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Kategorie: > Wissenschaft > Physik / Chemie
Teekannen aus Silber und Nitratgehalt des Wassers
Maria Gräf
(Mailadresse bestätigt)

  09.05.2011

Hallo,
bisher habe ich von Naturwissenschaftlern keine befriedigende antwort erhalten. Daher Frage an der Wasser.de-Team.
Trinkt man Tee aus silbernen Teekannen, können sich Silber-Ionen im Wasser befinden ?
Wenn ja, gehen diese mit dissoziiertem Wasser Bindungen ein ?
Da nun Trinkwasser mehr oder weniger Nitrat bzw. Nitrationen enthält, können diese ebenfalls mit dem gelösten Silber eine Verbindung eingehen und entsteht daraus Silbernitrat AgNO3, das  evt. gesundheitssschädlich ist ?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (Jolene)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.05.2011

Probiers mal mit Tee aus Holzteekannen! Ich habe diese soeben vom Gasherd genommen! Der Tee schmeckt köstlich!
Maria Gräf
(Mailadresse bestätigt)

  09.05.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von tröpfchen vom 09.05.2011!  Zum Bezugstext

Danke, werde weiter Tee aus Silberkannen trinken....
Gast (tröpfchen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.05.2011

Naja Maria,

ich habe ja keine Ahnung welche Kategorie von "Naturwissenschaftlern keine befriedigende antwort" auf deine Fragen hatten, aber versuchen wir es dennoch.

Wenn du es ganz genau nimmst, wird sich bei jeder Teezubereitung - also auch in Silberkannen - immer ein wenig des Gefäßes lösen (es gibt nun einmal keine Nullkorrosion). Das ist aber in der Regel so minimal, dass es mit den üblichen analytischen Methoden nicht messbar ist. Das heißt, theoretisch werden sich einige Silberatome aus der Kanne verabschieden und dann - vermutlich in ionogener Form - im Tee herumschwimmen. Nur messen kannst du die 1, 2, 3 oder wer weiß wie viele (besser wenige) Ag-Teilchen nicht.

Wenn sich ein paar Silberteilchen ionogen im Teewasser befinden, so sind die wie die anderen Ionen in "dieser Suppe" frei beweglich. Sie verbandeln sich möglicherweise in einem Augenblick mit einem Sulfation um dieses im nächsten Augenblick wieder zu verlassen und huschen zu einem Chloridion, was dann auch nicht von Dauer ist; und so weiter und so fort. Du siehst, bei Ionen ist die Zuneigung in der Regel nicht auf Langlebigkeit ausgelegt. Dagegen halten Bindungen wie beispielsweise eine Ehe deutlich länger, zumindest meistens.

Selbstverständlich können sich die "eineinhalb" Silberiönchen in der Teekanne auch entsprechende Nitratiönchen anlachen. Das wäre dann theoretisch Silbernitrat aber mit der zuvor beschriebenen Haltbarkeitszeit. Und von der Menge her könnte dieses Bißchen AgNO3 die Gesundheit eines Menschen auch nicht beeinflussen. Weder negativ noch positiv. Obwohl letzteres ja gegebenenfalls wünschenswert wäre, da Silbernitrat auch in der Medizin eingesetzt wird. Aber mit den erwähnten AgNO3-Minikonzentrationen können wir weder dem Lieben Gott noch dem Onkel Doktor ins Handwerk pfuschen.

Soweit meine Antwort. Inwieweit diese für dich befriedigend ist, musst du selbst entscheiden.

Gruß aus der Pfalz
Tröpfchen    



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