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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Pumpen unter dem Filter
boxko
(Mailadresse bestätigt)

  31.07.2014

Hallo an alle,
ich hätte eine Frage. Ich habe angefangen einen Brunnen zu graben. Die ersten zwei Meter wie so oft in einer halben Stunde und siehe da...Wasser (Schichtwasser). Danach habe ich 1 m Sand/Kies-Gemisch. Und danach nur LEHM, LEHM, LEHM.
Als ich bei 5m angelangt bin hatte ich die Nase voll und rief beim Geologischen Institut für Rheinland-Pfalz an. (Ein echt netter Mensch) gab mir die Auskunft das in meiner Straße eine Bohrung für Nutzung der Erwärme durchgeführt wurde. So konnte er mir die Bodenbeschaffenheit zu 100% erläutern.
Es sind 70m Lehm, und danach etwas Braunkohle aber kein Wasser.
Ich habe 5m KG2000 eingelassen. 50cm unten Vollrohr, dann 2m Filter und nochmals 2,50m Vollrohr.

Meine Frage ist, kann ich die Pumpe unter den Filter setzen. Warum?
Nun ich habe nach 200l kein Wasser mehr. Es dauert eine Zeit bis es wieder nachsickert.
Setze ich die Pumpe über den Filter, so ist mein Ertrag gerade mal 10-20%

Eure Meinung?
Danke.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  03.08.2014

Hallo,

der Filter sollte auch unmittelbar mit der Sand/Kiesschicht abschließen. Der Ton quillt auf, es lösen sich Feinbestandteile und gelangen in das Filterrohr. Das Zeug setzt sich unten ab und durch das Absenken bis unten ziehst du es regelrecht rein. Somit ist ein erhöhter Verschleiß der Pumpe schon mal abzusehen, außerdem stzt sich das auch mit der Zeit unten ab.
Die Pumpe wird aus folgenden Gründen eigentlich oberhalb des Filters eingebaut:
1. das am Motor vorbeiströmende Wasser kühlt diesen
2. Feinbestandteile setzen sich zum Teil nach unten ab und sammeln sich im Pumpensumpf

Kühlprobleme dürftest du bei intermittierendem Betrieb der Pumpe nicht bekommen.
Nur muss die Menge des sich unten absetzenden Materials überwacht werden und die Pumpe sollte noch genügend Abstand zum Boden haben, damit sie nicht eingeschlämmt wird.

Die Filterunterkante setzt du ca. 10 cm über den beginnenden Ton, danach nur noch Vollrohr.
Im Bereich des Filterrohres kommt Filterkies, darunter etwa 10 - 20 cm ein feiner Kies bzw. Sand (Gegenfilter) und bis unten hin verfüllst du mit Bohrgut oder etwas anderem. Wichtig ist, das vollständig verfüllt ist und nichts mehr nachsacken kann, sonst rutsch dir auch der Filterkies nach und es entsteht irgendwo eine Lücke im Filterbereich, durch den dann Sand und Feinmaterial durchkommt.

Alternativ könntest du auch über Schachtringe mit einem größeren Durchmesser nachdenken - wenn du die techn. Möglichkeiten hast, wäre das auch eine Variante.

Zum Pumpbetrieb hat dir Lothar ja alles geschrieben.

Gruß
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  31.07.2014

Hallo,

so wie sich das darstellt, wäre das ein Fall einen Behälter / Zwischenspeicher auch Zisterne intervallmäßig zu füllen. Dazu kann die Pumpe ruhig im Filterbereich, ja sogar darunter hängen.
Dann muß das Verhältnis Pumpdauer zur Menge ermittelt werden, sowie die Erholzeit. Damit kann dann mit Zeitschaltuhren ein Pumpenkonzept erstellt werden was dann kleinere Mengen in Intervallen hochpumpt. Vom Vorratsbehälter muß dann mit einem kleinen oder nach Bedarf größeren Hauswasserwerk gearbeitet werden.

Um ein Überlaufen des Tanks zu verhindern, wennmehr Wasser gepumpt wird als verbraucht wird, muß man den Pumpvorgang mit einem Schwimmerschalter im Tank unterbrechen.

Wenn zum Beispiel stündlich 80 Liter gepumpt würden, gibt das knapp 2 m³pro Tag.
Solch ein System will aber beobachtet sein. Die Wasserschicht könnte ermüden, wenn kein natürlicher Grundwasserzufluß vorhanden ist.

LG Lothar



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