mal da als Erinnerung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hebelgesetz

Dabei aber das Rohr beobachten, ob es mit nach oben kommt, was wir natürlich nicht wollen.

Mit viel Glück, kommt die Pumpe doch noch nach oben. Dass die so klemmt, könnte auch auf eine tektonische Verschiebung hinweisen. War das mal Bergbaugebiet ?

Also auf alle Fälle versuchen, das Seil und das Kabel ab zu reißen; die Tiefe ist wie du sagst unbekannt und da würde ich versuchen, so wenig wie möglich Gerümpel unten zu lassen.
Was den neuen Pumpentyp anbelangt bin ich nicht der große Helfer.Als "notorischer ebayer" würde ich zuerst mal schauen, eine gut gebrauchte Marken-Pumpe für wenig Geld zu ergattern.

So, ich habe nichts anderes getan, als deine Gedanken zu Ende zu denken und hoffe es hilft dir weiter.
Ach ja, vielleicht auch vorab mit dem Lotgewicht die Pumpe ein paar cm hinunterdrücken, falls das geht. Kann ja sein, dass die Pumpe in der Rohrwand eingekantet hat, wenn da ein Übergang ist.

Gruß Lothar

Nachtrag: Beispiel was mich schon mal locken würde:

300337778133 bei ebay

Wenn wir den Gedanken, alle drei Jahre eine neue Pumpe für 150 Euro zu nehmen aufgreifen kommst du mit den 1500€ schon mal auf 30 Jahre,grins.



Werbung (1/3)
Trinkwasser Schnelltests supergünstig bei http://shop.wasser.de


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas