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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Brunnen zuschütten
Herta
(Mailadresse bestätigt)

  30.04.2014

Moin Moin
bin neu hier und habe ein ernstes Problem. Auf meinem
Grundstück sind 3 Schachtbrunnen. Einer davon liegt 3m neben meiner Kellerwand. Wasserstand ca. 1,50 m unter GOK. Der Brunnen ist etwa 6m tief. Bei Regen drückt das Wasser aus dem Brunnen unter mein Kellerfundamet in den Keller. Zur Zeit halte ich den Wasserstand im Brunnen auf 4m unter GOK. Aber ich würde den Brunnen gern zuschütten. Aber einfach mit Kiessand verfüllen bringt wahrscheinlich nix, Wasser drückt weiter. Also dachte ich mir, Schachtringe ziehen, damit das Wasser weiter wandern kann (Grundstück in Hanglage). Tolle Wurst, Fundament meiner Scheune steht z.T auf den Schachtringen, also nix mit ziehen. Nächste Idee: Überlauf aus 100`er KG Rohr einbauen. Gemessen und gerechnet: Ich müsste einen 3m tiefen Graben ziehen am Scheunenfundament entlang, also auch nicht die Erfüllung. Nun gehen mir doch langsam die Ideen aus. Ich würde mich freuen, wenn einer `ne gute Idee hat oder sein fachlichen Kommentar abgeben würde.
In freudiger Erwartung
Herta



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 8
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  04.05.2014

Hallo ohne Drainage welche etwas Tiefer liegt †als die Unterkannte † des Kellerfundamentes † †wirst du kaum † † erfolgreich sein. †Oder hast † du †schon gehört dass †eine Drainage †bei stauende Nässe ohne Abfluss funktioniert † †Selbst †ein †füllen †des Brunnen mit Beton hilft da nichts †.Irgendwo muss ja das Wasser †hinfließen oder es staut auf.

Aus einem Schichtenprofil könnte man entnehmen ob eine  wasserundurchlässigen Schicht  vorhanden ist  durch    welche durch durchbrechen dieser Schicht    eine eine Schicht befindet in  welche das Wasser  abgeleitet  werden könnte .Bei uns  ist etwa in einer Tiefe von etwa  1,8m eine  Lehmschicht vorhanden welche wasserundurchlässig ist nach dem durchbrechen  dieser Lehmschicht, entstand dann  eine trockene  Baustelle

Mfg Sepp
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  02.05.2014

Das Einfachste wäre wohl wenn du den Wasserspiegel im Brunnen mit einer Pumpe knapp unter der Kellersohle hältst.
4m sind bei einem normalen Keller(Sohle 2m u. GOK) unnötig und verbraucht mehr Strom.

Hast du ein kleines Schichtenprofil? Also was für Boden hast du auf den ersten 6m? Sand oder Mergel, Lehm, Ton?

Wenn du z.B. bis 2m Sand hast und dann etwas bindiges wie Lehm kommt, kommt das Wasser nicht vom Brunnen. Auf dem Lehm steht dann Schichtenwasser, welches stark vom Wetter abhängig ist. Es könnten z.B. 20cm Wasser auf dem Lehm stehen und in der Regenzeit vielleicht 50cm. Wenn deine Kellersohle nun 1,60m unter GOK liegt drückt das Wasser durch den Beton. Von unten und von den Seiten. Das hat mit dem Brunnen nichts zu tun. Durch das Abpumpen senkst du den Wasserspiegel höchstens ab und es bleibt dadurch Trocken.


Eine Verfüllung mittels Tongranulat oder Beton wäre zwar kein großer Akt, aber wie bereits beschrieben könnte es passieren das das Wasser im Ringraum zwischen gegrabenen Loch und Brunnenwandung hochsteigt. Und dann hast du die Arschkarte, denn das Abpumpen ist nicht mehr möglich da der Brunnen ja verfüllt ist.
insulaner
(Mailadresse bestätigt)

  02.05.2014

Moin Herta,
ich bin beileibe nicht vom Fach, aber ich kann versuchen mit zu denken:
Zitat:Bei Regen drückt das Wasser aus dem Brunnen unter mein Kellerfundamet in den Keller. Zur Zeit halte ich den Wasserstand im Brunnen auf 4m unter GOK. Aber ich würde den Brunnen gern zuschütten. Zitat Ende

Drückt das Wasser wirklich aus dem Brunnen??
Ist das Hangwasser " nur " Regenwasser oder gibt es Quellen ?
Ich würde das mit dem Verfüllen, Abdichten usw. erst mal hinten anstellen und versuchen zu VERSTEHEN , was genau an Deinem Hang passiert und welche Folgen eine " Massnahme " deinerseits hätte.

Ich hatte bei mir vor einen Brunnen zu verschliessen.
Am Ende hat sich raus gestellt, das dies das dümmste der Welt gewesen wäre. Bei mir am Hang drücken Quellen das Wasser auf das Grundstück. Meine Abhilfe war: Drän unter dem gesamten Hof. Haben bei mir die Tiefbauer gemacht. Mit Schacht zum reinigen und Hofeinlauf für evtl. Oberflächenwasser.

Was meinst Du mit:"ich halte den W.stand auf 4m unter
Gok " ?
Pumpe ??

Warum sind da 3 Schachtbrunnen??

Bei mir hat es zum Verständnis geholfen, Leute zu befragen, die die Geschichte des Hanges kennen. Ältere Leute oder deren Kinder. Wer hat die 3 Brunnen-wann- gebaut. Und warum?

Und Hydro hat mir geholfen, so gut es aus der Ferne nun mal geht.

Wie tief müsstest Du ein Ring-Drän um Dein Haus eingraben , vor allem an der Hangseite ?
Wohin kannst Du das Wasser ableiten ?

Na ja, ich wünsche Dir, dass Du kühlen Kopf behalten kannst und die für Dich richtigen Fachleute treffen wirst.
Das ist nicht so leicht!! Und braucht Zeit.
Lass lieber das Wasser noch 2x im Keller hochdrücken,
( ich bin mir sehr wohl bewusst, das dies der Horror sein kann )aber treffe die RICHTIGE - also nachhaltige Entscheidung !
schönes Wochenende
Insulaner
 




Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  01.05.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 01.05.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

das Problem ist der Bereich zwischen der Außenseite der Brunnenringe und dem natürlich gewachsenen Boden.
Den bekommt man mit einem einfachem Auffüllen innen nicht mehr dicht.

Deine Ausführungen waren kein Problem für die Krümmung meine Fußnägel... alles noch wie gehabt ;-)

Mal abgesehen davon, wurden Schachtbrunnen ja meist nur so tief gebaut, wie man auch das Wasser beim Bau beherrschen / absenken konnte.
Von daher gehe ich nicht von einem permanent gespannten Grundwasser aus.
Bei einem freien Grundwasserleiter wären dann keine allzu großen Verrenkungen bei einer Rückverfüllung notwendig.

Gleich 3 funktionierende Brunnen machen mich stutzig, Wassermangel scheint ja nicht der Grund für Anzahl der Brunnen zu sein.

Gruß
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  01.05.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 01.05.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Hydro..

war meinerseits auch nur der letzte Extrakt wenn nichts anderes ginge. Da die Scheune auf den Ringen steht ist es mau mit Ziehen der Ringe. Sorry wenn sich dir die Zehennägel aufrollen bei solcher Literatur. Dachte halt aus den Ringen ein Pfropfen zu machen um den das Wasser herumwandern muß. Daß die Ringe mit dem Lehm auch zueinander abzudichten sind versteht sich.

Schönen Feiertag noch !

Lothar
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  01.05.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 01.05.2014!  Zum Bezugstext

@ Lothar

Bei einem Schachtbrunnen müssten die Brunnenringe gezogen werden, damit man den ehem. Brunnen wieder richtig abdichten kann. Bei einem Schachtbrunnen tritt das Wasser überall zu und der Ringraum ist nicht nach oben abgedichtet wie bei einem Rohbrunnen.
Eine Verfüllung mit Ton o.ä. macht nur Sinn, wenn der Grundwasserleiter einen Stauer als Überdeckung hat.
Dann müsste man die Brunnenringe soweit ziehen, das man den Bereich des Stauer anschließend wieder 100% mit Ton abdichten kann.

Gruß Hydro
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  01.05.2014

Moin, moin

Finger weg von Brunnenringen ziehen bzw. Brunnen verfüllen!
Keiner braucht 3 Schachtbrunnen -> die sind nicht umsonst gebaut worden!
Das Wasser wird nicht aus dem Brunnen drücken, sonder es steigt allgemein, deshalb säuft der Keller ab.


2 Szenarien wären denkbar:

Var.1: Hanglage - der Grundwasserleiter ist (teilweise?) von einem Stauer überdeckt - der Grundwasserleiter ist gespannt - und bei Regen steigt der Druck durch das versickerte Wasser so weit an, das es von unten in den Keller drückt. Ansonsten reicht der Schachtbrunnen als lokale Druckentlastung.

Var.2: der Grundwasserleiter ist nicht oben durch einen Stauer überdeckt - wir haben ungespannte Verhältnisse im Grundwasserleiter (GWL) und das Wasser steigt nur bei Regen an. In dem Fall wurden die Brunnen ggf. ursprünglich dazu benutzt, um mit Pumpen über Niveausteuerung den Grundwasserspiegel niedrig zu halten.

Ich empfehle - auch wenn es Geld kostet - einen örtlichen Geologen / Hydrogeologen mit dem Problem zu konfrontieren, ein Baugrundgutachter würde ich dazu nicht unbedingt empfehlen.

Das Problem ist nichts für eine Ferndiagnose, es genügt ein kleines Informationsdefizit und schon stellt sich alles anders dar.
Die notwendigen Informationen kannst du nicht alle liefern, vermutlich wirst du auch entscheidende Informationen als solche nicht erkennen.

Wichtig wären z.b. Informationen zu:
- der Mächtigkeit des Grundwasserleiters / wie tief liegt der nächste Stauer
- was sind die Min- und Maxwasserstände
- wie ist der Grundwasserleiter / die Geologie im Umfeld
- ist der Bereich in einer Erosionsrinne (die kann auch von Boden überdeckt sein)
- welches Material bildet den Grundwasserleiter
- ist der Grundwasserleiter gespannt - evtl. nur zeitweise
- wo versichert das Wasser so schnell bei Niederschlag
- sind oberhalb, unterhalb oder seitlich Bachläufe und diese ggf. nur bei Starkniederschlägen oder Schneeschmelze
- Ausbildung des Geländes

... und die Liste ist noch lange nicht vollständig!

Es kann sein, das die Lösung einfach und trivial ist, aber evtl. auch hochkomplex.

Bei einer falschen Handlungsweise, kannst du deinen Keller dauerhaft fluten, irgendwann könntest du einen hausgemachten Hangrutsch oder eine Setzung verursachen. Kleine Ursachen - große Wirkung.
"Kleine" Fehler - große Wirkung, als Bsp. Stadtarchiv Köln, Erdwärmebohrungen Staufen

Mal ein schönes Beispiel aus eigenem Erleben.

Ein ehemaliges riesiges Firmengelände wurde geschliffen. Die Regenwasserleitungen verblieben. Eine Leitung verlief unter einer Bundesstraße durch und entwässerte dahinter in einen Bach. Der Bach lag ca. 5-6 m tiefer. Ob es ursprünglich nur den Hang herunter lief war nicht mehr ersichtlich.

Was war passiert... vor ca. 20 Jahren wurde seitlich (Hangseite) noch ein Radweg platziert. Dazu wurde das Regenwasserrohr gekappt und dahinter mit einem geringeren Durchmesser weiter zum Hang geführt.
Das ursprüngliche Rohr hatte aber den großen Durchmesser nicht umsonst.
Aufgrund des geringeren Durchmessers kam es dann bei starken oder längeren Niederschlägen zu einem Rückstau, das Wasser trat am Übergang aus und stieg bei Niederschlägen schlagartig unter dem Bereich des Radweges an und sättigte den Bodenbereich. In Folge dessen gab es erst leichte Setzungsrisse, dann einen Abrutsch am Hang um ca. 2 m und eine weitere Absenkung des Radweges.
Dann wurde untersucht und Maßnahmen ergriffen.
Irgendein Unsachverständiger hat dann eine Stützmauer auf das abgesackte Stück Hang setzen lassen und das haben zu 100% auch noch mehrere abgenickt. Man meinte damit die Straße zu stützen.
Richtig gelesen - kein Schreibfehler!
Einem Teil des Hanges, der aufgrund der Wassersättigung ein höheres Gewicht bekommen hat und daraufhin abgerutscht ist, verpasst man als Krönung eine Stützmauer als zusätzliche Beschwerung.

Über ca. 2 Wochen mal die Wasserstände in den inzwischen zahlreich vorhandenen Grundwassermessstellen aufgezeichnet, die Niederschläge währen dieser Zeit registriert und schon war klar (aber leider nicht allen), was da passiert und wo die Ursache liegt.

Aber zurück zum eigentlichen Problem:
Zitat: "Also dachte ich mir, Schachtringe ziehen, damit das Wasser weiter wandern kann (Grundstück in Hanglage). "
Die Schachtringe behindern das Wasser nicht, das Wasser "wandert" da durch.

Drainage guter Ansatz, allerdings muss diese dann das gesamte Wasser abfassen, auch bei Starkniederschlägen. Ein dementsprechender Durchmesser wäre notwendig. Das Ganze würde aber nur Sinn machen, wenn die Drainage um das Haus herum geht und dann dahinter frei am Hang auslaufen kann. Reicht da die Hangneigung? Ggf. müsste aber noch eine U-förmige Dichtwand um den Keller gezogen werden. Ob und wie tief, hängt von den Randbedingungen ab.

Hoffe ich konnte wenigstens etwas helfen.
Aber bitte daran denken - ohne die örtl. Gegebenheiten zu kennen kann man keine sichere Handlungsempfehlung geben.
Mein Rat - ein Fachmann / -frau vor Ort sollte die Lage beurteilen. Eine "Fernwartung" wie in der IT-Branche ist hier leider nicht möglich und wird es auch nie sein.

Allen einen schönen Feiertag.

Gruß Hydro
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  01.05.2014

Guten Abend,

das einzige was mir dazu einfällt, wäre das Abdichten mit Lehm. Das könnte ja ein Gemisch aus Lehm und Kies sein. Auf alle Fälle erst mal eine dicke Schicht Lehm ( Ton) ganz nach unten. Diese dann mit zunehmend mehr Kieslehmgemisch abdecken. Ein paar Tage einsumpfen lasssen und dann die Schichtdicke weiterhin mit dem Gemisch aufbauen. Sobald etwa 50 cm Schichtdicke erreicht sind, mal abpumpen um zu sehen, ob die Schicht abdichtet. Wenn ja, noch eine weitere Schicht darüber und wenn das Wasser wegbleibt kann normal verfüllt werden. Wenn die Beschaffung des Lehms keine Schwierigkeiten macht, würde ich bei dem Gemisch bleiben um auf der sichern Seite zu sein.

Auch eine Zwischenplatte aus Beton könnte man dann mit einbringen und darüber dann normal auffüllen. Wenn keine Möglichkeit besteht, den Lehm selbst abzubauen, dürfte die nächste Ziegelei die günstigste Quelle sein.
Am Extruder fallen üblicherweise eine Menge deformierte Ziegel an, die wieder eingestampft werden. Die wären so auch leicht zu handhaben um einen Anhänger damit zu füllen. Sollte auch bezahlbar sein.

LG Lothar



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