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Kategorie: > Wissenschaft > Biologie / Gesundheit / Medizin
Hoher Bleigehalt im Wasser - brauche eure Hilfe!
Andrea Schütt
(Mailadresse bestätigt)

  30.04.2010

Hall zusammen...

ich bin neu bei euch und im www auf dieses Forum gestoßen.

Freunde von uns machen Wasserproben für die Stadt. Da unser Haus 80 Jahre alt ist, haben wir sie gebeten, den Bleigehalt zu untersuchen.

Heute kam das niederschmetternde Ergebnis: wir haben 95 microgrmm/LIter!
Sie sagtenmir das sei heftig viel,ich kennmich nciht aus.

Deshalb frage ich euch: Was ist zu tun? Soll ich alle Leitungen erneuern lassen? Das kostet ein Vermögen.Oder mich und meine Familie weiterhin dem Blei aussetzen? Unmöglich.

Wie fange ich an? Soll ich mit den Wasserwerken telefonierne? Die können ja nichts für unsre Rohre, ich bin total verunsichert. Was würdet ihr tun?

Danke für jede antwort!!

Gruß Andrea



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (Ernster Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.05.2010

Hallo, Andrea!

Ein einzelner Messwert ohne die Beschreibung der Entnahme ist nicht aussagekräftig. Blei im Trinkwasser kann mehrere Ursachen haben: Entweder einzelne Bauteile geben zuviel Blei ab, das lässt sich ganz gut feststellen, oder aber, was dann wirklich ungünstig wäre, die Installation besteht aus Bleirohren.

Um eine grobe Einschätzung der Probleme zu erhalten, haben die Jungs beim Umweltbundesamt die gestaffelte Stagnationsbeprobung vorgeschlagen. dabei werden drei Wasserproben genommen: eine, wenn das Wasser aus der Installation mit der Temperatur aus dem Netz fließt, also nach ausführlichem Ablaufen (S0). Das beschreibt dann die Zusammensetzung des Wassers, was in das Haus geliefert wird. Dann wartet man 4 Stunden ohne Wasser zu entnehmen und nimmt nacheinander 2 mal einen Liter als Probe (S1 und S2). Der erste Liter beschreibt, was die Armatur mit dem Wasser macht, der zweite, was die Rohre bewirken.

Ein zu hoher S1-Wert ist durch einfaches Ablaufen lassen zu beheben, wenn der S2 zu hoch ist, muss man mal die Installation überprüfen.

In jedem Fall ist es aber so, dass Blei sich mit zunehmender Stagnationszeit immer höher konzentriert findet. Also sollte man bei einer festgestellten Bleibelastung umgehend das Wasser für die Nahrungszubereitung nur noch nach ausreichendem Ablaufen verwenden. Insbesondere Morgens oder wenn man Abends nach der Arbeit nach Hause kommt, reichlich ablaufen lassen senkt die Bleiwerte drastisch.

Bei Problemen in der S1-Probe kann man über neue Armaturen nachdenken, die aus geeigneten Legierungen hergestellt wurden. Wenn aber die Untersuchung zeigt, dass die Installation noch Bleirohre enthält, sollte man so schnell wie möglich diese Rohre ersetzen.

E. Regulator
Gerd-Wilhelm Klaas
infowasser.de
(Administrator)

  01.05.2010

Hallo Andrea,
schnell die Bleileitungen entfernen. Ein Vermögen kostet das im Einfamilienhaus nicht. In einem Mehrfamilienhaus wird man arm, wenn man seinen Mietern zumutet eine bleiverseuchte Brühe zu trinken.

Liebe Grüße

Gerd
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  30.04.2010

Hallo Andrea,

über kurz oder lang wird eine Sanierung der Rohrinstallation ohnhin notwendig, dann doch lieber sofort.
Als erste Maßnahme solltet Ihr das Stagnationswasser immer reichlich ablaufen lassen, bevor Ihr Wasser für die Zubereitung von Speisen oder Getränken entnehmt. Es gibt doch wohl nichts Wichtigeres als die eigene Gesundheit!

Beste Grüße
Wilfried



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