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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Projekt Wasserbeförderung in Marokko
Gast (Ingrid)
(Gast - Daten unbestätigt)

  02.10.2009

Hallo,

wir sollen in Rahmen unserer Ausbildung ein Projekt bearbeiten. Die Aufgabe besteht darin, zu erläutern, warum man eine bestimmte Pumpe zur Wassergewinnung in Marokko benutzen sollte. Ich habe jetzt schon viele Artikel gelesen, in denen beschrieben wird, dass in Marokko wegen der großen Dürre schon viel zu viele Brunnen gegraben werden und dadurch der Grundwasserspiegel weiter sinkt.
Ist es bei den dortigen Bedingungen (Wüste) besser, einfache Schöpfwerke zu benutzen?(sehr umständlich bei 10-20m Brunnentiefe,oder?) Oder eine Kolbenhubpumpe? Diese wäre nicht so empfindlich gegen Schmutz,oder?

Danke schon mal!
Grüße
Ingrid



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  15.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 15.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

es ist eigentlich noch viel schlimmer als Du meinst. Die Generationen die noch lernten mit dem wenigen Wasser umzugehen, damit auch ein gutes Leben führten, die sterben aus. Die Jugend in den wasserarmen Ländern beansprucht den gleichen, exzessiven Wasserverbrauch wie die Menschen in den wasserreichen Ländern. Und in der Landwirtschaft wird vielfach der Trockenfeldanbau durch offene Bewässerungsgräben ersetzt. So verbraucht man mehr als die Niederschläge ersetzen - auf Kosten zukünftiger Generationen - Brunnen und Felder versalzen.

Beste Grüße
Wilfried
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  15.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christine Patschull vom 15.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Christine,

das mit dem Lernen hat sich was. An der Stelle wo ich die letzten 8 Jahre in Griechenland gewohnt habe zahlen die inzwischen über 6 Euro/qbm für "Brauchwasser" und trotzdem wird damit die Treppe der Innenhof und die halbe Strasse gefegt. Das wird dort wie in anderen Ländern noch eine Generation brauchen. Aber auch nur wenn entsprechend in der Grundschule schon ein Bewustsein dafür geformt wird.

Gruß Lothar
Christine Patschull
(Mailadresse bestätigt)

  15.10.2009

Lieber wilfried, es gibt bisher nichts zu kalkulieren, da wir bisher ja nur die pumpe haben. Und für ein auffangbecken gibts wahrscheinlich keinen nutzen, weil es nicht genügend regnet in diesen wüstengebieten. Aber: vielleicht gibts doch genügend wasser da unten und das marokanische volk verbraucht nur zu viel, weil es wirklich denkt, es sei for free (keine zähler usw) aber du hast schon recht: bring ihnen die kosten bei. Personal, lokales managemenent, bewusstseinsbildung. Mein lehrer sagte zwar, wir müssten das dorf verlassen, wenn man uns dort nicht will. Aber vielleicht muss man die nur einfach fragen, was sie eigentlich brauchen. Und bleibt dann. Lieben gruss, christine
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  14.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christine Patschull vom 14.10.2009!  Zum Bezugstext

Hall Christine,

"'A Gift from God'" ist alles auf dieser Welt, aber was davon gratis ist, das bestimmen die Menschen - auch in der arabischen Kultur. Das Wasser ist zwar gratis, aber die Aufbereitung und der Transport müssen auch dort bezahlt werden,auch in Marokko.

Aber wenn esda was zu berechnen gibt will ich gern helfen, brauche nur ein paar konkrete Daten.

Beste Grüße
Wilfried
Christine Patschull
(Mailadresse bestätigt)

  14.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepps vom 12.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried:
Hey, toll dass Du mir gleich eins der sieben Weltwunder zutraust !;)
Aber man braucht gar keinen Staudamm!
Ein einfaches Regenrueckhaltebecken reicht schon aus.
Du muesstest mir bloss helfen, das auszurechnen.
Ausserdem wuerd's Arbeitsbeschaffungsmassnahmen fuer alle Marokkaner geben :)
Das Problem:
In deren Kultur ist Wasser ja 'A Gift from God' und somit gratis und fuer alle da

Alles Liebe,
Christine Patschull
Gast (sepps)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ingrid vom 02.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Ingrid   da Wilfried auch das Thema Handpumpe als Möglichkeit  sieht,  möchte ich zu deinen Bedenken bezüglich 20 m Förderhöhe hinzufügen dass es  bei uns früher Schachtbrunnen   gab aus denen das Wasser auch schon mal aus 30 m Tiefe mittels einer Art Hand- Schwengelpumpe gefördert  wurde.Die Brunnenrohre   waren aus Holz  es gab damals noch keine verz. Stahlrohre.  Technisch kann so etwas  heutzutage wesentlich besser gemacht werden.Mit einer normalen Handschwengelpumpe geht das sicher nicht, da diese höchstens aus einer Tiefe von 8 m ansaugen können .Auf die Idee noch einmal zu schreiben bin ich  deshalb  gekommen, als ich einen neuen so genannten Zusatzzylinder aus dem Nachlass eines Brunnenbauers gesehen habe  . Diese hat  man eingesetzt   Wasser aus größerer Tiefe herauspumpen.
mfg sepp
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  12.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christine Patschull vom 12.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Christine,

"Man koennte doch ausnahmsweise das Wasser auch mal von OBEN nach UNTEN - statt andersrum - transportieren."

Wieso ausnahmsweise? Bei Stauseen ist das doch normal. Bei Wassertürmen auch, gleichwohl dort zuvor oft eine Pumpe eingesetzt wird.

Beste Grüße
Wilfried
Christine Patschull
(Mailadresse bestätigt)

  12.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepps vom 02.10.2009!  Zum Bezugstext

Liebe Ingrid !

Lass Dich nicht unterkriegen.
Mich wundert, dass es mit dem Namen der Pumpe getan sein soll. Die Arbeit ist interessant.
Allerdings eine Anmerkung:
Man koennte doch ausnahmsweise das Wasser auch mal von OBEN nach UNTEN - statt andersrum - transportieren.

Beste Gruesse,
Christine Patschull, PhD
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  03.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ingrid vom 02.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Ingrid,

die Frage, warum man in Marokko eine bestimmte Pumpe benutzen sollte, gehört sicher in einen Kontex, wo es um Verfügbarkeit und Qualität geht. Womöglich will man mit Handpumpen oder Solarpumpen eine ökologische Entnahme fördern. Vieleicht kannst Du uns dazu ein Über-Ober-Thema nennen.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Ingrid)
(Gast - Daten unbestätigt)

  02.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepps vom 02.10.2009!  Zum Bezugstext

Danke Sepps,
hab mich nun mal ein bisschen bei den Membranpumpen umgesehen und ich denke ich werde diese hydraulisch betreiben. Jedoch geht doch bei einer Tiefe von ca. 20m
sicherlich einiges an Wasser nach oben verloren oder?
Kann man die anfallende Feuchtigkeit der Nacht dem Brunnen irgendwie zuführen? Oder wären das so geringe
Mengen, dass sich das nicht rentiert?
Gast (sepps)
(Gast - Daten unbestätigt)

  02.10.2009

Hallo Ingrid Als sehr unempfindlich gegen Schmutz werden immer wieder  die russischen Membranpumpen  genannt.Vieleicht hilft dir dies etwas weiter.
mfg sepp



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