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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Frage an einen Chemiker Biochemiker zur Trinkbarmachung von
Gast (Chris Tyroller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.06.2011

Hallo, ich arbeite gerade an einen Artikel, in dem es um sozusagen "nicht verwendetes Wissen" geht und was man heute daraus machen könnte.

In einer Zeitschrift aus dem Jahre 1948 habe ich einen Artikel entdeckt, in dem ein Dr. Alexander Goetz aus Pasadena (Kalifornien)über die Trinkbarmachung von Seewasser berichtet.
Nach seiner Auffassung machen das Natriumchlorid und das Magnesiumchlorid Seewasser für den Menschen ungenießbar.
Er verwendet nun Silberoxyd als Reagenzmittel, damit sich Silberchlorid als unlösliches Pulver abscheidet. Magnesium wird zu unlöslichem Magnesiumhydroxyd. Das schädliche Natriumhydroxyd,welches löslich im Wasser verbleibt, sollte mit einer schwachen organischen Säure wie Weinsteinsäure oder Zitronensäure in eine giftfreie Verbindung übergehen.  

Nun ist die Frage, ob dieses Verfahren anwendbar wäre und ob sich die Kosten im gewissen Rahmen tragen würden (im Gegensatz zur immer erwähnten Detilation).

Danke schon mal



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Gast (Chris tyroller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.06.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ernster Regulator vom 14.06.2011!  Zum Bezugstext

Danke für die Antwort

Hat mir wirklich geholfen !!

Gast (Ernster Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.06.2011

Guten Tag!

Ich glaube, dass das hier zitierte Wissen nicht ganz zu Unrecht vergessen wurde. Mit Silberoxid in weitgehend quantitativer Umsetzung AgCl auszufällen, wird so nicht funktionieren, dazu benötigt man lösliche Verbindungen. Silbernitrat scheidet aber aus, weil dann die Nitratkonzentration im Wasser vielfach zu hoch wäre. Dazu kommt, dass die Abtrennung des AgCl nicht so ganz ohne Aufwand gelingt, das muss filtriert werden, da kann man gleich eine Umkehrosmose betreiben.

Mal ganz abgesehen davon, dass das Reagenz ETWAS teuer ist, ist der vorgeschlagene Weg nicht einleuchtend. Der Weg, durch Zusatz von weiteren Substanzen ein trinkbares Wasser zu erzeugen, führt in die Irre, die Salzfracht muss raus. Das Natrium, wie auch andere Ionen bleiben ja dann im Wasser drin und damit wird es immer noch kein Trinkwasser.

Es gibt doch bewährte Verfahren zur Meerwasserentsalzung über Umkehrosmose oder Destillation, die sind in jeglicher Hinsicht überlegen.

Also eher weniger sinnvoll.

E. Regulator



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