Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6300 Themen und 30800 Antworten
Zurück zur Übersicht! Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Wissenschaft > Physik / Chemie
Berechnung des Autriebs einer abflusslosen Betonsammelgrube
Lutze
(Mailadresse bestätigt)

  18.02.2013

Hallo liebe Forennutzer,
kann mir von euch jemand weiter helfen. Ich benötige eine Berechnung für den Auftrieb einer abflusslosen Betonsammelgrube.
Die technischen Daten der Grube sind: Material Beton, Eigengewicht 6100 Kg, Inhalt 5,8 m³, Durchmesser 2,50 m, Einbautiefe 2,10 m, Die Einbautiefe liegt bei 0,82 m. Der Grundwasserstand liegt bei 0,50 m.
Theoretisch ist mir bekannt, dass es zureichend ist, wenn die Masse der Grube größer ist als die sich möglicherweise darin befindene Flüssigkeit (Abwasser). Nur wie kann ich das mathematisch berechnen und wo finde ich nachvollziehbare Regeln?
Danke für eure Hilfe.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Libelle
christian.korpiunt-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  18.02.2013

Guten Abend, Lutze.
Offensichtlich ist der Sammelbehälter rund und 2,1 Meter hoch.
Dann hat er bei 2,5 m Durchmesser 4,9 Quadratmeter Grundfläche. Das äußere Gesamtvolumen ist entsprechend bei 2,1 Metern Höhe  4,9 x 2,1 = knapp 10,3 Kubikmeter.
Wie schon Herr Gutjahr sagte, ist der Auftrieb gleich der Gewichtskraft des verdrängten Wassers. Also hätte der Behälter leer ins Wasser gesetzt einen Auftrieb von 10,3 Tonnen.
Wenn die Einbautiefe aber nur 0,82 Meter beträgt und der Grundwasserspiegel bei 0,5 Metern liegt,  wird auch theoretisch nur ein Auftrieb von 4,9 x 0,32 = knapp 1,6 Tonnen erreicht, weniger also als das Leergewicht. 4,5 Tonnen bleiben immer noch als Belastung auf dem Boden. Rechnet man dazu noch den Inhalt bei gefüllter Grube, so kommt eine Bodenbelastung von etwa 9 Tonnen zusammen, bei 4,9 Quadratmetern also knapp 2 Tonnen pro Quadratmeter.
Wenn der Behälter nicht gerade auf Torfboden, Schwemmsand oder Tonschluff steht, meine ich dass eine trocken eingebrachte Packlage aus Bruchsteinen oder gebrochenem Beton in einer Stärke von 50 Zentimetern unter dem Behälter eine hinreichende Fundamentierung ergibt.
Mit freundlichen Grüßen
Libelle
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  18.02.2013

Hallo Lutz,

das ist nicht so komplex wie vielleicht vermutet.
Der Auftrieb entspricht der Gewichtskraft des verdrängten Wassers.

Da kannst du in Wiki nachschauen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Auftrieb

Wenn also das Grundwasser als Teich vorliegn würde, geht dein Behälter unter, grins.
Das könnte aber tatsächlich zu Senkungserscheinungen führen, wenn reichlich Wasser in einem kiesähnlichen Boden vorhanden ist und Erschütterungen dazu kommen. Auch ein einseitiges Einsinken bei gleichzeitigem Heben gegenüber wäre ein mögliches Scenario, wenn der Untergrund entsprechend strukturiert ist.

Um auf der sicheren Seite zu liegen, würde sich in so einem Falle eine Fundamentierung mittels eingerammten Betonsäulen anbieten. Mit anderen Worten, man sollte schon die Beschaffenheit des Untergrundes kennen, wenn man nicht in den Bergen lebt.

LG Lothar



Werbung (3/3)
Laboruntersuchung für Ihr Brunnenwasser


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas