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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Lehm Lehm Lehm Mergel Mergel Mergel...
waterdog
(Mailadresse bestätigt)

  22.06.2014

Hallo an die Gemeinde. Kurz zu uns. Wir haben einfach mal angefangen einen Bohrbrunnen zu bohren. 12cm Bohrer.
Nach ganzen 50cm Erde kam Lehm. Bei 3,5 Metern tauchte Wasser auf. Der Lehm blieb bis 6,5 Meter. Danach folgte Mergel. Und der blieb bis 9,60. Tiefer kommen wir jetzt nicht mehr, da ein Stein den Weg versperrt. Das Wasser steht 6mt hoch im Bohrloch. Wir haben das Wasser mal abgepumpt. Es kommt wieder nach. Ca 40cm die Stunde bis es wieder seinen ursprünglichen Stand erreicht hat. Unsere Idee ist jetzt: auf 30cm aufbohren und eine Art Mini-Schachtbrunnen zu bauen. Dazu haben wir folgende Idee: Unten Filterkies (ca 40cm hoch) dann ein entsprechend großes Rohr darauf. In das Rohr einen Rammfilter und diesen mit Kies befestigen (nicht in den Mergel schlagen) Außen um das Rohr Kies oder Steinchen, damit die Brunnenwand nicht abbricht und gestützt wird -so wie der Platz das zuläßt-. Wir möchten mit einer Schwengelpumpe arbeiten.
Ist das so realistisch? Oder hat jemand von Euch eine Idee, was sonst machbar wäre? (außer tiefer bohren)
Vielen Dank für eine Antwort



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 9
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  29.06.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waterdog vom 26.06.2014!  Zum Bezugstext

@ waterdog
Wenn der Durchmesser größer ist, hat das Wasser eine geringere Strömungsgeschwindigkeit, als wenn du in einem kleinerem Bohrloch pumpst und es dadurch regelrecht ansaugst. Bei allmählichem Eintreten des Wassers in den Brunnen setzt sich der Sand unten ab. Außerdem kannst du ja so tief wie möglich das Loch größer machen und dann nach Fertigstellung zwischen dem seitlich anstehendem Boden und den Schachtringen Filterkies einfüllen.

DANN geht's los...
- Baggern, so weit wie möglich und deutlich größer als die Ringe,
dann Schachtringe reinsetzen
- wenn schon Wasser unten, dann Pumpe rein (da benötigst du aber eine Söffelpumpe und Stromversorgung - Söffelpumpe sollte etwas robustes vom Bau sein, da du genug Dreck mitförderst!)
- dann darfst du ins Loch und immer schön unter dem unterstem Ring gleichmäßig und stückchenweise weggraben.
Solange du im Geschiebemergel bzw. Ton bist, so viel wie möglich hinter den Ringen weggraben (min. 20 - 30cm), damit die Ringe auch problemlos durch das Eigengewicht nachrutschen können. Denn wenn die erst mal feststecken, dann wird es meist nichts mehr.
Was du bereits untergraben hast, kannst du ja mit kleinen Holzklötzchen absichern und wenn dann rundum fertig ist, diese dann wegschlagen.
In 30 cm Etappen,mehr würde ich nicht machen, denn wenn dann die Ringe rutschen, bist du ja noch unten - von daher, wähle den Durchmesser nicht zu gering, denn du willst ja noch vernünftig darin arbeiten.

Gruß
 
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  26.06.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waterdog vom 26.06.2014!  Zum Bezugstext

Hallo "waterdog ein  Schachtbrunnen hätte den Vorteil  dass sich der Sand unten  absetzen kann wen das Bodenventil einen Abstand von  30-50 vom Boden  hat.  Mit den  früher üblichen Ziehbrunnen die  welche  etwa mit den heutigen Schwengelpumpen vergleichbar  sind wurde das Wasser  von  Schachtbrunnen schon mal aus 30 m tiefen Brunnen herausgepumpt  zuletzt wurden diese Pumpen mit einem Motorantrieb ausgestattet.
waterdog
(Mailadresse bestätigt)

  26.06.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 24.06.2014!  Zum Bezugstext

Vielen Dank für die Antworten. Wir werden dann nochmal einen Bohrversuch starten. Und wenn das nichts wird... Tja, dann werden wir wohl mal Ausschau nach einem entführungswürdigen Baggerfahrer halten. Der einen Bagger hat, den wir auch auf das Grundstück bekommen... Wie schaut es denn mit einem Schachtbrunnen und einer Schwengelpumpe aus? Ich mein, den werd ich dann doch wohl auch nicht sandfrei haben...
oder setzt sich das dann so ab, daß das ginge?
Auf das klassische Eimer-hochziehen habe ich nicht wirklich lust...
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  24.06.2014

... schöne Überschrift - mal breit grins...

.. hallo waterdog,
das graue, sehr feste Zeug mit Sand, Kies und Steinen drin wird vermutlich Geschiebemergel sein.
In dem Bereich, wo das Wasser zutritt, ist vermutlich der Sandanteil wesentlich höher als in den restlichen Bereichen. Diese sandigen Bereiche können eine größere Ausbreitung haben, können aber auch nur lokal vorhanden sein.

Tiefer bohren könnte ggf. auch einen gespannten Grundwasserleiter erschließen, allerdings ist das weitere Bohren ja kein Spaziergang, zumal es ja noch den besagten Stein gibt, der es erst einmal verhindert. Im Geschiebemergel können auch schon mal etwas größere Steine vorkommen, von daher kann es nebenan gut gehen, aber auch nicht.

Bzgl. der Schwengelpumpe - du wirst den Brunnen nicht richtig sandfrei bekommen, von daher... Verschleiß abzusehen.

Zitat: "Oder auch einfach eine Meinung zu unserem "30-cm-Sickerwasser-Schachtbrunnen"?"

Vergiss es - damit erreichst du dein Ziel nicht - du kannst es jetzt glauben oder versuchen den Gegenbeweis anzutreten.

Du könntest dir aber einen gelangweilten Baggerfahrer kidnappen und so tief wie möglich baggern lassen, mit dem Ziel einen Schachtbrunnen zu errichten.
Brunnenringe 1,5 - 2m Durchmesser und das dann auf 4,5 - 5m, wenn es geht noch etwas tiefer.
Dann kann mehr Wasser zutreten und du hast genug Volumen in dem es sich sammeln kann. Was über Nacht zusammen läuft, reicht dann vermutlich über den ganzen Tag.

!!! ABER vorausgesetzt, es fließt genug nach!

Gruß

P.S. nicht vergessen den Baggerführer mit einem Handgeld wieder in die Freiheit zu entlassen.


waterdog
(Mailadresse bestätigt)

  24.06.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 24.06.2014!  Zum Bezugstext

Ok, scheint wohl eher sowas wie Ton zu sein. Was eine Schlierplatte ist, weiß ich nicht. Ist aber ja auch egal, da wir wohl seit einigen Metern nur Ton fördern. Werden jetzt mal einen Töpferkurs belegen ;-)
Und danke, was den Pumpentip angeht. Aber wir wollen wirklich eine Schwengelpumpe! Gibt ja auch welche, die tiefer als 7 mt fördern. Ich möchte in der Hinsicht nicht vom Strom abhängig sein...
Mal sehen, wie es weitergeht. Hat vielleicht noch irgendwer eine Idee? Oder auch einfach eine Meinung zu unserem "30-cm-Sickerwasser-Schachtbrunnen"?
Viele Grüße
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  24.06.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waterdog vom 23.06.2014!  Zum Bezugstext

Hallo  waterdog ich denke auch dass  es kaum Mergel ist; Mergel ist ziemlich sandig und kein  festes zähes Zeug  wie Lehm und Ton.


Deiner Schilderung nach könnte es auch Ton sein welcher im Gegensatz zu Mergel   eine ziemlich  kompakte  grau - blaue  Masse ist .
Mergel könnte man auch Schichteise abbauen da dieser eine Plattenförmige sandige Struktur hat.
Ist bei dir  ein Bergbaugebiet?
mfg Sepp

sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  23.06.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waterdog vom 23.06.2014!  Zum Bezugstext

Hallo waterdog  wen du ein  Loch  mit 20 cm bohren kannst dann wäre eine Unterwasserpumpe zu empfehlen dann  hättest du keine Ansaugprobleme   bei dieser Tiefe .
mfg Sepp

Bei Schicht meine ich eine Schlierplatte  dessen    stärke verschieden   ist.

mfg Sepp

Wen du ein  größeres Loch bohren willst dann mindesten einen halben Meter  daneben
waterdog
(Mailadresse bestätigt)

  23.06.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 23.06.2014!  Zum Bezugstext

Danke für die Antwort. Was uns da jetzt am Weiterbohren behindert kann ich nicht sagen. Kann ja leider da unten nicht reinschauen. Allerdings haben wir recht viele Steine (gerade so groß, daß die Schnecke die noch hochbekam) in dem Mergel gehabt. Was ist das für eine Schicht, die Du meinst? Vielleicht ist das auch kein Mergel?! Ist son graues sehr sehr festes und zähes Zeug.
Es mag auch Sickerwasser sein was sich da sammelt. Allerdings müßte sich dann doch der Wasserstand ändern, wenn es sehr trocken ist oder eben stark geregnet hat, oder? Da wir auf dem höchsten Punkt unserer Umgebung sind (super-Voraussetzung für einen Brunnen, ich weiß)und keine Änderung vom Wasserstand eintritt... Was kann ich davon halten? Wir möchten das Wasser lediglich für unseren Gemüsegarten haben. Wenn wir da tgl. 200-250 lt. rauspumpen können, sind wir mehr als zufrieden.
Ich dachte auch, daß das Wasser vielleicht schneller nachfließt, wenn der Schacht größer ist. Immerhin erhöht sich ja auch die Austrittsfläche von dem Wasser?!
Leider gibt es keine Angaben über unsere Bodenbeschaffenheit (außer: ist Lehm- und Mergelboden. -wie tief weiß scheinbar keiner. Oder will es nicht wissen)
Wäre die oben angedachte Idee umsetzbar oder ist das von vorn herein zum Scheitern verurteilt? Wie gesagt: 200-250 lt. pro Tag würden uns sehr glücklich machen.
Viele Grüße
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  23.06.2014

Hallo waterdog"!ein

Wasseranstieg 40 cm po Stunde das sind also 5 Liter  pro Stunde von einem  Brunnen  kann  man da wohl kaum sprechen höchstens von Sickerwasser. Auch mit einem Minischachtbrunnen   sind 20 cm  sind das nur 12 Liter . Daher die Frage ist es wirklich ein  Stein welcher das tieferbohren stoppt oder ist  es einen  Schlier platte  wie diese im Mergel öfter vorhanden sind. Falls du sicher bist das es nur! ein    Stein ist käme    ein  weiteres    Bohrloch etwas neben dem alten Bohrloch  in frage.  Steine sind im  Mergel im  Gegensatz zu Schlierplatten  selten vorhanden,
mfg Sepp



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