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Kategorie: > sonstiges > Infos / Tips / Links
Warum ist nasse Kleidung dunkler als trockene Kleidung
Gerd-Wilhelm Klaas
infowasser.de
(Administrator)

  11.10.2009

Was macht nasse Kleidung dunkel?

In der Zeitung des Ruhrverbandes,OKtober 2009, steht:
Was macht nasse Kleidung dunkel.
Wasser ist farblos, das weiß jedes Kind. Aber warum nasse Kleidung trotzdem dunkler aussieht als trockene, darüber zerbrechen sich auch kluge Leute den Kopf. Eine Erklärung ist, das das Wasser in der Kleidung einen Teil des einfallenden Lichtes absorbiert, also gewissermaßen verschluckt. Der Lichtanteil, der reflektiert wird, ist deshalb geringer als bei der Kleidung, die kein Wasser enthält, und lässt den Stoff dunkler erscheinen.

Wir wollen uns mit dieser lapidaren Erklärung nicht zufrieden geben und suchen den Prozentanteil vom Lichtanteil der reflektiert wird. Erscheint farbiger Stoff dunkler?
Gruß Gerd



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
H2O
(gute Seele des Forums)

  13.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Fred vom 13.10.2009!  Zum Bezugstext

Die Effekte kommen aus meiner Ansicht aus der Zusammenwirkung mehrerer physikalischer Gesetzmäßigkeiten zustande. Zum einen, dass Wasser wie schon Wilfried beschreibt insbesondere den langwelligen Anteil des Lichts stärker absorbiert, zum anderen kommen verschiedene Effekte der Optik durch das Wasser hinzu bzw. werden verstärkt z.B. Brechung, Totalreflektion und dadurch Effekte wie sie z.B. bei einem Lichtleiter bekannt sind. Daher auch tieferes Eindringen ins Gewebe (eventuell resultiert daraus die Transparenz).  

Gruß
H2O
Gast (Fred)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 11.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo zusammen,

in diesem Zusammenhang stellt sich mir ergänzend die Frage / oder hat es evtl. die gleiche physikalische Ursache, warum man bei nassen Kleidunsstücken die Haut darunter besser erkannt als bei trockener Kleidung (wet-T-shirt).

Fred
Gast (Andreas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 12.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo,

eine mögliche Erklärung, die mir spontan einfällt ist folgende:

Fäden in der Kleidung sind übersät mit kleinen Fasern, wodurch die Gesamtfarbe etwas heller erscheint (wegen diffuser Streuung oder so).
Wasser glättet die Fäden, die Fasern liegen an und der Stoff erscheint dunkler.

Nur so ne fixe Idee.

ALi
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  12.10.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 11.10.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

was Du bei Rot empfindest weiß ich nicht, auch nicht ob die Wellenlänge für Rot bei uns beiden unterschiedliches Empfinden auslöst, aber dass Licht dieser Frequenz Rot ist, das haben wir alle gelernt. Und das sich mit Farben auch Sympatien verbinden, das ist eine individuelle Einstellung zu Harmonie und Geschmack.

Das auf feuchten Flächen Farben intensiver und dunkler erscheinen liegt m.E. daran, dass Wasser für bestimmte Wellenlängen selektiv wirkt, also einen Teil des Lichts absorbiert, aufnimmt aber nicht wieder abgibt. Für diesen Effekt reicht schon ein dünner Wasserfilm.

Beste Grüße
Wilfried
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  11.10.2009

Hallo Gerd,

das ist gar nicht so banal. Unsere Materie hat keine Farben, sondern wir sehen Farbe in Abhängigkeit des Absorptions- und Reflektionsverhaltens einer Oberfläche im Verhältnis zum verwendeten Licht. Experimentell müßte man also zunächst mit monochromem Licht beginnen und da eignet sich die gelbe Natriumdampflampe oder auch Laserlicht und auch farbige LED-Beleuchtung.
Ebenfalls hängen die Farbempfindungen stark von den durch unterschiedliche Reflektionswinkel des Lichts am betroffenen Objekt ab. Also sozusagen von der Faserstruktur. Es macht daher vom Kontrast her große Unterschiede, ob man eine Jeanshose nass macht oder ein helles Mikrofasertuch. Auch lässt sich diese Reflektionswinkelabhängigkeit sehr schön bei feinem Samt betrachten, ohne diesen nass zu machen.

Man wird daher wohl sagen können, dass der nasse Stoff eine flachere Oberflächenstruktur bekommt und das Licht anders reflektiert.

Um das noch etwas komplexer zu machen:
Was mich seit Jahren beschäftigt, ist die Frage, wie weit das Farbempfinden von Mensch zu Mensch überhaupt gleich ist. Die Namen der Farben stellen im Prinzip Vereinbarungen dar und jeder sieht bei gelb gelb, weil er das so gelernt hat und dementsprechend zuordnet. Dass Blut rot ist weiß zwar jeder; aber sieht jeder tatsächlich das rot, was ich als rot empfinde ? Wenn du die Brühe in Wirklichkeit blau siehst, weißt du es gar nicht, weil du von Anfang an dein blau als rot verkauft bekamst.

Du siehst, alles gar nicht so einfach. Schönen Abend .

Gruß Lothar



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