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Kategorie: > Technik > Abwasser/-aufbereitung
SickergrubeSink oder Senkgrube schließen...
charoit
(Mailadresse bestätigt)

  07.02.2012

Hallo,
im kalten eisigen Deutschland im EH von meinem Mann und seiner Mutter angekommen, treffe ich auf weitere Wasser bzw Abwasserprobleme. Ich weiß nicht was wichtig und was nicht wichtig ist und stelle fest, das kurz halten nicht zu meinen Stärken gehört.Entschuldigung.

Also folgendes, was mir so bekannt ist:

Haus von ca.1760, weiterer Aufbau Gemäuer ca.1880, ehemaliger GroßKolonialwarenhandel.
Im Rahmen der DDR enteignet und heruntergewirtschaftet und nach der Wiedervereinigung zurückerhalten.
In Zeiten der DDR wurden Gebäude technische Veränderungen vorgenommen und auch das Grundstück teilweise gesplittet. Ist zwar ein anderes Thema, aber vielleicht hilfreich, weil es keinerlei Aufzeichnungen und Veränderungen aus dieser Zeit und der Zeit nach der Wiedervereinigung bis 2001 beim Katasteramt/Grundbuch und Bauamt wohl gäbe und wir damit zufrieden sein sollen, wie es ist.

Vor drei/vier Jahren wurde dann auch für dieses Haus/Strasse ein Abwasseranschluss gelegt, mit dem wir bisher noch nicht verbunden sind.

Soweit ich mich in dieses Thema die letzten Stunden eingelesen habe, darf hier gar keine Sickergrube mehr genutzt werden, ist wohl EU-weit verboten. (Äh räusper, ich liebe unsere klassische Sickergrube in Spanien.... nö nicht verbieten bitte)

Die örtlichen Wasserversorger werden von Schwiega angerufen und kommen dann mosernd und entleeren/pumpen ab.
Immer wieder mündlich der Hinweis, hier soll endlich ausgeschachtet werden, damit wir das Haus ans Abwassernetz anschließen können. Dazu gehört vorher die Versiegelung der derzeitigen Grube.

Wie finden wir heraus, ob wir eine Sickergrube oder eine Senkgrube haben. Ist das überhaupt noch wichtig? Sind Senkgruben (Bestand?) noch zulässig?

Lustigerweise (eigentlich überhaupt nicht zum Lachen und ich verstehe es auch nicht) geht der Abwasserentsorger hin und versucht die Grube über die erste von zwei Vorgruben zu entleeren.(Die mittlere Vorgrube wurde von wem auch immer stillgelegt, bzw. von oben geöffnet und ein Rohr eingesetzt, als Verbinder zwischen erster Vorgrube und Hauptgrube,und in dieser wurde letztes Jahr Haushaltsmüll aus DDR Zeiten rausgeholt!)
Das man über die erste Vorgrube lediglich 1-2m³ neueres Abwasser abpumpen kann, und so nicht die Hauptgrube entleert....aber egal, der gesammte Weg von Haus über die zwei Vorgruben zur Hauptgrube sind rund 40meter, von der Strasse an kommen nochmal 5 meter hinzu.

Da diese „besondere“ Art der Grubenentleerung auch nicht so häufig vorkommt, in 2011 insgesammt 8m³ Abwasser, bei 125m³ Frischwasser und dank UrOpa auch noch Regenwassereinleitung vom Dach in die erste Vorgrube, gehe ich mit meinem Unwissen davon aus, das es entweder eine Senkgrube ist, deren Überlauf irgendwann entfernt wurde, oder eine Sickergrube, oder einfach egal was es ist, völlig kaputt.

Soviel zu dem was ich weiß, nun noch ein paar Fragen:
Schwiega will jetzt ans Abwasser, möchte aber Regenwasser weiterhin einleiten, geht das? Sie hat ehrlich gesagt nicht das Geld, komplett alles aufzubuddeln, div. Bioreinigungen und Spülungen vornehmen zu lassen und dann alles abzutragen. Ist mir auch ein Rätsel, warum mündlich gesagt wird, sie hat erst die Grube zu schließen, dann darf sie ans Netz.
Vorallem weil sie die Grube für Regenwasser vom Dach weiterhin nutzen möchte.

Mir glüht der Kopf, als ob ich in Spanien nicht genug Probleme mit dem Wasser habe, hier auch einiges erledigen muss, so und nun auch heiße Sickergrubendiskussionen des Abends ertragen muss. Ich freue mich, wenn man mich unterstützen könnte mit legalen Aussagen wie :
1) einfach Hauptrohr kurz vor der ersten Grube trennen, neues Rohr anbringen und Richtung Strasse und örtlichen Abwasseranschluss verlegen.
1.2. Grube dann nach der Trennung entleeren lassen....danach
2) Regenwasserdachrinne direkt in die erste Vorgrube an eben dieses vorhergetrennte Rohr anschließen.
3) Dieses den Versorgern mitteilen, Grube wird nur noch für Regenwasser genutzt, (siehe Hauptrohr) und gut ist.

Geht das so? Lg charoit die das Gefühl hat, warum nicht eine Fortbildung zum Thema Wasser und Abwasser in der EU machen...lol gg



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 7
Gast (Ernster Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von charoit vom 07.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo, charoit!

Wenn Ihr "märkischen Sand" ums Anwesen habt, würde ich mir keinerlei Sorgen ums versickern des Regens machen. Wir haben den gleichen Sand, und etwa 5 m Rohrleitung vom Haus weg, leicht hangabwärts für die Dachentwässerung. Das funktioniert seit mehr als 10 Jahren absolut einwandfrei. Nach einem Meter ist vom Wasser nichts mehr zu sehen, nur den Auslauf sollte man mit einem Sack Zierkiesel aus dem Baumarkt beruhigen, sonst haut der Sand ab.

E. Regulator
Gast (Klärer55)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von charoit vom 07.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,
wie die Verhältnisse bei Euch in Österreich sind mag ich nicht beurteilen. In Deutschland hat sich jeder Hauseigentümer gegen drückendes Grundwasser selbst zu schützen.
Das Wasser würde bei Starkregen ja auch "natürlich" den Hang hinunterlaufen.
Der Sickerschacht ist wohl auch bei uns in Ausnahmen genehmigungsfähig, muss dann aber entsprechend aufgebaut werden(Kiesfilterschicht, Vlieseinlage etc.). Die Weiterverwendung einer bestehenden Sickergrube wird wohl nicht genehmigt.
Besser ist auf jeden Fall eine entsprechend ausgebaute Rigolenversickerung.
LG
Klärer55
charoit
(Mailadresse bestätigt)

  07.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klärer55 vom 07.02.2012!  Zum Bezugstext

Danke Klärer, sobald das Wetter es zuläßt, wird hier wohl gebuddelt werden, und den Versorgern mitgeteilt, einmal anschließen bitte, und die erneute Grubendiskussion ob vorher oder hinterher erst zu diesem Zeitpunkt angegangen.

@Sepp+Klärer: Das mit dem Regenwasser ist noch offen und wirft weiteres auf, weil hier ist Märkischer Sand und Grube befindet sich relativ nahtlos zwischen Hauptgebäude,Nebengebäude,ein guter alter Kornspeicher und am Ende vielleicht 15 mal 25 Meter Wiese. Die wird wohl nicht ausreichen?
sepp Schick
josef.schick.senioraon.at
(Mailadresse bestätigt)

  07.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klärer55 vom 07.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Klärer55   Eine Versickerung des Regenwassers punktuell(über die vorhandene Grube ist m.E. nicht Genehmigungfähigsoweit deine Aussage.  

Ein   Verwandter Bez. Vöcklabruck Oberösterreich   musste bei seinem Neubau für Regenwasser einen  Fertigteil- Sickerschacht  Durchmesser  2m  errichten,weil kein eigener  Regenwasserkanal vorhanden ist.Da sein  Haus an  der höchsten  
Stelle   steht   durchaus die Gefahr dass das Sickerwasser  bei  starken längerem Regen  auch das Haus/den  Keller des unterhalb und nur wenige Meter entfernten Nachbarn erreicht .Da die Wasseraufnahmefähigkeit der kleinen  Baugrundstück -Teiles  unterhalb   seinen  Hauses sicher nicht reicht.(Sandboden)Müsste  da die Gemeinde für etwaige  schäden aufkommen  ?
mfg sepp

Gast (Klärer55)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von charoit vom 07.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo,
da die Abwasserentsorgung ja gewährleistet sein muß und es von Euch ja wohl nicht verlangt werden kann für die Bauzeit ein Dixi-Klo hinzustellen solltet Ihr versuchen in Verhandlungen zunächst den Abwasseranschluß in Betrieb zu nehmen und dann erst die Grube reinigen und verfüllen.
Das Regenwasser werdet Ihr dann wohl im Garten versickern müssen(großflächig)
LG
Klärer55
charoit
(Mailadresse bestätigt)

  07.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klärer55 vom 07.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo,
es wurde nur ein Abwasserkanal gelegt. Vor zwei Jahren wurden alle Hausbesitzer dieser Strasse aufgefordert, das Regenwasser von Dach und Grundstück selbst von der Strasse wegzuleiten, weil ansonsten die Strasse erneut auf Kosten der Anlieger geöffnet werden müsse um a) diese Regenwasserleitung zu legen b) die Strasse zuviel Wassermassen abbekommen würde und sie daher anders gebaut sein müsse und c) eine extra Steuer auf Dachfläche wegen Regenwasser irgendwie errechnet würde.
Fazit: alle (bis auf ein Anlieger) haben ihre Dachrinnen umgebaut, wir hier auch.

Versorger sagte hier, erst wenn die Grube gereinigt und verfüllt sei, dies durch sie geprüft und abgenommen wäre,
dann würden sie, wenn wir zwischenzeitlich auch unsere Abwasserleitung Richtung Strasse gebuddelt haben,
durch eine Firma, die sie selbst bestimmen, den letzten Meter legen und anschließen(Kosten hierfür ca 1300€).
Stellt sich die Frage, wohin mit dem Abwasser, in der Zeit der Grubenreinigung und Verfüllung? dixiklo? Nein ernsthaft, der Weg den Du beschreibst, klingt logisch, aber hier wird der Weg andersrum verlangt, kann man deine Reihenfolge verlangen?

lg und Danke
Gast (Klärer55)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.02.2012

Hallo,
wie immer im Leben gibt es mehrere Möglichkeiten.
Zunächst wäre zu klären ob in der Strasse 1 Leitung für Schmutzwasser(Abwasser) und eine Leitung für Regenwasser verlegt ist. Wenn dem so ist, Regenrinne an Regenwasserkanal anschliessen, Schmutzwasser an Schmutzwasserkanal anschliessen, vom Entsorger abnehmen lassen, und dann die Gruben reinigen und Verfüllen.
Wenn ein großer Garten vorhanden ist, besteht auch die Möglichkeit ein Teil des Regenwassers in einer Zisterne zu sammeln und den Überlauf im Garten versickern.
Eine Versickerung des Regenwassers punktuell(über die vorhandene Grube ist m.E. nicht genehmigungsfähig.
Auf alle Fälle ist ein Gespräch mit dem Entsorger anzuraten um örtliche Besonderheiten abzuklären.
LG
Klärer55



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