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Kategorie: > Wissenschaft > Physik / Chemie
Bestimmung von Calcium und Phosphat
Gast (Tanja Mensching)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.06.2010

Hallo!
Zuerst muss ich sagen, dass ich kein Chemiker bin. Ich erhoffe mir, auf meine simple Fragen Antworten bzw. Bestätigungen, denn meine Messungen stimmen vorne und hinten nicht.
Ich muss Calcium und Phosphat bestimmen. Dazu benutze ich ein Spektrometer und Standardlösungen, die ich mit meiner Probe versetze und so den Gehalt herausfinde. Nun muss ich herausfinden, ob ich diese Standardlösungen richtig hergestellt habe. Das finde ich entweder heraus, indem ich Precinorm als Probe nehme und in der Literatur schaue, in welchem Bereich es sich bewegt, oder ich stelle eine Probe selber her, wo ich weiß, wieviel mmol/l die Probe enthält. Ich nehme das zweite, dort nehme ich Natriumphosphat der Firma Braun. Die schreibt: Na+ 1 mmol/ml, PO4 3-: 0,6 mmol/ml.
Auf dem Zettel zur Bestimmung des Phosphatgehaltes steht nun: Pi bildet mit Salpetersäure usw...... -
In meiner Lösung von Braun ist aber PO4 3- enthalten. ist das das gleiche oder muss ich meine 0,6 mmol/ml noch so umrechnen, dass ich Pi herausbekomme?
Ich hoffe, ich konnte alles soweit verständlich erklären.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 1
Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  19.06.2010

Hallo Tanja,

"Ich muss Calcium und Phosphat bestimmen. Dazu benutze ich ein Spektrometer und Standardlösungen, die ich mit meiner Probe versetze und so den Gehalt herausfinde."
Ich nehme an, Ca mit dem Spektrometer, und Phosphat mit Hilfe einer vorgefertigten Reagenzlösung (eine Standardlösung wäre eher eine XY-Lösung mit bekanntem XY-Gehalt)??

"Nun muss ich herausfinden, ob ich diese Standardlösungen richtig hergestellt habe. Das finde ich entweder heraus, indem ich Precinorm als Probe nehme und in der Literatur schaue, in welchem Bereich es sich bewegt, ..."
Für solche Tests würde ich Prüflösungen verwenden, deren Gehalt sehr genau bekannt ist, nicht solche, bei denen er sich in irgendeinem Bereich bewegt.

"... oder ich stelle eine Probe selber her, wo ich weiß, wieviel mmol/l die Probe enthält. Ich nehme das zweite, dort nehme ich Natriumphosphat der Firma Braun."
So ungefähr würde ichs auch machen.

"Die schreibt: Na+ 1 mmol/ml, PO4 3-: 0,6 mmol/ml. Auf dem Zettel zur Bestimmung des Phosphatgehaltes steht nun: Pi bildet mit Salpetersäure usw...... -
In meiner Lösung von Braun ist aber PO4 3- enthalten. ist das das gleiche oder muss ich meine 0,6 mmol/ml noch so umrechnen, dass ich Pi herausbekomme?
Ich hoffe, ich konnte alles soweit verständlich erklären."
Ein Chemiker erkennt so ungefähr, was Du meinst.
Pi bedeutet anorganisches Phosphat. Dies kann aus unterschiedlichen Phosphatarten bestehen, u.A. aus Polyphosphaten. Durch Kochen mit Salpetersäure werden die Polyphosphate gespalten, und m.W. (bin nicht ganz sicher) auch die anderen Phosphatarten in PO4(3-) überführt, das dann gemessen wird.
Bei Verwendung molarer Konzentrationseinheiten (mol/l, mmol/l etc.) muss nicht umgerechnet werden, solange im Molekül oder Ion oder Formelausdruck jeweils die gleiche Anzahl P-Atome steckt. 1 mol/l Pi = 1 mol/l P = 1 mol/l PO4(3-) = 1 mol/l HPO4(2-) usw.). (Aber: z.B. 1 mol PO4(3-) nicht= 1 mol P2O5!)
Dagegen müssen Massenkonzentrationen in der Regel umgerechnet werden, da z.B. 1 g/l PO4(3-) nicht= 1 g/l HPO4(2-) nicht= 1 g/l P. Falls Pi als P (Molgew. 31) angegeben wird, müssten Massenkonz.einheiten umgerechnet werden, falls Pi als PO4 angegeben werden soll, entfällt natürlich eine Umrechnung.

Viele Grüße
Heiner



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