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Kategorie: > Technik > Wasserverbrauch / Zähler / Rohrbruch
8-facher Wasserverbrauch
thok
(Mailadresse bestätigt)

  17.12.2011

Hallo Forumsmitglieder,

wir (3-Personenhaushalt in einer Wohnung in einem 2-Familienhaus) haben folgendes Problem:

Die Stadtwerke haben uns vor einer Woche angerufen, um uns mitzuteilen, dass unser Wasserverbrauch in diesem Jahr ungewöhnlich hoch ist. Wir liegen beim 8-fachen unseres in den Vorjahren üblichen Verbrauchs (dieses Jahr 300 qm, sonst knapp 40 qm). Wir leben in dieser Wohnung seit etwas über 2 Jahren. Der Zähler war erneuert worden, kurz bevor wie eingezogen sind und hat bei der Messung Ende 2010 keine ungewöhnlichen Werte geliefert.

Für uns ist diese Diskrepanz nicht erklärbar. Eine leichte Erhöhung unseres Wasserverbrauches ist nicht unwahrscheinlich, aber dass wir auf einmal fast 300 qm mehr als sonst verbrauchen, kann ich nicht glauben.

Wir haben unseren Wasserzähler geprüft, soweit wir das konnten:

1. Laut Zählerstand haben wir tatsächlich die 300 qm verbraucht.
2. Das Zählwerk steht still, wenn wir alle Wasserverbraucher abgestellt haben.
3. Wir haben mit einem Messbecher 10 Liter Wasser entnommen, die Wasseruhr hat auch nur um diese 10 Liter gezählt.
4. Seit dem Anruf der Stadtwerke überprüfen wir den Wasserzähler täglich. Unser Tagesverbrauch liegt zwischen 100 und 200 Liter für die ganze Familie.

Bei unserem Wasserzähler handelt es sich um ein Gerät der Größenklasse qn 2.5.

Habt ihr einen Tipp, wie wir am besten vorgehen können? Ich halte unsere Stadtwerke für seriös, aber aus meiner Sicht liegt irgendwo ein Fehler vor.

Eine wahrscheinlich ganz leichte andere Frage:
Auf unserem Wasserzähler gibt es einen Zeiger den man von außen einstellen kann (ähnlich wie bei einem Barometer, wo man den zuletzt gemessenen Luftdruck mit einem Zeiger von außen nachstellen kann, um ihn zu „Speichern“). Wofür mag dieser Zeiger gut sein?

Für Eure Antworten schon mal im Voraus vielen Dank!

Viele Grüße
Thomas



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 18
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  07.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von thok vom 07.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Thomas,

vielleicht solltest du bei der Zahlung den Vermerk "vorbehaltlich der Fehlerfreiheit des Wasserzählers" mit anbringen oder falla schon überwiesen in einem Dreizeiler auf diesen Umstand hinweisen. Falls du dann später Unregelmäßigkeiten nachweisen kannst, hast du eine Handhabe einen Teil der Zahlung zurückfordern zu können.

Und danke für deine Mitteilung. Oft weiß man nicht was aus einem Vorschlag wurde.

Schönes Wochenende

Lothar
thok
(Mailadresse bestätigt)

  07.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von thok vom 23.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Miteinander,

gestern ist die Rechnung unseres örtlichen Versorgers gekommen. Wie zu erwarten mit einer saftigen Nachzahlung. Ich werde trotzdem in den sauren Apfel beißen und die Sache zahlen.

Wir prüfen jetzt auf jeden Fall täglich den Wasserzähler!

Noch mal herzlichen Dank für die zahlreichen Tipps.

Viele Grüße an euch alle
Thomas
thok
(Mailadresse bestätigt)

  23.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Fred vom 21.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

vielen Dank für Deine Informationen. Ich werde das erst mal sacken lassen.

Ich werde euch dann noch mitteilen, was abschließend aus der Sache geworden ist.

Viele Grüße und euch allen ein schönes Weihnachtsfest
Thomas
Gast (Jan)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp Schick vom 21.12.2011!  Zum Bezugstext

Die Version, dass das Überdruckventil direkt an den Abfluss angeschlossen war habe ich auch schoneinmal erlebt.
Ist wirklich nicht schön.
sepp Schick
josef.schick.senioraon.at
(Mailadresse bestätigt)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 21.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar so viel ich weis darf  das  Wasser von so einem   Ventil  zwar in den  Kanal fließen es muss aber so errichtet werden das man den  Wasserfluß  sehen   kann .mfg  sepp
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Fred vom 21.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Fred,

ja das sind dann böse Überraschungen. Da wäre man beinahe froh, wenn der Überlauf nicht am Kanal angeschlossen gewesen wäre. Man hätte es zweifellos eher bemerkt.
Aus der Perspektive muß man jedem raten doch von Zeit zu Zeit den Zählerstand zu notieren um frühzeitig Anomalien zu bemerken.

Schönen Tag noch

Lothar
Gast (Fred)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 21.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

"Weitere Leckagemöglichkeiten sind Warmwasserboiler mit defektem Überdruckventil".
So ein Fall ist mir vor kurzem mal wieder bekannt geworden.
Der Ablauf dieses Ventils war dann auch noch an den Kanal angeschlossen, so dass sich über  8 Monate rd. 1.000 cbm !!!! in den Kanal verabschiedet haben, d.h. Wassergebühren zzgl. Kanalgebühren.
Da kommt Freude auf.

Grüsse Fred
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von thok vom 21.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Thomas,

Danke für die Fotos, das ungewöhnliche Hebelchen an dem Zähler ist ein schnöder Scheibenwischer, den der Ableser betätigen kann, wenn eine Betauung vorliegt, was ja an kalten Wasserleitungen in feuchten Kellern oft der Fall ist.

Zur Bauart ist festzustellen, daß das eigentliche Messwerk als separate Messkapsel abgenommen werden kann.

Wir sprechen daher von einem trockenen Meßsystem und der bei dem von mir früher erwähnten Zähler vorgelegene Fehler scheidet somit schon mal aus.

Hier kommt nur eine Möglichkeit in Betracht und die wäre die, daß eine der Weiterschaltrollen bei der Herstellung mittels Kunststoff - Spritzguß nicht ganz gefüllt wurde und sich durch die Qualitätskontrolle geschlichen hat und somit die zu Grunde liegende physikalische Verriegelung zu nichte macht.


Um das aber nachzuweisen, müßte euer Wasserversorger mir diese Messkapsel zur Verfügung stellen und ich müßte diese komplett zerlegen.

Aus rechssicherheitlichen Gründen macht das euer Versorger aber nicht. Er darf nur den gesamten Zähler zur Prüfung an die Prüfstelle weitergeben und in diesem speziellen Fall um die Überprüfung der inneren Beschaffenheit bitten. Hierbei entstehen Kosten für einen Qn 2,5 in Höhe von 204,09 € die zu übernehmen sind wenn der Zähler als gut befunden wurde.

Ob sich der Aufwand lohnt ? Aus dem Bauch heraus sage ich mal nur dann, wenn ihr temporäre Leckagen wie überlaufende Toilettenspülung und ähnliches sicher ausschließen könnt. So eine defekte Rolle hatte ich vor ein paar Jahren in Griechenland an einem italienischen Billigprodukt nachgewiesen und das in einem Leben ein zweites mal zu erleben, wäre wie 6 mit Zusatzzahl.
Aber man soll ja nie nie sagen.

Weitere Leckagemöglichkeiten sind Warmwasserboiler mit defektem Überdruckventil. Das noch als Anregung.

Soviel dazu erstmal

Gruß Lothar


thok
(Mailadresse bestätigt)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp Schick vom 17.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,

einen Seifenkessel haben wir hier nicht ;)

Der Regler scheint aber auch nichts mechanisch zu bedienen. Ist irgendwie nur ein feiner Zeiger.

Viele Grüße
Thomas
thok
(Mailadresse bestätigt)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Jan vom 17.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Jan,

keine Baumaßnahme, kein Pool.
Defekte Dichtungen, Spülungen und Ähnliches haben wir nicht beobachtet.
In 2010 waren wir ca. 4 Wochen in Urlaub. In 2011 aber auch.
Einen Ablesefehler bei der Ablesung Ende 2010 halte ich für unwahrscheinlich. Der Wert damals passte zu unserem früheren Verbrauch (allerdings in anderen Wohnungen).

Viele Grüße
Thomas
thok
(Mailadresse bestätigt)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp Schick vom 17.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,

ich hoffe, dass es nicht so was ist. Wenn wir im Haus waren, gab es mit der Spülung auf jeden Fall keine Probleme.

Viele Grüße
Thomas
thok
(Mailadresse bestätigt)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 17.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

die Bilder gehen gleich raus. Bin gespannt auf Deine Rückmeldung.

Viele Grüße
Thomas
thok
(Mailadresse bestätigt)

  21.12.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernd Gräwinger vom 17.12.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Bernd,

in der zweiten Wohnung wohnt eine ältere Dame.
Für jede Wohnung gibt es einen eigenen Wasserzähler.
Wir haben einen Garten, den wir in diesem Jahr auch bewässert haben, allerdings insgesamt nur an wenigen Tagen jeweils ca. eine halbe Stunde.
Einen Außenwasserhahn gibt es, er ist seit einigen Wochen abgestellt. Die Leitung verläuft nicht durch den Boden, sondern kommt direkt aus der Hauswand. Fremde kommen da nur ran, wenn sie auf das Grundstück gehen und dann noch eine Tür passieren.

Viele Grüße
Thomas
Gast (Bernd Gräwinger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.12.2011

Hallo Thomas,

zum besseren Verständnis habe ich ein paar Fragen.
Du wohnst mit deiner 3-köpfigen Familie in einem 2-Familienhaus.
Ihr bewohnt eine Wohnung, wieviele Personen wohnen in der zweiten Wohnung?
Hat jede Wohnung einen eigenen Wasserzähler?
Oder bewohnt ihr das Haus allein?
Habt ihr einen Garten?
Wenn ja, gibt es Zapfstellen im Garten, die wegen Frostgefahr jetzt abgestellt sind?
Gibt es im Garten Zapfstellen die durch eine im Boden verlegte Leitung versorgt werden?
Sind die Zapfstellen im Garten für Fremde zugänglich?

Gruß

Bernd
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  17.12.2011

Hallo Thomas,

mache bitte ein Foto von dem Wasserzähler und eines vom Zifferblatt. Maile mir die bitte zu und ich melde mich dann wieder dazu.
Bei neueren Modellen, deren Zählwerk intern dünnwandig aus Kunststoff aufgebaut sind, gibt es durchaus die Möglichkeit des unkontrollierten Überspringens, wenn Schmutz wie Kalk- und/oder Rostpartikel hizukommen.

Das ist aber nur durch eine aufwändige mikroskopische Untersunung der einzelnen Zählrollen und Weiterschalträder nachweisbar. Ansonst wird sich der Zähler auf einem Prüfstand mit sauberem Wasser als einwandfrei herausstellen.
Wenn ihr sicher seit, daß ihr keine rieselnde Klospülung oder ähnliches verantwortlich machen könnt, dann wäre das eine Option.

Gruß Lothar

Detailaufnahme eines "vergewaltigten" Zähnchens der Weiterschaltrolle.:


sepp Schick
josef.schick.senioraon.at
(Mailadresse bestätigt)

  17.12.2011

Hallo thok habe getestet und gerechnet  bei  einer    durchlaufenden Wasserspülung würden ca 17 m³   täglich  in  den  Kanal fließen /bei ca 0,2 Liter /Sek in den Spülkasten .Kann es fast  nicht   glauben!Diese Mehrverbrauch  Verbrauch  käme  schon  in  17 Tagen   zustande mfg  sepp
Gast (Jan)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.12.2011

Hallo thok!

Hattet ihr in 2011 einen Wasserschaden, einen Pool, eine Baumaßnahme etc wo größere Mengen Wasser benötigt werden?
War evtl. ein Sicherheitsventil defekt?
Ist eine Toilettenspühlung "durchgelaufen"?

Habt ihr das komplette Jahr 2010 in der Wohnung gewohnt oder wart ihr längere Zeit nicht in der Wohnung?
Es könnte auch sein das letztes Jahr ein Ablesefehler vorgelegen hat. Ich meine damit das zu wenig abgelesen wurde, z.B. auf Grund eines Zahlendrehers.

Grüße
sepp Schick
josef.schick.senioraon.at
(Mailadresse bestätigt)

  17.12.2011

Hallo wir   hatten  bei  meinem  Arbeiteber  einen  Internen Zähler bei welchen sich der Zeiger verstellen lies dieser diente  aber nur dazu um   den   Wasserzulauf zum   Seifenkessel zu überwachen,was aber sehr   umständlich war. Man  stellte z.B.den Zeiger auf 200 Liter und drehte man den Wasserhahn wen dieser auf Null stand .Später wurde ein  Zähler eingebaut welcher nach der eingestellten Wassermenge den  Wasserfluss    abgeschaltet hat.
mfg sepp



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