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Kategorie: > Wissenschaft > Physik / Chemie
wasserabweisender Schlauch?
Gast (Gerhard Obermüller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.07.2010

Hallo,

ihr kennt doch sicher diesen Versuch, mit dem man Wasser von einem Gefäß in ein anderes überführt, indem man an einem Schlauch saugt und so das Wasser "steigen" lassen kann. Diesen Effekt könnte ich wunderbar für meine Zwecke verwenden, da ich eine kleine Vorrichtung bauen möchte, mithilfe derer sich ein Gefäß füllt und nach einem bestimmten Intervall selbstständig wieder entleert..

Aufbau:
Am Gefäßboden ist ein Ende des Schlauches (Durchmesser ca 1mm). Der Schlauch läuft fast bis oben an den Rand des Gefäßes, verschwindet dann durch die Wand, kommt auf der anderen Seite wieder raus und der Rest des Schlauches verläuft bis unter das Gefäß. Es läuft ständig Wasser oben rein und wenn ein gewisser Pegel erreicht ist (dort wo der Schlauch die Biegung durch die Wand macht und wieder fällt) soll das gesamte Wasser so abgesaugt werden. Wenn das Gefäß leer ist, das selbe wieder von vorne..

Ansatzweise funktioniert es auch schon, aber viel Wasser bleibt auch im Schlauch stecken, was dazu führt, dass das Absaugen immer schon viel früher einsetzt, also weit unter der Biegung des Schlauches...

Liegt das an der Oberflächenspannung des Wasser, dass es nicht mehr herausläuft? Was wäre, wenn der Schlauch aus einem wasserabweisenden Material wäre, würde er sich dann leeren nach jedem Absaugvorgang? Und gibt es Schläuche aus solchen Materialien?

Wär schön, wenn ihr mir helfen könntet,

Danke, Gerhard



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  19.07.2010

Hallo Gerhard,

wasserabweisende Schlauchmaterialien sind z.B.:

Silikon (dazu schön weich und leicht zu handhaben und zu verlegen)

Teflon (=PTFE) (sehr abweisend, aber ziemlich hart und widerspenstig)

PVDF (noch härter als PTFE)

PE oder PP (Härte zwischen Silikon und PTFE, kann durch Erhitzen (mit entspr. Übung) permanente Biegungen erhalten, sehr preiswert)


Ich glaube aber nicht, dass Hydrophobizität allein allzuviel bringt.

Der Schlauch muss durchgehend einen kleinen Innendurchmesser haben (hat er), und, um zu vermeiden, dass nach dem Ablaufen Luftblasen oder Wasserreste im Schlauch verbleiben, so aufgehängt sein, dass das Ende im Behälter nach dem Absaugen (jetzt kommt Luft nach) sich etwas nach oben bewegt (aufgrund des abnehmenden Gewichts). Dadurch wird (hoffentlich) weitgehend verhindert, dass außer Luft auch noch etwas Wasser nachgesaugt wird.

Lass Dir dazu etwas einfallen, viel Spaß!

Grüße
Heiner
Schnu
(Mailadresse bestätigt)

  16.07.2010

Hallo.
Bei einem Schlauch mit 1mm Durchmesser(aussen oder innen) kann schon durch den geringen Durchmesser das Wasser hoch steigen. Stichwort Kapillarkräfte.
Je geringer der Schlauchdurchmesser desto höher steigt das Wasser. So "Pumpen" bäume auch Wasser in die Krone.
Lösung kann hier sein, einen Schlauch mit größerem Inndurchmesser zu nehmen.
Gruß
SCHNU
Gast (tröpfchen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.07.2010

Hallo Gerhard,

ob du das geschilderte Problem nur über den Werkstoff lösen kannst, ist fraglich. Ich würde einen Versuch mit einem Teflonschlauch mit größerem Durchmesser machen. Wenn du den Schlauch-Durchmesser von 1 mm wegen der Durchflußmenge gewählt hast, so kann man diese auch durch Verengung, Androsselung, Ventil .... am Schlauchanfang bzw. -ende einregulieren.

Gruß aus der Pfalz
Tröpfchen  



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