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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Rammbrunnen? Bohrbrunnen? Grundsätzliches
marcel
(Mailadresse bestätigt)

  13.06.2011

Hallo,

vermutlich denken jetzt einige: Immer die gleichen Themen...
Aber ich habe prinzipielle Fragen, die ich sonst nirgends beantwortet finde.

Bei uns gibt es eine wasserhaltige Sand/Kies-Schicht in etwa 5 - 6 m Tiefe, die wir "anzapfen" wollen. Zur Gartenbewässerung.
Die Mächtigkeit dürfte nicht so toll sein. Mit Glück vielleicht 1 m.

Bisher sehe ich folgende Alternativen:
- Rammbrunnen mit  1 1/4" Stahlrohr, Spitze und unterster Meter gelocht

- Bohrbrunnen, entweder mit Hand bohren (preiswert) oder Erdbohrer ausleihen oder Firma mit Bohrgerät engagieren (am teuersten)

Soweit ich die Dinge verstehe hat ein Rammbrunnen diverse Nachteile, u.a. sieht man nicht was in der erreichten Tiefe gerade für Bodenschichten vorliegen, aber er ist halt "quick and dirty"

Ein echter Bohrbrunnen ist, glaube ich, eine aufwändige Sache - mit Kiesschüttung usw.
Bei einem Bekannten wurde ein Loch gebohrt mit etwa 15 cm Durchm. (6  m tief) und ein KG-Rohr eingeführt, das unten geschlitzt ist. Funktioniert gut, aber er hat auch eine Wassermächtigkeit von gut 2 m.

Ich würde gerne euere Meinungen sammeln, welche Methode hinsichtlich Kosten/Aufwand/Nutzen am sinnvollsten ist.
Schließlich muss man ganz schön viel Wasser fördern, um eine Investition von z.B. 1000 € zu amortisieren.

Vielen Dank schon mal!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  13.06.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von marcel vom 13.06.2011!  Zum Bezugstext

Das Prinzip eines Sammelbeckens bringt hier recht wenig. In 1m DN100 Rohr passen knapp 8 Liter.
Es geht darum das unten am Saugschlauch hohe Fließgeschwindigkeiten entstehen. Hängt das Ende des Schlauchs nun im geschlitzten Rohr kann es unter Umständen dazu kommen das feiner Sand in den Brunnen gezogen wird. Darum wenn möglich unten ein Aufsatzrohr verwenden.

Wie groß die Schlitze sein sollen hängt von der wasserführenden Schicht ab, also wie Grob der Sand ist.
0,5mm Schlitzweite und 0,7-1,2mm Filterkies sind eigentlich immer eine gute Wahl für einfache Brunnen.
marcel
(Mailadresse bestätigt)

  13.06.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 13.06.2011!  Zum Bezugstext

Danke!
Klingt plausibel.
Man bekommt dann praktisch unter dem Filterrohr ein "Sammelbecken", oder?
Wir haben eine Firma, die 250 mm Löcher bohrt. Zu groß schadet ja wohl nicht.
Kann man was zur Schlitzgröße sagen? Der Filterkies sollte wohl dazu passen.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  13.06.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von marcel vom 13.06.2011!  Zum Bezugstext

Jetzt hast du schon zurück geschrieben als ich meinen Beitrag überarbeitet habe. Aber unten steht alles.
marcel
(Mailadresse bestätigt)

  13.06.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 13.06.2011!  Zum Bezugstext

Danke!
So schnell...

Und wie würdest Du den Bohrbrunnen angehen?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  13.06.2011

Also in deinem Fall ist ein Bohrbrunnen die beste Lösung, da man genau sieht, welche Schichten zur Zeit vorliegen. Und für maximalen Erfolg muss man die wasserführende Schicht genau treffen. Außerdem kann bei einem Bohrbrunnen Filterrohr mit viel größerem Wasserdurchlass verwendet werden. 1m Mächtigkeit sind verdammt wenig. Da würde ich das so machen(von unten nach oben): Bodenkappe -> 1m Aufsatzrohr -> 2m Filterrohr -> 5m Aufsatzrohr. Wenn bei 5m die Sandschicht kommt und dann bis 6m geht, musst du weiter bis 8m bohren. Unten kommt ein Aufsatzrohr hin, damit der Saugschlauch nicht im Filterrohr hängt. Lieber 2m Filterrohr verwenden und alles schön verkiesen. DN 100 Brunnenrohre sind zu empfehlen. Dazu muss ein 200mm Loch gebohrt werden.



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